kreuzmeldungen
Details der Wunder-Eilung + Geschminkte Enteignung + Unter der Lupe + Panik bei Christen + Papier ist geduldig
© GNU-Lizenz
Details der Wunder-Eilung

Frankreich. Gestern gab die angeblich auf Fürsprache von Johannes Paul II. geheilte Ordensschwester Marie-Simon-Pierre (46) in der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence eine Pressekonferenz. Die Klosterfrau berichtete über ihre wundersame Heilung von einer Parkinsonerkrankung: „Ich war krank, und jetzt bin ich geheilt.“ Sie litt unter Schlaflosigkeit, Schmerzen, Steifheit in den Gliedern und konnte nur noch unkenntlich schreiben. In der Nacht auf den 3. Juni 2005 fühlte sie einen Drang, etwas zu schreiben. Der Text war leserlich. Gegen vier Uhr erwachte sie und wollte vor dem Tabernakel beten. Sie fühlte sich schmerzfrei. Am Mittag stellte sie die Einnahme ihrer Medikamente ein. Die Heilung ist medizinisch unerklärlich.

Geschminkte Enteignung

Tschechien. Die Kirche scheint im jahrelangen Rechtsstreit um den Prager Veitsdom kleinbeigegeben zu haben. Am 16. April geht die Kathedrale endgültig an den Staat. Das teilten das Büro des Staatspräsidenten und das Erzbistum Prag am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Man hätte sich auf eine gemeinsame Verwaltung der Kathedrale geeinigt. Details wurden nicht bekannt.

Unter der Lupe

Deutschland. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat den örtlichen Seelsorger um eine Stellungnahme zu einem angeblichen Tränenwunder in Heroldsbach gebeten. Das erklärte eine Sprecherin des Erzbistums. Danach wird der Erzbischof entscheiden, ob er einen kirchlichen Richter zur weiteren Untersuchung der Ereignisse einsetzt.

Panik bei Christen

Irak. Die Ermordung der 85jährigen Fadila Naoum und ihrer bettlägerigen Schwester Margaret in der nordirakischen Stadt Kirkuk hat die christliche Bevölkerung in Panik versetzt. Das berichtete der chaldäisch-katholische Erzbischof von Kirkuk, Mons. Louis Sako, dem katholischen Hilfswerk ‘Kirche in Not’. Dennoch vermutete der Erzbischof einen Raubmord als Hintergrund der Tat. Er dementierte Medienberichte, wonach die Ermordeten Klosterfrauen waren. Er beschreibt die ermordete Margaret Naoum als „dynamisch“ und in der Kirche sehr aktiv. Der Erzbischof ruft die Christen dazu auf, keine Angst zu haben. Die Situation in Kirkuk sei nicht die gleiche wie in Bagdad und Mossul.

Papier ist geduldig

„Seitdem sich die Kirche den Fortschrittsoptimismus des vergangenen Jahrhunderts angeeignet hat, scheint sie bisweilen den Eindruck zu erwecken, als könne sie die Erlösung des Menschen mit Dokumenten, Programmen und öffentlichen Appellen erwirken. Aber das Wort ist nicht Papier geworden, sondern Fleisch.“

Der in Rom lebende Journalist Guido Horst im Monatsmagazin ‘Vatican’
      
