„Saatkörner der Wahrheit“
Die anderen Religionen sind teuflische Irreführungen
Das Zweite Vatikanum benützt die Formulierung eines Kirchenvaters, um Wahres in den falschen Religionen zu würdigen. Doch Benedikt XVI. erklärt dieselbe Formulierung aus ihrem Kontext heraus ganz anders. Von Maximilian Wenger.
Johannes Paul II. mit dem Dalai Lama bei einem interreligiösen Treffen auf dem Petersplatz, Oktober 1999
Johannes Paul II. mit dem Dalai Lama bei einem interreligiösen Treffen auf dem Petersplatz, Oktober 1999
(kreuz.net) Im September 2004 veröffentlichte die deutsche Bischofskonferenz ein Hirtenwort zur Mission unter dem Titel „Allen Völkern sein Heil. Die Mission der Weltkirche.“ Darin betonen die Bischöfe, daß das Zweite Vatikanum das Verhältnis zu den anderen, nichtchristlichen Religionen neu geordnet habe:

„Das Neue an diesem Verhältnis besteht vor allem darin, daß die anderen Religionen nicht mehr einfachhin als Heidentum, Götzendienst oder Irrglaube abgewehrt werden. Vielmehr gelten sie nun, bei aller klaren Differenz, als Formen, in denen Menschen und Völker sozusagen ihre Arme zum Himmel ausstrecken und ihre Suche nach Gott ausdrücken.“

Die deutschen Bischöfe unterstreichen weiter, „daß in anderen religiösen Traditionen ‘Saatkörner des Wortes’ – griechisch: logoi spermatikoi – verborgen sind, wie das Konzil mit einem Bild der Kirchenväter sagt“.

Das Dokument verweist auf das Konzilsdekret über die Missionstätigkeit der Kirche ‘Ad Gentes’ bei Nummer 11. Dort heißt es:

Alle Christgläubigen „müssen auch mit ihren nationalen und religiösen Traditionen vertraut sein. Mit Freude und Ehrfurcht sollen sie die Saatkörner des Wortes aufspüren, die in ihnen verborgen sind.“

Auslegung oder Korrektur?

Bei der Generalaudienz vom vergangenen 21. März sprach Papst Benedikt XVI. über den heiligen Märtyrer Justin. Dabei erklärte er auch die von Justin in der griechischen Philosophie entlehnte Formulierung „Saatkorn des Wortes“.

Jeder Mensch habe als vernunftbegabtes Geschöpf am Logos Anteil.

Er trage dessen „Saatkorn“ in sich und könne das Schimmern der Wahrheit erfassen.

Derselbe Logos, der sich den Juden im Alten Gesetz offenbarte, sei in unvollständiger Weise gleichsam in „Samenkörnern der Wahrheit“ auch in der griechischen Philosophie enthalten.

Das Alte Testament und die griechische Philosophie seien wie die beiden Straßen, die zu Christus führen – zitierte Benedikt XVI. den Heiligen Justin und fährt dann weiter:

„Die Gestalt und das Werk Justins bezeichnen gesamthaft eher die entschiedene Option der Urkirche für die Philosophie und für die Vernunft als für die Religion der Heiden.“

Justin habe eine unerbittliche Auseinandersetzung mit der heidnischen Religion und ihren Mythen geführt.

Er habe sie als „teuflische Irreführungen“ auf dem Weg zur Wahrheit betrachtet.
      
