Ausgetanzt
Lustig wollten es einige Münchner Atheisten am Karfreitag haben. Doch jetzt haben sie bewiesen, daß sie keinen Spaß verstehen.

Das berichtete die Webseite der Erzdiözese München-Freising am 4. April.
Für heute hatte der „Bund für Geistesfreiheit München“ in einem Münchner Privattheater einen „lustvollen Karfreitagstanz“ angekündigt.
Der „Bund für Geistesfreiheit“ bezeichnet sich als Interessenvertretung „kirchenfreier Menschen mit freigeistiger, agnostischer, humanistischer oder atheistischer Anschauung“.
Am Karfreitag sollte eine „religionsfreie Zone“ unter dem lustigen Motto „Heidenspaß statt Höllenqual!“ eingerichtet werden.
Angekündigt war eine „atheistische Filmnacht“ unter dem Titel „Dadn Sie eventuell mit mir vögeln?“
Am späten Abend sollte eine sogenannte Heidenspaß-Party mit Freigeister-Tanz mit der Rockband „Heilig“ steigen.
Originalzitat: „Mit Live-Musik feiern wir fröhlich an einem Tag, an dem allen Bürger/Innen dieser Republik das öffentliche Tanzen aus christlichen Gründen untersagt ist!“
Die Veranstaltung konnte zum Beispiel auf die Unterstützung der kirchenfeindlichen ‘Giordano Bruno Stiftung’ hoffen.
Der Anlaß wurde jetzt untersagt und soll gegebenenfalls von der zuständigen Polizeidienststelle vor Ort unterbunden werden.
Im Auftrag von Friedrich Kardinal Wetter hatte sein Ständiger Stellvertreter, Domkapitular Robert Simon, das Kreisverwaltungsreferat unter Berufung auf den verfassungsrechtlich garantierten Schutz der Sonntage und Feiertage aufgefordert, die geplante Veranstaltung zu unterbinden.
Dem gesetzlich besonders geregelten Schutz des Karfreitags solle die zuständige Behörde auch im Interesse des öffentlichen Friedens durch ein angemessenes Vorgehen Geltung verschaffen.
Simon hatte auch Oberbürgermeister Christian Ude, sowie die Stadtratsfraktionen von SPD, CSU und Bündnis 90/Die Grünen um Unterstützung bei Einhaltung der geltenden Rechtsordnung gebeten.
In einem an die Kommunalpolitiker gerichteten Schreiben hatte er erklärt, die aggressive und intolerante Werbung für einen „Karfreitagstanz“ zeige, daß der Karfreitag herabgesetzt und diffamiert werden solle.
Die Fraktionen von SPD und CSU bekundeten Zustimmung zu der rechtlich begründeten Forderung des Ordinariates.
Dagegen stellte sich der Fraktionschef der radikalen ‘Grünen’ im Stadtrat, Siegfried Benker, demonstrativ gegen den rechtlich garantierten Schutz des Karfreitags.
Das Erzbischöfliche Ordinariat stützt sich in seinem Vorgehen auf das Bayerische Feiertagsgesetz vom 21. Mai 1980.
Nach diesem Gesetz, das die christlichen und jüdischen Feiertage ausdrücklich schützt, gehört der Karfreitag zu den besonders geschützten „stillen Tagen“.
Auch das Grundgesetz sieht in Artikel 140, der das Verhältnis zwischen Kirche und Staat regelt, vor, daß die Sonntage und die staatlich anerkannten Feiertage gesetzlich geschützt bleiben.
Jetzt sind die lustigen Atheisten sauer.
„Das Verbot eines Teils der Veranstaltung des »Bund für Geistesfreiheit München« München am Karfreitag wird nicht hingenommen und mündet in einer Feststellungsklage“ – donnern sie in einer Pressemeldung.
