Vatikan. Bei der Chrisam-Messe am Gründonnerstag predigte Papst Benedikt XVI.
über die liturgischen Gewänder. Dabei zitierte er auch die in der klassischen Römischen Liturgie verpflichtenden
Ankleidungsgebete. Der Heilige Vater erklärte, daß früher das Schultertuch – wie eine Kapuze – zuerst
auf den Kopf plaziert wurde. Es handle sich um ein Zeichen der Disziplin über die Sinne und die Gedanken.
Albe und Stola erinnerten an die neuen Gewänder, die dem verlorenen Sohn bei seiner Rückkehr ins Haus
des Vaters angelegt werden. Erst das Blut Christi wasche die Robe des sündigen Menschen weiß. Die Kasel
bezeichne das Joch Christi. Es zu tragen bedeute, von Christus Demut und Milde zu lernen.
Vorauseilender
Ungehorsam?
Deutschland. Der Bischof von Osnabrück, Mons. Franz-Josef Bode, stemmt sich gegen eine allgemeine
Freigabe der Alten Messe. Der Bischof sprach nach einem Bericht der ‘Katholischen Nachrichtenagentur’
mit dem Rundfunk ‘Deutsche Welle’. Das Interview wird am Samstag ausgestrahlt. Die Liturgie der Kirche
müsse „eine gemeinsame Linie“ haben – erklärt Mons. Bode. Er warnt dabei vor einer Überbetonung des
Opfercharakters der Eucharistie gegenüber dem Aspekt eines Gemeinschaftsmahles. Der Alte Ritus sei lediglich
in Ausnahmefällen vorgesehen. Sollte es dazu eine päpstliche Anweisung geben, liege die Letztentscheidung
dennoch bei den Ortsbischöfen.
Ein Vorschlag
Italien. Das Bistum Bozen-Brixen im Südtirol glaubt,
daß die Priesterweihe verheirateter Männer der Ausweg aus dem Priestermangel sei. In einem über hundertseitigen
Bericht an den Vatikan heißt es, daß viele Gläubige aus Südtirol glauben, daß sogenannte ‘viri probati’
für die Priesterweihe geeignet wären. Der Bericht ist ein Vorbereitungspapier für den Ad-Limina-Besuch
von Bischof Wilhelm Egger Ende April. Das Durchschnittsalter der Südtiroler Priester beträgt 67 Jahre.
Neuer Kämmerer
Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone zum neuen
Camerlengo der Heiligen Römischen Kirche ernannt. Das teilte der Vatikan am Mittwoch mit. Kardinal Bertone
tritt die Nachfolge von Eduardo Martinez (80) an. Der Camerlengo kümmert sich in der Zeit der Sedisvakanz –
zwischen dem Ableben eines Papstes und der Wahl seines Nachfolgers – um die Güter und die weltlichen
Angelegenheiten des Heiligen Stuhls.
Angelpunkt
„Stat crux dum volvitur orbis“ – „Das Kreuz steht fest,
während die Welt sich dreht.“
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Ein Vorschlag welch ein Jubel, da hätten wir ja dann das Zweiklassenpriestertum. Aber ein Anfang, weg
von der Verknüpfung Zölibat und Priesteramt, wäre es allemal.
@matt Irgendwie erinnern Sie mich an den Fischer und sine Fru. Demnächst werden Sie uns hier mit der
Erkenntnis überraschen, Ihnen sei die Erkenntnis gekommen, Sie selbst seien Gott… „Hochmut kommt vor
dem Fall.“ Alles Gute bei der weiteren Steigerung Ihres Hochmuts!
meinetwegen bin ich hochmütig… den Hochmut nährte eine Kirche, die mir nicht half, und die ich, objektiv
gesehen, auch nicht brauchte oder großartig in Anspruch nahm. Aber seis drum… vielleicht war es wirklich
unpassend… ich gehe schließlich nicht vor Gericht um recht zu bekommen… nehme ichs reuig wieder zurück.
Ja, ich glaube über dem Papst zu stehen und ich mache keinen Hehl daraus. Der Papst ist ein Diener Gottes.
Er ist das Oberhaupt der Kirche, aber meine Rechtfertigung ist nicht durch ihn, meine Beziehung zu Gott
nicht durch ein Ritual der Kirche gegeben. Sie ist mir nunmehr eine Schwester, gegen die ich aber suverän
auftreten kann ohne mich dabei zu genieren. Jesus verstehe ich als Bruder und in diesem Sinn verstehe
ich mich selbst in dieser himmlischen Familie bezogen auf Gottvater auch als dessen Sohn. Wie sich dieser
Umstand heilsgeschichtlich auswirkt weiß ich nicht. Wahrscheinlich ist es garnicht relevant, ich mache
mir darüber auch keine Gedanken. Es ist eben passiert, dass ich meinen Weg ging und mich von nichts abhalten
ließ und mein Hochmut half mir dabei. Es geht mir gut mit dieser Sichtweise, sie wird mir gerecht, also
habe ich keinen Grund mich selbst geringzuschätzen unter das Niveau meiner Selbsterkenntnis in Gott.