32 Lesermeinungen
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#32   AtmoAgathon   07:45:38 | Donnerstag, 31. Juli 2008
Das Recht zu reden, Diadochos
sich dem Tod unterziehen www.pranagathon.ch/Diadochos.html
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#31   GerdEric   09:58:13 | Montag, 7. Mai 2007
@Lutheraner
Lutheraner: Jeder Mensch kann Christ sein und das ohne sein nationale Herkunft zu verleugnen.
Jesus sagte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“ , was also sagt: Wer Jesu Weg gehen will, muss! !jeder Nationalität, !jedem Patriotismus, !jeder „Vaterlandsliebe“ entsagen, widersprechen, leugnen.
Wer wie Lutheraner heidnischen Kulten www.kreuz.net/bookentry.1094.html
anhängt, hat nichts mit Jesus im Sinn!
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#30   Mathias Wagener   18:15:27 | Dienstag, 1. Mai 2007
Samenkörner
Durch zuviel Samenkörnerlehre machen wir den Glauben kaputt.
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#29   Lord Werther   20:51:11 | Dienstag, 3. April 2007
Irreführungen?
Ähm… wer von Euch schon einmal die Bibel gelesen hat, der weis, wie wenig der Katholizismus mit Ihr zu tun hatte…
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#28   Christus vincit †   13:16:53 | Dienstag, 3. April 2007
@Marina
…hat Benedikt XVI eine revolutionäre Bezeichnung für das Heils-Handeln Gottes eingeführt: nämlich „Gott hat sich gegen sich selbst gewendet“ als Jesus gekreuzigt wurde. Das nenn ich perfekte Subversion!
Das ist doch häretisch und blasphemisch, wie es schlimmer nicht geht!
Gott soll sich gegen sich selbst wenden??
Ist in Gott der Satz des Widerspruchs aufgehoben?
Fallen für ihn gut und böse, richtig und falsch in eins?
Ist Gott denn ein Sadist oder ein Masochist?
Das pervers-satanische Sado-Masotum läßt grüßen…! :-!
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#27   Marina   22:38:55 | Montag, 2. April 2007
an Perpetua: auch Ratzinger war als Berater Frings dabei!!
ganz richtig meinst Du alles braucht minuziöse Vorbereitung. Im Sacramentum Caritatis und auch in Deus Caritas est hat Benedikt XVI eine revolutionäre Bezeichnung für das Heils-Handeln Gottes eingeführt: nämlich „Gott hat sich gegen sich selbst gewendet“ als Jesus gekreuzigt wurde. Das nenn ich perfekte Subversion!
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#26   Perpetua   00:07:26 | Sonntag, 1. April 2007
Die Unterminierung der katholischen Kirche
Als „das 1789 der kath. Kirche“ hat der belgische Kardinal Leo Suenens in einem unbeherrschten Augenblick das II. Vat. Konzil bezeichnet. Er wollte damit dieses Konzil als eine Revolution von nicht geringerer Tragweite als die berühmt-berüchtigte Französische Revolution von 1789 kennzeichnen.
Daß das II. Vatikanum einen äußerst folgenschweren Umsturz der katholischen Kirche unmittelbar nach sich zog, wird heute von niemandem mehr geleugnet. Fast völlig in Vergessenheit geraten ist dagegen der unumstößliche Grundsatz, daß es nun einmal keine spontane, unvorbereitete, aus dem Augenblick geborene Revolution gibt. Jede Revolution erfordert eine langfristige und minutiöse Vorbereitung im Untergrund eben die schleichende Unterminierung dessen, was da umgestürzt werden soll.
Genau hier setzt das vorliegende Werk den Hebel an. Seine These lautet, daß die „katholische“ Revolution in Wirklichkeit bereits eine vollendete Tatsache war, als das II. Vatik. einberufen wurde. Die einzige Aufgabe der Konzilsväter bestand darin, gehorsam ihre Zustimmung zu dem zu geben, was nicht etwa sie selbst zu beschließen hatten, sondern was längst von anderen beschlossen war! Für diese zentrale These ihres packend geschriebenen Buchs kann die langjährige Vatikan-Journalistin Mary Ball-Martinez eine ebenso beeindruckende wie lückenlose Reihe von Belegen liefern.
Unterminierung …ww.verlag-anton-schmid.de/
Navi: Kirchen-/Glaubenskrise Seite 2
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#25   Lutheraner   13:02:10 | Samstag, 31. März 2007
Abrahamskinder und Teufelskinder
Joh. 8,53 Bist du denn mehr als unser Vater Abraham, welcher gestorben ist?
