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Eilige Eiligsprechung + Reicher Ritus + Auf Leben und Tod + Aprilscherz + Durchgefallen
Eilige Eiligsprechung

Vatikan. Die vorbehaltlose Liebe und Hingabe von Papst Johannes Paul II. zu Christus sei in alle Regionen der Welt vorgedrungen. Das erklärte Papst Benedikt XVI. in seiner Predigt während der gestrigen Gedenkmesse zum zweiten Todestag des polnischen Papstes. Benedikt XVI. ist sich sicher, daß Johannnes Paul II. in der Gemeinschaft der Heiligen für die Kirche bete. Er erfülle die biblische Beschreibung des Dieners Gottes: „Sein Seligsprechungsprozeß schreitet schnell voran.“ Die erste Etappe des Seligsprechungsprozesses ging gestern zu Ende.

Reicher Ritus

„Bei der alten Liturgie des Palmsonntags kam der Priester vor der Kirche an und klopfte dann kräftig mit dem Stab des Prozessionskreuzes an die noch geschlossene Pforte. Diese öffnete sich auf das Klopfen hin. Das war ein schönes Bild für das Geheimnis Jesu Christi. Er klopfte mit dem Holz seines Kreuzes, mit der Kraft seiner Liebe, die sich hinschenkt, von der Seite der Welt aus an das Tor Gottes – von der Seite einer Welt, die es nicht schaffte, einen Zugang zu Gott zu finden. Mit dem Kreuz hat Jesus das Tor zu Gott aufgerissen: das Tor zwischen Gott und den Menschen. Jetzt ist es offen.“

Papst Benedikt XVI. in seiner Predigt vom Palmsonntag

Auf Leben und Tod

Österreich. Die Pressesprecherin des Vereins ‘Jugend für das Leben’ wehrte sich gestern in einer Medienmitteilung gegen den sozialistischen Vorwurf, man vermittle in Schulvorträgen rechtswidrige Informationen. Die Abtreibung werde zwar in Österreich nicht bestraft. Sie sei aber nach wie vor rechtswidrig. Unabhängig davon müsse es in einer Demokratie möglich sein, zur herrschenden Rechtslage kritisch Stellung zu nehmen: „Es haben sich schon junge Frauen bei uns bedankt, die sich aufgrund unserer Informationen für ihr Kind entschieden haben und jetzt sehr glücklich sind.“

Aprilscherz

Italien. Die römische Nachrichtenagentur ‘I Media’ enttarnte ihre Meldung des vatikanisches Fußballstadiums als Aprilscherz. „Schade eigentlich“ – findet ‘Radio Vatikan’.

Durchgefallen

Deutschland. Der ‘Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland’ hat sich von der sogenannten „Bibel in gerechter Sprache“ distanziert. Das berichtete die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ am 1. April. Dem Rat gehört auch Hannovers Landesbischöfin Margot Käßmann an. Sie hatte sich ausdrücklich für diese Bibelübertragung eingesetzt. Es sei unklar, warum es gerade anhand der drei Kriterien der „geschlechtergerechten Sprache“, der „Gerechtigkeit im Hinblick auf den christlich-jüdischen Dialog“ und der „sozialen Gerechtigkeit“ gelingen solle, dem biblischen Grundthema Gerechtigkeit zu entsprechen. Diese Gesichtspunkte besäßen den Charakter vorgefaßter Meinungen, die in den Text hineingetragen würden.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Jörg Guttenberger, Köln   22:06:24 | Dienstag, 3. April 2007
Palmsonntag / Ostern
Als Ministrant von 1952 bis 1967 im römischen Ritus habe ich den gesamten Umbruch hautnah erlebt und kann mich noch gut an diese sehr würdige Liturgiefeier erinnern. Die spätere Entwicklung ist so, wie sie vollzogen wurde, ganz sicher vom Konzil so nicht gewollt. Das Problem ist, daß ein Sinn für Würde und angemessene Formen in den letzten Jarzehnten mehr und mehr verloren gegangen ist, wie bereits von Guardini (verst. 1968) prophezeit.
In der byzantinischen Liturgie, in der ich noch länger ministriert habe (durch die birituelle Ausbildung bin ich an meine umfangreichen Lturgiekenntnisse gekommen) gibt es den Sinn für Formen heute noch, wie lange noch, wissen wir freilich nicht.
In der byzantinischen Osternacht geht die Gemeinde dreimal um die Kirche. Der Priester geht in die das leere Grab symbolisierende Kirche und verkündet nach dem er wieder vor der Gemeinde steht: „Christus ist auferstenden“. Anschließend singt der Diakon das Osterevangelium. Die Gemeinde zieht dann in die Kirche ein. Wenn man das erlebt hat, wird man erst richtig inne, was Ostern und Osterjubel eigentlich ist: „Dies ist der ersehnte und heilige Tag, der Feiern Feier, der Feste Fest, an dem wir Christus rühmen in Ewigkeit“, so singt die Kirche in der 8. Ode des Osterkanons.
Auch im österlichen Totengedächtnis, d. h. in der Osterwoche, wird obiger Text gesungen, wie ich 1971 am Ostermontagabend in einer Panychida für den damals kurz vorher verstorbenen Igor Strawinski erlebt habe.
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#1   Bruder Theophil   10:26:42 | Dienstag, 3. April 2007
Zum Geleit…die heutige Lesung
LESUNG Jesaja 49, 1-6
Hört auf mich, ihr Inseln, merkt auf, ihr Völker in der Ferne! Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt.
Er machte meinen Mund zu einem scharfen Schwert, er verbarg mich im Schatten seiner Hand. Er machte mich zum spitzen Pfeil und steckte mich in seinen Köcher. Er sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will.
Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht, habe meine Kraft umsonst und nutzlos vertan. Aber mein Recht liegt beim Herrn und mein Lohn bei meinem Gott.
Jetzt aber hat der Herr gesprochen, der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht gemacht hat, damit ich Jakob zu ihm heimführe und Israel bei ihm versammle. So wurde ich in den Augen des Herrn geehrt und mein Gott war meine Stärke.
Und er sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.
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