Euthanasie
Lieber Gott, verschone uns vor solchen Hirten
„Ihre Gleichgültigkeit der Wahrheit gegenüber ist erschreckend.“ Brief eines Gläubigen an seinen Bischof.
(kreuz.net, St. Petersburg) Heute vor zwei Jahren wurde Frau Terri Schiavo im US-Bundesstaat Florida euthanasiert.

Ihr Bruder, Bobby Schindler, schrieb dem Bischof von St. Petersburg, Mons. Robert Lynch, zu diesem Anlaß einen Brief.

Frau Schiavo wurde in einem Heim zu Tode gebracht, das sich auf dem Gebiet der Diözese St. Petersburg befindet.


Herr Bischof, ich spreche zu Ihnen auch im Namen meiner Familie.

Zwei Jahre nach dem Tod meiner Schwester möchte ich Ihnen einen Brief schreiben, weil ich glaube, daß Sie für diesen schrecklichen Tod mehr Verantwortung tragen als der untreue Gatte meiner Schwester, sein Anwalt oder der Richter, der die Tötung von Terri anordnete.

Das zu kurze Leben von Terri Schiavo
Demonstranten beteten vor dem Haus von Michael Schiavo um Terris Leben und Michaels Bekehrung.Während Terri in der Klinik verdurstete, kämpften Lebensrechtler vor ihrer Türe - vergebens - um ihr Leben.Karikaturisten kritisierten schon im Juli 2003 die Tatenlosigkeit der US-Bischöfe im Prozeß um die Ermordung von Terri Schiavo.

Irgendwie ist es eine bittere Ironie. Der Grund dafür, daß ich Ihnen heute schreibe ist Ihr Kommentar, den Sie unter dem Titel „Die Heimatlosen sind eine Herausforderung für unsere Stadt und unseren Glauben“ in der Tageszeitung ‘Tampa Tribune’ veröffentlicht haben.

Dort sagen Sie genau das, was ich zum Ausdruck bringen wollte. Einleitend schreiben Sie:

„Die Lage der Obdachlosen in St. Petersburg hat für landesweite Schlagzeilen gesorgt und war für viele Menschen beschämend.

Ich bin sicher, daß wir – sowohl am Tag des Jüngsten Gerichts als auch in diesem Leben – nicht nach den Dingen gerichtet werden, die wir selber in unserem Leben für wichtig halten, sondern nach unserer Sorge für jene, die benachteiligter sind als wir.“


Das ist, Herr Bischof, eine prophetische Aussage. Sie stimmt perfekt mit den Worten unseres Herrn in Matthäus 25:31-46 überein.

Mons. Robert Lynch beim Papst
Mons. Robert Lynch beim Papst
Im nächsten Absatz sagen sie:

„Die Personen, die am Tag des Jüngsten Gerichts vor uns auftreten, sind wahrscheinlich jene Menschen, die uns um Unterstützung baten und von uns abgewiesen wurden.“

Herr Bischof, ich hätte es nicht besser ausdrücken können.

Statt Ihnen einen Brief über Ihre Heuchelei zu schreiben, möchte ich das folgende sagen:

Der brutale Albtraum der zwei Todeswochen meiner Schwester, die durch Hunger und Durst verendete, wird für immer im Gedächtnis meiner Familie eingebrannt bleiben.

Für uns ist es unverständlich, daß eine Nation die angeblich auf jüdisch-christlichen Werten gründet solche Greuel zuläßt.

Das ist unverständlich, bis man bedenkt, daß die Kultur des Todes im Jahr 1973 mit der Legalisierung der Kinderabtreibung in unserer Nation zu triumphieren begann. Damals gab es keinen Hauch des Protests jener, die von Gott die Autorität erhalten haben, dieses Unrecht aufzuhalten.

Jetzt, da unsere Behinderten und Alten zur Zielscheibe des Todes werden, wiederholt sich dieses Schauspiel.

Wenn die apostolische Verantwortung versagt, sterben unschuldige Menschen.

Glücklicherweise erhielt meine Familie während der Agonie meiner Schwester durch viele Gebete – auch eine standhafte Unterstützung des Heiligen Stuhl – viel Kraft. Das stärkt uns bis heute.

Bobby Schindler
Bobby Schindler
Aufbauend sind auch die vielen Nachrichten, die uns bis heute fast täglich erreichen.

