Kirchenverkauf
Rückzug aus der Breite
Deutschlandweit werden Kirchen zugesperrt. Dieser Abbruch wird von den Ordinariaten als Aufbruch verkauft. Ein Kommentar.
(kreuz.net) Viele Katholiken im Ruhrgebiet sind enttäuscht, weil den Stadtteilen ihre geistige Mitte genommen wird.

Der Abbruch oder Verkauf von 96 Kirchen kann nicht Aufbruch bedeuten. Man muß von einem erbärmlichen Rückzug reden.

Das gilt nicht nur für das Bistum Essen.

Die Kirche streicht die Fahnen ein und hängt ihre Glocken ab. Das Feld übernehmen der Unglauben, die Sekten, die Abergläubischen und der Islam.

Die alten noch praktizierenden Gläubigen müssen sich am Sonntag auf weite Wege in Mammut-Pfarreien aufmachen, in denen die Scherben zusammengekehrt worden sind.

Kann das Aufbruch sein?

Macht man sich in Deutschland auch Gedanken um eine Neu-Evangelisierung, wie sie vom Papst gewünscht wird?

Eine solche Neuevangelisierung könnte zum Beispiel in den Theologischen Fakultäten beginnen, die seit Jahren den Glauben verloren haben. Dann könnte sie sich auf die Priesterseminarien ausdehnen.

Auf diese Weise würde das Licht des Glaubens mit der Zeit auch die politisch korrekten bischöflichen Ordinariate erreichen.

Warum einfach resignieren und dicht machen, wenn es auch andere, bessere Wege gibt?

Es gäbe auch Gemeinschaften, die bereit wären, den Bistümern bei der Neu-Evangelisierung zu helfen? Doch ist die gelegene und ungelegene Rede über Christus wirklich erwünscht?

Nie seit der Aufgabe der vielen Bistümer in Nordafrika durch den Ansturm des Islam hat es in der Kirche noch eine solche Abbruchstimmung gegeben wie heute in Deutschland.

Warum eigentlich?

Weil es uns an Glaubens- und Überzeugungskraft fehlt, während die Feinde der Kirche von ihrer finsteren Sache überzeugt sind und sogar etwas dafür tun.
      
