(kreuz.net, Essen) In Bielefeld wehrt sich eine Bürgerinitiative gegen den Verkauf eines evangelischen
Gotteshauses an die örtliche Jüdische Kultusgemeinde.
Die Initiative besteht aus 90 Personen. 15 von
ihnen sind an einer Besetzung der Kirche beteiligt. Das berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’
am Freitag.
Im Zentrum des Sturms steht die evangelische Paul-Gerhardt-Kirche. Es handelt sich um einen
Nachkriegsbau.
Die Stadt Bielefeld befindet sich zwischen Hannover und Dortmund.
Die Verteidiger der
Kirche geben sich entschlossen:
„Wir hören erst auf, wenn die Kirche nicht verkauft wird“ – so Hermann
Geller, der Sprecher der Bürgerinitiative für den Erhalt des Gotteshauses vor der ‘Westdeutschen Allgemeinen’.
Seit vorletzten Sonntag hält er das Kirchengebäude mit seinen Mitstreitern besetzt:
„Als der letzte
Gottesdienst beendet war, sind wir einfach sitzen geblieben.“
Die Bürgerinitiative widersetzt sich dem
Pfarrer und dem Kirchenkreis. Letztere wollen die Kirche an die örtliche Jüdische Kultusgemeinde verkaufen.
Passenderweise werden die Kirchenbesetzer jetzt auch eines angeblichen „Antisemitismus“ angeklagt.
Vor
etwa zwei Jahren wurde die Paul-Gerhardt-Gemeinde mit einer anderen Gemeinde fusioniert.
Die Kirchenbesetzer
erklären, daß man ihnen versprochen habe, die Kirche zu erhalten. Die Gemeindemitglieder seien über
Verkaufsabsichten getäuscht worden.
Es ist den Kirchenbesitzern klar, daß in der heutigen Situation
Kirchen geschlossen werden müssen: „Aber eben nicht diese“.
Die Mitglieder der Initiative sind nämlich
bereit, die 16.000 Euro Betriebskosten jährlich aufzubringen.
Der evangelische Kirchenkreis zweifelt
an dem Angebot. Jetzt habe man einen Käufer – in fünf Jahren vielleicht nicht mehr.
Der Präses der
westfälischen Landeskirche, Alfred Buß, hat sich hinter die Verkaufsabsichten gestellt.
Er und der
Kirchenkreis empfinden den Verkauf an die Jüdische Kultusgemeinde als einen „Glücksfall“.
Es sei keine
bessere und angemessenere Form denkbar, als die Nutzung als Synagoge – so ein evangelischer Pressesprecher.
Doch der Kirchenkampf geht weiter. Wasser und Strom wurden im Gotteshaus bereits abgestellt.
Am Donnerstag
erstattete die Kirchengemeinde Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch.
Diese Woche ist Ostern.
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32 Lesermeinungen
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Danke, Pünktchen! Gratuliere Ihnen, Herr Dr. Heger, wenn Sie schon Intelligenteres von GerdEric gelesen
haben! (Das kann ich nämlich von mir nicht behaupten!) Danke, Pünktchen! Vielleicht täuscht mich aber
auch nur meine Erinnerung. MfG Christoph Heger
@GerdEric: Schon mal intelligentere Beiträge von Ihnen gelesen. Dr. Christoph Heger: Mel Gibsons Film
„Die Passion“ – in dem die Geißelung Jesu durch Befehl des Centurio abgebrochen wird – konnte eine Vorstellung
von der Brutalität dieser Tötungsart geben. Na das ist doch was Erfreuliches, nach dem Evangelium des
Judas Ischariot, nun das Evangelium des Mel Gibbon… Ich sehe nicht, inwiefern Mel Gibsons großartiger
Film im Punkte der Geißelung Jesu vom Bericht der Evangelien abgewichen wäre. Aber trösten Sie sich,
GerdEric! Sie haben auch schon mal intelligentere Beiträge geliefert – sogar ohne alberne Verunstaltung
von Namen. MfG Christoph Heger
Der Skandal beginnt bereits… … damit, dass eine terroristische Organisation wie die EKD samt ihren
gottverlassenen Protagonisten überhaupt eine Kirche nach Paul Gerhardt benennen bzw. zu seinem 400. Geburtstag
auf ihm herumtrampeln darf. Dieser – trotz nicht enden wollender Schicksalsschläge – standhafte Beharrer
im Glauben und Bekenner der lutherischen Lehre – vor allem gegen calvinistische Umtriebe – hätte niemals
eine Kirche aufgegeben und diese schon gar nicht an diejenigen verkauft, die Christi Erlösungswerk zurückweisen.