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Mittwoch, 11. April 2007 20:31
Jörg Guttenberger, Köln: Alanus: Atheisten
Alpha privativum! Unter Atheismus versteht man gemeinhin die völlige Ablehnung eines Gottes! Aus der
bekannten Tatsache, daß Gott wissenschaftlich nicht zwingend beweisbar ist, ziehen die Atheisten den
Fehlschluß, daß es ihn überhaupt nicht gibt! Wenn die Anhänger der Lehre Buddas auch nur irgendwie
davon ausgehen, daß es einen oder mehrere Götter gibt, sind es keine Atheisten.
Ihr Atheismusverständnis begegnet mir erstmalig. Handelt es sich hier um Ihr eigenes Atheismusverständnis, oder gehören Sie einer Denkschule an, die das so sieht?
Ihr Atheismusverständnis begegnet mir erstmalig. Handelt es sich hier um Ihr eigenes Atheismusverständnis, oder gehören Sie einer Denkschule an, die das so sieht?
Mittwoch, 11. April 2007 18:47
Benedikt: Karfreitag…
…ist gar kein katholischer Feiertag. Es gibt also nichts, womit sich der Papst „abfinden“ müsste. Ob man das Tanzverbot gut oder schlecht findet ist zweitrangig – es beruht auf den legitim zustandegekommenen Feiertagsgesetzen der Bundesländer. Wer das bezweifelt, kann ja den örtlichen Verfassungsgerichtshof anrufen. Und wer das Gesetz geändert haben möchte, dem stehen hierzu plebiszitäre Elemente oder die Unterstützung bzw Neugründung einer entsprechenden politischen Gruppierung zur Verfügung. Die Kirche ist da wirklich der falsche Adressat, die Verantwortung liegt allein bei den Volksvertretern.
Mittwoch, 11. April 2007 18:40
Mathias Wagener: Freiheit
Die Freiheit ist nicht unbegrenzt. Es gibt weltweit Feiertage mit gewissen Einschränkungen (geschlossene
Läden und Büros zum Beispiel). Da kann das Jahr über genug getanzt werden. Muß nicht auch noch am
Karfreitag sein. Ein Tag der Besinnung schadet auch
„Tänzern“ oder die sich dafür halten, nicht.
Ballett ist übrigens nicht verboten, wenn es zum Anlaß des Tages paßt.
„Tänzern“ oder die sich dafür halten, nicht.
Ballett ist übrigens nicht verboten, wenn es zum Anlaß des Tages paßt.
Mittwoch, 11. April 2007 18:29
Ichbinsowiegottmichwollte: aber arbeiten…
in Italien wohl nicht abzusprechen das es Katholisch ist ist der Karfreitag ein ganz normaler Arbeitstag
damit musste sich der Papst auch abfinden. Also findet euch auch damit ab das andere etwas anderes und
für sie sinnvolleres mit dem Tag anfangen. Wenn sie tanzen wollen ist es Ihre freie Entscheidung.
Nur euch bigotten Brüder passt das wiedermal nicht wenn Menschen frei sind.
Nur euch bigotten Brüder passt das wiedermal nicht wenn Menschen frei sind.
Sonntag, 8. April 2007 13:19
Bruder Theophil: Zum Geleit…die heutige 2. Lesung
2. LESUNG 1. Korintherbrief 5, 6b-8
Schwestern und Brüder! Ihr wisst, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert.
Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid. Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.
Allen aufrichtigen und wahrheitsliebenden Katholiken ein Frohes und Gesegnetes Osterfest sowie den Glauben an die Kraft des Auferstandenen und seine Zuversicht für den weiteren Weg.
Schwestern und Brüder! Ihr wisst, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert.
Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid. Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.
Allen aufrichtigen und wahrheitsliebenden Katholiken ein Frohes und Gesegnetes Osterfest sowie den Glauben an die Kraft des Auferstandenen und seine Zuversicht für den weiteren Weg.
Sonntag, 8. April 2007 00:31
sca: Die Atheisten…
…werden eh auf die Seife steigen.
Spätestens vor dem jüngsten Gericht…
Spätestens vor dem jüngsten Gericht…
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