Der Papst widmet seine kostbare Zeit nicht nur dem Lehramt, sondern auch einem privaten Buch. Statt die katholische Wahrheit zu verkünden, beschäftigt er sich mit exegetischen Märchen aus den letzten beiden Jahrhunderten. Pressesplitter.
„Zum ersten Mal in der 2000jährigen Kirchengeschichte hat ein Papst ein persönliches Buch
über Jesus Christus geschrieben. Jenseits des Kirchenrechts, der Fixierung auf Dogmen oder das päpstliche
Lehramt wählt Benedikt XVI. einen Ansatzpunkt, der viele berühren dürfte: Glaubenszweifel.“
Aus einem
Bericht der ‘Deutschen Presseagentur’
Zukunft?
„Das Buch nimmt darüber hinaus nicht Stellung zu: Zölibat,
Kondomen, Unfehlbarkeit, Küng, Drewermann, Frauenquote, Sabine Christiansen. Das heißt: Es beschäftigt
sich nicht mit den kirchenpolitischen Schlachtfeldern von gestern, sondern mit denen der Zukunft.“
Aus
einem Kommentar auf ‘Spiegel online’
Vergangenheit
„Der Papst weiß, daß jedes gängige Jesus-Bild
etwa vom »liberalen Rabbi« oder vom »antirömischen Revolutionär« vor allem eine Projektion des jeweiligen
Autors ist. Er will »den Jesus der Evangelien als den wirklichen Jesus, als den ‘historischen Jesus’
im eigentlichen Sinn« darstellen. Im Blick auf die Erkenntnisse der seit dem 19. Jahrhundert verbreiteten
historisch-kritischen Exegese der Bibel hört sich das zunächst wie eine Kampfansage an. Doch der Verfasser
betont in seinem Vorwort ausdrücklich, »daß dieses Buch nicht gegen die moderne Exegese geschrieben
ist«.“
Aus einem Bericht der ‘Katholischen Nachrichtenagentur’
Papstamt im Abseits
„Wer im Jahre 2007,
nach all den Jahrzehnten textkritischer Dekonstruktion der Jesus-Gestalt, seinen Lesern ein flammendes
»Und ich traue den Evangelien doch« entgegenschleudert, der kann das nicht als Papst tun. Der kann das,
sofern er breitenwirksam gehört werden und in der Sache überzeugen will, nur als Privatgelehrter tun.
Denn zu groß ist die Entzweiung zwischen Lehramt und breiten Strömungen der Theologie gerade in der
Frage, wer Jesus überhaupt sein soll.“
Aus einem Kommentar von Christian Geyer in der ‘Frankfurter Allgemeinen
Zeitung’
Jesus gegen Harry
„Das neue Buch von Papst Benedikt XVI. ist bei den Lesern beliebter als der
siebte ‘Harry Potter’-Band. ‘Jesus von Nazareth’ stieß die englische Ausgabe ‘Harry Potter and the Deathly
Hallows’ am Freitag in der Hitliste der beliebtesten Bücher beim Onlinehändler Amazon von der Spitze.
Der neue ‘Potter’ steht nun nur noch auf Rang zwei.“
Pressemitteilung von Amazon.de am Freitag in München.
Das Geschäft des Teufels
„Der Teufel, das weiß Benedikt XVI., ist ein Bibelkenner. Bei den Versuchungen
Jesu tritt er regelrecht als Theologe auf. Das Nachdenken darüber führt den Papst zu einer Erzählung
von Michail Solowjew, in der der Teufel an der Universität Tübingen zum Ehrendoktor der Theologie promoviert
wird. Dann dreht Joseph Ratzinger den Spieß um: Heute betreiben Theologen »mit der Gebärde hoher Wissenschaftlichkeit«
das Geschäft des »Antichrist«.“
Aus der ‘Kölner Rundschau’
Schwitzkasten
„Wie Vergil Dante durch
das Jenseits führte, nimmt Ratzinger den Leser an der Hand und zeigt ihm das Universum seines Glaubens.
Es ist ein komplizierter Glaube – auch wenn Ratzinger an einer Stelle das Gegenteil behauptet: ein Knäuel
aus historischen Fakten, theologischer Reflexion, aus Textkritik und Glaubensakt. Stellenweise spricht
Ratzinger, als säßen nur Kollegen vor ihm. So mußte sich der Herder-Verlag des gemeinen Lesers erbarmen,
mit einem ausführlichen theologischen Glossar, das von ‘Agape’ über ‘Parusie’ bis zu ‘Zeloten’ reicht.
