Ökumene
Doch eine Interkommunion
Aus Respekt vor dessen Glaubensüberzeugung, spendete der Linzer Bischof einem protestantischen Pfarrer die Heilige Kommunion nicht. Doch angeblich hat sich dieser trotzdem bedient.
Bischof Ludwig Schwarz von Linz
Bischof Ludwig Schwarz von Linz
© Pressebild der österreichischen Salesianer Don Boscos
(kreuz.net, Linz) Am letzten Sonntag weihte der Linzer Bischof, Mons. Ludwig Schwarz, die renovierte, gotische Kirche von Gallneukirchen bei Linz neu ein.

Der evangelische Pastor des Ortes stand bei der Festmesse hinter dem Zelebranten im Altarraum. Bei der Kommunionausteilung ging Bischof Schwarz an dem Protestanten vorbei, da dieser nicht katholisch ist.

Aus unerfindlichen Gründen halbierte der Pfarrer von Gallneukirchen, Hw. Klaus Dopler, seine Hostie und verabreichte sie „aus Dank für das gute ökumenischen Miteinander“ dem Protestanten.

Das erklärte der Priester vor der Nachrichtenagentur der österreichischen Bischofskonferenz ‘kathpress’.

Hw. Dopler habe sich zu dieser Vorgangsweise auch deshalb berechtigt gesehen, weil der evangelische Pfarrer den Glauben der Katholiken an die wirkliche Gegenwart Christi im Altarsakrament teile.

Unklar ist, ob sich dieser Glaube auch auf das Sakrament der Beichte erstreckt und der Protestant vor Empfang der Hostie ordnungsgemäß seine Sünden bekannte und sich im Hinblick auf einen würdigen Empfang des Altarsakramentes von einem katholischen Priester absolvieren ließ.

Die österreichischen Pressekonzerne versuchen seit Anfang der Woche, dem Linzer Oberhirten aus der angeblich verweigerten Hostie einen medialen Strick zu drehen.

Darum äußerte sich der Bischof heute vor der Lokalzeitung ‘Oberösterreichische Nachrichten’.

Seit dem letzten Sonntag habe er „unzählige“ Mails, Briefe und Anrufe erhalten: „Die einen sagen, es war richtig, die Hostie nicht zu geben, die anderen sagen, es war falsch.“

Für Bischof Schwarz kann von einer Verweigerung der Heiligen Kommunion nicht die Rede sein. Es sei alles in Freundschaft geschehen:

„Noch am Vorabend haben wir in der evangelischen Kirche gemeinsam eine Messe gefeiert.“

Es könne niemand von einem Bischof verlangen, daß er die Normen breche.

Bevor ein katholischer Priester einem Angehörigen der evangelischen Kirche die Hostie spenden dürfe, müßte eine Gemeinschaft im Glauben bestehen. Der Weg dorthin sei ökumenisch.

Der Bischof bedankt sich in seiner Stellungnahme noch einmal, daß die katholische Pfarrei während der Renovierung die evanglische Kirche benützen durfte:

„Aber, daß ein katholischer Priester einem evangelischen die Hostie gereicht hat, das hat es noch nie gegeben.“

Der protestantische Superintendent in Oberösterreich, Gerold Lehner, wußte vor den ‘Oberösterreichischen Nachrichten’ anders zu berichten.

Natürlich gebe es Beispiele der Interkommunion. Lehner erinnerte an die Kommunionspendung von Josef Kardinal Ratzinger an den protestantischen Pastor Roger Schütz während des Begräbnisses von Papst Johannes Paul II.
      
