08:28:53 | Samstag, 15. Januar 2005
Ein Kölner Ratsherr, der zu einer linksextremen Splittergruppe gehört, hat gegen den Erzbischof von Köln eine Klage eingereicht. Der Lokalpolitiker bezeichnete den Gottesmann als „Frauen- und Menschenfeind“, weil er sich in seiner Dreikönigspredigt gegen die Zerstückelung und das Absaugen von Kleinkindern aus dem Mutterleib ausgesprochen hatte. Soll der Kardinal aus Deutschland ausgewiesen werden?
(kreuz.net, Köln) Der linksextreme Lokalpolitiker Claus Ludwig hat Kardinal Joachim Meisner verklagt,
weil er in seiner Dreikönigspredigt die Kinderabtreibung in die Reihe der berüchtigsten Völkermorde
der Menschheitsgeschichte gestellt hatte. Ludwig gehört zu einer Liste, die sich „Gemeinsam gegen Sozialraub“
nennt und sich als „linke Alternative in Köln“ bezeichnet.
Der Lokalpolitiker forderte indirekt, Kardinal
Meisner aus Deutschland auszuweisen. Die Dreikönigspredigt von Kardinal Meisner lasse, so Ludwig, den
Verdacht aufkommen, daß die Stadt Köln mit dem moslemischen Prediger Metin Kaplan den Falschen abgeschoben
habe. Kardinal Meisner vertrete einen „aggressiven Fundamentalismus“ und verfüge über „mächtigere Hintermänner“
und mehr Finanzen als der isolierte „Kalif von Köln“.
Der Vergleich von Kardinal Meisner sei, so Ludwig,
eine „Verharmlosung“ der nationalsozialistischen Verbrechen. Diese sei geeignet, den öffentlichen Frieden
zu stören. Über eine Verharmlosung der kommunistischen Völkermorde äußerte sich Ludwig nicht.
Kardinal
Meisner habe sich zwar für diesen Teil seiner Predigt am Dreikönigstag entschuldigt, zugleich aber erklärt,
er habe es unter dem Strich genauso gemeint, wie er es gesagt habe.
Durch die „Gleichsetzung“ des nationalsozialistischen
Völkermords mit Abtreibung verhöhne Kardinal Meisner die Opfer des Holocausts. Er stelle Mütter, die
Entscheidungen über ihren eigenen Körper treffen, auf eine Stufe mit dem schlimmsten Massenmörder der
Geschichte. Über das Schicksal der abgetriebenen Kinder äußerte sich Ludwig in diesem Zusammenhang
nicht.
Der Kardinal erweise sich als echter „Haßprediger“, meint Ludwig in seiner Tirade gegen den Kölner
Erzbischof weiter. Er stelle daher einen Strafantrag wegen Volksverhetzung.
Der linksextreme Lokalpolitiker
beschimpfte Kardinal Meisner weiter als „Frauen- und Menschenfeind“ und scheute sich nicht, bekannte rassistische
Vorurteile gegen den Islam zu instrumentalisieren: „Tag für Tag hören wir von der Frauenfeindlichkeit
des Islam.“ Doch wenn die katholische Kirche solche Frauen- und Menschenfeinde an verantwortlicher Position
dulde, könne es dort nicht viel besser sein.
Die Klage von Claus Ludwig stößt auf breites Unverständnis.
Der Staatsanwalt hat bereits öffentlich erklärt, daß die Dreikönigspredigt von Kardinal Meisner keine
strafrechtlich relevanten Inhalt habe.
Ein ähnlicher Angriff gegen den Erzbischof von Köln ist bereits
Gegenstand einer strafrechtlichen Abklärung. Die Kölner Generalstaatsanwaltschaft ermittelt im Augenblick,
ob Paul Spiegel, der Vorsitzende des „Zentralrates der Juden in Deutschland“, mit der von ihm lancierten
Pressekampagne gegen Kardinal Meisner, diesen eingeschüchtert und medial genötigt habe. Zusätzlich
habe Spiegel den Erzbischof von Köln wider besseres Wissens öffentlich bezichtigt, eine rechtswidrige
Aussage gemacht zu haben.
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#11
GerdEric 17:41:37 | Dienstag, 18. Januar 2005
#10
spectator † 20:48:35 | Sonntag, 16. Januar 2005
#9
sttn 18:36:39 | Sonntag, 16. Januar 2005
#8
spectator † 17:37:35 | Sonntag, 16. Januar 2005
#7
adlerauge 17:32:17 | Sonntag, 16. Januar 2005
#6
sttn 15:48:55 | Sonntag, 16. Januar 2005
#5
Doritta 23:12:59 | Samstag, 15. Januar 2005
#4
Dolfus 20:47:37 | Samstag, 15. Januar 2005
#3
bonifatius 18:40:19 | Samstag, 15. Januar 2005
#2
sttn 15:48:19 | Samstag, 15. Januar 2005
#1
bonifatius 13:55:26 | Samstag, 15. Januar 2005