58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich.
In diesem berüchtigten Kapitel streiten die Juden mit Jesus. Jesus argumentiert als Inkarnation des allmächtigen und allwissenden Schöpfergottes!
Er bestreitet nicht ihre abrahamitische Abstammung, sondern kritisiert ihre religiöse Verirrung. Deshalb sagt er, sie seien Teufelskinder.
Jahwe ist ein sozialreligiöser Gott, dessen Heilsversprechen an die Stammesgeschichte der Juden gebunden sind. – Anders das Christentum. Jeder Mensch kann Christ sein und das ohne sein nationale Herkunft zu verleugnen.
Leider verbraucht das Christentum seine Energie mit Sinnkrisen. Das muß nicht sein, würde es seine guten Hervorbringungen thematisieren, denn es ist die Basis des freien Westens und seiner Demokratien!
Zwar faulen die Demokratien seit geraumer Zeit an den Lügen und der Bestechlichkeit der Machthaber, doch die Güte der Demokratien steht außer Frage.
Daß die Kirchen sich in abrahamitischer Nachfolge sehen, ist kleingeistig und ein Verhängnis. Denn auf die Frage nach seinem Alter, antwortete Jesus, daß er älter sei als Abraham und fortgedacht auch älter als die Dinosaurier!
Gott ist grenzenlos in alle Dimensionen. Er war vor der Geburt der Welt und wird nach ihrem Untergang sein. Die Wissenschaft ehrt Gott, denn hebt sie einen Stein, findet sie ihn, spaltet sie ein Holz, ist er dort. Sie macht ihn immer größer!
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#24   Christus vincit †   21:23:26 | Freitag, 30. März 2007
@Matthias Wagener
Wie doch vieles durch das zweite Vatikanum geändert worden ist.
In der Tat! Das 2. Vatikanum hat der Verwässerung des katholischen Glaubens Tür und Tor geöffnet! Genau das war es aber, was Satanisten >:) schon seit über 100 Jahren bewußt angestrebt haben und auch weiterhin anstreben: Die Zerstörung der katholischen, auf Petrus, dem Felsen, gründenden Kirche (die Konzilssekte singt: „die Kirche ist erbauet auf Jesus Christ allein“) und des katholischen, allein seligmachenden Glaubens! :'(
Und wie stand der heutige Papst dazu ?
Der steht trotz seiner nostalgischen Anwandlungen in der Liturgie und seiner Verdammung der Befreiungstheologie immer noch zu 100% zum Konzil, zu dessen geistigen Väter er ja auch gehört, und fordert auch weiterhin von allen seinen „Kirchen“gliedern die uneingeschränkte, d.h. vollumfängliche Annahme desselben.
Da wird er – trotz seines Alter – wohl noch ein wenige dazulernen müssen…! :-S
Hoffentlich liest er ab und zu unsere Beiträge auf Kreuz.net (und – nicht zu vergessen – die Bücher aus dem Anton Schmid Verlag …ww.verlag-anton-schmid.de/)…! O:)
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#23   Karl Murx   19:55:03 | Freitag, 30. März 2007
@VirOblationis: eben!
Und diese Einwirkung auf der Chromosom ist Teil eines Schöpfungsaktes, wie auch die Schöpfung der Seele Christi aus dem Nichts ein Schöpfungsakt ist.
Das ist eben keine Zeugung als Wesensmitteilung, wie im Falle des ewigen Hervorganges des Sohnes aus der Erkenntnis des Vaters.
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#22   Mathias Wagener   19:05:57 | Freitag, 30. März 2007
Das zweite Vatikanum
Wie doch vieles durch das zweite Vatikanum geändert worden ist. Und wie stand der heutige Papst dazu ?
In der öffentlichen berichterstattung wurde da sehr wenig dargelegt.
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#21   virOblationis   18:45:37 | Freitag, 30. März 2007
– Bzw.
Zitat
„Dieses y-Chromosom muß auf unmittelbare Einwirkung Gottes zurückgehen.“
– Bzw. die Verwandlung des zweiten x-Chromosoms in ein y-Chromosom [muß auf unmittelbare Einwirkung Gottes zurückgehen.].
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#20   Sirilo   18:41:07 | Freitag, 30. März 2007
Die menschliche Natur Jesu Christi…
stammt nicht vollständig von der Jungfrau Maria; Das y-Chromosom kann er nicht von ihr bekommen haben, da sie als Frau über kein y-Chromosom verfügt. Dieses y-Chromosom muß auf unmittelbare Einwirkung Gottes zurückgehen.
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#19   Karl Murx   17:57:38 | Freitag, 30. März 2007