17 Lesermeinungen
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#18   Isidor   08:41:54 | Dienstag, 10. April 2007
zu Gotthard vom 05.04.07 „h. Beichte“
Gotthard – Sie haben hoffentlich in Ihrem Amte auch vor Ostern das Sakrament der hl. Beichte empfangen…gerade Priester sollen ja besonders häufig dieses Sakrament pflegen!
Regina caeli – laetare – ALLELUJA !
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#17   Mathias Wagener   10:07:27 | Samstag, 7. April 2007
Umkehr
Nur die Umkehr zum unverblümten Glauben kann Abhilfe schaffen. Irgendwie scheint die Großgemeinde auch gewollt zu sein aus organisatorischen Gründen, offenbar hat man da die Priester besser im Griff.
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#16   Gotthard   00:44:57 | Samstag, 7. April 2007
SZ-Artikel
dieser Artikel sagt Richtiges und Falsches … doch mehr Falsches.
Die Bistümer in Deutschland mit all ihren Strukturen und Organen und Leistungen sind historisch gewachsen – und mit wachsenden Einnahmen haben sich auch viele wichtige Aufgaben übernehmen lassen.
Seit den 50er Jahren waren aus den „Komm-her-Gemeinden“ mehr und mehr „Geh-hin-Gemeinden“ geworden – der soziologischen Neuorientierungen unserer Gesellschaft versuchten die Bistümer mit immer differenzierteren Angeboten gerecht zu werden.
Oder in einem anderen Bild: der modernen Industriegesellschaft konnte ein Bistum mit einem Prälaten als Finanzmann nicht mehr gerecht werden.
Bistümer sind heute auch – nicht nur – Groß-Organisationen mit hunderten Mitarbeitern.
Unternehmensberatungen können hilfreich sein, solche Organisationsstrukturen durchschaubar zu machen – und ihre Effektivität zu steigern und die Kosten zu senken.
Mit frommem Augenaufschlag kann dies nicht gelingen – die SZ als Außenseiterin kann das allerdings nicht wissen…
damit steht sie allerdings nicht allein, denn viele vermeintliche Insider sind ebenso unwissend.
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#15   Benedikt   18:13:11 | Freitag, 6. April 2007
McKinsey – SZ Magazin vom 30. März 2007
Die Bischöfe beider Konfessionen, erschreckt von den apokalyptischen Prognosen ihrer Kämmerer, holen sich (…) Rat von den Missionaren einer fremden Religion: der Unternehmensberatung McKinsey. Deren Gesandte helfen gern, wenn auch nicht für Gotteslohn. Genaue Zahlen gibt bis heute keiner der Beteiligten heraus, nur soviel ist klar: Der Rat war ausgesprochen teuer. Also muss er auch gut sein, dachten die Bischöfe und öffneten sich dem neuen Evangelium, alles sei Markt, auch das Religionsbusiness, und zuvörderst brauche man eine „Konzentration aufs Kerngeschäft“. Der Effekt: Die Vertreter der Kirchen kämpfen plötzlich als Sinn-Anbieter gegen andere Wettbewerber um die orientierungslose Kundschaft. (…) Sie probieren es mit Marketing, sie glauben tatsächlich, ihre in Jhdtn. verspielte Glaubwürdigkeit lasse sich mit Werbung, PR, Events und Imagekampagnen im Instantverfahren zurückgewinnen. Ohne rot zu werden behandeln sie die Botschaft des Glaubens als Produkt, das es hübsch zu verpacken und zu verkaufen gilt.
Allen Ernstes betrachten sich die Kirchen heute als Unternehmen (…) bezeichnen ihre Mitglieder als „Kunden“, fragen deren Wünsche ab, trimmen ihr Personal auf „Kundenorientierung“ (…) Aus Kirchtürmen sollen „Leuchttürme“ werden (und auf deren Spitze kräht der Hahn, um mit der Bibel zu sprechen, dass der Mann am Kreuz schon wieder verraten und verkauft wird).
Der Gottesdienst mutiert zum Kundendienst. Die „Frage nach der Wahrheit des Christentums“ wird nicht mehr gestellt.
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#14   Alanus ab Insulis   17:54:57 | Freitag, 6. April 2007
@ Romulus: Ihr „Beitrag“
sagt mehr über Sie als über mich aus.
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#13   Gotthard   21:46:48 | Donnerstag, 5. April 2007
Besitz
Und mittelfristig würden die Kirchen in den Besitz der Gemeinden übergehen.
Die Kirchen-Gebäude gehören heute schon den Gemeinden!
