(kreuz.net) Ganz wichtig wäre, von vornherein eine Unterscheidung zu treffen zwischen Wiederbelebung
eines Leichnams und Auferweckung.
Schon Paulus legt Wert darauf: Die Auferweckung ist die Verwandlung
des irdischen Leibes, der Materie, die Verklärung. Der verklärte Leib ist nicht so materiell sichtbar,
wie wir das gewohnt sind.
Jetzt ist die Streitfrage auch unter den Theologen, ob das Grab leer gewesen
sein muß, weil die Menschen damals sich eine Vollendung auch des Leibes nur vorstellen konnten, wenn
der materielle Leib damit einbezogen war.
Heute unterscheiden die Anthropologen, die Philosophen, auch
die Theologen zwischen der reinen Körperlichkeit und der Leiblichkeit des Menschen, und für die Theologen
ist es kein Problem zu sagen, auch wenn der Leichnam im Grab bleibt und verwest, daß der Mensch als leibseelische
Ganzheit vollendet wird.
Insofern wäre es überhaupt kein Skandal, wenn wir das Grab finden würden
meinetwegen mit einem kompletten Leichnam, denn die Identität eines Menschen liegt nicht in den körperlichen
Zellen, die sich ohnehin alle sieben Jahre erneuern, also das wäre eine sehr labile Basis für eine Identität
des Menschen.
Es ist allerdings nicht ganz einfach, Zeitgenossen heute klarzumachen, wenn sie nicht Philosophie
studieren oder sich mit diesen Fragen beschäftigen, was das für ein Unterschied zwischen Körperlichkeit
und Leiblichkeit ist.
Aus einem Interview mit Dr. Bernd Jochen Hilberath, Professor für Dogmatische
Theologie und Dogmengeschichte an der Universität Tübingen, im April 1996 vom Südwestfunk 1 ausgestrahlt.
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27 Lesermeinungen
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@ Lorenz Das Gesetz der Schwerkraft gilt zumindest in diesem Universum immer, selbst wenn die Physiker
einmal herausfinden sollten, was die Welt im Innersten zusammenhält (meiner Meinung nach ein faustisches
Unterfangen) . Warum ist Jesus auferstanden? Weil Gott die absolute Liebe ist, und diese Liebe selbstverständlich
in Treue zu denen steht, die seine Liebe annehmen (Goldene Regel; Doppelgebot des Gottes- und Nächstenliebe).
So ist das schon bei Menschen, die sich wahrhaft lieben. Wenn Gott allmächtig ist, kann er daher gewissermaßen
gar nicht darum herum, Jesus, den enzdeitlichen Propheten seiner Liebe, der einem ungerechten Vollstreckerstaat
zum Opfer fiel, zu sich zu holen und zu erhöhen. Die Auferstehung ergibt sich also aus dem Wesen Gottes,
sie ist notwendig damit verbunden. Freilich kann man sich dke Auferstehung nicht „verdienen“; das hat
schon Paulus überzeugend dargelegt; „Liebe“ und „Verdienen“ passen einfach schlecht zusammen… LG
@ Christian Dieser Glaube besitzt aber für den Gläubigen den selben Wert und die selbe Notwendigkeit
wie für einen Physiker das Gesetz Schwerkraft. Dieser Satz ist eventuell ein Schönheitsfehler in Ihrer
sonst recht einleuchtenden Wortmeldung. Das Gestz der Schwerkraft ist nichts, woran ein Physiker glaubt,
im Sinne von daran festhalten, wider allen Zweifel. Im Gegenteil: Es ist ihm nur eine behelfsmäßige
Krücke der Welterklärung, die er sofort wegwirft, wenn er sie durch irgendeine ihm präziser erscheinende
Relativitätstheorie ersetzen kann. Es ist also nicht die gleiche „Notwendigkeit“ darin.
Leeres Grab! Richtig ist: Die Tatsache des leeren LGrabes an sich ist natürlich noch kein Beweis für
die Auferstehung des Herr, da das Grab z.B. auch durch Diebstahl des Leichnams leer gewesen sein könnte.
