Ostern – die Geburt Jesu
Aus ungelegten Eiern schlüpfen keine Hühner
Eine britische Supermarktkette hat festgestellt, daß ihre Käufer über das Osterfest und die Tradition des Ostereis völlig im Dunkeln sind. Doch die vom Supermarkt gebotene Erklärung führte vom Absurden ins Abstruse.
© pieter musterd, flickr, Creative Commons License
(kreuz.net) Die Briten geben rund 760 Millionen Euro für Ostereier aus.

Aber die wenigsten jungen Menschen wissen über die Bedeutung des Osterfestes Bescheid.

Das stellte eine Presseaussendung der bekannten britischen Supermarktkette ‘Somerfield’ fest und wollte dem Übel abhelfen.

Darum erklärte die Supermarktkette in einer Medienmitteilung, daß die Tradition der Ostereier auf die Feier der „Geburt Christi“ zurückgehe.

Den Verantwortlichen fiel glücklicherweise schon bald auf, daß mit dem Inhalt der Aussendung etwas so nicht stimmen konnte.

Deswegen veröffentlichte die Firma kurz Zeit später eine zweite Version der Meldung.

Darin entschuldigte sich die Verfasserin des Textes für die „Verwirrung“, die sie verursacht hatte.

Sie wies darauf hin, daß zu Ostern nicht – wie zuvor behauptet – die Geburt Christi gefeiert würde, sondern dessen „Wiedergeburt“:

„Die Briten werden alleine am Osterwochenende durchschnittlich 3.5 Ostereier genießen. Aber über ein Viertel weiß nicht, wieso das Verteilen von Ostereiern die Wiedergeburt von Jesus symbolisiert.“

Nächster Versuch

Jetzt schaltete sich die anglikanische „Kirche von England“ ein. Sie schlug vor, für die Presseaussendung das Wort „Auferstehung“ zu verwenden. Das stehe in Übereinstimmung mit der kirchlichen Lehre.

Der Pressesprecher der Kirche von England, Ben Wilson, erklärte zu den Osterinformationen der Supermarktkette: „Das war ein echter Fehler, wenn auch ein ziemlich unglücklicher.“

Wilson stellte klar, daß es „möglicherweise das Beste sei, im Zusammenhang mit Ostern eher auf die Feier der Auferstehung Christi als auf dessen Geburt zu verweisen“.

In der dritten – und vorerst letzten Pressemitteilung – heißt es deswegen:

„Die Briten werden alleine am Osterwochenende durchschnittlich 3.5 Ostereier genießen. Aber über ein Viertel weiß nicht, wieso das Verteilen von Ostereiern die Auferstehung Jesu symbolisiert.“

Unwissenheit über Ostern vor allem bei Jugendlichen

Eine Studie, die vor der Veröffentlichung der Pressemeldung von der Supermarktkette durchgeführt wurde, kam zur Erkenntnis, daß vor allem die 15 bis 24jährigen die Bedeutung von Ostern nicht kennen.

Einer von zehn in dieser Altersgruppe gab an, daß ihm der Festinhalt des Ostersonntags unbekannt sei.

Einer von sechs gestand, die Bedeutung des Karfreitags nicht zu kennen.

Die Hälfte der Personen, die von der Supermarktkette befragt wurde, erklärte, in der Fastenzeit auf etwas verzichtet zu haben.

Viele von ihnen kannten jedoch die theologische Bedeutung hinter ihrer Entscheidung nicht.
      
