(kreuz.net, Wien) Am vergangenen Samstag feierte die Erzdiözese Wien einen diözesanen Weltjugendtag.
Der Anlaß war als Vorbereitung auf den Weltjugendtag 2008 in Sydney gedacht.
Verschiedene katholische
Jugendorganisationen nahmen daran teil, unter ihnen die ‘Katholische Jugend’ sowie mehrere Gebetsgruppen
und Erneuerungsbewegungen. Auch die Lebensschutz-Bewegung ‘Jugend für das Leben’ war vertreten.
Rund
300 Jugendliche zogen vom Minoritenplatz in einer Prozession mit dem Weltjugendtagskreuz zum Stephansdom.
Dort war eine Messe mit dem Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, vorgesehen.
Doch vor
dem Dom in der Wiener Innenstadt stießen die Jugendlichen auf Widerstand. Der Eingang zum Gotteshaus
wurde von fanatisierten Kinder- und Lebensfeinden versperrt.
Sie brüllten Haßrufe, die man bis im Altarraum
des Stephansdomes hören konnte: „Abtreibung ist Frauenrecht, bei pro life da wird uns schlecht“, „Hätt
Maria abgetrieben, wärt ihr Christen uns erspart geblieben“.
Kardinal Schönborn erschien persönlich
vor der Kirche, um sich den Auftritt der Fanatiker anzuschauen.
Monika Haas von der ‘Jugend für das
Leben’ stand direkt vor der Absperrungsreihe und berichtete darüber auf der Webseite des Vereins.
Frau
Haas sprach einige – wie sie sich ausdrückt – „offenbar sehr verletzte und verwirrte Störenfriede“ an.
Weil das Motto des diözesanen Weltjugendtags „So wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander
lieben“ lautete, bot Frau Haas den Extremisten kleine Schmucksteinherzen an, die sie an diesem Tag ausgeteilt
hatte.
Die Kinder- und Lebenshasser lehnten ab: „Ich habe kein Herz.“
Um den katholischen Jugendlichen
den Eintritt in den Stephansdom zu ermöglichen, mußte die Polizei den Weg zum Stephansdom freimachen.
Während der Messe gab es keine Störungen.
Email-Adressen der Empfänger
37 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
adoption ist ach kein heil adoption ist ja nun nicht das allheilmittel für ungewollte kinder! ich glaube
dass für ungewollte schwangerschaften keine generellen lösungen gefunden werden können. so hat meine
gastschwester zwei mal die pille-danach genommen und war danach jedes mal für zwei monate außer gefecht
gesetzt – total fertig mit den nerven. eine bekannte von mir ist adoptiert worden und istdamit überhaupt
nicht klargekommen. sie ist 22 hat ein superschlechtes abi und jetzt mit 20 statt ausbildung und arbeit
ein kind. null zukunftsaussichten!
Gestört?? Abtreibung ist meiner Meinung nach legalisierter Mord. Der gefährlichste Ort für ungeborenes
Leben ist der Mutterleib. Warum aber werden Kinder bei ungewollter Schwangerschaft nicht ausgetragen und
zur Adoption freigegeben?? Nein, lieber umbringen.Und warum werden Adoptionen nicht leichter genehmigt??
Die Politik, die sonst alles mögliche schützen will, schaut beim Töten des eigenen Nachwuchses tatenlos
und schamlos zu.
@Philomena: Vergebliche Liebesmüh: Der Gerichtsstand der Seite kreuz.net sind die USA; und wie selbige
zu Klagen von außerhalb stehen, ist Allgemeinwissen… @amadeus: Die Linie zeigt sich doch ganz deutlich:
– es darf nicht verhütet werden – es soll nicht „nachträglich verhütet“ d.h. abgetrieben werden. =>
Es bleibt nur der Weg, bis zur Ehe keusch und enthaltsam zu leben, sollen ungewollte Schwangerschaften
vermieden werden. (So ist doch hier die „gängige Meinung“, oder?) Im Übrigen bin ich persönlich auch
ein Befürworter der Fristenlösung zusammen mit Beratungsgesprächen. Lieben Gruß, Belial
wer hat kein herz? das ist doch die frage. habe ich kein herz wenn ich mich für die fristenlösung einsetze?
keine frau wird leichtfertig eine abtreibung durchführen lassen. und wollt ihr frauen die abtreiben ins
gefängnis stecken oder öffentlich ächten? also, beratung ist eben der zentrale punkt und das heisst
natürlich auch, dass eine frau in ihrer entscheidung frei sein muss, die beratung ergebnis offen geführt
werden muss.