Sie erzählen, wie meine Schwester die Herzen vieler Menschen berührt und ihr Leben verändert hat – nicht nur in unserem Land, sondern auf der ganzen Welt.

Es gibt sogar weltweit Bestrebungen, Terris Seligsprechung voranzutreiben.

Meine Schwester hat ein Vermächtnis der Liebe und des Lebens hinterlassen.

Teil dieses Nachlasses wird leider auch ein Hirte sein, der teilnahmslos daneben stand, als eines seiner unschuldigen, behinderten Lämmer langsam und unnötigerweise geschlachtet wurde.

In dieser Zeit haben Sie, Herr Bischof, die Hilferufe unserer Familie beharrlich ignoriert.

Es ist nicht nötig, Sie an die Stelle der Heiligen Schrift zu erinnern, welche die Hirten verdammt, die „sich selber auf Kosten ihrer Schafe weiden“, oder an die Ermahnung Christi an den Heiligen Petrus „meine Schafe zu weiden.“

Meine Familie und ich werden den Rest unseres Lebens dafür verwenden, das Leben anderer Schafe zu retten, die zur Zielscheibe der Kultur des Todes werden.

Gleichzeitig bitte ich den Herrn, uns vor einem weiteren Nachfolger der Apostel zu verschonen, der dieselbe skandalöse Untätigkeit und dasselbe empörende Schweigen an den Tag legen würde, durch die Sie ein Komplize der Euthanasierung meiner Schwester geworden sind.

Ich weiß, Herr Bischof, daß ich soweit kommen muß, Ihnen – um meines Heiles willen – zu verzeihen, daß Sie die Übeltäter unterstützt haben, die meiner unschuldigen Schwester das Leben raubten.

Die katholische Kirche hat zu Terris Fall gesprochen und befunden, daß sie ein Recht auf Leben besaß.

Dagegen war Ihr Verhalten ein Skandal für die Weltkirche und für die Gläubigen, besonders jene in Florida.

Herr Bischof, Ihre Gleichgültigkeit der Wahrheit gegenüber ist erschreckend. Aber sie scheint angesichts einer verdorbenen Priesterausbildung in den 60er und 70er Jahren typisch zu sein.

Ihre Schuld ist also möglicherweise abgeschwächt.

Der Tod meiner Schwester unter Ihrer „Seelsorge“ ist eine Tatsache, die Sie öffentlich anerkennen sollten.

Diese Fastenzeit ist gut geeignet, öffentlich um Vergebung zu bitten und öffentliche für einen öffentlichen Skandal Genugtuung zu leisten.

Solange das nicht geschieht, muß ich – nach ihren Worten – jener Mensch sein, der auf ihrem Gewissen lastet, weil er um Hilfe bat und von Ihnen abgewiesen wurde.

Möge Gott mit Ihnen barmherzig sein, und möge meine heilige Schwester Terri für uns alle beten,

Hochachtungsvoll,

Bobby Schindler

Bobby Schindler besucht im April Deutschland und Österreich:

Freitag, 20. April, 19.30: Internationale Konferenz – Fragen zum Lebensende im Schloß Hartheim in Oberösterreich

Sonntag, 22. April: Kongreß von Kirche in Not in Bamberg, Podiumsgespräch mit Bobby Schindler am Nachmittag im Bistumshaus St. Otto.

Dienstag, 24. April, 19.00 Uhr: Veranstaltungszentrum Europahaus Wien, Linzerstraße 429. Podiumsdiskussion der ‘Österreichischen Lebensbewegung’ zum Thema „Leben am Ende“
      