12 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#12   matt   18:54:48 | Montag, 2. April 2007
es ist absurd
wie die Kirche mit gierigem Eifer nach angeblichen Wundern dieses Papstes schnüffelt. Wenn Gott einen Menschen durch ein Wunder verherrlichen möchte, dann geschieht es schon in einer öffentlichkeitswirksamen Weise, sodass darüber kein Zweifel besteht. Es wäre weitaus besser die Handlungsweisen dieses Papstes totzuschweigen als ihm noch fragwürdige Auszeichnungen hinterherzuschleudern. im Todschweigen ist die Kirche ja auch nicht unerfahren, man verlangt also nichts unmögliches.
Redaktion benachrichtigen
#11   landorganist   16:00:19 | Montag, 2. April 2007
Ja, ja,
Stöhr, Lingen, Christusvincit, jetzt fehlt nur noch Ramazotti, und die geschlossene Abteilung ist wieder voll belegt…
Redaktion benachrichtigen
#10   Christus vincit †   17:06:11 | Sonntag, 1. April 2007
Amtsanmaßung durch (Roncalli,) Montini und Wojtyla
Hier der vollständige Text der Anmerkung in „Die Verfinsterung der Kirche …ww.verlag-anton-schmid.de/…-__glaubenskrise.htm“ (S. 16, Anm. 14) hinsichtlich der „Papst“wahlen von (Roncalli,) Montini und Wojytla:
„Merken wir an, daß Canon 166 zu diesem Punkt bestimmt: ‘Wenn Laien sich in irgendeiner Weise einmischen, um die kanonische Freiheit einer kirchlichen Wahl zu beschneiden, ist diese Wahl von Rechts wegen ungültig.’
Darüber hinaus besagt Canon 169: ‘Die Abstimmung ist nichtig, wenn sie nicht
1) frei ist; darum ist eine Abstimmung ungültig, bei der ein Wähler entweder durch schwere Furcht oder durch arglistige Täuschung direkt oder indirekt dazu getrieben wird, eine oder mehrere Personen zu wählen.
2) geheim ist…’
Zwar beziehen sich diese Canones nicht auf die Papstwahl, aber ihre Grundsätze werden von der Konstitution „Vacantis Apostolicae Sedis“ von Pius XII. vom 8.12.1945 aufgegriffen, wie Naz in seiner berühmten „Abhandlung des Kirchenrechts“ („Traite de Droit Canonique“) vermeldet: „Die vorbezeichneten Mängel machen jedoch eine (Papst-)Wahl nicht ungültig, ausgenommen Furcht oder Zwang, wenn sie die Freiheit der Wahl behindert haben“ (Band I, S. 375).“ o^/
Redaktion benachrichtigen
#9   Pater Lingen   17:01:05 | Sonntag, 1. April 2007
„Malachias“ – „Christus vincit“
M.: Letzer Eintrag 9. März 2007; gesperrt.
Cv: Erster Eintrag 29. März 2007.
M: beruft sich auf den – nach eigenen Angaben – „saudummen“ Johannes Rothkranz.
Cv: beruft sich auf den – nach eigenen Angaben – „saudummen“ Johannes Rothkranz.
M: schreibt von „Ratzinger/B16“.
Cv: schreibt von „Ratzinger/B16“.
M: stellt die Lefebvre-Weihen als gültig hin.
Cv: stellt die Lefebvre-Weihen als gültig hin.
Cv schreibt am 17. März 2007:
a**** Jetzt wäre nur noch die Frage, welche Namen wir den drei Hunden geben wollen. Als kreuts.net-User schlag ich vor (ohne mich selbst dabei loben zu wollen): Malachias, Christus vincit, Albertus. ****e
Ein Vorschlag zur Güte: Cv ebenfalls sperren. Sedis, die Blödsinn erzählen, sind eigentlich noch schlimmer als Nicht-Sedis (die quasi ipso facto Blödsinn erzählen). Die bloße Ablehnung von Irrlehrern reicht nicht, es ist die unverkürzte Treue zur katholischen Kirche notwendig.
Übrigens habe ich gerade, als ich diese Zeilen schreibe, gesehen, dass hier ein Artikel (i.e. eine Predigt) von mir veröffentlicht wurde:
www.kreuz.net/article.4929.html
Ich erhalte den *.net-Newsletter seit einigen Tagen nicht mehr (k.A., warum), deshalb blieb das unter meinem Radar.
Na, vielleicht wird das mit *.net doch noch mal etwas. Mein Angebot steht!
Redaktion benachrichtigen
#8   Ydefix   15:38:07 | Sonntag, 1. April 2007
Vgl. hierzu auch:
…stholyfamilymonastery.com/siri_election.html
Ferner: „Wenn Laien sich in irgendeiner Weise einmischen, um die Freiheit einer kirchlichen Wahl zu beschneiden, ist diese Wahl von Rechts wegen ungültig.“ (Canon 166)
Redaktion benachrichtigen
#7   Christus vincit †   14:18:30 | Sonntag, 1. April 2007
@Sirilo
Aus einem Interview mit dem Vatikaninsider Malachi Martin vom September 1996 (Quelle: Die Verfinsterung der Kirche, Durach 2004, 16):
1) „Ist Kardinal Siri zweimal zum Papst gewählt worden? Wann?“
2) „Man könnte meinen, seine Ablehnung sei auf seinen eigenen Entschluß zurückgegangen. Warum hat er die Wahl abgelehnt und seinen Platz Paul Vl. und später dann Johannes Paul II. überlassen?“
3) „Manche haben die Frage Kardinal Siri selbst gestellt; er hat nicht darauf geantwortet, sondern geschwiegen. Sie sagen, es habe Druckversuche gegeben. Welcher Art waren diese, und woher wissen Sie das?“
4) „Von welchem Kardinal gingen diese Druckversuche aus?“
5) „Bei dem Konklave, das der Wahl Johannes Pauls II. vorausging, hat man schwarzen Rauch aufsteigen sehen. Lag der Grund darin, daß Kardinal Siri gewählt worden war, jedoch die Wahl abgelehnt hatte?“
– Antwort auf die Fragen 1 bis 5:
„Daß Siri in hohem Alter zweimal zum Papst gewählt wurde, ist für jene, die über die Ereignisse Bescheid wissen, eine unbestreitbare Tatsache. Alles, was Siri selbst zugegeben haben soll, war seine Furcht vor Repressalien, die sein Verhalten entscheidend prägte. Der Druck, der auf ihn ausgeübt wurde, um ihn zur Ablehnung des Pontifikats zu veranlassen, ging nicht von einem einzelnen Kardinal aus. Es verhielt sich einfach so, daß Siri für die progressistische Fraktion und deren Hintennänner nicht akzeptabel war. Ja, nach einem Wahlgang beim Konklave vom Oktober 1978 ist Verwirrung eingetreten.“ :-S
Redaktion benachrichtigen
#6   Sirilo   10:10:48 | Sonntag, 1. April 2007
@Christus vincit (a.k.a. Malachias)
Johannes Paul II. wurde nicht durch „Anmaßung“ Papst, sondern durch reguläre Wahl durch das Kardinalskollegium.
Redaktion benachrichtigen
#5   Mathias Wagener   08:57:30 | Sonntag, 1. April 2007
Wort nicht Papier
Das Wort ist nicht Papier geworden, sondern Fleisch.
Treffender kann man es nicht ausdrücken.
Redaktion benachrichtigen
#4   Christus vincit †   18:14:54 | Samstag, 31. März 2007
@gunther maria michel: „wenn er, was Gott geben möge, kanonisiert wird…“
…dann wird einer der größten Häretiker (vgl. u.a. Johannes Dörmann) und Apostaten >:) (vgl. Korankuß, Tilakzeichen, Synagoge, Klagemauer, Satanskreuz an der „Papst“sedilie in Israel, Assisi usw. usw. usw.), der sich jemals angemaßt hat, Papst zu sein, kanonisiert. :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-!
Gott bewahre!!! :-@ :-@ :-@ :-@ :-@ :-@ :-@
Redaktion benachrichtigen
#3   Alanus ab Insulis   13:43:57 | Samstag, 31. März 2007
Die Sache mit diesen ganzen Heilungs“wundern“
werden nochmal sehr peinlich werden. Nämlich dann, wenn bei medizinisch-psychologischen Fortschritten, an diesen Dingen gar nichts mehr unerklärlich sein wird, sondern solche Heilungen mal jeder Arzt in seiner Sprechstunde durchführen wird (so ungefähr).
Das Wetter war auch mal unerklärlich…(ganz damals irgendwann)
Redaktion benachrichtigen
#2   gunther maria michel   13:19:01 | Samstag, 31. März 2007
Entschuldigung –
aber seid Ihr blöd?
Was soll diese ironische Schilderung und Benennung des Wunders, das in diesen Tagen amtlich bekannt gegeben werden wird?! Die Schwester hatte an Parkinson gelitten. Hat die kreuz.net-Redaktion ideologische Scheuklappen um, daß alles, was um die Selig- und Heiligsprechung Papst Johannes Pauls II. geht, ironisiert und ins Lächerliche gezogen werden muß? Und wenn er, was Gott geben möge, kanonisiert wird – wird es dann in diesem Stil weitergehen? Eine Schande ist eine solche Berichterstattung von angeblichen Katholiken.
Redaktion benachrichtigen
#1   Bruder Theophil   09:27:40 | Samstag, 31. März 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium (bis 1500 Zeichen)
EVANGELIUM Johannes 11, 45-57
In jener Zeit kamen viele der Juden, die zu Maria, der Schwester des Lazarus, gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, zum Glauben an ihn. Aber einige von ihnen gingen zu den Pharisäern und berichteten ihnen, was er getan hatte. Da beriefen die Hohenpriester und die Pharisäer eine Versammlung des Hohen Rates ein. Sie sagten: Was sollen wir tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben. Dann werden die Römer kommen und uns die heilige Stätte und das Volk nehmen. Einer von ihnen, Kajaphas, der Hohepriester jenes Jahres, sagte zu ihnen: Ihr versteht überhaupt nichts. Ihr bedenkt nicht, dass es besser für euch ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht.
Das sagte er nicht aus sich selbst; sondern weil er der Hohepriester jenes Jahres war, sagte er aus prophetischer Eingebung, dass Jesus für das Volk sterben werde. Aber er sollte nicht nur für das Volk sterben, sondern auch, um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln. Von diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu töten.
Jesus bewegte sich von nun an nicht mehr öffentlich unter den Juden, sondern zog sich von dort in die Gegend nahe der Wüste zurück, an einen Ort namens Efraim. Dort blieb er mit seinen Jüngern.
Das Paschafest der Juden war nahe und viele zogen schon vor dem Paschafest aus dem ganzen Land nach Jerusalem hinauf, um sich zu heiligen.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenKlassische Standeswahl + … kreuzmeldungenTradition und Traditionalismus + … kreuzmeldungenPapst würdigt Kardinal Stickler + … kreuzmeldungenOffenherzige Ökumene + … kreuzmeldungenDer Papst und die Hölle + … kreuzmeldungenKontinent ohne Seele + … kreuzmeldungenAlle kompetent + … kreuzmeldungenPapsthaus öffnet + … kreuzmeldungenWahrheit des Seins + … kreuzmeldungenAugenblick des Schreckens + … kreuzmeldungenKurze Kirchengeschichte + … kreuzmeldungenTränen in den Augen + … kreuzmeldungenKatechese über ein verschwundenes Sakrament + … kreuzmeldungenReisedetails + … kreuzmeldungenEin Bier für jedes Jahr + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net