17 Lesermeinungen
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#17   Paulaner †   10:17:06 | Montag, 16. November 2009
Spielt der auch die Geige?
Lieblingsuli: Felix Austria! Der Primas von Deutschland wird wissen, was zu tun ist.
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#16   Lieblingsuli   09:58:05 | Montag, 16. November 2009
Felix Austria!
Der Primas von Deutschland wird wissen, was zu tun ist.
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#15   wickerl   22:44:55 | Samstag, 31. März 2007
xxxxxxxxxxxxxx
Es ist aber auch unzulässig gemeinsam mit den Evangelischen eine hl. Messe zu feiern!
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#14   Luther   09:47:15 | Samstag, 31. März 2007
@Schnabeltierkönig:
Sie reden unwissend und stellen diese Behauptung in das Internet.
Fr. Roger war nicht konvertiert. Er war formal protestantischer Pfarrer! Und dies ist er geblieben bis zum Ende seines Lebens.
Aber Fr. Roger war doch noch mehr. Er versuchte, die engen Grenzen katholisch-evangelisch zu sprengen, ohne dabei einer Konfession die Grundlage zu nehmen.
Somit ging er beichten, er empfang die hlg. Sakramente der hlg. katholischen Kirche. Vom Herzen gesehen war er somit katholisch.
Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass der damalige Kardinal Ratzinger nicht wusste, dass das nun Fr. Roger ist. Unsinn! Bei einer solchen Veranstaltung ist selbst die Sitzfläche des anwesenden Gäste auf die genaue Temperatur hin geheizt. Und dann soll zufällig zum Hauptzelebrant ein Mann geschoben werden (auch noch im Rollstuhl), der eigentlich gar nicht darf etc.
Haben Sie sich mal Kardinal Ruini angeschaut. Er lächelte Fr. Roger an, wie, als wären sie enge Freunde und dieses Geschehen ganz normal!
Aber darüberhinaus! Wir bereiten uns auf die österliche Zeit vor. Unser HERR hat die engen Grenzen unseres Daseins überschritten und macht dieses Geschehen liturgisch wieder wach. Freuen wir uns drauf und sehen wir in der kommenden Zeit auch eine Zeit, unser Herz zu öffnen , auch für die Dinge, die uns schwerlich erscheinen.
Glauben Sie mir: der Herr wird das ganz alleine entscheiden. Sie brauchen sich also nicht hier den Kopf für ihn zu zerbrechen!
(dies gielt nicht nur für Schnabeltierkönig, für alle!)
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#13   Schnabeltierkönig   00:58:29 | Samstag, 31. März 2007
NOCH EINMAL:
Roger Schütz war zu dem Zeitpunkt schon lange konvertiert. Er war katholisch!
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#12   Luther   22:36:46 | Freitag, 30. März 2007
@Hacki
Luther hat nicht das hlg. Meßopfer abgeschafft, sondern sich gegen das hlg. Meß“OPFER“ gesprochen! Ihm ging es nicht um die generelle Wandlung durch Weihe und Wandlungsworte, vor allem durch Epiklese!
Luther hatte Probleme mit einer „Wiederopferung“ Christi!! Er stellte die Frage, ob die Messfeier wirklich wieder opfert oder ob es eine „Erinnerung“ und „Wiederbelebung“ des hlg. Kreuzesopfers ist!
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#11   Bruder Theophil   20:27:53 | Freitag, 30. März 2007
Ich frage mich die ganze Zeit…
…warum sich nur die Katholische Kirche in diesem Zusammenhang Fragen stellen lassen muss. Das habe ich noch nicht verstanden.
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#10   Hacki   17:30:17 | Freitag, 30. März 2007
Wer A sagt muß auch B sagen
Paul VI hat so getan als ob die Hl. Messe aller Zeiten verboten wäre, stattdessen hat er ein protestantisches Abendmahl vorgeschrieben.
Da ist es doch nur recht und billig, wenn Protestanten mitessen wollen.
Luther hat das hl. Meßopfer abgeschaft, Paul VI hat es verraten, fast alle Bischöfe sind ihm gefolgt.
Wer Klarheit will, sollte den unseligen „NOM“ abschaffen oder so umfunktionieren, daß es ein reiner Wortgottesdienst ist. Wer dann vom „reich gedeckten Tisch des Wortes“ nicht satt wird, dem sollte man dann Häppchen und Traubensaft reichen. (bei den Moonies gibts Kaffe und Kuchen, Milingo mags ja lieber süß)
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#9   Karl Murx   16:35:42 | Freitag, 30. März 2007
@Hacki: Oder man läßt die Wandlungsworte ganz weg
Ja, das ist sicherlich auch das Ziel der Ökumene. Es dürfte nach der Erklärung von „Newchurch“ zur Gültigkeit einer Messe ohne Wandlungsworte (Anaphora von Addai & Mari) kein Zufall sein, daß es seit 1991 eine neo-nestorianische, judenchristliche Sekte gibt, die sich eine „Messe“ aus Elementen der Didaché und der Anaphora von Addai & Mari gebastelt hat:
www.nasrani.org/…sh1-regular-days.pdf
In einer Art Katechismus wird ein Ersatz für die Beschneidung gefordert. Man glaubt es kaum: Piercing von Lippen und Ohren. Der Baumwollfetzen, der das Blut aufnimmt, ist versiegelt an den „Patriarchen“ in Jerusalem zu senden. Das ist ein Teufelspakt.