Die Laien werden trotzdem ins Schwitzen kommen.“
Aus der ‘Berliner Zeitung’
Begeisterter Privatsekretär
„Seit 2003 hat der Papst daran geschrieben, und die, welche es schon gelesen haben, sind begeistert –
wie etwa Monsignore Georg Gänswein, der Privatsekretär des Papstes, der auch bei der Buchvorstellung
anwesend war: »Das ist eine Lektüre, die bereichert, die nährt, und ich kann nur einladen, dieses Buch
zu lesen.«“
Aus dem ‘Bayerischen Rundfunk’ – ARD-Hörfunkstudio Rom
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Ist Ratzinger/B16 für oder gegen die Häresien von „Nostra aetate“ und „Dignitatis humanae“? . A. Einerseits
hält er in seinem neuen Buch an seiner dem „Commonsense katholischer Dogmatik“ zuwiderlaufenden, seit
den 80er-Jahren vertretenen „Theologie des Einen Bundes“ fest. Alexander Kissler beschreibt dies in seinem
Artikel „Verachtet mir die Pharisäer nicht!“ in der letzten Wochenendausgabe (14./15.4.07) der Süddeutschen
Zeitung (S. 13) so: „Dieser Dualismus (von Altem und Neuem Bund! C.v.) ist Geschichte. Wie schon in der
Rede vom Februar 1994 über ‘Israel, die Kirche und die Welt’ ist Benedikts Augenmerk jetzt auf Jesu ‘Zugehörigkeit
zum Glaubens- und Lebenserbe Israels’ gerichtet. Kaum zu überschätzen ist die Bedeutung einer solchen
Neubestimmung. Die Rede von der über die Synagoge triumphierenden Kirche, die noch immer beliebte Gegenüberstellung
von Pharisäertum und Glaube, die Ineinssetzung von Gesetzestreue und Heuchelei haben nun den Papst gegen
sich. Wenn es der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist, den Jesus ‘zu den Völkern der Erde’ brachte,
wenn die Kirche das erneuerte Israel ist, [kursiv]‘das das alte nicht ausschließt oder aufhebt, aber
überschreitet ins Universale hinein’, dann können Christen und Juden nicht begegenen als im Geist der
Geschwisterlichkeit.“ B. Andererseits erblickt er „in der’heutigen Theorie’, jeder möge bei seiner Religion
bleiben, damit man zusammenwirke für’eine Welt, in der Friede, Gerechtigkeit und Respekt vor der Schöpfung
bestimmen sind“ „‘utopistisches Gerede’“ und „eine’nachchristliche Vision’[kursiv]“. Man fragt sich: [fett]Was
gilt …
@ Tradiland @ Benedikt: War der Hl. Augustinus auch Papst? Lebte er im 20. Jahrhundert? Was spielt das
für eine Rolle, wann er lebte? Fakt ist, dass er auch Bischof war und unter den beschwerlichen Verhältnissen
der damaligen Zeit sicher auch viel zu tun hatte. Im Vergleich zu dem, was nötig wäre, ist dieses Buch
Themenverfehlung und Zeitverschwendung von BXVI. Ihr Problem ist, dass Sie nciht zwischen Ihrem Erwartungshorizont
und dem der anderen unterscheiden können. Sie bilden sich permanent irgendwelche Dinge ein oder legen
sich die Geschichte so zurecht, wie es Ihnen passt und erwarten dann, dass dem alle folgen und sind erstaunt,
wenn dies nicht geschieht. Wie auch schon die Liebes-Enzyklika. Evelins Gatte Och, demaskieren Sie sich
doch nicht so.
@Genoveva Ich warte noch eine Woche, dann steht ein Geburtstag an, und die lieben Verwandten werden mir
bestimmt was zu !:) schenken wollen. Dieser Lesesmiley ist einfach super! !:)
@evelin Im Vergleich zu dem, was nötig wäre, ist dieses Buch Themenverfehlung und Zeitverschwendung
von BXVI. der Papst fragt immer noch nicht bei Evelin nach, bevor er seine Feder spitzt … unverzeihlich!!!!!!!!!!!
