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Inflationär + Deutschlands Stammhalter + Üble Süße + Gelobt + Der größte Deutsche
Inflationär

Vatikan. Papst Benedikt XVI. ließ während seines noch nicht zweijährigen Pontifikates 46 Seligsprechungen vornehmen und hat selber neun Heilige kanonisiert. Der Heilige Vater folgt damit dem Beispiel seines Vorgängers. Johannes Paul II. erhob mehr Selige und Heilige zur Ehre der Altäre als alle seine Vorgänger zusammen.

Deutschlands Stammhalter

Deutschland. Im Jahr 2005 erblickten 685.795 Deutsche das Licht der Welt. 62.959 der Neugeborenen – das sind 9,2 Prozent – hatten muslimische Eltern. Das berichtete das deutsche Magazin ‘Focus’ unter Berufung auf eine jüngste Auswertung des ‘Statistischen Bundesamtes’. Bei zusätzlichen 6.100 Babies – 0,9 Prozent – ist nur die Mutter muslimisch und der Vater nicht. Nach der Religionszugehörigkeit der Mutter sind die weiteren Geburtenanteile: 29,6 Prozent theoretisch katholisch, 28,0 Prozent theoretisch evangelisch, 6,9 Prozent gehören zu anderen Glaubensgemeinschaften. 25,4 Prozent sind konfessionslos.

Üble Süße

USA. Eine Kunstgalerie in Manhatten hat die für die Karwoche geplante Ausstellung einer lebensgroßen, gekreuzigten Christusdarstellung aus neunzig Kilogramm Schokolade abgesagt. Die Schokoladenskulptur heißt „Mein süßer Herr“. Die Galerie reagierte auf Proteste der Katholiken. Der Erzbischof von New York, Edward Kardinal Egan, hatte die Darstellung als „Übelkeit erregend“ bezeichnet. Zuvor hatte die US-Vereinigung ‘Katholische Liga’, die sich gegen die Diffamierung der Kirche einsetzt, zu Protesten aufgerufen.

Gelobt

Österreich. Der Leiter des Österreichischen Liturgischen Instituts, Pater Winfried Bachler, hat für die Wiener Kirchenzeitung ‘Sonntag’ von letzter Woche die Apostolische Exhortation ‘Sacramentum Caritatis’ kommentiert. Für den Benediktiner gilt die Forderung nach Latein in der Messe „selbstverständlich“ nicht für Dorfpfarreien. Papst Benedikt XVI. habe die sogenannte Liturgiereform ausdrücklich gewürdigt – betont Pater Bachler: „Man muß schon böswillig sein, wollte man etwas anderes aus dem Dokument herauslesen.“

Der größte Deutsche

Der Reformator „ist nicht nur der größte, sondern auch der deutscheste Mann unserer Geschichte“; in seinem Charakter sind „alle Tugenden und Fehler der Deutschen aufs Großartigste vereinigt“.

Der deutsche Dichter Heinrich Heine († 1856)
      