Einspruch
Selbst dann, wenn der Sohn Fleisch in einer Sünderin angenommen hätte, so wäre allein schon durch die hypostatische Union Christus genauso unbefleckt und heilig, als wenn er aus der allerseligsten Jungfrau geboren wäre.
Die Heiligkeit der Muttergottes wurde ihr doch gerade im Hinblick auf die Heiligkeit Christi gegeben und nicht umgekehrt. Die Heiligkeit der Muttergottes fügt der Heiligkeit Christi nichts hinzu.
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#18   virOblationis   17:32:57 | Freitag, 30. März 2007
Nachtrag
Mein Beitrag sollte nur aus einer anderen Perspektive noch einmal den Umstand beleuchten, daß die menschliche Natur Christi von Seiner menschlichen Mutter stammt. – Den Gedanken, daß Maria ihre Befreiung von der Erbsünde durch ein Wunder Gottes empfing, um eben eine so unvergleichlich reine menschliche Natur an ihren göttlichen Sohn weitergeben zu können, hatte ich dabei vorausgesetzt.
Zitat:
„Die Makellosigkeit des allerseligsten Jungfrau ist nicht Ursache der Makellosigkeit Christi; erstere ist hinsichtlich der Menschwerdung angemessen, mehr nicht.“
Die Antwort auf diese Frage hangt davon ab, von welchem Begriff der Ursache man ausgeht: zumindest Materialursache dürfte sie schon gewesen sein.
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#17   Karl Murx   16:13:42 | Freitag, 30. März 2007
Der Einwand des Vernünftlers ist berechtigt
Die Makellosigkeit des allerseligsten Jungfrau ist nicht Ursache der Makellosigkeit Christi; erstere ist hinsichtlich der Menschwerdung angemessen, mehr nicht.
Die Makelosigkeit und absolute Heiligkeit der menschlichen Natur Christi hat ihr alleiniges Prinzip in jener substantiellen Heiligkeit, welche die hypostatische Union selber ist. Die unumschränkte Heiligkeit des Gott-Logos selbst vermittelt der menschlichen Natur alles zu ihrer Heiligkeit notwendige, auch die Einwohnung des Hl. Geistes und die akzidentelle Heiligkeit der geschaffenen Gnaden in Christus.
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#16   stimme der vernunft †   15:53:44 | Freitag, 30. März 2007
oblationis
Darum mußte ja die Muttergottes von Beginn an frei von der Erbsünde sein, damit sie dem Heiland eine makellose menschliche Natur schenken konnte.
Aha, und warum konnten Anna und Joachim trotz Erbsünde Maria eine makellose menschliche Natur schenken, maria Jesus aber nicht?
Dann waren Joachim und Anna ja was viel besonderes als Maria!
Dann sollte man lieber Joachim und Anna verehren anstatt Maria!
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#15   virOblationis   15:36:23 | Freitag, 30. März 2007
menschliche Natur
Die menschliche Natur stammt von Maria.
Darum mußte ja die Muttergottes von Beginn an frei von der Erbsünde sein, damit sie dem Heiland eine makellose menschliche Natur schenken konnte.
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#14   Karl Murx   15:15:31 | Freitag, 30. März 2007
Lieber Ansgar, was machen Sie denn so beruflich?
Ich will mich nicht über Sie aufregen. Sie können das, was ich Ihnen über die Seele Christi gesagt habe, überall nachprüfen, auch im Internet. So können Sie den römischen Katechismus des Konzils von Trient konsultieren, aber auch dei Summa des hl. Thomas in englischer Sprache. Spziell zur Frage des menschlichen Intellektes III. q.4 a.5:
www.newadvent.org/summa/4005.htm
Wenn Sie jetzt spitzfindig sein wollen und hier erklären möchten, daß Christus zwar auch eine menschliche Seele und einen menschlichen Verstand hatte, der aber ebeno aus der Substanz des Vaters gezeugt ist, wie der Logos, dann wären Sie wirklich ganz neben der Kappe.
Die Zeugung bedeutet in Gott vollständige und ungeteilte Wesensmitteilung und ist somit ewig. Da die menschliche Natur unendlich unter der göttlichen steht, kann sie nur geschaffen sein. Wenn es jetzt um die Frage geht, ob der Logos einen Menschen, oder aber nur eine menschliche Natur angenommen habe, so gilt das letztere. Denn hätte der Logos einen Menschen angenommen, so hätte er sich nicht nur mit der geschaffenen Natur vereinigt, sondern auch mit einer geschaffenen Person. Das ist aber nicht der Fall.
