Falschmeldung
Falschmeldung: Warum das Motu Proprio nicht erschienen ist
Papst Benedikt XVI. hatte den vergangenen Gründonnerstag definitiv als Erscheinungsdatum für das langerwartete Motu Proprio festgelegt. Doch dann geschah das Unerwartete.
(kreuz.net) Es sollte am 5. April erscheinen, das Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe.

So hatte es der Papst trotz schwerster Widerstände aus der Römischen Kurie und den westeuropäischen Bischofskonferenzen dekretiert.

Diese Information stammt von einem römischen Prälaten, der im engsten Umkreis des Papstes arbeitet. Eine handschriftliche Darlegung der Ereignisse wurde gestern Abend ‘kreuz.net’ zugespielt.

Offenbar hat der Papst sogar offene Rücktrittsdrohungen der Präsidenten der deutschen und französischen Bischofskonferenzen in den Wind geschlagen, um das vorgesehene Veröffentlichungsdatum durchzusetzen.

Doch die päpstlichen Pläne scheiterten am Gründonnerstag um 6.15 Uhr am Absturz des Computers des päpstlichen Privatsekretärs, Mons. Georg Gänswein.

Der Prälat hatte keine zehn Minuten mit dem Gerät gearbeitet, als es völlig unerwartet seinen Betrieb einstellte. Der Computer ließ sich danach trotz intensivster Anstrengungen nicht mehr starten.

Der Papst hatte wegen der ständigen vatikanischen Indiskretionen angeordnet, daß der Text des Motu Proprios nur auf dem Rechner seines Privatsekretärs gespeichert werden dürfe.

Mons. Gänswein erhielt den Auftrag, den Rechner nie unbeaufsichtigt zu lassen, mit Paßwort zu schützen und keine Kopien des Motu Proprios auszudrucken.

Doch die verständliche Entscheidung des Papstes erwies sich im Nachhinein als fatal.

Nach dem Absturz des Computers alarmierte Prälat Gänswein sofort die Schwester, die im Vatikan für die Computer zuständig ist. Sie war bereits um 8.27 Uhr im Apostolischen Palast. Doch der Rechner des päpstlichen Privatsekretärs ließ sich über Stunden hinweg nicht starten.

Die Probleme sind umso rätselhafter als der Absturz im Nachhinein auf einen einfachen Softwarenfehler zurückgeführt werden konnte.

Es ist bisher völlig unklar, warum das Problem nicht schon nach wenigen Minuten behoben werden konnte.

Im Vatikan wird jetzt gemunkelt, daß die Schwester – eine erklärte Gegnerin der Alten Messe – aufgrund einiger Aussagen des Privatsekretärs Lunte gerochen und die Wiederbelebung des Computers künstlich verzögert habe.

Jetzt bleibt dem Papst nichts anderes übrig, als nach einem neuen Erscheinungsdatum für das Motu Proprio zu suchen.

Als neuer Stichtag kursiert der 30. April oder der 5. Mai – das Fest des Heiligen Papstes Pius V. nach dem Kalender des Neuen beziehungsweise Alten Ritus.
      