7 Lesermeinungen
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#7   Prof.   22:32:44 | Sonntag, 1. April 2007
Zu Gunther M. Michel : Es geht nicht um Inflation
Gunter M. Michel ist nicht nur einer der wenigen mit Klarnamen auftretenden Leser, sondern auch einer der nicht allzu zahlreichen Leser, die sich um Sachargumentation bemühen. Sein Votum zu „Inflationär“ missversteht jedoch den Kern des einschlägigen Problems. Das Ärgernis, um es sehr nachsichtig zu formulieren, besteht in der „Massenproduktion“, die erst durch ein entspre-chend anforderungenreduziertes Verfahren und bescheidenere Ansprüche möglich gemacht wurden, also zu „reduzierten Preisen“. Dies dürfte wohl auch kaum aus der Tradition des katholischen Rittertums begründbar sein.
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#6   Sozialkatholisch   18:55:50 | Sonntag, 1. April 2007
@ Gunther Maria Michel
Wenn eine Person in der röm/kath Kirche heiliggesprochen wird heißt das ja nicht das welche, die nicht heiliggesprochen sind, nicht im Himmel sind. Die Heiligsprechung soll uns bestimmte Personen besonders als Vorbild hinstellen, deren wir nacheifern sollen bzw. können.
Wenn zu viele Leute heiliggesprochen werden dämpft das das Licht einiger besonderen vorbildlichen Heiligen.
Meiner Meinung nach schwindet bei dem fast fließbandmäßigen Heiligsprechungen die Ernsthaftigkeit der Sache. Natürlich sollte auch immer die Liebe Gottes verkündet werden der uns alle später gerne bei sich haben möchte, aber zur Ehre der Altäre sollten nicht zu viele erhoben werden.
Auch ich denke das viele Heiligs-/Seligprechungsverfahren schon zur Zeit Past JP II eingeleitet wurden.
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#5   gunther maria michel   18:19:53 | Sonntag, 1. April 2007
„Inflationär“
Das Wort Inflationär beinhaltet einen Wertverlust. Dieses Wort auf die Kanonisierungen durch Papst Johannes Paul II. anzuwenden, ist diffamierend. Denn was für einen Wertverlust erfahren Heilig- und Seligsprechungen, wenn ihrer mehr sind als in früheren Jahrhunderten? Gar keinen. Ich begreife nicht, wie man sich nicht freuen kann, wenn die Kirche heiligmäßige vorbildliche Glaubenszeugen mit heroischen Tugenden zur Ehre der Altäre erhebt.
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#4   Benedikt   16:48:41 | Sonntag, 1. April 2007
Inflationär
Naja, das wundert ja nun nicht. Aus der Zeit Johannes Pauls II. dürften ja noch dutzende Verfahren anhängig sein.
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#3   Prof.   13:49:05 | Sonntag, 1. April 2007
Zu: „Gelobt“: Nichts anderes erwartet
Von einem Funktionsträger eines sog. liturgischen Instituts im deutschsprachigen Raum war keine andere Aussage zu erwarten.
Dass Herrn Pater „Sacramentum Caritatis“ mit hinreichender intellektueller Anspannung, von kirchlicher Gesinnung ganz abgesehen, gelesen hat, wäre von solchen de facto schismatischen (Lehramt als Lehramt; jeder sein eigenes Lehramt) geweihten Etikettenschwindlern mehr als zu viel verlangt. Gottlob werden solche Wanderdünen verweht werden, der Fels Petri jedoch die Zeiten und auch solche selbstherrlichen Schwachköpfe überdauern.
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#2   wiener   12:19:44 | Sonntag, 1. April 2007
heutiges evangelium
das heutige evangelium ist nicht (nur) das evangelium vom einzug jesu in jerusalem, sondern vor allem die leidensgeschichte (heuer in der version des lukas).
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#1   Bruder Theophil   11:24:39 | Sonntag, 1. April 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Lukas 19, 28-40
In jener Zeit ging Jesus nach Jerusalem hinauf. Als er in die Nähe von Betfage und Betanien kam, an den Berg, der Ölberg heißt, schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte: Geht in das Dorf, das vor uns liegt. Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr dort einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los und bringt ihn her! Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr ihn los?, dann antwortet: Der Herr braucht ihn.
Die beiden machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. Als sie den jungen Esel losbanden, sagten die Leute, denen er gehörte: Warum bindet ihr den Esel los?
Sie antworteten: Der Herr braucht ihn. Dann führten sie ihn zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier und halfen Jesus hinauf.
Während er dahinritt, breiteten die Jünger ihre Kleider auf der Straße aus. Als er an die Stelle kam, wo der Weg vom Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Wundertaten, die sie erlebt hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe! Da riefen ihm einige Pharisäer aus der Menge zu: Meister, bring deine Jünger zum Schweigen!
Er erwiderte: Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.
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