Eher hätte er nachts im Bergbau gearbeitet, um die notwendigen Mittel zu beschaffen. Ihm sind allerdings
auch nicht die Schafe scharenweise davongelaufen. Mit ihm singen alle Heiligen anbetend: Christi Blut
und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid. Darin will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum
Himmel werd eingehn! Die EKD trommelt allenfalls eine tibetanische Meditation zu Ostern, für Frieden
im Nahen Osten.
#28 timpressum † 12:47:32 | Mittwoch, 4. April 2007
Kirchenverkauf Natürlich ist es schade, wenn eine Kirche verkauft werden muss. Aber wenn es an eine jüdische
Gemeinde ist, sehe ich das wirklich als Glücksfall. Immerhin wird weiterhin derselbe Gott angebetet und
gelobt! Eine Kirche in Brandenburg wurde an die örtliche Sparkasse verscherbelt…
@Dr. Christoph Heger Dr. Christoph Heger: Mel Gibsons Film „Die Passion“ – in dem die Geißelung Jesu
durch Befehl des Centurio abgebrochen wird – konnte eine Vorstellung von der Brutalität dieser Tötungsart
geben. Na das ist doch was Erfreuliches, nach dem Evangelium des Judas Ischariot, nun das Evangelium des
Mel Gibbon… Sicher sicher das waren alles Life-Aufnahmen ?:) Mel war anwesend wie übrigens auch ein
gewisser Paulus zu dem Zeitpunkt noch Saulus …
Zwei Irrtümer GerdErics Lamento Ach lieber Lutheraner, wenn es nur geisseln gewesen wäre, was das Judentum
vom Christentum erfahren hat, enthält zwei Irrtümer: 1. Mit Bezug auf eine Geißelung kann man nicht
von „nur“ sprechen. Es handelt sich bei ihr um eine besonders barbarische Art, einen Menschen zu töten.
Mel Gibsons Film „Die Passion“ – in dem die Geißelung Jesu durch Befehl des Centurio abgebrochen wird –
konnte eine Vorstellung von der Brutalität dieser Tötungsart geben. 2. Nicht nur das Judentum hat vom
Christentum einiges erfahren. Das Umgekehrte gilt nicht minder. Da die Mär vom patentierten Opfer sich
allmählich zu einer „urban legend“ verfestigt, ist es angebracht, darauf hinzuweisen. MfG Christoph Heger
Gotthard Ja, ich gebe zu, daß ich zumindest auf den ersten Blick zu schnell geschossen habe. Tatsächlich
hat bei mir aber der von Stimme verwendete Begriff „Ketzer-Kultraum“ eine heftige ekklesiologische Abwehr
geweckt. Ich überspitze gewiß mit dem nächsten Satz mindestens für Sie ebenso maßlos: Eigentlich
kann man so gut wie nichts oder fast nichts Falsches über den Protestantismus in all seinen Schattierungen
und das Luthertum insbesondere sagen. Ich habe jedenfalls kein Problem damit, wenn eine von Lutherischen
genutzte Kirche zugunsten des jüdischen Kultes (unserer älteren Brüder) umgewidmet wird, wobei gleichermaßen
die Hinführung dieser älteren Brüder zu Jesus Christus nichts im Wege stehen soll.
@Lutheraner „Hütet euch aber vor den Menschen, denn sie werden euch den Gerichten überantworten und
werden euch geisseln in ihren Synagogen.“ Wer das Volk an die Juden verrät, bekommt sicher einen bevorzugten
Platz in der Hölle. Ach lieber Lutheraner, wenn es nur geisseln gewesen wäre, was das Judentum vom Christentum
erfahren hat, und da war auch ein „werter“ Herr luther ein grosses Vorbild, das noch heute in rechten
deutschen Kreisen als Vorbild lebt, der mitverantwortlich ist für Jundenverfolgung und Exzessen. Allerdings
war luther ein Menschenhasser in Gänze, denn er hetze nicht allein gegen Juden/das Judentum, auch Täufer
und Katholiken waren vor dem nicht sicher! Und der war sich auch nicht schlecht genug, mit einzelnen Gegnern
zu paktieren, wenn es darum ging, anderer Gegner zu verfolgen. Lutheraner: Wer das Volk an die Juden verrät,
bekommt sicher einen bevorzugten Platz in der Hölle. Ist wohl nicht möglich, da werden Sie schon hocken,
und Angst werden Sie auch nicht haben brauchen, dass jemand von hinten über Sie herfällt, denn wer
sollte sich dass antuen wollen (der gehörte dann sicher in die Hölle)?
