15:01:02 | Freitag, 6. April 2007
„Nur die Mutigen und jene, die sich Gewalt antun, reißen das Himmelreich an sich.“ Vom Heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort.

Christus ist geopfert worden, die Sünden vieler hinwegzunehmen
(kreuz.net) Betrachtet, meine treuen Mitbrüder, die beiden Parteien, die täglich an euch herantreten:
die Anhänger Jesu Christi und die Anhänger der Welt.
Die Partei unseres liebenswürdigen Erlösers
steht auf der rechten Seite und steigt auf einem schmalen und engen Weg zum Himmel empor.
Ihr guter Meister
zieht voran: barfuß, mit blutigem, dornengekröntem Haupt, mit zermartertem Leibe und mit einem schweren
Kreuz.
Nur ein Häuflein Getreuer folgt ihm. Es sind aber die Tapfersten. Inmitten des Getümmels der
Welt hören nur wenige seine sanfte Stimme.
Weinend unter dem Kreuz

Von Albrecht Dürer († 1528)

Von Fra
Angelico († 1455)

Von Giotto di Bondone († 1337)

Von Simon Vouet († 1649)

Meister Bertram († 1414)
Auf der
linken Seite wandelt die Partei der Welt oder des Teufels. Sie ist – wenigstens dem Anschein nach – zahlreicher,
prächtiger und glänzender.
Obgleich die Wege breit und geräumig sind, drängen sich die Massen. Sie
wälzen sich gleich einem Strom dahin. Die Wege sind mit Blumen bestreut, mit Gold und Silber bedeckt.
Überall locken Orte des Vergnügens, Tanzes und Spiels.
Tränen, Bußübungen, WeltverachtenAuf der
rechten Seite – bei der kleinen Herde, die Jesus nachfolgt – spricht man von Tränen, Bußübungen, Gebet
und Weltverachten.
Man hört Worte, die durch Schluchzen oft unterbrochen sind:
„Laßt uns leiden, weinen,
fasten und beten. Laßt uns verborgen, demütig, arm und abgetötet sein. Wer nicht den Geist Christi –
den Geist des Kreuzes – hat, kann unserem Meister nicht angehören. Entweder dem Bilde Christi ähnlich
sein oder verdammt werden.“
„Mut“ – rufen sie einander zu:
„Mut. Wenn Gott für uns, mit uns und vor
uns ist, wer kann dann gegen uns sein? Gott – der in uns wohnt – ist stärker als der Fürst dieser Welt.
Der Diener ist nicht größer als sein Herr.
Ein Augenblick leichter Trübsal bringt uns die Freuden
der ewigen Herrlichkeit.
Es gibt weniger Auserwählte als man glaubt. Nur die Mutigen und die sich Gewalt
antun, reißen das Himmelreich an sich.
Niemand wird gekrönt, der nicht gekämpft hat. So sagt es das
Evangelium – nicht die Mode.
Kämpfen wir also tapfer und laufen wir schnell, damit wir das Ziel erreichen
und die Krone gewinnen.“Das ist ein Teil der erleuchteten Aussprüche, mit denen sich die Freunde des
Kreuzes gegenseitig ermutigen.
Sorglose Beharrlichkeit in der BosheitDie Weltkinder dagegen spornen
sich ihrerseits zur sorglosen Beharrlichkeit in ihrer Bosheit an und rufen einander zu:
„Leben. Friede.
Freude. Laßt uns essen, trinken, singen, tanzen und spielen:
Gott ist gut. Gott hat uns nicht erschaffen,
um uns zu verdammen. Gott verbietet nicht, uns zu belustigen. Wir werden deshalb nicht verdammt werden.
Machen wir uns keine Vorwürfe.
Non moriemini – ihr werdet nicht sterben.“Aus dem „Rundschreiben an
die Freunde des Kreuzes“ des Heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort († 1716).
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#5
Lutheraner 11:30:19 | Dienstag, 10. April 2007
#4
Nachtlaterne 16:51:08 | Samstag, 7. April 2007
#3
Bruder Theophil 12:44:22 | Samstag, 7. April 2007
#2
Nachtlaterne 15:35:59 | Freitag, 6. April 2007
#1
matt 15:32:52 | Freitag, 6. April 2007