11 Lesermeinungen
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#11   Lord Werther   20:39:59 | Dienstag, 3. April 2007
Was tun mit so etwas?
So einen Abschaum sollte man ausmerzen…
Bischof… wenn ich so etwas schon höre… ich kenne Männer in einer hübscheren Damenbekleidung…
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#10   landorganist   13:05:13 | Montag, 2. April 2007
Wer weiß mehr darüber?
Gute Frage!! Aber das ist Hetznet ja ziemlich egal, wichtig ist nur, wieder mal einem „v2-Bischof“ ans Bein pinkeln zu können. Aus der Nummer kommt der Bischof auf dieser Seite eh nicht heraus, egal, was er tut oder getan hat.
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#9   Thaddäus   11:10:16 | Montag, 2. April 2007
Weshalb die unflätigen Reaktionen?
„Schindler ist ein Hetzer“ und anderes Blahblahblah…
Entscheidend ist doch einzig, ob der zuständige Bischof trotz Schindlers Ersuchen um Hilfe tatsächlich mehr oder weniger untätig geblieben hat bzw. was er (nicht) unternommen hat, um dieses vorsätzliche Verhungernlassen eines Menschen zu verhindern oder zu begünstigen.
Wer weiß mehr darüber?
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#8   Gotthard   23:34:31 | Sonntag, 1. April 2007
Schindler ist ein Hetzer
Was will dieser Amok-Läufer Schindler denn in Europa?
Was treibt „Kirche in Not“ dazu, diesen Herrn auf ihrem Kongress auftreten zu lassen – bestimmt gegen ein gutes Honorar?
Trauer und Verzweiflung um den Tod der Schwester dürfen sich doch nicht in Hetz-Kampagnen gegen seinen Bischof niederschlagen, der am Schicksal der Schwester nun völlig unschuldig ist. Ihr Schicksal war eh schon über alle Maßen instrumentalisiert worden…
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#7   teofil   20:23:03 | Sonntag, 1. April 2007
Stopt diesen Bobby Schindler=BS
Das obige Brief an seinen Bischof?, der weder mit der Sache noch seiner verstorbenen Schwester zu tun hat, ist destruktiv, eine Zumutung und reiner Gift, der nur Schaden und nichts gutes anrichten kann. Der Kerl soll sich lieber mit dem Tod seiner Schwester, die vielleicht jetzt schon im Himmel ist, (sie ist sicher viel besser dran als er mit diesem Hass, wenn er überhaupt ein Christen ist, was ich sehr bezweifle), lieber abfinden für sie beten und nicht noch schmutzigen Kapital daraus schlagen! Der Typ will jetzt nach Europa fahren und vielleicht noch den Papst bekehren? Vielleicht hätten die Freimaurer und die Muslime interesse an seiner Schädigung der kath. Kirche? Das wäre ja für sie echte geistige Nahrung!
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#6   remo   10:18:42 | Sonntag, 1. April 2007
Euthanasie – Hilfe oder bestellter Mord
Die Geringschätzung alter oder pflegebedürftiger Menschen ist eine Realität. Viele Betagte wünschen sich deshalb kein langes Leben, sondern einen schnellen Tod. Doch der Normalfall bleibt: der Lebenswille ist stärker als die Todessehnsucht. Trotzdem wird die Angst geschürt. Sie treibt viele Menschen in die Arme selbsternannter Sterbehelfer, die eine möglichst sichere Freitodmethode offerieren und den Vorsorgefimmel wie die Versicherungen zu nutzen wissen. Es wird heute viel vom Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben geredet, wer aber redet vom selbstbestimmten Leben bei Krankheit oder Gebrechlichkeit? Wer den Tod nicht verdrängt, sondern bedenkt und akzeptiert, wird normalerweise empfindlich für sein Leben.
web246m.dynamic-kunden.ch/…aria/euthanasie.html
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#5   Perpetua   23:26:12 | Samstag, 31. März 2007
Sind die neuen Sakramente noch gültig?
Noch mitten im 19. Jahrhundert planten die Oberhäupter der „Synagoge Satans“ bereits die radikale Umwandlung sämtlicher Einrichtungen der Kirche, namentlich ihrer heiligen Sakramente. Diese „Reform“, so kündigten sie hämisch an, sollte auf einem künftigen Konzil erfolgen – durch eine „Revolution in Tiara und Chorrock“!
Dieses revolutionäre Konzil hat inzwischen stattgefunden, auch die hl. Messe und sämtliche Sakramente wurden tatsächlich „reformiert“. Konnte aber diese von A bis Z freimaurerische „Reform“ ohne schwerwiegende Auswirkungen auf deren Gültigkeit bleiben?