MfG matt
@Heggi Den Nutzen von ständigen Diakonen kann ich leider auch nicht erkennen, jedenfalls nicht in der
laufenden Seelsorge. seit wann wird ein Sakrament nach dem „Nutzen“ beurteilt? Wäre die Weihestufe „Diakon“
nutz- und sinnlos, sollte sie abgeschafft werde – und das dreigliedrige Ordo-Sakrament wäre ein theologischer
Trugschluss gewesen. Eine sakramentale Weihestufe als Vorbereitung zum Priestertum macht eigentlich auch
keinen Sinn… Schluss: Anerkennung theologischen Unfugs und Aufgabe der Weihestufe „Diakon“ – oder Anerkennung
der wahren Dreigliedrigkeit des Ordo – und Ständiger Diakon!
@matt Sie haben nicht von Priestern gesprochen sondern von einer Priestergeneration: Da steht eine Priestergeneration
vor dem Schutt ihrer Versäumnisse und jetzt wollen viele nur noch sterben. Die Knechte vergruben ihre
Talente, jetzt wollen sie mit ihrer Schande begraben werden. Wird es ihnen gut damit gehen? Würden diese
Alten (Priester) sich erdreisten es den Jungen zu zeigen und ihr Amt mit Geist und Feuer vertreten, dann
müsste sich die Kirche nicht über Priesternachwuchs beklagen. Aber diese Datteriche wollen einfach nicht
spuren. Sie sind hochmütig und unverschämt zugleich und bilden sich ein über dem Papst zu stehen. Ich
wünshte mir demütige Priester nicht eingebildete die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt sind.
Es ist so offensichtlich, dass Sie auf dem Holzweg sind. Sie müssen Tomaten vor den Augen haben.
@matt=mad Ich glaube, dass es mir zusteht Priesterschaft, Bischöfe und sogar unseren Herrn Papst empfindlich
zu kritisiern. Empfindlich nämlich im Ausmaß ihrer Versäumnisse und Vergehen. selten soviel dumme Geschwätzigkeit
in einem einzigen Satz gelesen…
@matt Ich glaube, dass es mir zusteht Priesterschaft, Bischöfe und sogar unseren Herrn Papst empfindlich
zu kritisiern. Worauf gründet sich diese Einschätzung?
@Heinz Josef: Es ist das Image, dass sie sich selbst geben… Es würde mir nicht einfallen einen Priester,
der sein Amt bis ins hohe Alter erfüllt so zu titulieren. Die Priester auf die ich hier ansprach lassen
sich vom Zeitgeist vorführen und für dumm halten, wie ein altersschwacher Tattergreis und geben garnicht
vor etwas anderes zu sein. Deshalb passt mir die Bez. für solche Hochwürden. Im übrigen bin ich der
Meinung das meine Berufung über die eines Weltpriesters hinausgeht – Ihnen mag das vermessen erscheinen.
Man hat mich aber noch selten Hochwürden genannt – es wäre mir auch unbehaglich – dafür aber allerhand
anderes geheissen, was ich hier nicht wiederholen mag. Ich glaube, dass es mir zusteht Priesterschaft,
Bischöfe und sogar unseren Herrn Papst empfindlich zu kritisiern. Empfindlich nämlich im Ausmaß ihrer
Versäumnisse und Vergehen.
Gotthard zu Tridentinus Leser Gotthard übersieht (wohl bewußt), dass für Prof. Ratzinger auch als Professor
galt „sentire cum“ und nicht wie bei den meisten hochbezahlten heutigen Inhabern von Lehrstühlen für
(pseudo)katholische Theologie „sentire contra ecclesiam“. Warum ist Leser Gotthard nicht so ehrlich und
schreibt : Ratzinger, die Meinung eines Papstes, mehr nicht. Dann hätte er doch auch geistliche Gemeinschaft
mit hochbezahlten schismatischen Etikettenschwindlern auf deutschen Bischofssitzen.
@Tridentinus Dürfen also Laien, Priester nur weil sie sich nicht Hochwürden anreden lassen wollen beledigend
herabsetzen? Dazu hätten Pius X, Pius XI und auch Pius XII eine ganz andere Meinung vertreten. Aber das
Schöne an der Kirche nach dem Vat II ist ja dass auch die, die hinter das Vat II zurück wollen alles
aus dem Vat II für sich in Anspruch nehmen, was sie den Anderen aber nicht zugestehen.