Hätte Maria abgetrieben… Eine schlimme Vorstellung, Maria hätte abtreiben können. Wer so etwas ersinnt,
ist doch durch und durch böse. Die Christen wären im übrigen nicht „erspart“ geblieben. Mangelnde Bibelkenntnis
schadet nur.
Wenn zwei das gleiche tun ist das wohl noch lange nicht dasselbe. Jedenfalls werden hier Lebensrechtler
gefeiert, wenn sie vor Abtreibungskliniken Frauen anmachen. Sind andere aber anderer Ansicht und stellen
sich vor den Wiener Stephansdom, dann, ja dann, dann ist das ein Skandal!
„Das Vatikanum war nicht dogmatisch“ sicher war es nicht dogmatisch. Wann etwas dogmatisch ist und wann
nicht, wurde im Ersten Vatikanum klar geregelt. Und eindeutig. Und die Väter des 2. Vatikanums kannten
die im 1. Vatikanum dargelegte (und selbst unfehlbare) Lehre über die Unfehlbarkeit. Eine Dogmatisierung,
die über die Regeln des Ersten Vatikanums hinausgeht, beruht nicht auf dem unfehlbaren Lehramt der Kirche,
sondern lediglich auf eigener Meinung.
@ PhilomenaWolkenstein Ist bei Kreuz.net schon eine Klage der Beschuldigten eingegangen? Falls nicht,
so würde ich mit der Logik eines Ihnen gut bekannten Forumsmitgliedes sagen: Es wird schon sehr viel
Wahres hinter den Geschichten stehen.
Die typische Apologetik der Piussekte. Das Vatikanum war nicht dogmaisch, die Exkommunikationen der Schismatiker
Lefebvre und Nachfolger war ungültig, der Papst verbreitet Irrlehen, und die Piusbrüder sind brave,
papsttreue Katholiken. So baut man sich ein eigenes Weltbild aus Lügen auf.
@ nonnobisdomine Sie haben Recht, das Zweite Vatikanum war ein Pastoralkonzil. Seine Beschlüsse sind
nichts desto trotz bindend. Es gibt eine Menge Lehren unterhalb der Dogmen, die ebenfalls bindend sind.
Sie sind eben (zumindest theoretisch) reversibel. Solange aber keine Revision stattgefunden hat, gelten
sie. Das Zweite Vatikanum war ein Ökumenisches Konzil, kein Theologenkongress. Gewöhnen Sie sich dran.
#24 Tridentinus 15:08:06 | Donnerstag, 29. März 2007
Thematisch Dogmatisch Lumen Gentium ist mE thematisch dogmatisch, insofern die Lehre über die Kirche
ein Teilgebiet der Dogmatik ist. Diese Konstitution enthält auch „Material“, das für eine formelle Definition
geeignet wäre, etwa die Sakramentalität der Bischofsweihe, genauer die Dreistufigkeit des Ordo.
An alle Kritiker meiner Person: Studieren Sie, meine Herren Damen und Damen Herren und Damen und Herren,
die Lehre der Kirche. Das Zweite Vatikanische Konzil war ein Pastoralkonzil. Mehr nicht. Beweisen Sie
das Gegenteil. Aber das wird den Schmalspur-Wissenden nicht gelingen. Das Zweite Vatikanische Konzil hat
keine lehramtlichen Dogmen oder lehramtliche Verlautbarungen von sich gegeben. Ein reines Pastoralkonzil.
nonobisdomine Na, so ganz richtig ist das mit einem ausschließlichen Pastoralkonzis Vat. II ja auch wieder
nicht. Immerhin bezeichnet sich Lumen gentium u.a. als Dogmatische Konstitution. Und tatsächlich hat
diese Konstitution dogmatischen Charakter und ist deshalb anzunehmen. Natürlich hat das Konzil kein neues
Dogma definiert
#20 FioreGraz 14:19:03 | Donnerstag, 29. März 2007
@lando Er meint Petrus II. bezogen auf diese Prophezeiungsgschichte. Naja manche treue tradittionelle
kreuz.net Katholiken bemerken die Häresie nicht mal wenn sie ihnen in den Arsch beist. Hier der typische
Milleniarismus. LG Fiore
#19 amadeus † 14:12:26 | Donnerstag, 29. März 2007
nonnobisdomine konzile sind immer verbindlich für die gläubigen. und ihre ausdrucksweise finde ich wirklich
vulgär. die gehört wirklich auf eine pornoseite.
