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Schlafende Bischöfe + Ein alter Verkaufsschlager + Wortschwall + Christen ade + Dankesschreiben + Latein?
Schlafende Bischöfe

Vatikan. Papst Benedikt XVI. widmete seine gestrige Generalaudienz dem österlichen Triduum. Zum Gründonnerstag sagte er: „Wir sehen, wie die Jünger einschliefen und den Heiland alleine ließen. Auch heute schlafen wir, seine Jünger, häufig. In dieser heiligen Nacht des Getsemani wollen wir wachend sein und den Herrn in dieser Stunde nicht alleine lassen.“

Ein alter Verkaufsschlager

Italien. Katholische Buchhandlungen in Rom – darunter die vatikanische – haben begonnen, das Meßbuch von 1962 zu verkaufen. Aufgrund der bevorstehenden Veröffentlichung des Motu Proprio, erhofft man sich das große Geschäft.

Christen ade

Irak. Die Christen flüchten aus den irakischen Städten, vor allem aus Bagdad und Mossul. Das berichtete das Hilfswerk ‘Kirche in Not’. Unter den 1.2 Millionen Iraker, die nach Syrien geflohen sind, befinden sich Hunderttausende Christen. ‘Kirche in Not’ unterstützt die katholischen Bischöfe Syriens bei der Betreuung der christlichen Flüchtlinge.

Dankesschreiben

Vatikan. Bereits am 5. März bedankte sich das vatikanische Staatssekretariat bei dem Bonner Altphilologen Heinz-Lothar Barth für die Zusendung des deutschen Manifestes zur Wiederzulassung der überlieferten lateinischen Messe: „In hohem Auftrag danke ich Ihnen für diesen Ausdruck Ihrer Mitsorge um die würdige Feier des heiligen Meßopfers und um die rechte Bewahrung der authentischen liturgischen Tradition sowie um das Wirken der Kirche in unserer Zeit.“ Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. erbitte den Erstunterzeichnern des Manifests seinen reichen Segen.

Latein?

„In seiner Predigt bezeichnete Kardinal Meisner den Verstorbenen immer wieder als »servus fidelis« – also als fröhlichen Knecht Gottes.“

Aus dem Artikel „Abschied von »Gottes fröhlichem Knecht«“ vom 4. April im ‘Kölner Stadt-Anzeiger’ über die Beerdigung des Kölner Dompropsts Bernard Henrichs.
      