@ Heggi Ihr Verständnis von Seelsorge scheint demnach verkürzt zu sein. Seelsorge besteht aus mehr als
Beichthören und Krankensalbung, obgleich beide die wichtigsten Punkte bilden. Ein Diakon darf -predigen
-feierlich taufen -beerdigen -Segensfeiern abhalten (gem. Benediktionale) Er ist schon deswegen eine große
Entlastung der vielbeschäftigten Priester. Zudem ist ein Diakon ein ausgebildeter Theologe und Seelsorger,
der einen sakramentalen Weihegrad erhalten hat. Dies als „überflüssig“ zu bezeichen will mir nicht in
den Kopf. Ein ständiger Diakon ist besser als nichts. Es glaubt doch niemand, dass die ganzen ständigen
Diakone ohne dieses Institut Priester geworden wären. Man muss halt ab und zu seine Brille („igitt, eine
Neuerung – hinfort damit“) abnehmen und die Fakten betrachten.
@Heinz Josef Die hier kritisierte Priestergeneration hat ja weitgehend selbst „Abschied von Hochwürden“
genommen, das hat eben auch persönliche Konsequenzen…
@matt „Richtet nicht …!“ Sie sind einer der beonders Frommen… Priester ermahnen, sie gleichzeitig
als „alte Datteriche“ beschimpfen. Das ist nicht nur unhöflich sondern menschenverachtend. Gehen sie
besser selbst zur Beichte als alte Priester zu beschimpfen!
„Alte Datteriche“… Da steht eine Priestergeneration vor dem Schutt ihrer Versäumnisse und jetzt wollen
viele nur noch sterben. Die Knechte vergruben ihre Talente, jetzt wollen sie mit ihrer Schande begraben
werden. Wird es ihnen gut damit gehen? Würden diese Alten (Priester) sich erdreisten es den Jungen zu
zeigen und ihr Amt mit Geist und Feuer vertreten, dann müsste sich die Kirche nicht über Priesternachwuchs
beklagen. Aber diese Datteriche wollen einfach nicht spuren.
Aufstand gegen Rom Heinz Josef schrieb: Interessant ist schon, von welcher Seite hier der Vorwurf Aufstand
gegen Rom kommt? Von welcher „Seite“? Von der katholischen Seite!
@Gotthard Ich habe nicht mehr behauptet. Denn ich habe deutlich „Ratzinger“ geschrieben. Ich denke aber,
man kann Ratzinger eine Konstanz in seinen Gedanken bescheinigen, die positiv und keine Statik ist, dass
seine Auffassungen jetzt auch sein päpstliches Lehramt bestimmen.
Lieber Rodolfo Panetta, In den letzten Jahrzehnten sind in Deutschland höchst mittelmäßige Leute auf
die Bischofsstühle gelangt. Bischof Bode zeugt wieder einmal lebhaft davon. Aber warum haben Johannes
Paul II. und Kardinal Ratzinger nicht für mehr Qualität im Episkopat gesorgt? Mangels Masse und aus
ideologischen Gründen. Viele der späteren Bischöfe hatten sich durch Publikationen derart desavouiert,
dass sie bei zutreffender Einschätzung für ein Bischofsamt nicht mehr in Frage gekommen wären, z.B.
Walter der Kasper(l). Im Rahmen der beabsichtigten Zerstörung des Glaubens mußten jedoch gerade solche
Priester Professoren werden und solche Theologen Bischöfe. Die Zerstörung des Glaubens ist geradezu
zu einem Auswahlkriterium geworden.
@Tridentinus Ratzinger warnte im Gegensatz zu Bode schon 1980, überhaupt von der Mahlgestalt der Eucharistie
zu sprechen; auch von der Rede vom „Opfer in Mahlgestalt“ riet er in Das Fest des Glaubens entschieden
ab. die Meinung eines Theologen … mehr nicht!
deutsche Bischöfe und Opposition gegen Rom Ich frage mich, warum müssen sich die deutschen Bischöfe
ständig gegen alles stemmen, was an Weisungen aus Rom kommt? Das war schon so 1997 mit der Instruktion
zur Mitarbeit der Laien, dann ging es auf die selbe Tour weiter als Rom den Ausstieg aus der staatlichen
Babytötung anordnete und eben so auch jetzt, da den Bischöfen das Motu Proprio zur Alten Messe droht.
Da wird gemauert und opponiert, was das Zeug hält. Leider gibt es zur Zeit im deutschen Episkopat keine
Lichtgestalt, zu der man aufschauen könnte, auch Meisner nicht wirklich. Hoffentlich kann der Heilige
Vater da in der nächsten Zeit das Blatt wenden.
