kreuzmeldungen
Papst unter dem Kreuz + Wortschwall + Ich glaube an die eine Kirche + Hauptsache die Rechnung stimmt + Kreuzigungsspektakel
Papst unter dem Kreuz

Vatikan. In Anwesenheit Tausender von Pilgern betete Papst Benedikt XVI. gestern im Kolosseum – in der römischen Innenstadt – den Kreuzweg. Das Kolosseum ist ein riesiges altrömisches Theater. Bei der ersten und letzten Station trug der Heilige Vater das Kreuz selber. Die Betrachtungen an den 14 Kreuzwegstationen verfaßte der Vielschreiber und Präfekt der Ambrosianischen Bibliothek in Mailand, Mons. Gianfranco Ravasi. Die längeren Texte wurden vorab in mehreren Sprachen veröffentlicht.

Wortschwall

„Der Karsamstag ist der Tag, an dem die Liturgie schweigt – der Tag der großen Stille. Die Christen sind eingeladen, eine innere Sammlung zu bewahren. Angesichts der Inflation der Wörter, in der wir heute leben, ist der Tag des Schweigens ein notwendiger Tag. Der Heilige Gregor der Große hat einmal gesagt: Nicht beim Reden lernen wir zu schweigen, aber schweigend, in der Stille, lernen wir, gut zu reden.“

Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 4. April.

Ich glaube an die eine Kirche

Rußland. Rußland muß die Sekte Scientology als „Kirche“ anerkennen. Das entschied der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg am Mittwoch. Die von Rußland unterzeichnete EU-Konvention garantiere die Vereinigungs- sowie die Gewissens- und Religionsfreiheit – begründeten die Richter. Ihr Urteil bindet alle 46 Mitgliedsländer des Europarates.

Hauptsache die Rechnung stimmt

Schweiz. Die reformierte Landeskirche des Kantons Argau hat eine Empfehlung für den Umgang mit Ausgetretenen und Nichtmitgliedern herausgegeben. Das berichtete die ‘Aargauer Zeitung’. Demnach soll für eine Trauung von Nichtmitgliedern künftig bis zu 1000 Franken verlangt werden. Der Beitrag soll für die Benützung der Infrastrukturen erhoben werden. Die Dienstleistungen des Seelsorgers sollen jedoch gratis sein.

Kreuzigungsspektakel

Philippinen. In der nordphilippinischen Ortschaft Cutud ließen sich gestern mehrere Männer mit Nägeln durch Hände und Füße an Kreuze heften. Die Gekreuzigten wurden fünf Minuten lang aufgerichtet. Dann wurden sie vom Kreuz genommen und ihre Wunden versorgt. Hunderte Gläubige und Schaulustige beobachteten die Bußübung. Das Ritual wird in dem Dorf seit mehr als zwanzig Jahren praktiziert. Tourismusverbände organisieren eigene Busse an den Ort des Spektakels. Die Kirche kritisiert die Kreuzigungen scharf.
      
6 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#6   Logos   11:35:07 | Samstag, 7. April 2007
Kein Wortschwall!
Kein Wortschwall:
www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=30990 www.kreuz.net/
Frohe Ostern!
Redaktion benachrichtigen
#5   Schüttel   11:32:00 | Samstag, 7. April 2007
@ sirilio
weil es sich in der tat um einen vielschreiber und klerikalen schwätzer handelt. das niveau der kreuzwegtexte war jämmlich schlecht und zeitgeistig.
Redaktion benachrichtigen
#4   Bruder Theophil   10:40:47 | Samstag, 7. April 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Lukas 23, 50-56
Damals gehörte zu den Mitgliedern des Hohen Rates ein Mann namens Josef, der aus der jüdischen Stadt Arimathäa stammte. Er wartete auf das Reich Gottes und hatte dem, was die anderen beschlossen und taten, nicht zugestimmt, weil er gut und gerecht war. Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.
Und er nahm ihn vom Kreuz, hüllte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch niemand bestattet worden war. Das war am Rüsttag, kurz bevor der Sabbat anbrach. Die Frauen, die mit Jesus aus Galiläa gekommen waren, gaben ihm das Geleit und sahen zu, wie der Leichnam in das Grab gelegt wurde. Dann kehrten sie heim und bereiteten wohlriechende Öle und Salben zu. Am Sabbat aber hielten sie die vom Gesetz vorgeschriebene Ruhe ein.
Redaktion benachrichtigen
#3   Tridentinus   10:31:11 | Samstag, 7. April 2007
@Heggi
Allerdings würde man wirklich eher nicht zu der Vokabel Vielschreiber greifen, um jemandes umfangreiches literarisches Opus gleichzeitig als literarisch wertvoll und hochstehend zu kennzeichnen.
Redaktion benachrichtigen
#2   Heggi   09:13:26 | Samstag, 7. April 2007
Häme…
laßt sich daraus nur mit der entsprechend gepolten Absicht entnehmen.
Redaktion benachrichtigen
#1   Sirilo   08:22:16 | Samstag, 7. April 2007
Warum die Häme?
Genügt es nicht zu schreiben, daß Mons. Ravasi der Präfekt der Ambrosianischen Bibliothek ist? Warum in einer objektiven Nachricht der hämische Zusatz „Vielschreiber“?
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenAlt-neue Erklärungen + … kreuzmeldungenSchlafende Bischöfe + … kreuzmeldungenFromme Gefahr + … kreuzmeldungenEilige Eiligsprechung + … kreuzmeldungenLiebe und Leidenschaft + … kreuzmeldungenInflationär + … kreuzmeldungenDetails der Wunder-Eilung + … kreuzmeldungenKlassische Standeswahl + … kreuzmeldungenTradition und Traditionalismus + … kreuzmeldungenPapst würdigt Kardinal Stickler + … kreuzmeldungenOffenherzige Ökumene + … kreuzmeldungenDer Papst und die Hölle + … kreuzmeldungenKontinent ohne Seele + … kreuzmeldungenAlle kompetent + … kreuzmeldungenPapsthaus öffnet + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net