Im Zusammenhang mit den Berichten über die Erscheinungen des Auferstandenen erhält das leere Grab jedoch
Eindeutigkeit. Zum Glauben und Wissen: Die Liturgie macht offensichtlich nicht solche Unterschiede. Heisst
es doch in der Ostersequenz „Victimae Paschali“: „ScimusChristum surreexisse a mortuis vere, tu nobis,
victor Rex, miserere. Amen. Alleluja“
@ Mathias Wagener Man wird Hilberath aufgrund dieser vor einer Dekade gemachten Äußerung fairer Weise
eines nicht absprechen können: den Glauben an die Auferstehung Jesu Christi, selbst wenn er die biblischen
Texte -aber selbst dies geht aus der oben zitierten Äußerung nicht klar hervor – eventuell als symbolische
Aussagen verstehen sollte, die den sehr gegenständlich denkenden Menschen der damaligen Zeit ein Mysterium,
nämlich ein biologisch nicht fassbares Geheimnis nahe bringen sollte. Streng gläubige Mitmenschen sehen
bei solchen Interpretationen ja immer gleich eine Verwässerung des Glaubens, die den Ungläubigen und
Agostikern Wasser auf die Mühlen gießen würde, eben weil faktische Aussagen plötzlich zu Symbolaussagen
werden, d. h. die Faktizität biblischer Aussagen zugunsten einer symbolischen Interpretation zurücktritt.
Wie dem auch sei: Auferstehung kann nur geglaubt werden, sie ist kein Gegenstand des Wissens, weil sie
mit dem Geheimnis Gottes selbst zusammenhängt. Dieser Glaube besitzt aber für den Gläubigen den selben
Wert und die selbe Notwendigkeit wie für einen Physiker das Gesetz Schwerkraft. Glaube ist halt keine
dekadente Form des Wissens, sondern Ausdruck einer existentiellen Grundhaltung.
Benedikt Sie haben ganz recht! Der Umgang mit solchen theologischen Diven wie Hilberath & Co. ist ganz
einfach: ignoriren geht über studieren. Am Rande sei nur die Sendung „Lebenswelten“ von NDR Info an Ostermontag
erwähnt. Dort schoß sich u.a. Prof. Häring auf die Theologie B XVI ein. Auch da wird noch einiges auf
uns zukommen! Ich mühe mich gerade, das Manuskript der Sendung mit den O-Tönen per als Datei per e-mail
zu bekommen. Ich werde es allen weiterreichen, die es haben wollen.
Rein intellektuell Die rein intellektuelle Sicht des Glaubens, ein Glauben ohne das Mysterium des Glaubens,
wird nicht die Hinwendung zur Unfaßlichkeit Gottes bringen.
Lieber Marina, das klingt alles nach selber gestrickt und so ‘n Hauch Blasphemie scheint da auch enthalten
zu sein. Wäre besser, Sie nähmen sich ab und zu einen Katechismus und läsen darin.
zuerst ist die Seele IM Leib, dann geht der verklärte Leib in der SEELE, das ist die Unsichtbarkeit des
verklärten Leibes JESU und MARIENS und auch HENOCHS, ELIAS, und auch JOSEFs, des Nährvaters JESU CHRISTI.
DArum können die leiblichen Augen das JENSEITS nicht sehen aber umgekehrt schon, JESUS sieht uns.
Lieber Sirilo, da haben Sie freilich recht! Aber es ist ja auch ganz gesund faule Früchte von vollreifen
und genießbaren unterscheiden zu können. Und man wird diese Fähigkeit nicht erlangen können, wenn
man nur die guten Früchte kennt. Von daher ein Dank an die Redaktion.
@Benedikt Sie haben ja recht, aber wozu gräbt man einen solchen Text aus und verschafft ihm eine Aufmerksamkeit,
die er nicht verdient. Es gibt sehr gute Texte über die Auferstehung, die man hätte veröffentlichen
können. Man muß den Unfug gewisser Professoren nicht immer wieder aufwärmen!
Der Herr Professor liegt da aus mehreren Gründen falsch. Also der Unterschied zwischen Körperlichkeit
und Leiblichkeit ist Wortgeklingel. Grundsätzlich hat der Herr Professor natürlich recht, aber er übersieht
zwei Dinge: 1. Es geht nicht darum ob das Grab leer gewesen sein muss, es geht darum ob das Grab leer
war und ob die Evangelien Recht haben. Ob das Ereignis auch anders denkbar ist, ist demgegenüber irrelevant.
2. Da Jesus Christus mit Leib und Seele, mit Menschheit und Gottheit auferstand, ist es nicht nur unnütz
darüber zu philosophieren, ob dies so notwendig war, es ist auch in hohem Maße unfromm darüber zu spekulieren.
