Motu Proprio
Ungeschriebene Liturgiegeschichte
Mit seinem – immer noch nicht veröffentlichten – Motu Proprio zur Alten Messe schreibe der Papst Liturgiegeschichte.
Osternacht bei der Petrusbruderschaft in Melbourne
Osternacht bei der Petrusbruderschaft in Melbourne
© Juventutem.blogspot.com
(kreuz.net) Am Karsamstag wagte der bekannte katholische Journalist Guido Horst in der Zeitung ‘Tagespost’ eine Prophezeiung:

Benedikt XVI. werde als Papst in die Geschichte eingehen, der einen merkwürdigen Zustand beendet habe: die Quasi-Abschaffung der Alten Messe durch Papst Paul VI.

Gruppen, die am Alten Ritus festhalten wollten, hätten zwar im Laufe der Zeit eine Sondererlaubnis für so genannte „Indultmessen“ erhalten:

„Ein Indult ist die Befreiung von Strafe beziehungsweise von einem Gesetz.“

„Die alte Meßordnung der lateinischen Christenheit, die aus der Zeit der Kirchenväter hervorgegangen und 1570 in einer verbindlichen Form festgeschrieben worden war, hatte den Geruch des Verbotenen erhalten.“

Ein Meßritus, der über Jahrhunderte heilig und gültig war, sei damit gleichermaßen kriminalisiert und stigmatisiert worden.

Das schon vor seiner Veröffentlichung sattsam diskutierte Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe fuße auf der Einsicht, „daß ein Ritus etwas Organisches, Gewachsenes ist, das man nicht mit einem Federstrich aus der Welt schaffen kann“.

Für den Papst gehe es weder darum, das Rad der Geschichte zurückzudrehen, die Volksaltäre verschwinden zu lassen und alle Priester der katholischen Kirche zu verpflichten, wieder Manipel und Meßbuch von Pius V. herauszuholen:

„Vielmehr soll ein Ritus weiterleben dürfen, der keine Fehlentwicklung war, sondern über Jahrhunderte da stand wie ein gerade gewachsener Baum, der in bestmöglicher Weise den eucharistischen Glauben der Kirche zum Ausdruck brachte.“

Der Wert der Liturgiereform des Konzils bleibe von der Entscheidung des Papstes „unangetastet“ zitiert Horst den vatikanischen Staatssekretär Tarcisio Bertone:

„Etwas anderes aber ist die Freigabe der Alten Messe, die vierzig Jahre einer »damnatio memoriae« – einer Tilgung aus den Gedächtnissen – zum Opfer gefallen war.“

Hier geht es um eine theologische Grundsatzentscheidung: „Sicher ist nun, dieser Ritus lebt weiter.“

Etwa dreißig kirchliche Gemeinschaften hätten bisher die Erlaubnis erhalten, die Messe nach dem alten Missale feiern zu können:

„Hier und dort mögen ab jetzt weitere Gruppen von Gläubigen hinzukommen, die den tridentinischen Ritus nicht missen möchten.“

Es gebe zahlreiche Riten in der katholischen Kirche wie den syro-malabarischen der Thomaschristen in Indien oder den ambrosianischen in Mailand.

In Zukunft werde es auch einen Römischen Ritus geben, der nach zwei verschiedenen Meßbüchern gefeiert werden könne:

„Unter dem deutschen Papst wird das liturgische Leben der Kirche ein Stück weit bunter und vielfältiger.“
      