III. q.4 a.3
www.newadvent.org/summa/4004.htm
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#13   Ansgar   14:40:55 | Freitag, 30. März 2007
@ Murx
Falls ich aus mangelndem Verständnis Unsinn geredet und Ihnen Unrecht getan habe, entschuldige ich mich natürlich in aller Form, Murx. Allein, da bis ich mir nicht so sicher. Wo definieren die Konzile von Nicäa, Ephesus, Chalzedon etc., daß die menschliche Natur Jesu geschaffen ist? Wie verträgt sich das mit „Eines Wesens mit dem (nicht geschaffenen) Vater“? Und selbst wenn ich hier falsch lag: Wieso liegt der Papst falsch?
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#12   Tridentinus   14:34:27 | Freitag, 30. März 2007
Benedikt XVI.
gibt hier wieder, was Prof. Christian Gnilka in seinem wichtigen Werke „Chresis“ über den usus iustus bei den Kirchenvätern aufgezeigt hat. Dabei ist die Vorstellung einer Uroffenbarung zu bedenken, so dass „wahrheitsträchtige“ Elemente von Gotteserkenntnis durch ihre – missionarisch auch methodisch gebotene – Integration in das Ganze der Offenbarung in Jesus Christus zu ihrem vollen und ungetrübten Sinn und Ziel gelangen.
Bd I. dieses Werkes erscheint besonders wichtig, namentlich, weil dort die Frage geklärt wird, ob im Anschluss an die Väter von logoi spermatikoi oder vom logos spermatikos zu sprechen ist. So erhellt auch, dass in dieser Äusserung des Papstes nicht die Teilhabe an einer Weltvernunft angesprochen sein kann, wenn sie die Lehre und Praxis der heiligen Väter illustrieren soll.
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#11   Karl Murx   14:02:59 | Freitag, 30. März 2007
Lieber Ansgar: ich erwarte eine Entschuldigung…
…für Dein Unwissen, mit dem Du diesen apollinaristischen Blödsinn verzapft hast.
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#10   Spätmerker   13:34:02 | Freitag, 30. März 2007
@Ansgar: Bevor Du Dich weiter lächerlich machst,…
Die Fragen 90 und 91 im Kompendium zum KKK:
www.vatican.va/…mpendium-ccc_ge.html
Pups hier bloss nicht dumm rum!
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#9   Karl Murx   13:26:35 | Freitag, 30. März 2007
@Catharina
Auf den Begriff der Teilhabe bin ich durchaus eingegangen:
Meine Intelligenz und mein Verstand sind zwar etwas Gott ebenbildliches, jedoch überwiegt die Unähnlichkeit. Der menschliche Verstand, der wirklich am Logos teilhaben kann, ist durch die Gnade in die Übernatur erhoben und besitzt so auch übernatürliche Erkenntnisse. Vorrangig ist das bei Christus selbst der Fall, da der Logos ja sogar das Suppositum seines menschlichen Natur ist, die so den geschaffenen, menschlichen Verstand Christi mit unermeßlicher Weisheit ausstattet.
Ansonsten aber hat ein Mensch natürlicherweise nicht mehr Anteil am Logos, als die Dämonen in der Hölle, mit ihrer Intelligenz, die der unsrigen weit überlegen ist.
Darüber hinaus ist der Logos nicht einfach mit dem göttlichen Verstand gleichzusetzen. Der Wesenheit nach sind sie identisch, dem Subjekt nach nicht, denn Subjekt ist nur der Logos.
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#8   Ansgar   13:22:09 | Freitag, 30. März 2007
@ Murx
„Mir bleibt die Spucke weg!“ – Das will ich hoffen!
Jedenfalls wäre mir neu, daß willkürlich separierte Teile der göttlichen Person Jesu geschaffen, andere gezeugt worden seien. Katechismusweisheiten, von wegen! Jedes gebetete Credo belehrt Sie eines besseren, aber vielleicht betet man in Ihrer – in der Tat selbst-geschaffenen – „Kirche“ kein Credo.
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#7   Dr. Natterbach   13:16:46 | Freitag, 30. März 2007
Justin ist kein Kirchenvater,…
…sondern ein frühchristlicher Apologet.
Bei Justin kann man durchaus auch Irrtümer finden, die fideistischer Natur sind und auch eine Subordination des Logos kommt vor.
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#6   Karl Murx   13:14:35 | Freitag, 30. März 2007
An die Adresse eines ominösen Ansgar