Um einem möglichen MP praktische Effektivität zu sichern, müsste er die Altritualisten mit einer eigenen
Hierarchie ausstatten, wodurch sie dem jurisdiktionellen Zugriff der Novus-Ordo-Hierarchie entzogen wären.
Sozusagen eine weltweite Campos-Lösung. Das bedeutet nicht, dass unbedingt in jedem Bistum auch noch
ein „tridentinischer“ Bischof präsent sein müsste. Denkbar wären tridentinische „Metropoliten“ (nach
Sprachgebieten beispielsweise) und noch grossflächiger (etwa kontinental) „Patriarchen“. Nur zeigt sich
in Äusserungen wie denen Bodes, dass eine Reform der Reform von 1970, praktisch weitgehend blockiert
würde (etwa orientiert am 1965iger Ritus). Ich frage mich auch, wie Leute, die als Katholiken vor einer
Bezonung des Opfercharakters der hl. Messe warnen (!) diese gültig feiern können, die dazu erforderliche
Mindest-Intention dürfte oft nicht mehr gegeben sein (und nach DH 2101 darf man an zweifelhaften Sakramenten
nicht teilnehmen). Ratzinger warnte im Gegensatz zu Bode schon 1980, überhaupt von der Mahlgestalt der
Eucharistie zu sprechen; auch von der Rede vom „Opfer in Mahlgestalt“ riet er in Das Fest des Glaubens
entschieden ab.
Diktatur der Mittelmäßigkeit In den letzten Jahrzehnten sind in Deutschland höchst mittelmäßige Leute
auf die Bischofsstühle gelangt. Bischof Bode zeugt wieder einmal lebhaft davon. Aber warum haben Johannes
Paul II. und Kardinal Ratzinger nicht für mehr Qualität im Episkopat gesorgt?
Aufstand gegen Rom? Interessant ist schon, von welcher Seite hier der Vorwurf Aufstand gegen Rom kommt?
Hat der Papst die alte Messe wieder allgemein eingeführt? Meines Wissens nicht! Was also ist daran Ungehorsam
wenn Bischof Bode dafür eintritt beim Status Quo zu bleiben?
@Wingenfeld schließe mich der Diagnose an, hinsichtlich der „Überbetonung des Opfercharakters „. Da
der Opfercharakter manchen Leuten heute gar nicht mehr bewußt ist, und in den neuen Mestexten total unterbelichtet
ist, mithin also fast schon untergegangen ist, müsste der Bischof die Sache neu beleben anstatt davor
zu warnen. Das ist so, wie wenn man in der heutigen Zeit vor Prüderie warnt.
Aufstand gegen Rom und großer Realitätsverlust Jetzt ist es offenbar, wie es Bischof Bode und mit ihm
wohl die überwiegende Mehrheit des deutschen Episkopats wirklich mit der oftmals im Munde geführten
Romtreue hält. Die Entscheidung liegt seiner Meinung nach also immer noch bei den Ortsbischöfen, auch
wenn der Papst die überlieferte Messe freigeben sollte. Somit stellt sich Bischof Bode eindeutig gegen
Rom und gegen den Hl. Vater und seine Intentionen! Das ist in dieser Direktheit schon durchaus bemerkenswert.
Außerdem frage ich mich, auf welchem Planeten dieser Bischof eigentlich lebt, wenn er glaubt, vor einer
Überbetonung der Eucharistiefeier als Opfer gegenüber dem Aspekt des gemeinschaftlichen Mahls warnen
zu sollen. In 99 % der sich katholisch nennenden Pfarrgottesdienste in Deutschland wird die Messe mit
Sicherheit nicht „einseitig“ als Opfer wahrgenommen, das Gegenteil ist der Fall. Umgekehrt würde ein
Schuh draus. Warum Bischöfe immer vor Dingen warnen zu müssen glauben, die ohnehin nicht praktiziert
werden, und solche Dinge schleifen lassen, wo tatsächliche Missstände vorliegen, das hat mir noch niemand
erklären können.
Alt Neu-Erklärungen: Auf jeden Befehl ein Gegenbefehl Beim Militär galt, auf jeden Befehl ein Gegenbefehl.
Ähnlich verhält es sich mit der Freigabe des katholischen Ritus, auf der einen Seite Kardianl Bertone,
seit Jahren ein naher Mitarbeiter Benedikt XVI/Ratzinger auf der anderen Seite der Bischof von Osnabrück.
Paradox ist dabei, dass beide sich als katholisch bezeichnen, jedoch nach dem Grundatz des ausgeschlossenen
Dritten nur einer es sein kann. Handelt es sich bei diesem Gerücht letzten Endes nicht um ein geeignetes
Mittel um damit Jedermann in Atem zu halten und mit ihm ein Katz und Maus Spiel zu treiben?