17 Lesermeinungen
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#17   Aurelius   17:02:37 | Mittwoch, 11. April 2007
@Stimme aus dem Tradiland: Geschmacksfrage?
Ihre Hervorhebungen belegen nicht, daß Ecclesia Dei, wie Sie behaupteten, „den alten Ritus zur Geschmacksfrage degradiert“, es sei denn, Sie setzen den Wunsch nach Bindung an „frühere Formen der Liturgie und Disziplin der lateinischen Tradition“ mit „Geschmack“ gleich. Damit unterstellen Sie nämlich all den Gläubigen, welche sich nicht in quasi-schismatischen Kreisen (FSSPX) bewegen wollen, daß deren Wunsch nach traditioneller Liturgie und Disziplin eine andere, oberflächlichere Qualität hat, als denjenigen, welche sich in eben diesen Kreisen bewegen. Es geht in Ecclesia Dei darum, den Gläubigen gerade den Zugang zur traditionellen Liturgie und Disiplin zu erleichtern. Wie Sie daraus lesen können, daß der alte Ritus zur Geschmacksfrage degradiert wird, ist mir unbegreiflich.
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#16   Benedikt   15:22:55 | Mittwoch, 11. April 2007
@ Stimme aus dem Tradiland
Ich habe keine Oberen. Sollten Sie FSSPX meinen, so hat diese ja die Forderung nach allgemeiner Zulassung des vetus ordo wiederholt gestellt. Zum Unterschied von sämtlichen Ecclesia-Dei-Gemeinschaften, die sich – wie man mündl. Äusserungen deren Vertreter entnehmen kann – vor einem solchen „Motu Proprio“ fürchten, weil ihre gemütliche Trachten-Nische zerstört würde.
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Nach der Zulassung ist ein weiterer Dialog mit der FSSPX obsolet. Die Kirche wird sich von einem kleinen Grüppchen keine Änderung der Kirchenpolitik aufzwingen lassen, schon gar keine Revision eines ökumenischen Konzils, welches Sie in schismatischer Manier ja nicht einmal als solches anerkennen. Dagegen wird es nach einer Zulassung je nach Bedarf wesentlich mehr Gemeinden geben, in denen alte Messen stattfindet, so dass sich ein Besuch in der 200 km entfernten FSSPX Kapelle erübrigt. Als Zelebranten kommen ua Geistliche der Ecclesia-Dei Gemeinschaften in Frage, währen die suspendierten Priester der FSSPX für diesen Dienst ausscheiden.
Mit ihrer Botschaft kann die FSSPX bei den meisten sowieso keinen Blumentopf gewinnen. Insbesondere die älteren Indultmessbesucher, die ich kenne, würden sich von der FSSPX sofort abwenden, wenn sie Kenntnis von den antipäpstlichen Ausfällen der FSSPX-Bischöfe erlangen würden.
Ihr Beitrag kann daher nur insoweit gedeutet werden, dass Sie sich offenbar Ihre Situation schönreden wollen.
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#15   Stimme aus dem Tradiland   15:01:44 | Mittwoch, 11. April 2007
Ecclesia Dei: Die Pervertierung von Tradition und Traditionsbegriff!
@ Aurelius: Hier der Beweis aus dem Motu Proprio „Ecclesia Dei“:
All jenen katholischen Gläubigen, die sich an einige frühere Formen der Liturgie und Disziplin der lateinischen Tradition gebunden fühlen, möchte ich auch meinen Willen kundtun – und wir bitten, daß sich der Wille der Bischöfe und all jener, die in der Kirche das Hirtenamt ausüben, dem meinen anschließen möge –, ihnen die kirchliche Gemeinschaft leicht zu machen, durch Maßnahmen, die notwendig sind, um die Berücksichtigung ihrer Wünschesicherzustellen.
Es geht bei den traditionellen Gläubigen und deren Bestehen auf der alten Liturgie also nur um „Gefühl“ und „Wünsche“, es geht nicht um deren legitimes, unveräußerliches und unabänderliches Recht. Logischer Weise auch nicht um die Gesetzlosigkeit des NOM und dessen Traditionsbruch.
Stattdessen wird auch noch der Traditionsbegriff in „Ecclesia Dei“ pervertiert und sinngemäß durch die „dynamische Tradition“ – die inhaltlich weder fixiert noch fixierbar ist – ersetzt. Vergessen ist, was immer und überall gegolten hat, nämlich die Liturgie der Apostel.