@ Amadeus Sie sind ein Schwätzer und ein „Nicht-„Wissender. Wo bin ich jemals von der r.-k. Linie, die
im KKK, dem CIC und den lehramtlichen Aussagen der Kirche abgewichen? Und übrigens, Schwätzer Amadeus:
Das Zweite Vatikanische Konzil war kein dogmatisches Konzil, sondern ein Pastoralkonzil. Somit haben die
Aussagen, die dort getroffen worden sind, keine lehramtliche Gesetzeskraft.
#16 amadeus † 13:51:19 | Donnerstag, 29. März 2007
nonnobisdomine auch sie sind eine relativistin, weil sie sich ihren glauben genau so zusammenzimmern wie
viele andere ihrer vermeintlichen glaubensgenossen. würden sie sich an die entscheidungen des zweiten
vaticanums halten, was dieser papst auch verlangt, dann würden sie anders argumentieren oder demut zeigen.
@ Konrad Und dennoch wird das, was der Kardinal aus Wien zu dem Treiben in seinem Dom nicht gesagt hat,
bzw. nicht klargestellt hat, unvergessen bleiben. Relativismus für diesen Herrn Kardinal doch schon –
wie auch für Kardinal König, seinem vorgänger – an der Tagesordnung.
@Konrad – ist doch wohl sadistisch gemeint, oder??? …den möglichen Nachfolger Benedikts XVI., … so
eine Figur wird doch nie zum Papst dekoriert! Das wird die Gottesmutter schon zu verhindern wissen. Außerdem
wird der kommende Papst den Amtsnamen PAULUS II führen.
Na endlich mal was Positives über den Wiener Kardinal, den möglichen Nachfolger Benedikts XVI., den
kreuz.net in unflätigster Weise („Homokardinal“) angegangen hat! Auf eine Wende zu mehr Niveau zu hoffen
gibt diese Schwalbe jedoch keinen Grund. Wofür und wogegen kämpft kreuz.net eigentlich ???
@dorothea Diesen Links-Sozis, die gegen die Lebensschützer und die Religion pöbeln und schreien, sollte
man die Arbeitslose??? streichen. ??? und ihnen sollte man keinen ausgang zum internetcafe mehr gestatten…
passen die wärter denn nicht auf…
Wieso wird die in der Überschrift genannte Zitation denn unbedingt auf den Wiener Erzbischof übertragen?
Lesen sollte man können, auch die immer sofort aufschreienden Gegner von kreuz.net.
@ Tridentinus @ Bruder Theophil Ich kann ich Anliegen sehr gut nachvollziehen, jedoch glaube ich, daß
es sinnvoller ist, wenn man die Redaktion direkt benachrichtigt (über Kontakt). Auf Löschanträge, die
nur im Forum gestellt werden, reagiert man dort meines Wissens auch nicht. Dafür gibt es ja extra den
Link „Redaktion benachrichtigen“.
#2 Tridentinus 11:34:29 | Donnerstag, 29. März 2007
Ich bitte die Redaktion sehr dringend, die Überschrift dieses Artikels umgehend zu ändern. In Verbindung
mit den Photos von Kardinal Schönborn entsteht prima facie der Eindruck, es handele sich um ein Zitat
des Wiener Oberhirten. Das ist fahrlässige Irreführung, die sich erst relativ spät im Artikel aufklärt.
Warum traut sich eigentlich niemand zu sagen: Abtreibung ist Mord. Und wenn schon die Abtreibungsbefürworter
sagen: „Ich habe kein Herz“, dann ist es bewiesen. AbtreiberInnen sind Mörder, die kein Herz haben.