Wovon kaum einer hier etwas wissen möchte: Widerstand von beiden Seiten Die Jüdische Kultusgemeinde
in Bielefeld rechnet mit einer sechsstelligen Kaufsumme für die Paul-Gerhardt-Kirche. Die bisherigen
Räume der Gemeinde mit 250 Mitgliedern seien seit langem viel zu klein, erklärt Michelsohn. Bereits
2002 war die Kultusgemeinde an einer anderen Kirche in Bielefeld interessiert. Der Verkauf scheiterte
allerdings wegen des zu hohen Preises. „Für uns als Einheitsgemeinde bestehen aus theologischer Sicht
keinerlei Bedenken gegen die Umnutzung einer Kirche zur Synagoge“, betont die Vorsitzende der Kultusgemeinde.
Rabbiner Nachama aus Berlin bestätigt, „grundsätzlich ist es kein Problem, einen von einer Kirche zuvor
genutzten Raum zu einer Synagoge zu machen“. Diese Ansicht vertritt auch der frühere Landesrabbiner von
Westfalen-Lippe, Henry G. Brandt: „Zu behaupten, man könne eine ehemalige Kirche nicht in eine Synagoge
umstrukturieren, ist eklatanter Unsinn.“ Doch sowohl auf jüdischer wie auf evangelischer Seite regt sich
auch Widerstand. www.wdr.de/…ielefeld/index.jhtml Da schreibt man lieber vom „Verrat an den Juden“ und
von Juden, die „Christus leugnen“ anstatt sich objektiv mit dem Thema auseinander zu setzen. Typisch für
diese unchristlichen Judenhasser.
@Heggi Ja, es ist so: Das, was sich „evangelische Kirche“ nennt, ist keine Kirche. Du hast es aber wirklich
schwer, geschriebene Texte zu verstehen … es war von einem Gebäude die Rede… ich hoffe, du erkennst
noch die Doppelbedeutung des Wortes „Kirche“?
@ Matt Wenn Sie daher in Zukunft den Verdacht haben sollten, den Bogen unsachgemäß zu überspannen,
bilden Sie sich einfach ein, Sie seien nicht anonym … und schon morgen könnte jemand vor Ihrer Haustür
stehen. Nichtanonymität im worldwide web hat eben auch seine Vorteile: man und frau weiß, was man und
frau riskiert…
Stimme der mäßigen Vernunft „Es geht um eine evangelische Kirche, und die sehen die Anhänger von hetznet
doch eh nicht als Kirche an…“ Ja, es ist so: Das, was sich „evangelische Kirche“ nennt, ist keine Kirche.
Dazu empfehle ich u.a. nachzulesen die Erklärung der römischen Kongregation für die Glaubenslehre vom
30.06.2000. Unterzeichnet vom damaligen Karidinal Ratzinger! Zufall, Sie Stimme der dürftigen Vernunft?
Und mit Evangelium hat die „evangelische Kirche“ auch herzlich wenig zu tun. Z.B. dreimal „sola“ und dreimal
im Text nicht zu finden. Und was ist das überhauhaupt, eine „strohener“ Brief, der des hl. Jakobus? Und
dieser Wüterich Luher. Man lese seinen Aufruf an die Fürsten Obrigkeit gegen den Bauernaufstand! Ein
Ober-Revoluzzer hat was gegen Revolution.
Das Böse schläft nie „Hütet euch aber vor den Menschen, denn sie werden euch den Gerichten überantworten
und werden euch geisseln in ihren Synagogen.“ Wer das Volk an die Juden verrät, bekommt sicher einen
bevorzugten Platz in der Hölle. Austreten aus diesem gottlosen Kirchen-Morast und seine Gemeinde mit
Spenden unterstützten – das wäre eine einfache Methode gewesen, Sand ins Getreibe der Kollaboration
zu streuen und die Drahtzieher loszuwerden. Schließlich weiß man vom Verfall, er geht ja schon eine
lange Zeit. Besser noch, man hätte sich rechtzeitig für einen EU-Austritt stark gemacht. Das wäre ein
Abwasch gewesen. Jetzt überfällt einen das Böse von hinten und das Geschrei ist groß. So schauerlich
das anzusehen ist, aber diese Einzelkämpfer Mentalität führt zu nichts.
@Hüller ich war nicht gesperrt, lediglich reduziert. Ich habe mir selbst eine Pause genommen, weil ich
mich – nach eigenem Fürhalten – durch gewisses Geschreibsel unmöglich gemacht habe. Deshalb habe ich
mich ein Weilchen auf Distanz gehalten um meine Gesinnung neu aufzufassen und zu ordnen. Jetzt habe ich
diesen Account wieder aufgenommen und anscheinend hat die Redaktion auf meine Bitte hin auch meine Beschränkung
wieder aufgehoben. Vergelts Gott.