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#12   Lutheraner   21:15:12 | Donnerstag, 5. April 2007
Wie man die Gemeinde reich und glücklich macht
Eine solche Neuevangelisierung könnte zum Beispiel in den Theologischen Fakultäten beginnen, die seit Jahren den Glauben verloren haben. Dann könnte sie sich auf die Priesterseminarien ausdehnen.
Eine Neuevangelisierung sollte sicher nicht in Intellektuellenbüros beginnen. Dann wären wir da, wo wir jetzt sind.
Der Zerfallsprozeß ist ein politischer und da solte man ansetzen.
Jede Gemeinde kann von einer Schließung betroffen sein. Sich dagegen zu stemmen, scheint aussichtslos, denn es fehlt an konkreter Macht.
Die Christen sollten sich entschließen, aus der Kirche auszutreten, sie blieben ja weiterhin Christen…
Statt Kirchensteuer zu entrichten, spendet sie nun das Geld monatlich ihrer Gemeinde. Das kann jeder einzeln tun und es läßt sich auch organisieren.
Spender sind einem Priester sicher willkommen, denn die Spende steht ihm voll zur Verfügung, während ihm die Kirchensteuer nur einen Bruchteil läßt.
Je mehr sich das System in der Gemeinde herumspräche, desto solider würde die finanzielle Basis. Und mittelfristig würden die Kirchen in den Besitz der Gemeinden übergehen. Dabei nutzt man nur eine Gesetzeslücke aus.
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#11   Romulus   17:28:38 | Donnerstag, 5. April 2007
Alanus, der Penner
Papst Alanus I. hat gesprochen. Also ist es so. Denkste Puppe, versuche mal nicht alles durch deine deutsche Nickelbrille zu sehen! –-
Es gibt immer mehr Katholiken…
Und was das Alter der Leute angeht, da solltest Du mal über Deine Kirchturmspitze hinaussehen. Selbst der Fernsehgottesdienst ist die Sendung mit den höchsten Einschaltquoten, und das am Sonntagfrüh, du Penner.
:-D
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#10   Alanus ab Insulis   16:44:02 | Donnerstag, 5. April 2007
Das Christentum ist nun mal
auf dem Weg, eine kleine Minderheitenreligion zu werden. Eigentlich ist es das schon: Die meisten sind doch nur noch pro forma dabei. Ein Rentner zahlt keine Kirchensteuer mehr, also erspart er sich den Weg zum Standesamt, um formal den Kirchenaustritt zu erklären.
Wenn man die Zahlen der sonntäglichen Gottesdienstbesucher zugrundelegt, ist das doch ein ziemlich klägliches Bild. Gerade in den letzten 10/15 Jahren sieht man doch deutlich, wie der Nachwuchs wegbricht. Sucht mal Leute zwischen 20 und 40 in normalen Gottesdiensten: gähnende Leere. Die pennen lieber aus (zurecht!). Die Kinder und Jugendlichen (bis zur Firmung und Konfirmation, wo’s Kohle gibt) kann man sowieso nicht zählen: Die werden nur mtgeschleppt.
Die Kirchenschließungen zeigen doch nur, was Sache ist.
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#8   Michael van Laack   14:13:48 | Donnerstag, 5. April 2007
Volle Zustimmung Isidor
Ich bin in einer Gemeinde im Bistum Essen noch ehrenamtlich tätig, beschränke dieses Engagement aber zunehmend auf caritative Tätigkeiten. Was wundern wir uns? Das Bistum Essen lässt von sich von der Unternehmensberatungsgruppe McKinsey briefen. Aus deren Feder stammt das Schliessungskonzept im Wesentlichen. Und so hat man und wird man auch weiterhin die neu entstehenden Grosspfarreien mit Priestern besetzen, die unternehmerisches Denken vor alles andere setzen. So ist z.B. der Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Norbert im Duisburger Norden der Ansicht, das man auf Wünsche oder Hoffnungen von Gläubigen keine Rücksicht nehmen dürfe. Wenn die Kasse irgendwann mal wieder stimme, könne man ggf. auch wieder die Gefühle der Leute berücksichtigen. Schliesslich sei eine Pfarrei ja keine Caritas. Solcherlei Priester haben wir zum überwiegenden Teil. Hinzu kommen dann jene, wie der Pastor der Gemeinde St. Peter und Paul (ebenfalls im Duisburger Norden) die die Ansicht vertreten, man solle nicht mehr missionieren, die Leute müssten freiwillig und von allein kommen, nur so könne ein stabiler Glaube im Einzelnen wachsen. Mission sei Zwang! Diese Gruppe ergänzen dann Priester vom Format eines ehemaligen Dechanten von Dinslaken, der sich wöchentlich schwer tat in seinen Predigten mit Wundern und all den anderen kaum glaubbaren Geschichten und der Frömmigkeit für eine nicht notwendige Voraussetzung, den Glauben zu leben, hielt.