22 Lesermeinungen
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#22   Artois †   17:11:37 | Freitag, 13. April 2007
@Tridentinus
Nun gut, dann werde ich meine Position mal etwas „wasserdichter“ gestalten und demnächst hier einstellen, vielleicht als Leserzeitung. Ich bitte bis dahin um Geduld, – es kann sich nur um Wochen handeln. Habe schließlich besseres zu tun, als mich ständig um diese „mißglückte“ Veranstaltung zu kümmern.
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#21   Mathias Wagener   16:54:57 | Mittwoch, 11. April 2007
Ritus
Ritus ist nichts Beliebiges, kein leeres Ritual.
Ritus verbindet die Katholiken weltweit, schafft Klarheit in den Fundamenten und wehrt dem Relativismus.
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#20   Gotthard   17:20:33 | Dienstag, 10. April 2007
@ruhrgebiet
Ein waschechter Dummschwätzer und Zeitdieb.
diese Kategorie Mensch kennst Du doch aus nähster Nähe …
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#19   iustus   10:40:11 | Dienstag, 10. April 2007
Verwirrung???
In einem muß man Herrn Lehman recht geben:
„Wir wollen keine zwei Riten in der Kirche haben, die die Leute verwirnn…“
Der Kardinal redet an der Realität vorbei. Weiß er nicht, dass mittlerweile hunderte Priester in Deutschland Sonntag für Sonntag ihre selbstgestrickten Gebete und Gesten verwenden? Wir haben in Deutschland faktisch Sonntag für Sonntag hunderte verschiedener Riten.
kann ich nur hoffen, dass unser Kardinal Lehmann das zu verhindern weiss!
:-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D
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#18   r.ruhrgebietler   08:04:17 | Dienstag, 10. April 2007
@ordo62 – Willkommen „zurück in die Zukunft“
Das der V-II-Rotarierfreund Lehmann ein Glaubensvernichter ist wurde auf +.net ausführlich dargelegt!
Zurück in die Zukunft – ganz genau! In die Zukunft, in der der Gläubige, egal an welchem Ort der Erde, sich bei der Zelebrierung der hlg. röm.-kath. Messe immer zu Hause fühlt. Und dies kann nur in der lateinischen Sprache sein – diese ist die Kirchensprache! Diese Wahrheit liegt im tridentinischen Ritus (der ja nie abgeschafft oder verboten wurde!)
Von daher hat lehmann auch wieder die Halbwahrheit zum besten gegeben – wie nicht anders zu erwarten: viele Worte von ihm um nichts! Ein waschechter Dummschwätzer und Zeitdieb.
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#17   ordo62   23:23:27 | Montag, 9. April 2007
Zurück in die Zukunft
In einem muß man Herrn Lehman recht geben:
„Wir wollen keine zwei Riten in der Kirche haben, die die Leute verwirnn…“
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#16   Graf von Galen   22:57:50 | Montag, 9. April 2007
Wider VII, @ Andreas Wingenfeld
Herzlichen Dank für den Hinweis auf den Tagesthemen-
beitrag. Da macht sich also das antichristliche, anti-
deutsche Staatsfernsehen Sorgen um den richtigen
Ritus, angeblich weil die Rückkehr des alten der Kirche
schadete. Welch verlogene Heuchelei !
Der Satan und sein sichtbarer und unsichtbarer Anhang
weiß besser um den Wert der „vetus ordo“ als wohl
die meisten Bischöfe und kämpft nun mit allen Mitteln
gegen diesen. Man kann nur hoffen und beten, daß der
Heilige Vater nicht einknickt. Es wäre wirklich ein
Armutszeugnis sollte er sich von dem Lutherfreund
und Ketzer Kardinal Lehmann ins Bockshorn jagen
lassen. Es hat mich außerdem gefreut, den mutigen
Prof. May im Fernsehen zu sehen. Ich habe heute noch
eine Schrift von ihm, „Schuldbekenntnisse und Vergebungsbitten“ gelesen, die ich nur jedem empfehlen
kann.
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#15   cgngay   18:31:11 | Montag, 9. April 2007
Tagesthemen
Konnte es ja kaum fassen, dass es das Thema bis in die Tagesthemen geschafft hat.
Scheint aber kein Fake zu sein.
Naja bis vor kurzem wäre es mir egal gewesen, ob der alte Ritus kommt oder nicht. Aber seit ich diese Seite kreuz.net kenne und derart fundementalistische Beiträge lese, die eben nach dem alten Ritus schreien, kann ich nur hoffen, dass unser Kardinal Lehmann das zu verhindern weiss!
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#14   Andreas Wingenfeld   18:20:10 | Montag, 9. April 2007
Verhindert Lehmann die Freigabe der Alten Messe?
Liebe Kreuz.net-Leser,
kann mir mal jemand erklären, was da abgeht? (bitte ersten Beitrag hören und sehen):