@ Benedikt: Ich habe keine Oberen. Sollten Sie FSSPX meinen, so hat diese ja die Forderung nach allgemeiner Zulassung des vetus ordo wiederholt gestellt. Zum Unterschied von sämtlichen Ecclesia-Dei-Gemeinschaften, die sich – wie man mündl. Äusserungen deren Vertreter entnehmen kann – vor einem solchen „Motu Proprio“ fürchten, weil ihre gemütliche Trachten-Nische zerstört würde.
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#14   Alanus ab Insulis   14:49:22 | Mittwoch, 11. April 2007
@ Aurelius: Völlig richtig.
Jedes neue Heiligenfest verändert das Missale, weil immer ein neues Meßformular eingefügt wird bzw. das Kalendarium geändert wird.
1570 war nach der Kalenderreform von 1568 das Kalendarium ziemlich leer. Auch das Fest Annas oder des Joachim waren der Reform zum Opfer gefallen und 1585 wieder eingefügt worden. Damit wäre „Quo primum“ schon verletzt worden. Habe da aber noch keine Tradi-Beschwerde drüber gehört…
Oder das Josefsfest? Erst 1621 eingeführt worden. Auch noch keine Tradi-Beschwerde gehört.
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#13   Aurelius   14:30:01 | Mittwoch, 11. April 2007
@Stimme: Die Quo Primum Litanei der Neo-Tradis
Er steht auf dem Boden eines anderen Motu Proprio, nämlich „Ecclesia Dei“, welches den alten Ritus zur Geschmacksfrage degradiert –
Inwiefern degradiert Ecclesia Dei den alten Ritus zur Geschmacksfrage? Ich finde in dem Text keinen Satz, der solches tut. Bitte helfen Sie mir.
conträr zu Bulle „Quo Primum“ von 1571, die als disziplinäres Grundgesetz der hl. Kirche unverändert aufrecht ist.
Die Lieblingsplatte der Neo-Tradis –- Quo Primum (promulgiert 1570, oder nicht?).
Nur weil es den Neo-Tradis gut in den Kram passt, ist Quo Primum kein unveränderliches Gesetz, geschweige denn ein Grundgesetz. Wenn dem so wäre, dann wäre erstmalig gegen Folgendes verstoßen worden, als das Rosenkranzfest dem Missale hinzugefügt worden ist (ich weiß jetzt nicht, ob das schon unter Pius V. geschehen ist):
ac huic Missali nostro nuper editio, nihil unquam addendum, detrahendum, aut immutandum esse decernendo, sub indignationis nostrae poena, hac nostra perpetuo valitura constitutione statuimus et ordinamus.
Offensichtlich gelten die in Quo Primum festgelegten Verbote, dem Missale etwas hinzuzufügen, etwas wegzunehmen oder es zu ändern nicht für ihn selber oder seine Nachfolger. Beispiele gibt es genug.
Insofern ist Ihre Behauptung falsch.
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#12   Sulpicius   13:56:01 | Mittwoch, 11. April 2007
Paul Badde…
… ist wohl ein Kommerz-Hai und agent provocateur! Vorsicht bei diesem Mann!
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#11   Benedikt   13:35:03 | Mittwoch, 11. April 2007
@ Stimme
Also zum „Motu Proprio“ (näher muß man ihn gar nicht mehr bezeichnen) finde ich die Pinocchio-Geschichten sehr passend…
Wir sind mal einer Auffassung – wunderbar :-).
Mein Eindruck ist allerdings, dass BXVI. gar keinen Alte-Messe-Motu-Proprio will.
Fragen Sie sich lieber, ob Ihre Oberen es wollen. Da kann man so seine Zweifel haben.
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#10   Stimme aus dem Tradiland   13:17:39 | Mittwoch, 11. April 2007
Das „Motu Proprio“ als heiterer Selbstläufer…
@ Timpressum: Das war eine Scherzmeldung, erkenntlich am Pinocchio mit der langen Nase und dem Text „Kreuzfalsch“…
@ Bruder Theophil: Also zum „Motu Proprio“ (näher muß man ihn gar nicht mehr bezeichnen) finde ich die Pinocchio-Geschichten sehr passend…
Das Motu Proprio ist endgültig zum heiteren Selbstläufer geworden.
Dabei wurde der Erscheinungstermin ohnedies schon erstmals 2005 genannt, nämlich: Weihnachten. Das Jahr wurde halt nicht dazu gesagt, auch nicht ob das Motu Proprio posthum – nach dem Ableben Seiner Heiligkeit BXVI. – erscheinen wird oder sogar davor.
Und wer würde nicht auf Paul Badde vertrauen, wonach die Sache „entschieden“ sei?… :-] :-@ :-S :-#