Würden Sie mir bitte mal darlegen, wieso Jesus Christus keinen geschaffenen, menschlichen Verstand gehabt haben soll? Hat er vielleicht auch keinen geschaffenen, menschlichen Willen gehabt und womöglich auch keine menschliche Seele?
Sie dürfen sich dann irgendetwas verbitten, wenn bei Ihnen Grundkenntnisse eines normalen Katechismus vorlägen.
Vonwegen auch der menschliche Verstand Jesu wäre „gezeugt“ gewesen. Mir bleibt die Spucke weg!
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#5   Christus vincit †   12:51:38 | Freitag, 30. März 2007
Mindestens eine Scheibe an den Kirchenvätern wie dem Hl. Justin abschneiden…
…würden sich Ratzinger & Co., wenn sie Sätze wie diesen mal auf sich selbst anwenden würden:
Justin habe eine unerbittliche Auseinandersetzung mit der heidnischen Religion und ihren Mythen geführt.
Aber was machen diese „Bischöfe“?
Synagogen, Moscheen und moderne „Kultstätten“ à la Yad Vashem aufsuchen, Korane küssen, sich von Shiva-Priesterinnen „segnen“ lassen, „Gebetstreffen“ mit nichtchristlichen Religionen und Sekten veranstalten, Hinterlogen im Vatikan, überhaupt Freimaurer und Okkultisten in den eigenen Reihen dulden usw. usw. :'(
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#4   catharina   12:45:55 | Freitag, 30. März 2007
Nach Thomas von Aquin…
… bedeutet der menschliche Intellekt tatsächlich eine Teilhabe am Licht Gottes. Im spekulativen Bereich sind es die ersten Prinzipien, im praktisch-moralischen ist es die synderesis, das Urgewissen, das eine Art Einstrahlung Gottes bedeutet, deren der Mensch nicht verlustig geht, solange er ein animal rationabile bleibt. Wenn schon von „Licht“ die Rede ist, dann liegt Thomas wie für jeden Christen der Gedanke an denjenigen nahe, der sich als das Licht der Welt bezeichnet hat und den wir als lumen de lumine anbeten.
Daß sich Karl Murx dagegen sträubt, ist wohl eher systembedingt. Aber die Wahrheit kümmert sich wenig um seine Privatansichten.
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#3   Ansgar   12:40:45 | Freitag, 30. März 2007
@ Murx
Und wie kommen Sie darauf, daß der menschliche Verstand Jesu „geschaffen“ sei und quasi durch die Logos-Natur aufgepeppt werde? Auch Jesu menschliche Natur – samt Verstand – ist doch Teil göttlicher Zeugung, oder nicht?
Im Übrigen möchte ich Sie bitten, ridiküle Verballhornungen des Namens des Heiligen Vaters zu unterlassen. Sie verfügen über genug Geist, um auf derartige Pennälerwitzchen verzichten zu können.
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#2   Dr. Natterbach   12:15:01 | Freitag, 30. März 2007
Teuflische Irreführung sind allein die Aussagen Ratzingers
In der Tat ist sehr merkwürdig zu sagen, jeder Mensch habe als Vernunftwesen Anteil am Logos.
Dann wären die vielen „Wahrheiten“ der Religionen auch nur eine verschiedenartige Teilhabe an der einen Wahrheit des Logos.
>:)
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#1   Karl Murx   11:48:37 | Freitag, 30. März 2007
Jeder Mensch hat als vernunftbegabtes Geschöpf am Logos anteil?
Haben wir etwa nur eine Intelligenz, wie etwa Rosmini wähnte? Gleichzeitig wird hier eine seltsame Äquivokation unternommen: Logos im Singular, der Sohn des Vaters, wird mit ‘logoi spermatikoi’ im Plural gleichgesetzt. Das letztere bedeutet eben nicht „Samen des Wortes“, sondern „samenhafte Worte“, der Wahrheit nämlich.
Meine Intelligenz und mein Verstand sind zwar etwas Gott ebenbildliches, jedoch überwiegt die Unähnlichkeit. Der menschliche Verstand, der wirklich am Logos teilhaben kann, ist durch die Gnade in die Übernatur erhoben und besitzt so auch übernatürliche Erkenntnisse. Vorrangig ist das bei Christus selbst der Fall, da der Logos ja sogar das Suppositum seines menschlichen Natur ist, die so den geschaffenen, menschlichen Verstand Christi mit unermeßlicher Weisheit ausstattet.
Ansonsten aber hat ein Mensch natürlicherweise nicht mehr Anteil am Logos, als die Dämonen in der Hölle, mit ihrer Intelligenz, die der unsrigen weit überlegen ist.
Wo hat Ratzputin das her, von Rosmini, von Averroës, von Moses Maimonides?
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