Kinderverhütung
Englischer Kardinal unterstützt Kondomverbreitung
Im Kampf gegen das Aidsvirus sei die Verwendung von Präservativen unerlässlich und sogar eine moralische Verpflichtung.
(kreuz.net, London) Cormac Kardinal Murphy-O’Connor, Erzbischof von Westminster (London), begrüßt die Verteilung von Kondomen zur Aids-Bekämpfung in der Dritten Welt.

In den Entwicklungsländern sei der Einsatz von Präservativen manchmal notwendig. Es gebe nach den Worten des Kardinals sogar eine moralische Verpflichtung, Kondome zu benützen, um die Ausbreitung der Viruskrankheit zu stoppen:

„Das konkrete Leben entspricht nicht immer dem Ideal der gegenseitigen Treue und Enthaltsamkeit vor der Ehe. Es stimmt zwar, dass die Benützung von Kondomen objektiv falsch ist, aber es gibt Fälle, in denen sie erlaubt ist.“

Kardinal Murphy-O’Connor erklärt weiter, dass es Umstände gebe, die eine falsche Tat entschuldigen, rechtfertigen oder sogar gut machen.

„Catholics for a Free Choice“, eine von der Kirche nicht anerkannte amerikanische Lobbyistengruppe, die sich für die Abtreibung und die chemische Empfängnisverhütung einsetzt, lobte den Kardinal für seine „mutige Position“ und sein Engagement für „die Gesundheit und Würde des Menschen“.
      
3 Lesermeinungen
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#5   jolie   22:29:54 | Freitag, 18. November 2011
O:) :-* :-* :-* :-* :-* :-*
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#3   Franz Kappes   17:07:08 | Dienstag, 9. September 2008
Neuigkeiten vom Cormac Kardinal Murphy-O’Connor
Gibt es hier eine neue Entwicklungen? Wie hat Rom reagiert?
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#1   Dolfus   20:05:09 | Donnerstag, 2. Dezember 2004
Öffentlicher Glaubensabfall eines Cardinals
Wie sollen die Leute noch wissen, was sie glauben sollen und wie sie leben sollen, wenn selbst Cardinäle als Irrlehrer auftreten?
Ist der Papst darüber im Bilde, daß er hintergangen wird? Solche Irrlehrer an zweithöchster Ordnung in der Hierarchie sind untragbar in der hl. Kirche Gottes, aber wir wollen auch nicht vergessen, für ihre Bekehrung zu beten, denn viele rechtfertigen Untaten durch so eine „kirchliche“ Legitimation.
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Es wurden 3 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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