www.tagesschau.de/…nternal_NAV_,00.html
Jetzt will der Lehmann die Veröffentlichung des Motu Dingens verhindern, und er ist guter Dinge!
Der Machtkampf zwischen Rom und deutscher Lehmann-Kirche ist voll entbrannt.
Welche „Gespräche“ werden da eigentlich geführt? Und was sollen die jetzt noch bezwecken?
Der Paul Badde und Guido Horst haben doch geschrieben, dass das Motu Dingens so gut wie raus ist.
Also wenn der Heilige Vater jetzt dem Lehmann nachgeben würde, wäre das absolut fatal. Ich kann mir das nicht ernsthaft vorstellen.
Aber wenigstens ist jetzt mal die Wahrheit raus. Lehmann und Ratzinger sind Lichtjahre voneinander entfernt, was kirchliches Denken betrifft.
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#13   Tridentinus   17:57:58 | Montag, 9. April 2007
@Artois
Ich beziehe mich mit meinem Nick sehrwohl auf das Konzil von Trient, meide aber trotzdem Oder gerade deswegen) Pauschalaussagen und treffe notwendige Differenzierungen. Zumindest bemühe ich mich darum und auch um Unparteilichkeit. Sie lade ich deshalb ein, die Namen der kompetenten Theologen und Kirchenhistoriker zu nennen, auf die Sie sich stützen (zu können glauben). Anonym werden diese wohl nicht allesamt sein.
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#12   Artois †   17:41:44 | Montag, 9. April 2007
@Tridentinus
Sie können sich mit Ihrem Nick unmöglich auf das glorreiche Tridentinum beziehen, denn sonst würden Sie nicht die Hilfsvokalbel „abwegig“ heranführen, sondern ganz anders reden. Warum soll ich konkret etwas vorbringen, was hier – d.h. auf x-net in den vergangenen Wochen, ungemein klar belegt und bewiesen wurde, durch nicht etwa mich armseligen Historiker, sondern durch höchst kompetente Theologen und Kirchengeschichtler? Warum ??
Hat ihr posting etwa irgendeine Substanz, irgendeinen Kern, der mir unter der harten Schale verborgen blieb? Das würde mich doch mal sehr interessieren …
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#11   Tridentinus   17:31:42 | Montag, 9. April 2007
@Artois
Solch abwegige Meinungsäusserungen, die ohne Begründung bleiben und auf andere „lückenlose“ Belege verweisen ohne diese konkret zu nennen, bringen nicht weiter und könnten ohne weiteres unterbleiben, selbst auf kreuz.net!
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#10   Artois †   17:17:55 | Montag, 9. April 2007
Es kann
keinen Zweifel daran geben, daß das s.g. 2. Vat. kein Konzil war, jedenfalls nicht im kirchlichen Sinne. Dies ist eine erwiesene und lückenlos dargestellte Tatsache und bedarf weder hier, noch sonst weiterer Begründungen. Wer das nicht sehen will, ist ein Ignorant, was ja zunächst nicht wehtut, doch sein Seelenheil ist in Gefahr, aus vielen Gründen, die ich hier nicht aufzählen kann, ist ja auch bereits in ausreichendem Maße geschehen.
Sich von einem Pseudogesetz – denn nichts anderes kann Herr Ratzinger erlassen – irgend etwas zu versprechen ist sehr, sehr leichtsinnig, ja leichtfertig.
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#9   Agiafortuni   15:45:26 | Montag, 9. April 2007
Aurelius. nicht um Pöbelei
es geht mir nicht um Pöbelei sondern um Wahrheit. Nur ein Blinder wird den beim letzten Konzil vollzogenen Bruch nicht anerkennen. Die Ansprache Benedikt XVI zu diesem Thema aber leider muss man dazu sagen: die Botschaft höhr ich schon, allein der Glaube fehlt mir. Seine Argumente sind leider nicht überzeugend. Hätte sich das Konzil damit begnügt, praktische Verhaltensnormen für den Alltag auszuarbeiten, so könnte man damit leben. Allein es erhebt den Anspruch verbindlich zu sein und darin muss man einen Mangel an Ehrlichkeit erkennen.
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#8   Aurelius   15:26:16 | Montag, 9. April 2007
@Logos
Danke für Ihre Beiträge zu diesem Thema hier.
Das ist doch endlich mal etwas gehaltvolleres als diese ständigen Pöbeleien gegen den Papst und die Kirche, wie sie hier leider oft zu lesen sind.
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#7   new   13:31:57 | Montag, 9. April 2007
tagesthemen.de
www.tagesthemen.de Konserve vom 08.04.2007, erster und zweiter Beitrag. Viel Fassung beim anschauen wünsche ich euch.
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#6   Logos   12:17:55 | Montag, 9. April 2007
@ Mariokin