www.nestorian.net/…alOfConductAE811.pdf
Ein geheimer Rat von 70 Rabbinern (Beit Knushta) erklärt den Goyim-Mitgiedern der Sekte, wie sie sich gemäß den rabbinischen Regeln zu verhalten haben.
….nasrani-patriarchate.org/eng/
Die Sekte hat mehrere Namen und nennt sich meist Nasrani, Nazarener.
Die Gotteslehre, sofern es die Trinität betrifft, entspricht der Häresie des Joachim von Fiore. Sie wurde bereits durch das vierte Laterankonzil verurteilt.
Absolute Identifikation mit dem israelischen Staat ist absolute Pflicht.
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#8   amadeus †   15:50:42 | Freitag, 30. März 2007
seminarist
warum bezeichnest du das abschätzig als „gerede“. natürlich sind die wandlungsworte wichtig, aber das ist doch lediglich der äussere rahmen. wichtiger ist doch die haltung des priesters – und da gebe ich dir recht – wahrscheinlich weniger der gläubigen. aber jeder der die kommunion empfängt muss doch daran glauben, dass er den leib christi nun zu sich nimmt.
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#7   Seminarist   15:41:45 | Freitag, 30. März 2007
@amadeus
Aufgrund der absoluten Objektivität, die beim Darbringen des heiligen Messopfers gewährleistet sein muss, sind es tatsächlich die Wandlungsworte des Priesters, die die Wandlung der Gestalten bewirken und nicht die Haltung des Gläubigen, sonst könnte ein geistig rückständig oder behinderter Mensch ja nicht gültig die Kommunion empfangen. Das Gerede von „innerer Haltung“ (wie will man diese überhaupt sowohl bei sich als bei einen anderen ausmachen) ist subjektivistische Protestantenlehre.
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#6   Hacki   15:39:18 | Freitag, 30. März 2007
@amadeus
ich stimme mit Ihnen überein. Die Priesterweihe, die Intention, die zu wandelnen Gestalten und die Worte müssen vorhanden sein.
Das mit den Worten ist nur zur Sicherheit gedacht, um bei eventuell vorhandenen Traditionalisten keine Skrupel aufkommen zu lassen.
Wenn man das Abendmahl nur als Gemeinschaft und nicht als Opfer sieht, ist der Ausschluß von Protestanten nicht erklärbar.
Meiner Meinung nach ist die Nachkonziliare Kirche auch nur eine der unendlich vielen „kirchlichen“ Gemeinschaften. Man sollte nicht etwas heuchlerisch verteidigen, was sowieso nicht mehr da ist.
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#5   Krak des Chevaliers   15:28:31 | Freitag, 30. März 2007
leider gibt es das nur allzu oft
Leider gibt es solche Fälle von Interkommunion oder Zulassung von Protestanten zur Hl. Kommunion nur allzu oft. Ich kenne Priester, die überhaupt keine Probleme damit haben und sogar protestanten ausdrücklich zum Kommunionempfang einladen, z.B. bei Erstkommunionfeiern oder Beerdigungen. Pfarrer hingegen, die bei solchen Ereignissen auf die Vorschriften hinweisen, müssen mit Unmutsbekundungen bis hin zum Mobbing rechnen. Den Fall Roger bei der Beisetzung J.P. II kann ich nicht beurteilen. Vielleicht hat sich der damalige Kardinal Ratzinger schlicht und einfach geirrt und nicht gewusst, ob Roger nun katholisch oder protestantisch war. Solche Grenzfälle gibt es natürlich immer. Das Schlimme ist nur, dass sich nun alle, die nach Interkommunion schreien, auf diesen Fall berufen können.
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#4   amadeus †   15:26:09 | Freitag, 30. März 2007
hacki
denken sie alleine durch gesprochene worte findet eine wandlung statt? das kommt doch auf die haltung des priesters und jedes einzelnen gläubigen an, wie er die kommunion empfängt. als ob gesprochene worte eine wandlung bewirken können. das wäre ja schon zauberei, oder?
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#3   Hacki   15:22:38 | Freitag, 30. März 2007
Man kommt sich sowieso veräppelt vor.
Ein genial einfacher Lösungsvorschlag:
Die „Wandlungsworte“ werden so abgeändert, daß keine gültige Wandlung erfolgt. Dann könnte man mit dem Brot machen was man will.
Brotessen ist für jeden Menschen und auch für Tiere erlaubt!
Im NOM dürfte soetwas heutzutage kein Aufsehen erregen.
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#2   Alligator   15:19:55 | Freitag, 30. März 2007
wenn man in Österreich mal ausmistet
sollte man in Linz beginnen.
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#1   Karl Murx   14:00:47 | Freitag, 30. März 2007
Da Ratzputin unter Aufsicht eines Rabbiners…
…anläßlich seiner Inthronisierung vor zwei Jahren einem anglikanischen Bischof die Kommunion gegeben hatte, muß der Eifer des österreichischen Episkopen anachronistisch anmuten.
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