09:51:01 | Donnerstag, 12. April 2007
Auch der Name des Dokuments ist bekannt. Gegenwärtig arbeitet das Staatssekretariat fieberhaft daran, die undichte Stelle ausfindig zu machen.

(kreuz.net) Am vergangenen Gründonnerstag scheiterte die geplante Veröffentlichung des Motu Proprio
zur Freigabe der Alten Messe.
Der Grund waren
Probleme mit dem Computer des päpstlichen Privatsekretärs,
Mons. Georg Gänswein.
Gestern hatte die Geschichte ein Nachspiel.
Denn auf bisher noch ungeklärten
Wegen ist der Text des Motu Proprios, der sich nur auf dem Computer des Privatsekretärs befand, an die
Öffentlichkeit gelangt.
Möglicherweise geriet die Backup-Kopie der Harddisk, die am Gründdonnerstag
während der Reparatur des Gerätes erstellt wurde, in falsche Hände.
Jetzt arbeitet man im vatikanischen
Staatssekretariat fieberhaft nach der Eruierung des Lecks.
Am meisten verdächtigt wird die Schwester,
die im Vatikan für die Computer zuständig ist. Sie gilt als entschiedene Gegnerin der Alten Messe.
Die an die Öffentlichkeit gedrungene Textversion ist nicht vollständig – insbesondere fehlt der zweite
Teil des Dokumentes mit den Ausführungsbestimmungen.
Klar ist jedenfalls, daß das Motu Proprio über
die Alte Messe, das nach den beiden eröffnenden lateinischen Wörtern benannt wird, „Sacramentum qualitatis“
heißt.
Zu Beginn bestätigt der Papst den „segensreichen Einfluß“ der klassischen Römischen Liturgie.
Das von Papst Pius V. herausgegebene Meßbuch sei alles andere als eine Liturgiereform im modernen Sinn
gewesen.
Dennoch habe die Alte Messe seit dem Konzil von Trient einen unbeschreiblichen Triumphzug angetreten.
Der Papst betont die „außerordentlich vielen Würdigungen“, welche die Alte Messe seit der Rezeption
des von Papst Pius V. gereinigten Römischen Meßbuches von Heiligen und Seligen – und auch von Bischöfen –
empfangen hat.
Er betont auch, daß es in der Geschichte dieses Meßbuches praktisch keine Schwierigkeiten
bei der Einführung des römischen Ritus und erst recht keine Mißbräuche gegeben habe.
Das bezeuge
und bekräftige „den Wert und die Wirksamkeit“ der gereinigten Liturgie nach dem Konzil von Trient.
Diese
Liturgie berge „bisher nicht völlig erkundete Schätze in sich“, deren Licht man jedoch schon jetzt erahnen
könne.
Papst Pius V. habe die vom Konzil beabsichtigte Reinigung des Römischen Meßbuches „innerhalb
jener Einheit“ verstanden, „welche die geschichtliche Entwicklung des Ritus selber kennzeichnet, ohne
unnatürliche Brüche einzuführen“.
Benedikt XVI. nimmt in ‘Sacramentum qualitatis’ auch Bezug auf die
Arbeit während der Bischofssynode über die Eucharistie, die im Oktober 2005 abgehalten wurde.
Damals
sei „mehrfach und mit Nachdruck auf die Notwendigkeit hingewiesen worden, jede Trennung zwischen der Kunst
des rechten Zelebrierens und der vollen, aktiven und fruchtbaren Teilnahme aller Gläubigen zu überwinden“.
Wie? Die beste Art, um die Teilnahme des Gottesvolkes am sakralen Ritus zu begünstigen, sei eine angemessene
Feier des Ritus durch den Priester.
Das sei im klassischen Römischen Ritus die Regel – bekräftigt der
Papst.
Die ars celebrandi entspringe in der Alten Messe natürlicherweise aus dem „treuen Gehorsam gegenüber
den liturgischen Normen in ihrer Vollständigkeit“:
„Diese Art zu zelebrieren ist es, die seit zweitausend
Jahren das Glaubensleben aller Gläubigen sicherstellt, die dazu berufen sind, die Feier als Gottesvolk,
als königliches Priestertum, als heiliger Stamm zu erleben.“
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Gotthard 22:32:42 | Donnerstag, 12. April 2007
#21
matt 18:39:13 | Donnerstag, 12. April 2007
#16
Aurelius 13:18:47 | Donnerstag, 12. April 2007
#13
Konrad 11:35:11 | Donnerstag, 12. April 2007
#12
Heinz Josef 11:30:16 | Donnerstag, 12. April 2007
#11
Aurelius 11:15:57 | Donnerstag, 12. April 2007
#9
Gotthard 11:04:48 | Donnerstag, 12. April 2007
#7
Aurelius 10:49:14 | Donnerstag, 12. April 2007
#4
Adamah 10:18:24 | Donnerstag, 12. April 2007