15:51:30 | Freitag, 14. Januar 2005
Der protestantische Gottesdienst wird für den Aufsichtsratsvorsitzende der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim, Alfred Freiherr von Oppenheim, gehalten. Der Bankier war am 5. Januar überraschend gestorben.
(kreuz.net/
SISA, Köln) Für den verstorbenen Privatbankier Alfred Freiherr von Oppenheim wird am Samstag
im Kölner Dom ein evangelischer Gottesdienst abgehalten. Das ist die erste Feier dieser Art, seit der
Dom besteht. Das berichtete die „Neue Ruhr-Zeitung“.
Bislang war in den Annalen des katholischen Gotteshauses
noch nie eine evangelische Kulthandlungen zu verzeichnen. Das teilte das Domkapitel am Donnerstag mit.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim war am 5. Januar überraschend gestorben.
Die evangelische Familie Oppenheim hat sich seit Generationen um den Erhalt der gotischen Kathedrale verdient
gemacht. Die Familie beteiligte sich schon an der Initiative, die Mitte des 19. Jahrhunderts die Fortsetzung
der Bauarbeiten an der Kirche vorantrieb und insbesondere die beiden Türme zum Abschluß brachte. Zuvor
war der Dom über Jahrhunderte eine halbfertige Bauruine. 1842 war der damalige preußische König Wilhelm
IV. zum Dombaufest Gast der Bankiersfamilie.
Auch der jetzt verstorbene Alfred Freiherr von Oppenheim
hat in der Spendenfreudigkeit seiner Familie für den Kölner Dom keine Ausnahme gemacht. Er stiftete
unter anderem ein wertvolles Glasfenster für die Kirche.
Die Privatbank Sal. Oppenheim wurde 1789 in
Köln gegründet. Im 19. Jahrhundert konvertierte die Familie Oppenheim vom Judentum zum evangelischen
Glauben.
Der Gottesdienst für den Verstorbenen wird vom Kölner Stadtsuperintendenten Ernst Fey geleitet.
Auch Dompropst Norbert Feldhoff und der Oberbürgermeister der Stadt, Fritz Schramma (CDU), werden für
den Gottesdienst erwartet. Beide wollen die Verdienste des Toten würdigen. Der Gottesdienst wird am Samstag
um 12.00 Uhr stattfinden.
Drei Stunden später wird im Dom der Gedenkgottesdienst für die Opfer der
Flutkatastrophe in Südostasien zelebriert.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#1
Dolfus 20:51:23 | Freitag, 14. Januar 2005