Zwingende Gründe sprechen dafür, daß die meisten „neuen“ Sakramente nur noch leere Zeremonien sind! Diese Gründe werden in der vorliegenden Schrift leicht verständlich und übersichtlich angeführt, auch die erschreckenden Konsequenzen nicht verharmlost. Kurzum: eine „Pflichtlektüre“ für alle Katholiken, die sich nicht länger etwas vormachen lassen wollen!
Johannes Rothkranz, 32 Seiten, 2,70 EUR
Pro Fide Catholica …ww.verlag-anton-schmid.de/
unter Navigationsliste: Kirche und Glaubenskrise, Seite 3
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#4   HeinrichvonOfterdingen   19:29:07 | Samstag, 31. März 2007
Lieber Luther,
Wir reden über die 7 Sakramente, die aber eben nicht nur gültig in einer alten Messe gespendet werden. Diese werden auch durch die „neue“ Messe gespendet.
die Frage ist doch nicht nur ob die Sakramente in der veränderten (angeblich erneuerten) Form gültig gespendet werden. Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis! Die Frage ist immer auch ob die Sakramente würdig gespendet werden. Das heißt, ob die Form dem Inhalt angemessen ist. Und da darf man bei den „neuen Sakramenten“ auch bei einer ganz vorschriftsgemäßen Spendung erhebliche Zweifel anmelden.
Außerdem ist – ohne darauf jetzt näher eingehen zu wollen – bei einigen Sakramenten die Spendung nach neuem Ritus zweifelhaft.
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#3   Luther   12:34:21 | Samstag, 31. März 2007
@Vorredner:
Ich nehme keine Dingo so locker!
Wir reden über die 7 Sakramente, die aber eben nicht nur gültig in einer alten Messe gespendet werden. Diese werden auch durch die „neue“ Messe gespendet.
Mir ging es nur im die ewige Darstellung, die nämlich an sich der eigentliche „Unsinn“ ist (und da haben Sie vollkommen recht):
„Mit der alten Messe wird die Welt besser“.
Weder gibt es einen kausalen Grund noch eine empirisch-verifizierbare Erhebung, die auf die Gültigkeit eines so universalen Satzes wie oben auch nur annähernd hinweist!
Zu dem Rest von Ihrem Beitrag stimme ich voll zu! Das ist ein modernes Problem unserer Gesellschaft: Alles ist egal, erlaubt und zudem noch gut!
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#2   HeinrichvonOfterdingen   12:24:55 | Samstag, 31. März 2007
Lieber Luther,
Hauptsache ist ja wohl, dass Sie ihre Fiktion der Welt aufrechterhalten können. Wir Katholiken können mit den Dingen nicht so locker umgehen, wissen wir doch, dass uns der Herr die 7 Sakramente zu unserer Heiligung gegeben hat.
„Glücklicherweise wissen wir um einen guten HERRN, der uns genau in diesen Momenten trägt und führt. Vertrauen wir uns IHM an, dann wird alles gut, unabhängig von der Form der Liturgie!“
Freilich müssen wir dem Herrn vertrauen, das Vertrauen darf aber kein vermessenes Vertrauen sein, ein Vertrauen wider den HERRN, da uns ein solches Vertrauen vom HERRN wegführt und ins Verderben führt. Der HERR weiß was für uns gut ist, darum hat er uns die Sakramente zu unserer Heiligung gegeben. Der Unglaube ist aber in einer unglaublichen Weise erfinderisch. Doch Selbstbetrug nach der Art „hier ist Christus und dort ist Christus“ führt uns nicht zu Christus, sondern von Christus weg.
________________________________________________________
Mit dem Artikel stimme ich ausdrücklich überein. Unseren Bischöfen ist das Bundesverdienstkreuz wichtiger, als das Kreuz Christi. Davon, dass sie das Kreuz Christi auf sich nehmen keine Spur. Sie verraten Christus und erhalten dafür das Bundesverdienstkreuz.
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#1   Luther   12:00:45 | Samstag, 31. März 2007
Ja…
der Mann hat gar nicht so unrecht!
Wie ich aber kreuz.net kenne, wird dieser Fall gleich auf die alte heilige Messe mezogen und gesagt: wäre der Bischof dem alten Ritus angehörend, besser noch von der Piusbruderschaft, dann wäre das nie passiert!
Und noch besser: hätte die Welt die alte Messe, würde sowas nie vorkommen!
Glücklicherweise wissen wir um einen guten HERRN, der uns genau in diesen Momenten trägt und führt. Vertrauen wir uns IHM an, dann wird alles gut, unabhängig von der Form der Liturgie!
Gruss Luther
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