Um mehr als Spekulationen handelt es sich ja nicht. Wissen wir, warum Gott so und zwar genau so gehandelt
hat? Wir wissen es nicht. Wir müssen aber annehmen, dass es triftige Gründe dafür gegeben hat, da das
Heilsgeschehen immer auch einer Einfachheit und einer heiligen Ökonomie folgte. Es ist dies wie ein Physiker,
der darüber spekuliert, dass beispielsweise die Schwerkraft auch ganz anders sein könnte. Vermutlich
könnte sie das, wir müssen aber annehmen, dass es kein reiner Zufall ist, dass die Schwerkraft so ist,
wie sie ist. Daher bringt es uns beim Verständnis nicht weiter zu spekulieren, dass alles auch ganz anders
sein könnte. Wir müssen annehmen, dass es für das Ostergeschehen eine innere Notwendigkeit gibt, aus
dem heraus sich die Ereignisse so und nicht anders abgespielt haben. Dies gilt auch für die leibliche
Auferstehung Christi.
Dem Herrn Professor zur Lektüre gewidmet Die Auferstehungsberichte, so verschieden sie sein mögen, stimmen
darin überein, dass der Leib des Auferstandenen ein wahrer menschlicher Leib ist und dass er mit dem
vorösterlichen gekreuzigten Leib identisch ist.Darüber besteht nicht der geringste Zweifel. Man kann
den Leib des Auferstandenen mit den Augen sehen, man kann ihn betasten, er nimmt Nahrung auf, er tritt
in den von den Jüngern eingenommenen Raum. Er scheint also gebunden an Raum und Zeit wie der Leib eines
jeden anderen beliebigen Menschen. Seht meine Hände und meine Füsse, dass ich es bin, betastet mich
und seht: ein Geist hat doch nicht Fleisch und Knochen, wie ihr es an mir seht. Aber das ist nur die eine
Seite. Die Auferstehungsberichte lassen ebenso keinen Zweifel, dass dieser Leib Eigenschaften besitzt,die
wir an keinem anderen irdischen Leib feststellen können. Er tritt durch verschlossene Türen ein, er
entzieht sich nach Belieben den Blicken der Jünger, er erscheint in fremder Gestalt. Theologisch sprechen
wir von einem verklärten Leib.
Bequemes Professorengehalt Hilberath was soll das? Wenn es wirklich so ist, schmeißen Sie hin, es hat
eh keinen Zweck mehr und verdienen Sie Ihr Geld anders. Lassen Sie bitte mit Ihrem Geschwafel die Gläubigen
in Ruhe.
Ist jemand vor Jesus in den Himmel aufgefahren? Joh 3,13 –- Niemand ist gen Himmel aufgefahren außer
dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn. 4 Könige 2,11: Während Sie im Gespräche
miteinander weitergingen, kam plötzlich ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen und trennte beide voneinander.
Elias fuhr im Sturmwind himmelwärts. Als Elisäus das sah, rief er laut: „Lieber Vater, lieber Vater!
Israels Wagen und seine Reiter!“ Als er ihn nicht mehr sah, faßte er seine Kleider und riß sie entzwei.
Dies also der Bericht der Himmelfahrt Elias, dazu kommt jetzt noch Henoch (Dank an Adamah), den ich faktisch
unterschlagen habe. Gen 5,24: Da Henoch nach Gottes Geboten wandelte, war er eines Tages nicht mehr da,
weil Gott ihn entrückte. Wir sehen also hier (zumindest scheinbar) einen Widerspruch zu dem was Jesus
sagte und den biblischen Fakten. Insofern er die Bez. „Menschensohn“ ausschließlich auf seine Person
bezog. Man kann das Ganze natürlich theologisch interpretieren. Muss man wahrscheinlich auch. Interessant
ist, dass diese Bez. auch von Gott verwandt wird, wenn er gewisse Propheten ansprach, z.B. Ezechiel 43,7:
„Menschensohn, dies ist die Stätte meines Thrones…“ Ich ahne in der Bez. auch eine gewisse Selbstironie
gegenüber den Juden, da diese von seiner Gottessohnschaft nichts hören wollten, sagte er zu sich einfach
Menschensohn. Mir stellt sich hier eine zutiefst theologische Frage: kann nicht beides wahr sein? Ist
Gott nicht zugleich wahrer Mensch?
@ Sirilo Die private Meinung des Herrn Professor ist doch völlig irrelevant und mit Recht vergessen.
