Theologie
Modularisierte Theologie
In Benediktbeuren sucht die Theologie, mit der Zeit Schritt zu halten. Die Reise geht nach Bologna.
Seminarsitzung an der Hochschule in Benediktbeuern
Seminarsitzung an der Hochschule in Benediktbeuern
© Thomas Kemmler
(kreuz.net) Für die Philosophisch- Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos im oberbayerischen Benediktbeuern beginnt das Bologna-Zeitalter.

Ab dem Wintersemester 2008/09 wird der Diplomstudiengang ‘Katholische Theologie’ in modularisierter Form angeboten.

Das beschloß der Senat der Ordenshochschule am 19. März.

Modularisierung bedeutet, daß einzelne, inhaltlich aufeinander bezogene Lehrveranstaltungen zu didaktischen Einheiten von sechs bis zehn Wochenstunden zusammengefaßt werden, die sich über ein bis zwei Semester erstrecken.

Nach bestandener Modulprüfung erhalten die Studierenden Leistungspunkte – Credits –, mit denen zugleich der benötigte Arbeitsaufwand – Workload – bescheinigt wird.

Die Hochschule im Konventbau des Klosters Benediktbeuern
Die Hochschule im Konventbau des Klosters Benediktbeuern
© Hermann Kuhn
Im ersten Jahr des neugeordneten Studiengangs erfolgt eine theologische Grundlegung.

Im Gegensatz zur bisherigen Praxis werden in dieser Phase Module aus allen Bereichen der Theologie angeboten.

Im zweiten und dritten Jahr steht die interdisziplinäre Arbeit an bestimmten Themen im Vordergrund.

Zum Themenmodul „Christliches Handeln in der Verantwortung für die Welt“ leisten die Fächer Moraltheologie, Sozialethik, Kirchenrecht und Philosophie ihren Beitrag.

Darüber hinaus gibt es in dieser Phase ein Modul „Schwerpunktstudium/Berufsorientierung“.

Im vierten und fünften Studienjahr findet eine Vertiefung statt.

Die Abschlußprüfung nach zehn Semestern sowie der akademische Grad eines Diplom-Theologen bleiben erhalten.

Hinsichtlich der Stundenzahlen der einzelnen theologischen Fächer gelten die Bestimmungen der „Rahmenordnung für die Priesterbildung“.

Von der Modularisierung und damit einhergehenden interdisziplinären Ausrichtung des Studiums verspricht man sich eine stärkere Ausrichtung auf die Einheit der Theologie.

In der beruflichen Praxis der zukünftigen Diplom-Theologen komme es ohnehin auf fächerübergreifendes Denken und Arbeiten an – so Prorektor Pater Norbert Wolff.

Die Schwerpunktsetzung in Benediktbeuern in den Bereichen Jugendpastoral und Christliche Umweltethik wird durch die Modularisierung ausgebaut.

Auch in Zukunft wird es ein „Benediktbeurer Doppelstudium“ der Katholischen Theologie und der Sozialen Arbeit geben.

Nach sieben Semestern kann dabei der sozialpädagogische Bachelor-Grad erworben werden.
      
6 Lesermeinungen
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#6   semperubique   17:12:37 | Montag, 2. April 2007
Jugendpastoral – Don Bosco
Den Salesianern Don Boscos ist die Jugendpastoral deshalb wichtig, weil ihr Gründer der Hl. Johannes Bosco ist, der einerseits treu zu Kirche und Papst stand, andererseits neue Wege in der Jugendarbeit beschritt.
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#5   Romulus   10:05:37 | Montag, 2. April 2007
Aubildung
Und was schreibt das 2. Vat. darüber: Bibel und Väter.
… das schreibt viel…
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#4   Heinz Josef   08:58:53 | Montag, 2. April 2007
Können K…net“leser“ lesen
Wenn Sie hier behaupten, biblische Theologie oder Väterschriften spielten in Benediktbeuern künftig keine Rolle mehr, dann zeigen Sie nur dass Sie nicht lesen können. Im Artikel steht doch eindeutig dass die Vorgaben für die Priesterausbildung weiterhin Gültigkeit haben? Und was schreibt das 2. Vat. darüber: Bibel und Väter. Selbstverständlich wird Exegese in BB großgeschrieben. Und wenn Jugendpastoral als Taizeromantik bezeichnet wird so zeugt das auch nicht gerade von fundierter Sachkenntnis. Der Lehrstuhlinhabr für Jugendpastoal hat übrigens das Hauptreferat in der Frühjahrsversammlung der Deutschen Bischofskonferenz 2006 gehalten. Bitte erst mal informieren!
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#3   catharina   21:22:28 | Sonntag, 1. April 2007
Ich dachte immer,
das Studium der Gottesweisheit bedeute vor allem, die Heiligen Schriften betrachtend zu lesen und anhand der Kommentare der Väter zu erläutern, wozu eine gesunde Philosophie, die lehramtlich-positive und scholastisch-spekulative Theologie sowie die Beschäftigung mit den anderen verbundenen Wissenschaften führen sollen. Offensichtlich habe ich irgendwann den Anschluß verloren und kenn mich plötzlich gar nicht mehr aus.
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#2   Ydefix   21:03:15 | Sonntag, 1. April 2007
Schwerpunktsetzung
„Die Schwerpunktsetzung in Benediktbeuern in den Bereichen Jugendpastoral und Christliche Umweltethik wird durch die Modularisierung ausgebaut.“
Kurz: Etwas Taizee-Romantik + Uno-Ideologie, etwas herumgerührt und fertig ist die Brühe.
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#1   Romulus   20:37:10 | Sonntag, 1. April 2007
Bologna-Prozess-Schwachsinn
Europa hält ein Stöckchen hin und wer springt drüber? Die Kirche. An ihr wäre es gelegen der Sand im Getriebe zu sein und zu fragen: „Was soll der Käse?“
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