Obgleich es bis dato vorrangig Latrinengerüchte sind (den „Vogel“ schoß Msgr. Perl ab…), muß man dorch darauf hinweisen, dass immerhin die Nr. 2 von Rom, Cardinalstaatssekretär T. Bertone die Motu-Proprio-Absicht des Papstes bestätigt hat.
Mein Eindruck ist allerdings, dass BXVI. gar keinen Alte-Messe-Motu-Proprio will. Einfach, weil er von der typischen halbkonservativen Ideologie ausgeht, dass es ohnedies einen römischen Ritus gäbe, der nur würdig gefeiert werden müsse, dann sei alles in Ordnung.
Er steht auf dem Boden eines anderen Motu Proprio, nämlich „Ecclesia Dei“, welches den alten Ritus zur Geschmacksfrage degradiert – conträr zu Bulle „Quo Primum“ von 1571, die als disziplinäres Grundgesetz der hl. Kirche unverändert aufrecht ist.
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#9   landorganist   13:04:04 | Mittwoch, 11. April 2007
Gäääääääääähn
:-[ :-[ :-[ :-[
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#8   timpressum †   11:59:18 | Mittwoch, 11. April 2007
Rechnerabsturz
Das waren bestimmt ein homosexuelles jüdisch-protestantische Freimaurervirus!
:-D
Mal im Ernst: ne dümmere Ausrede ist Euch nicht eingefallen? Oder haben die im Vatikan noch nie was von einem Backup gehört?
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#7   Agiafortuni   11:54:05 | Mittwoch, 11. April 2007
entschieden zu weit
obgleich kein F 2 Fan gehen mir derartige Schauermärchen entschieden zu weit. Ausserdem erniedrigen sie Benedikt XVI zu einer Marionette, was er auf keinen Fall ist. Es gibt keine Zusage von ihm betreffs der Freigabe des katholischen Ritus. Wenn Dritte gewisse Äusserungen von ihm so interpretieren, so ist dies ihre Sache. So viel steht klar, wollte er wirklich die katholische Messe freigeben, würde es genügen, wenn er beispielsweise nach einem Angelus Gebut dies mündlich bekanntgeben würde. Wenn er es bis jetzt nicht getan hat, so muss es seine Gründe haben und es sollte endlich ein Ende gesetzt werden den Spekulationen hinsichtlich dessen was er tun könnte.
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#6   Desperatus †   11:52:59 | Mittwoch, 11. April 2007
Zu singen auf die Melodie: „O, du lieber Augustin“
O, du Motu Proprio, Propio, Proprio
O, du Motu Proprio, gibt es Dich doch?
Oft hieß es, Du kämst bald,
darüber ward ich alt,
O, du Motu Proprio, kommst Du denn noch?
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#5   stimme der vernunft †   10:37:15 | Mittwoch, 11. April 2007
Na, da hat
wohl der der Heilige Geist den Computer abstürzen lassen.
Er weht ja bekanntlich wo er will.
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#4   Bruder Theophil   10:26:55 | Mittwoch, 11. April 2007
Vielleicht hat die Schwester…
…bei Vollmond ein paar Spinnenbeine in den Lüfter geschoben. Sowas soll schon Wunder gewirkt haben.
kreuz.net Redaktion: Mal ehrlich. Wieviele Pinocchios mit den langen Nasen müssen wir uns noch ansehen ???
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#3   Mitten drin statt nur dabei   10:24:43 | Mittwoch, 11. April 2007
So ein Schmarrn!
Wer kommt denn auf solch dumme Geschichten!?!
Naja, genau richtig für die, welche die Artikel dieses Forums gewissenhaft – dass ich nicht lache – lesen und ernst nehmen!
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#2   PietroParente   10:05:53 | Mittwoch, 11. April 2007

Bald gibt es keine Steigerung der Blödsinnigkeiten mehr. Die Spitze ist fast erreicht, wenn man mit solchen Artikeln ein „Frühlingsloch“ füllen muss!
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#1   Josefus   09:57:14 | Mittwoch, 11. April 2007
Wunschvorstellung
Vielleicht veröffentlicht er ja das Motu Proprio zu seinem Geburtstag (sozusagen als Geschenk an sich selber), man würde sich dann vielleicht nicht so trauen, ihn offen zu kritisieren. So hätte der inszenierte Personenkult zu seinem Geburtstag doch noch etwas Gutes an sich.
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