Irrelevant? Das wird an Universitäten gelehrt. Ich hatte auch eine Religionslehrerin, die das vertreten
hat. Leute wieder dieser Professor dürfen seit Jahrzehnten ihre auf dem eigenen (uneingestandenen) Unglauben
basierenden Irrlehren verbreiten, ohne dass das irgendeinen Verantwortlichen interessieren würde. Aber
wehe, es macht irgendwo jemand sonntags sein Geschäft auf. Dann kommen sofort besorgte Stellungnahmen
von den Bischöfen. Diese Prioritätensetzung ist wirklich entzückend.
Ich kann mich Matt nur anschließen, Hundsfott und Froschmaul ist noch sehr milde formuliert. Man sehe
sich diese tote Seele nur an, dann erübrigt sich die Lektüre des Hingeschmieres sofort. Und dann noch
den besserverstehenden Philosophen heraus kehren. DAs ist wirklich Dreck!
@Matt „Ich kenne aus dem biblischen Bericht nur zwei Personen, die auferstanden bzw. zum Himmel emporgefahren
sind…“ Was ist mit Henoch? Vgl. Gen 5,24 bzw. Heb 11,5
Was bezweckt Kreuz.net eigentlich damit, daß es diesen Ausschnitt aus einem 11 (in Worten: elf) Jahre
alten Interview wieder an die Öffentlichkeit zerrt? Will man damit den Auferstehungsglauben unterminieren?
Die private Meinung des Herrn Professor ist doch völlig irrelevant und mit Recht vergessen. Lieber sollte
Kreuz.net eine Ansprache des derzeitigen Papstes zur Auferstehung veröffentlichen!
Das Grab ist leer! Die Schöpfung ist neu! In einer Zeit, in der gewissen filmische Werke und Bücher
Unsicherheit stiften, den Glauben der Kirche angreifen und versuchen, das Christentum als Aberglauben
darzustellen, kann es nur angemessen sein, sich mit einer der stiftenden Grundaussagen des Christentums
auseineinanderzusetzen: Christus ist gestorben, er ist auferstanden. Das Leere Grab ist keine Nebensache.
Filmemacher wir Cameron, „Archäologen“ wir Tabor haben das verstanden. Deshalb setzen sie dort an, um
ihr Zerstörungswerk fortzusetzen. Spitzfindigkeiten wie dialektische Auseinadersetzunge über den „Unterschied“
von Leiblichkeit und Körperlichkeit sind nicht dienlich, sondern in einer Zeit der allgemeinen geistlichen
und intellektuellen Trockenheit der Christen nur schädlich, umso mehr, wenn sie von „Theologen“ stammen.
PS: kleine Frage: wie viele Theologen und Bischöfe glauben in Wirklichkeit?
Leibliche Auferstehung Jesu (:korr. Titel) Teil 2 Eines kann man man über viele Christen heutiger Tage
sagen: glauben tun sie nicht. Denn glauben heisst etwas für wahr nehmen, was sich der eigenen Wahrnehmung
und dem Verstandesdenken entzieht. Diese Menschen glauben nur was sie verstehen und für nötig halten.
Auf diese Art ist der Glaube nutzlos. Wenn wir nicht auf das Wort der Schrift vertrauen, was ist sie uns
dann wert, was ist der Glaube dann wert? Da sagt gleich einer: komm, ich habe das Grab Jesu gefunden.
Es liegen auch seine Gebeine darin, daneben liegt Maria. Ist ja schön und gut mit Auferstehung, aber
wozu muss sein Körper weg sein? Ist doch viel plausibler so, wenn sein Leib hier in Verwesung liegt,
sein Geist ist eh im Himmel. Was hindert uns denn daran das zu glauben? Ganz einfach: das Wort der Schrift
hindert uns. Um mir nicht den Vorwurf gefallen zu lassen ich wäre nicht sorgfältig: Mt 28,6: „(Engel)
Er ist nicht mehr hier, er ist auferstanden…“ Mk 16,6: „(Engel)… Er ist auferweckt worden, er ist
nicht mehr hier. Seht die Stätte wo er lag.“ Lk 24,2: „… Als sie eintraten, konnten sie jedoch den
Leib des Herrn nirgends erblicken…“ Joh 20,13: „(Maria)… Man hat meinen Herrn fortgenommen, und ich
weiß nicht wohin man ihn gelegt hat.“ Mit einem Wort: alle vier Evangelisten berichten von der leiblichen
Auferstehung Jesu und dem leeren Grab. Man lese es doch bitte nach um sich nicht den Vorwurf machen zu
müssen die Schrift nicht zu kennen.