20 Lesermeinungen
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#20   Armenius   11:36:22 | Mittwoch, 11. April 2007
Die Sache ist doch einfach
Judas war einer der Juden die von „ihren“ Messiahs die Überhöhung forderten, das ab dem Tage seines Kommens die Völker der Welt ihre Schätze zu den Toren Zions tragen, ja das er zumindestens die ideologisch unerträgliche römische Oberherrschaft beenden würde. Durch den Verrat und die folgende Verhaftung wollte Judas Jesus unter Zugzwang setzen, ihn zwingen seine Kräfte gegen Rom zu richten. Das Gott mittlerweile wohl ganz andere Vorstellungen hatte verstand er nicht.
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#19   GerdEric   10:48:52 | Mittwoch, 11. April 2007
@ Sozialkatholisch
Tja, nur wer war der Augenzeuge der beobachtete, dass Judas zu den Hohenpriestern ging?
Ist nicht vielleicht der der Verräter, der das derart beschreibt?
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#18   Sozialkatholisch   10:24:35 | Mittwoch, 11. April 2007
@ GerdEric
Sicherlich ist Judas eine sehr bedeutende Figur in der Leidensgeschichte Jesu Christie, aber bei seinem Verrat von einem quasi Liebesdienst gegenüber dem Gottessohn zu sprechen ist doch wirklich weit hergeholt. Der König von Ägypten war auch kein guter Mensch weil Gott wegen seiner Hartherzigkeit seine Größe in den Plagen zeigen konnte, obwohl hier eindeutig steht das Gott das Herz des Pharaos verstockte.
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#17   GerdEric   08:36:07 | Mittwoch, 11. April 2007
@ Sozialkatholisch
haben sie schon gewußt das Judas nicht nur ein Verräter sondern auch ein Dieb war?
Jesus war für Judas da, aber Judas wollte Jesus anders haben als Jesus war/ist.
ersteres, bei all den Anfeindungen der ersten „Christen“ untereinander im NT, scheint mir die Beschreibung des Judas vorsätzlich derart auszufallen,
zumal die ihm unterstellte Geldgier einfach nur Blödsinn sein kann, denn zu der Zeit hätte er sich sicher einen anderen Platz gewählt, z.B. wie Paulus bei den Römern, bei der Geldquelle,
zweitens, halte ich den „Verrat“ wenn dann von beiden vorbereitet und durchgeführt (welcher der Jünger Jesu sollte es denn sonst tun können, diesen schwersten Dienst für den Freund? etwa Petrus, oder das Kind Johannes).
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#16   Sozialkatholisch   10:29:40 | Samstag, 7. April 2007
@ Gerd Eric
haben sie schon gewußt das Judas nicht nur ein Verräter sondern auch ein Dieb war?
Jesus war für Judas da, aber Judas wollte Jesus anders haben als Jesus war/ist.
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#15   GerdEric   10:14:51 | Samstag, 7. April 2007
@möchtegern-kathole
möchtegern-kathole: „Missbrauch eines ihm vollkommen unterlegenen Mannes“kapiere nicht, was gemeint sein soll.
Nicht?
Wenn denn Jesus nun ein Gott war, und der Judas ja nun nicht, dann soll doch wohl Judas dem Jesus vollkommen unterlegen gewesen sein, oder wie sehen Sie das anders?
Dass dann Jesus Judas durch Satan zu dem führte, was Jesus nutzte, Judas aber zu Scha(n)den kommen liess, machte Jesus sündig, denn Jesus, der ja nach christlicher Lehre ein Gott war, hat sich ja des Bedrängten nicht angenommen, denn Judas war in höchster Not, doch wo war da Jesus?!
Er hockte betend im Garten und wartete auf das, was er provoziert, inszeniert hatte, seine eigene Hinrichtung.
Wider dem Vater Unser:
und führe uns nicht in Versuchung…
sondern erlöse uns von dem Übel…
wo war Jesus, als Judas ihn brauchte?
Jedoch Judas war da, als Jesus ihn brauchte,
also, wer ist das Opfer, wenn nicht Judas!
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#14   möchtegern-kathole   22:14:42 | Donnerstag, 5. April 2007
„Missbrauch eines ihm vollkommen unterlegenen Mannes“
kapiere nicht, was gemeint sein soll.
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#13   Ydefix   19:02:55 | Donnerstag, 5. April 2007
Wer hat
welche „Taschenspielertricks“ erkannt ?
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#12   GerdEric   18:47:08 | Donnerstag, 5. April 2007
Latein?
Hätte Jesus, der ja nach christlicher Definition ein Gott ist, sich derart irren sollen, dass er unter den ihm fremden Juden hat leben wollen, wenn ihm dem Gott doch schon von Anbeginn klar gewesen sein soll/muss, dass er in Israel nix werden kann?
warum nicht gleich in Rom!?
wo fehlte es da bei dem Gott Jesus, dass er nicht erkannt, dass er zur falschen Zeit am falschen Ort sich hat gebären lassen?
und sicher konnte Jesus jede Sprache, auch Kobol und C++, aber warum dann all das in Israel, und der Missbrauch eines ihm vollkommen unterlegenen Mannes, der es ernst nahm mit seiner Religion, und nicht irgend welche „Taschenspielertricks“, die erst 2000 Jahre später erkannt werden?
Sollte G’TT der HERR SEIN Volk so lange in die Irre geführt haben, damit ein Jesus kommt, und sagt: „Ätsch, war alles nur Spass!“
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#11   Alanus ab Insulis   17:07:51 | Donnerstag, 5. April 2007
@ Heger: Nach Ihrer Logik
müßten dann alle Menschen Ende der 1940er Jahre in der britischen und US-amerikanischen automatisch Englisch gekonnt, und in der sowjet. Besatzungszone russisch…