Diese drei Gruppen von Klerikern können wir nicht überwältigen. Betet
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#7   Romulus   14:01:17 | Donnerstag, 5. April 2007
Ach, welch ein Aufbruch!!!
Rechnet mal – gerade im Ruhrgebiet – die Anzahl der Moscheen gegen, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Dann wisst ihr wie weit es gekommen ist, Vat II. hin oder her. Aufbruch ist das wahrlich nicht. Gotthard darf dann, wenn die Moslems die Mehrheit im Ruhrgebiet sind, als Dhimmi weiter aufbrechen und totgequältes Halal-Fleisch fressen.
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#6   Gotthard   13:53:24 | Donnerstag, 5. April 2007
@Isidor
Du glaubst wirklich, Gebete in verleumderischer Absicht würden erhört?
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#5   Isidor   13:48:32 | Donnerstag, 5. April 2007
Bischof Dr. Felix Genn will offensichtlich Bistum Essen zerstören und auflösen
Das Verhalten von Bischof Dr. Felix Genn im Bistum Essen kann nicht als hirtenhaft bezeichnet werden. Alleine schon sein Verhalten den Gläubigen gegenüber und dann der Einsatz von „sogenannten Priestern“ in Gemeinden – die aber auch alles zerstören was vorhanden ist, mit seiner Rückendeckung, sind als schwere Sünde zu bezeichnen. Ein Bischof der sowie auch viele unzählige andere „Geistliche“ in schwerer (Tod?) -Sünde leben und die Kirche selbst zerstören, sind überflüssige „Geldbezieher“ von Staats- und Steuergeldern die sofort ihres Amtes enthoben werden sollten.
Der Himmel wird es richten – wir können nur noch beten, dass diese nicht für immer verloren gehen.
O crux ave spes unica…
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#4   PetrusII   13:30:39 | Donnerstag, 5. April 2007
Glauben und Überzeugungskraft fehlt?
Schicken wir doch unseren angehenden Priestern, den Priestern und unseren Bischöfen jeweils ein Buch über die Bedeutung der hhl. Messe. Ich glaube die Bücher des Paters Martin von Cochem eigenen sich sehr gut dazu. So finden sie und auch wir Gläubigen und Ungläubigen die Überzeugungskraft unseres Glaubens wieder.
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#3   Athanasius   12:16:20 | Donnerstag, 5. April 2007
@hähnchen
Lebe ruhig in deiner Phantasiewelt weiter. Dass eine Schule schliesst, heisst noch nicht, dass Kirchen geschlossen werden. Die FSSPX in Deutschland baut neue Kirchen wie neu zuvor. In dieser Woche wurde noch der Bau einer Klosterschwesteranlage begonnen in Weihungszell.
Da lachen ja die Hühner, was sie hier verzapfen wollen.
Die Ordinariate wo man sich freut über finanziell gelungene Kirchenverkäufe, sind zutiefst von einem antichristlichen, antikatholischen, Geist besessen. Es zeigt die geistige und moralische Krankheit dieser „Hirten“ und ordinierten Immobilienverwalter auf.
Caritas Christi urget nos, gilt für die nicht. Schade.
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#2   hähnchen   12:05:49 | Donnerstag, 5. April 2007
Schliessungen bei Pius X
Leider ist von Schliessungen ja auch die Piusbruderschaft nicht verschont geblieben: Diestedde ist erst der Anfang, weitere, insbesondere Priorate werden sicherlich folgen.
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#1   cgngay   11:45:22 | Donnerstag, 5. April 2007
Rückzug
Warum eigentlich?
Weil es uns an Glaubens- und Überzeugungskraft fehlt, während die Feinde der Kirche von ihrer finsteren Sache überzeugt sind und sogar etwas dafür tun.
Sie beantworten die Frage ja schon selbst in ihrem Artikel.
Doch ich glaube eher das hat was mit demographischen Veränderungen und solchen Oberhirten wie Kardinal Meisner zu tun, die es einem wirklich sehr schwer machen bei der katholischen Kirche zu bleiben.
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