mal römische Geschichte gelesen? Ein röm. Legionäre konnte es wohl kaum leisten seinen Wachposten zu
verlassen. Seine honesta mission hing daran. und in DIESEM spezielle Fall noch mehr. Es waren doch die
Juden, die die Römer gedrängt hatten das Grab zu bewachen. Eben genau aus dem Grund, damit Der leichnam
Jesu Christi nicht gestohlen werden konnte. Denn sie wurden von eben jenen Juden daran erinnert, daß
Jesus gesagt habe, daß ER am dritten Tage auferstehen wird. Eine Dienstpflichtverletzung konnte sich
die Wachmannschaft absolut nicht leisten! Wieviele Soldaten waren es, die das Grab bewachten? Einer sicherlich
nicht! Also kann die Auferstehung nur WAHR sein! Und damit ist die Frage ob das Grab leer sein mußte
aus anderem Blickwinkel ganz eindeutig geklärt: es konnte gar nicht anders als leer sein!
Und wenn das Grab nicht leer war… „Insofern wäre es überhaupt kein Skandal, wenn wir das Grab finden
würden meinetwegen mit einem kompletten Leichnam, denn die Identität eines Menschen liegt nicht in den
körperlichen Zellen […] also das wäre eine sehr labile Basis für eine Identität des Menschen.“ Neulich
habe ich einen Film gesehen, da ging es in der Tat darum, dass eine Archäologin das Grab von Jesus von
Nazareth gefunden hat. Folge: Drohende Erschütterung der Fundaments der Kirche, denn: Jesus offenbar
nicht auferstanden! Es ist aber für den Glauben an die Auferstehung nicht erforderlich, dass das Grab
leer ist. Im Gegenteil, wenn Jesus Vorbild im Glauben und der Erste der Auferweckten ist, aber seitdem
fast ALLE Menschen im Grab zu Staub geworden sind, ist die Frage erlaubt, warum dies bei Jesus denn gänzlich
anders gewesen sein sollte – mit seiner irdischen Hülle. Paulus jedenfalls geht NICHT von einer Identität
des Erdenkörpers mit dem Auferstehungsleib aus (siehe Artikel). Der Film aber hat sicherlich wieder heftig
den Glauben einiger Zeitgenossen zu erschüttern vermocht. Am Ende des Filmes kam ein Schriftzitat: >>Selig,
die nicht sehen, und doch glauben.<< Die Zuschauer sollten gewissermaßen schließen, dass man beim Glauben
den Verstand ausschalten muss. Das ist heute zwar heute der >>Glaube<< vieler (TS)Christen, zeigt für
mich aber nicht mehr, als dass man ohne eine gewisse theologische Bildung allerlei theologischen Scharlatenen
und Halbgebildeten wohl recht hilflos ausgeliefert ist…
Mit dem Glauben an die Auferstehung steht oder fällt der christliche Glaube. Dies sagt Paulus. Alles
andere anzunehmen, ist mithin nicht mehr christlich. Der Glaube läßt sich einfach nicht in einem philosophischen
Denkmodell einpassen, dass scheinen die Herren Geisteswissenschaftler zu vergessen und müssen sich dies
von einem Ingenieurwissenschaftler sagen lassen. Unschuld
Die Himmelfahrt Jesu Ich kenne aus dem biblischen Bericht nur zwei Personen, die auferstanden bzw. zum
Himmel emporgefahren sind, sodass ihre Körper nicht mehr zu finden waren. Die eine ist Elias laut dem
Bericht des AT, die andere ist Jesus laut dem Bericht des NT. Und das ist Wort der Schrift, Wort unseres
Glaubens. Das Evangelium sagt: Das Grab Jesu war leer. Sein Leib war darin nicht zu finden. Er erschien
in seiner körperlichen Gestalt mit all den Wundnarben seiner Kreuzigung seinen Jüngern und den Frauen
zu verschiedenen Anlässen. Es war der Wille Gottes, dass die leibliche Hülle seines Sohnes nicht der
Verwesung preisgegeben wurde, als sichtbares Zeichen seiner Auferstehung. Natürlich gilt die Auferstehung
für alle Menschen. Auch jene, deren Leiber längst verwest sind, werden auferstehen am Tag des Gerichts,
wie wir aus der Apokalypse wissen. Ob in ihrem ursprünglichen Leib oder in einem Auferstehungsleib, darüber
weiß ich nichts zu sagen, aber ich weiß was das Evangelium über die Auferstehung Jesu sagt. Und wenn
man ein Christ ist, dann glaubt man es und wenn man ein falscher Theologe ist und so redet wie die, so
ist man ein Hundsfott und ein Froschmaul, und basta! Sind doch alles verdammte Lügen!