Wobei die sowjet. Besatzungszone noch das bessere Beispiel ist, weil es ein anderes Alphabet hat. So wie das Lateinische auf Leute, die hebräische oder auch griechische Buchstaben (letztere schon als Fremdsprache oder zumindest zweite Sprache) gewohnt waren, von den wenigsten Leuten auch nur gelsen werden konnte. Wäre ja schon das dritte Alphabet gewesen, das man beherrschen mußte.
Die römischen Soldaten konnten natürlich Latein; aber für Leute wie Jesus war das so, wie für die Magdeburger das Sprechen der Rotarmisten.
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#10   Dr. Christoph Heger   16:48:07 | Donnerstag, 5. April 2007
Natürlich konnte Jesus etwas Latein.
Lateinisch war die Sprache des römischen Heeres, so auch die Sprache der im Lande aufgestellten militärischen Signale. Man muß Jesus für wenig intelligent halten, wenn man annimmt, er habe davon nichts mitgekriegt.
MfG
Christoph Heger
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#9   Alanus ab Insulis   16:35:39 | Donnerstag, 5. April 2007
Natürlich konnte Jesus kein Latein.
Wir sollten aus dem nazarenischen Zimmermann (oder Bauhandwerker) kein großes Sprachtalent machen. Außerdem war in der Osthälfte des Röm. Reichs Griechisch die lingua franca, nicht Latein. Selbst in Rom wurde viel Griechisch gesprochen. Die röm. Liturgie war noch bis ins 4. Jh. griechisch, nicht lateinisch.
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#8   Ydefix   16:00:33 | Donnerstag, 5. April 2007
@Luther
Warum soll Jesus nicht Latein gesprochen haben ? (scheint mir recht abwegig)
Latein ist die Sprache der römisch-katholischen Kirche, wobei die Römische Kirche als Bischofssitz des Hl. Petrus und seiner Nachfolger von Anfang an einen Vorrang einnahm und deshalb auch Mutter aller Kirchen des Erdkreises (also der mit ihr verbundenen) genannt wurde und wird.
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#7   Heggi   14:54:49 | Donnerstag, 5. April 2007
Luther
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.04.2007, Nr. 80, S. N3
Rhetorik des Heils – Die lateinische Messe begann in Nordafrika
Als sich Augustinus nach seinem Bekehrungserlebnis im Sommer des Jahres 386 auf die Taufe vorbereitete, empfahl ihm Bischof Ambrosius von Mailand die Lektüre des Propheten Jesaja, von dem der altkirchliche Exeget Hieronymus sagte, er sei auch Evangelist und Apostel gewesen. Aus der Retrospektive seiner Confessiones beschreibt Augustinus, wie ihn die ersten Kapitel dieses alttestamentlichen Buches verstörten. Im Verständnis des Rhetorikprofessors, das geformt war von der klassischen Poesie Vergils und der Philosophie Plotins, klang die Rede vom „sündigen Volk“, von der „Tochter Zion“, dem „Heiligen Israels“ dunkel und fremd. Dennoch erkannte Augustinus, dass er sich in der „Redeweise des Herrn“ (in dominico eloquio) schulen musste.
Wie der amerikanische Patristiker Robert L. Wilken in seinem Buch „Der Geist des frühen Christentums“ (Gütersloh 2004) sowie in einer Reihe von Aufsätzen für die in New York erscheinende Zeitschrift „First Things“ (April 2004 und August/September 2005) erläutert, gehörte zur Unterweisung der Katechumenen in der Alten Kirche mehr als die bloße Vermittlung von Glaubensinhalten und ethischen Normen. Die heilswirksame Neuschöpfung durch die Initiationssakramente wurde ausgedrückt in einer von der Heiligen Schrift geprägten und in der Kirche tradierten Sprache, die Augustinus „ecclesiastica loquendi consuetudo“ nannte.
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#6   Gotthard   13:59:18 | Donnerstag, 5. April 2007
Orden für Henrichs
ich könnte einen Anknüpfungspunkt zu einem hetzwürdigen Artikel über Henrichs liefern.
Meiner Erinnerung nach hat er – wie Kardinal Lehmann, den „Orden wider den tierischen Ernst“ erhalten …
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#5   Luther   12:20:54 | Donnerstag, 5. April 2007
Mal ne Frage
wie genau kam eigentlich Latein (und nicht hebräisch oder so) in die Kirche?! Warum soll das Ganze auf Latein gehalten werden und nicht in der SPrache Jesus z.B.?!
Gruss
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#4   landorganist   11:48:44 | Donnerstag, 5. April 2007
Ich hatte
eigentlich einen Hetznachruf auf den verstorbenen Dompropst a. D. hier erwartet, statt dessen Schweigen! Konnte man ihm seitens der Redaktion nichts anhängen?
Wieso übertitelt hetz-net die Bemerkung des Papstes über die schlafenden Christen mit schlafende Bischöfe? Wieder eine merkwürdige, aber typische Auslegung dieser Seite.
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#3   Heinz Josef   09:21:18 | Donnerstag, 5. April 2007
@wiener
Auch ich möchte mich herzlich bedanken. Ich wußte noch nicht dass Henrichs verstorben ist. Er war ein echtes kölsches Original. Die Kölner Kirche wird ihn vermissen.
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#2   Heggi   09:17:18 | Donnerstag, 5. April 2007
Danke, wiener…
wenn wir Sie nicht hätten!
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#1   wiener   09:13:42 | Donnerstag, 5. April 2007
zum tode von dompropst bernhard henrichs
für alle, die mehr darüber erfahren wollen als die unnötige bemerkung einer falschen latein-übersetzung aus dem kölner stadt-anzeiger:
zum Tod von Bernhard Henrichs www.kreuz.net/bookentry.1074.html
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