Lieber Mariokin, es gibt im Bereich des Menschlichen nie nur „einzige“ Ursachen für Probleme. Benedikt XVI. mahnte die Hermeneutik der Kontinuität an; diese bezog er auf die Konziliengeschichte. Wenn das II. Vaticanum ein Konzil war, dann steht es in Kontinuität mit den anderen. Leugnet man die Kontinuität, so leugnet man das II. Vaticanum als Konzil. Das Schwierige ist gewesen: das II. Vaticanum hat viele Hausaufgaben aufgegeben, die viele schlecht gemacht haben. Nun: sind schlecht gemachte Hausaufgaben etwas ein eindeutiges Zeichen für einen schlechten Lehrer? Es mag sein, daß der Lehrer nicht alles definiert hat; lassen dann aber die schlechten Definitionen von anderen auf die mangelnde Qualität des Lehrers schließen?
Die theolologische Diskussion geht mit der Liturgiefrage einher.
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#5   Agiafortuni   12:16:46 | Montag, 9. April 2007
Logos. Sie sehen richtig
Die besten Verbündeten der FSSPX sind – so paradox es erscheinen mag – die Lehmann, Mussinghoff die französischen Kardinäle und andere modernistischen Vertreter der Konzilssekte. So lange diese Leute sich gegen die Freigabe der katholischen Messe sträuben, bleiben die FSSPX und andere rechtgläubigen Gruppen die einzigen Bewahrer dieses katholischen Glaubensgutes.
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#4   Hyazinth   12:10:05 | Montag, 9. April 2007
Der Man
hats nicht gerafft!!!
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#3   Tridentinus   12:04:26 | Montag, 9. April 2007
Niemand in der Kirche ist zu Kadavergehorsam verpflichtet!
Nur weil es hier vorkonziliar Fehlentwicklungen und Missverständnisse gab, konnte Paul VI. überhaupt mit seinem NOM durchdringen!
Eine Anullierung des II. Vaticanums ist nicht zu erwarten. Die Qualität seiner Äusserungen erfordert wahrscheinlich eine neue theologische Qualifikation. Materiell-thematisch gibt es Lehrfortschritte dogmatischer Art, aber formell sind diese Aussagen nicht als Dogmen verkündet. Wie also sieht die angemessene Art theologischer Zustimmung hier aus? Wichtiger Schlüssel zur Antwort ist die Nota explicativa praevia und eventuell auch die Grammar of Assent Kardinal Newmans. Dann ist herauszustellen, dass etwa die Lehre zur Religionsfreiheit, wie sie die Päpste des 19. Jahrhunderts vortrugen, in Enzykliken vorgelegt wurde. Diese sind aber der Form nach auch nicht unfehlbar, dem Inhalt nach nur, sofern sie die konstante Lehre der Kirche zu einem Gegenstand wiederholen. Das war aber hier insofern nicht möglich, als dieser Gegenstand selbst neu oder wenigstens durch politisch neue Konstellationen der gesellschaftlichen Rahmengefüge, zentral um-geformt war.
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#2   mariokin   11:58:40 | Montag, 9. April 2007
@ Logos
Wenn die hl. Messe das einzige Problem der Kirchenkrise wäre, lieber Logos würde ich Ihnen zustimmen. Da aber gewisse offene Formulierungen in den Dokumenten des Vatikanums II erst der progressistischen Zerstörung zum Durchbruch und zur Darstellung einer Theologie verholfen hat, die weder mit der Tradition, noch mit dem im Einklang steht, was die meisten Konzilsväter wollten, und die auch offen als eine Überwindung der Vergangenheit angepriesen wird, ist eine Grundsatzdisskusion, wie Weihbischof Fellay betonte, unumgänglich nötig, damit der Papst wirksam dieses zerstörerische Treiben beenden kann.
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#1   Logos   11:46:40 | Montag, 9. April 2007
Nägel mit Köpfen
Horst trifft den Nagel auf den Kopf: der Papst wird Liturgiegeschichte schreiben, den Weg zu einem neuen Reichtum frei machen, was ungeahnte Folgen haben kann. Nicht nur, daß es bunter wird. Es kann der erste Schritt zu einer neuen liturgischen Bewegung sein. Der mit einer Liturgiekatechese verbunden werden muß. Werden Priester und Bischöfe das verstehen? Trotz allen Zweifels bleibt es zu hoffen.
Eines ist klar: das motu proprio wird die Liturgiefrage den nicht sehr würdigen Händen gewisser sog. traditionalistischer Gruppen entziehen. Ein für alle mal. Das „Problem“ FSSPX ist damit gelöst: sie kann nichts anderes tun als sich vor dem Papst auf die Knie werfen. Bedingungslos im Gehorsam ac cadaver. Ansonsten würde es offensichtlich werden, daß sie im Grunde in der Tat nichts anderes war als eine kleine schismatiche Randgruppe auperhalb der Gemeinschaft der Kirche.
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