Gruß an Matt, den lange Totgesagten… Matt, Sie sind wieder da? Wie lange waren Sie nun gesperrt? Besserung
gelobt? Tut nichts zur Sache. Totgesagte leben länger. Was ich an Ihnen schätze, ist es, Dinge auf den
Punkt zu bringen. Inhaltlich kann man darüber streiten. In jedem Fall ist Ihr Standpunkt (meist) originell.
Die schweigende Mehrheit der „Ich-schließe-mich-der Mehrheit an“-Leser ( ) hat sowieso keine eigene Meinung…
… sie denkt und tut das, was gerade angesagt und dem eigenen Vorteil förderlich erscheint. …riskiert
dafür aber auch keine Sperrung. Die schieben Sie ein wenig zum Denken an…
wo ist hier denn das Problem? Es geht um eine evangelische Kirche, und die sehen die Anhänger von hetznet
doch eh nicht als Kirche an, sondern bestenfalls als Ketzer-Kultraum. Warum soll man den dann nicht an
(aus hetznet-Sicht) andere Ketzer verkaufen?
Wenn die „stimme der (un-)vernunft“ jedoch im vorherigen Artikel meint, der Name „Don Bosco“ sei ein „Multi-Kulti-Name“
und gehört von mir geändert, dann muss er sich zurück fragen lassen, wie es um seinen Namen steht…-
Wie man in den Wald hinein ruft, so …
Allerdings, Don Bosco, ist mir so etwas auch schon ab und zu passiert, wenn mich ein Thema emotional sehr
berührt hatte… die Schreibung des Nicks ist hingegen Absicht…
@Stimme aus dem kreuts.net …das wüsste ich auch mal gerne! Einige Schreiberlinge haben hier eine so
primitive Rechtschreibung, dass ich mich ernsthaft frage, woher sie den Mut nehmen, in einem öffentlichen
Forum ihren Senf dazu zu geben… Die Dummheit entblößt sich selbst!
genau… am besten wir verkaufen auch alle Kirchenhäuser an die Juden. Kostet eh nur alles ein Geld und
die haben ja genug. Jude oder Christ, ist doch Jacke wie Hose, oder wie man bei uns in Österreich zu
sagen pflegt: g’hupft wie g’hatscht. Ich finde schon lustig, wie manche Kommentarschreiber hier über
ihren Glauben denken. Da glaube ich lieber an den Mann im Mond oder an das Spaghettimonster als an die
Frohbotschaft zu glauben, wie die es tun. Es fehlt ihnen leider, wie unseren Herrn Bischöfen, das rechte
Verständnis für die Schrift, die sie auch nicht gerne als Lektüre heranziehen, wie es scheint. In diesem
Sinn ist vielleicht wirklich der Jude noch der bessere Christ, denn der weiß wenigstens, dass er Christus
verleugnet und macht daraus keinen Hehl.
„die Radaktion von krutznet“ Also liebe „stimme der vernunft“ – ich würde sagen, dass es höchste Zeit
ist, Ihren Namen einmal zu ändern! Wie lässt sich „Vernunft“ mit derartigen Rechtschreibfehlern vereinbaren…?!
Jesus ging ja auch in die Synagoge. Und die Apostel auch, auch nach der Kreuzigung Jesu. Und das AT wird
auch in der Kirche gelesen. So gesehen unspektakulär.
@cgn*** ich begnüge mich damit Ihnen zu sagen, dass ich nicht zu Ihrem Gott bete. Ansonsten amüsiert
es mich, das die Redaktion ihre Bilder von einem gewissen „Nice Bastard“ bezieht
Neutral Ich finde dieser Artikel ist ungewohnt für kreuz.net neutral gehalten. Für mich ist der Verkauf
an eine jüdische Gemeinde einfach nur logisch. Es ist doch gut, dass ein Gebäude, das für Gottesdienste
geschaffen wurde auch zukünftig für Gottesdienste genutzt wird. Wir beten alle zu dem einen Gott!
Diese Woche ist Ostern. Und in 54 Tagen ist Pfingsten. Ich bezweifle trotzdem dass der Heilige Geist dann
endlich die Radaktion von krutznet erleuchten wird, sonst haben wir ein echtes Wunder.
Es gäbe wirklich viel bedenklichere Nachfolgenutzungen für eine evangelische Kirche als als Synagoge
zu dienen. Die FSSPX kann ja nicht jede geschlossene Kirche übernehmen. Was ist in diesem Zusammhang
eigentlich mit der Theresienkirche in Aachen?