10 Lesermeinungen
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#10   HeinrichvonOfterdingen   22:58:14 | Dienstag, 10. April 2007
Lieber Alanus ab Insulis,
damals waren die Tage, an denen nicht irgend ein Volk irgendwann irgendein heidnisches Fest gefeiert hatte, wohl schon verbraucht.
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#9   Kurt K.   22:53:18 | Dienstag, 10. April 2007
Heidnisches Fest
Naja, „man“ feiert heute an Ostern zwar die Auferstehung Jesu, aber dennoch: Das mit den Eiern und den Hasen ist ein heidnischer Brauch. Ebenso wie der Baum an Weihnachten. Ist halt so.
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#8   Benedikt   18:05:06 | Dienstag, 10. April 2007
Ostern
Frühere Wurzeln sind vollkommen irrelevant. Wichtig ist, was heute dort gefeiert wird. Und das hat nichts mit heidnischen Festen zu tun, wie man schon an dem offiziellen Namen des Festes sehen kann. „Ostern“ ist nur eine umgangssprachliche Bezeichnung. Ob also früher etwas anderes damit gemeint war oder nicht ist egal, heute wird jedenfalls kein heidnisches Fest begangen, wenn man „Ostern feiert“.
So schwer kann das eigentlich nicht zu kapieren sein.
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#7   Alanus ab Insulis   16:57:09 | Montag, 9. April 2007
@ Navon: Genau! Ostern ist eigentlich
ein germanisch-heidnisches Frühlingsfest, mit dem die Göttin Ostara / Eostre verehrt wurde, nachzulesen bei Beda Venerabilis in De temporum ratione, Kap. 15. Dort bezeugt er nämlich, daß bei den Angelsachsen der April „Eosturmonath“ heißt, dessen Name von der Göttin Eostre abgeleitet ist.
Das Licht besiegt die Dunkelheit, das Leben den Tod, die Wärme die Kälte. Alles germanisch-heidnisch. Darum auch Hoppelhäschen, Ostereier etc. als Symbol für neues Leben und Fruchtbarkeit.
Das Christliche ist doch erst später aufgepfropft worden.
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#6   Nachtlaterne   11:10:34 | Montag, 9. April 2007
Ostereier
Immer mehr Christen lieben das Christentum ohne Christus und kommen sich dabei sehr christlich vor. So gesehen haben Ostereier irgendwie mehr mit dem Glauben zu tun als unsere Christusvorstellung, die gar zu oft komplett vom Leben und Wirken Jesu abweicht…
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#5   gretipleti   10:10:29 | Montag, 9. April 2007
Na, die Kette würde bestimmt bei islamischen Artikeln
ganz korrekt und fehlerlos in Übereinstimmung mit der heiligen und unantastbaren Lehre des Propheten Mohammed an die Öffentlichkeit gehen!
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#4   athanasius1957   20:58:14 | Sonntag, 8. April 2007
Ostereier=Symbol für die Auferstehung
des pudels kern für die ostereier:
das schlüpfen der kücken, die mit dem eizahn die eischale öffnen, wurde und wird als symbol für das Sichöffnen des Hl. Grabes in der Osternacht bei der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus, mit Leib und Seele, gesehen.
eine weitere frage würde sich hier anbieten:
dritter tag=auferstehungstag=sonntag=1. tag der woche
nachdem der tag in der antike mit dem sonnenuntergang endete, wurde der abend zu nächsten kalendertag gezählt (sonnabend für samstag). diese rechnung ist heute noch unter orthodoxen juden bzw. muslimen üblich. im bäuerlichen leben europas war dies bis zum 2. weltkrieg ebenso (vesperzeit=jausenzeit).
1. tag: freitag =rüsttag zum sabbath (6.tag der jüdisch-römischen.griechischen woche)
tod Christi gg 3h nachmittags
die grablegung mußte danach rasch erfolgen.
2. tag: samstag=sabbath (7.tag der woche) grabesruhe
3.tag: sonntag=dies solis invivctus (1. tag der woche) auferstehung
frohe ostern allen
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#3   Navon   19:36:21 | Sonntag, 8. April 2007
Vermutlich haben…
… auch die meisten Christen keine Ahnung davon, dass Ostern kein originär christlicher Feiertag ist. Die Bezeichnung des Festes, und die verwendeten Symbol haben klar vorchristliche Ursprünge. Der Name Ostern leitet sich vom Namen der germanischen Göttin der Morgenröte Ostara bzw Eostrae ab. Das Fest ansich, wurde von der Kirche assimiliert um es den Menschen während des Christianisierungs-Prozesses einfacher zu machen die neue Religion zu akzeptieren.
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#2   Bruder Theophil   13:25:41 | Sonntag, 8. April 2007
Zum Geleit…die heutige 2. Lesung
2. LESUNG 1. Korintherbrief 5, 6b-8
Schwestern und Brüder! Ihr wisst, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert.
Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid. Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.
Allen aufrichtigen und wahrheitsliebenden Katholiken ein Frohes und Gesegnetes Osterfest sowie den Glauben an die Kraft des Auferstandenen und seine Zuversicht für den weiteren Weg.
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#1   Krzyszek   12:56:39 | Sonntag, 8. April 2007
Erwartete Erschütterung
… und ich wette, eine ähnliche Umfrage in Deutschland hätte ähnlich erschütternde Ergebnisse zu Tage gebracht.
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