Zeitverschwendung und Themaverfehlung… @ Benedikt: War der Hl. Augustinus auch Papst? Lebte er im 20.
Jahrhundert? Gibt es keine Unterschiede bei den Aufgaben? Im Vergleich zu dem, was nötig wäre, ist dieses
Buch Themenverfehlung und Zeitverschwendung von BXVI. Wie auch schon die Liebes-Enzyklika. Evelins Gatte
@ Redaktion Statt die katholische Wahrheit zu verkünden, beschäftigt er sich mit exegetischen Märchen
aus den letzten beiden Jahrhunderten. Was halten Sie eigentlich von den Confessiones des Hl. Augustinus?
Schreiben Sie doch mal darüber: „Statt seine Schafe zu weiden, beschäftigt sich Bischof Augustinus mit
seiner persönlichen geistlichen Entwicklung“
@Gotthard von den obersten Glaubenswächtern auf diesen Seiten erwarte ich, dass sie sich aus der Primärliteratur
ein Urteil bilden und nicht aus drittklassigen Tertiär-Quellen Halten Sie denn den FOCUS für eine „drittklassige
Tertiär-Quelle“? Ich glaube kaum, daß die Autoren hier allzu sehr in den Wortlaut des Buches eingegriffen
haben! Aber das können Sie ja bestimmt bald selbst nachprüfen und uns Kreuznet-Leser(inne)n dann Mitteilung
machen, wie gut oder schlecht die FOCUS-Redakteure den Inhalt dieses „Welt-Bestsellers“, wie das Buch
schon genannt wird, wiedergegeben haben…!
Papst als Privatgelehrter? „Wer im Jahre 2007, nach all den Jahrzehnten textkritischer Dekonstruktion
der Jesus-Gestalt, seinen Lesern ein flammendes »Und ich traue den Evangelien doch« entgegenschleudert,
der kann das nicht als Papst tun. Der kann das, sofern er breitenwirksam gehört werden und in der Sache
überzeugen will, nur als Privatgelehrter tun. Denn zu groß ist die Entzweiung zwischen Lehramt und breiten
Strömungen der Theologie gerade in der Frage, wer Jesus überhaupt sein soll.“ Gerade deswegen muß der
Papst von seinem Lehramt Gebrauch machen, um Irrtümer auch als zu bezeichnen, freilich unter kritischer
Prüfung wissenschaftlicher Erkenntnis. Je mehr die Wissenschaft fortschreitet, umso mehr will man offenbar
analythischem Denken weniger zugängliche Glaubenswahrheiten leugnen. So einfach ist das aber nicht. Wie
schon mehrfach betont, gehören analythisches Denken der Wissenschaft und verknüpfendes Denken der Meditation
zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes. Jungfrauengeburt und Auferstehung werden vermutlich
immer Stachel im Fleisch einseitig rationalen Denkens bleiben. Das ist aber nicht einmal das größe Problem
der Christenheit. Weit mehr macht uns das Gebot der Feindesliebe zu schaffen!
@„Athanasius“ Er behauptete ja, dass die Anwendung von Person auf Gott in sich schon direkt häretisch
sei Falsch! Ich behauptete lediglich, daß der Satz „Gott ist die höchste Person“ (zumindest materiell)
häretisch ist. Gott ist und bleibt ein Wesen in drei Personen…!
Glaubenswächter von den obersten Glaubenswächtern auf diesen Seiten erwarte ich, dass sie sich aus der
Primärliteratur ein Urteil bilden und nicht aus drittklassigen Tertiär-Quellen. Stramme Gesinnung ist
wohl eher angesagt denn fundiertes Wissen… letzteres setzt allerdings eine große geistige Anstrengung
voraus …
Bitte lesen Also Atha, ich gestehe dir als Kaaskopp zu, daß du nicht richtig Deutsch kannst, wenn auch
ziemlich gut. Trotz allem sollte man nicht sagen, daß die göttliche Natur über drei Personen „verteilt“
sei, weil Gott als schlechthin einfaches Wesen, keine Teilung kennt. Ich meinte nicht meine eigene Überzeugung
auszudrücken, sondern jener von Christus Vincit Alias Malachias Alias Anton-Schmid-Verlag. Er behauptete
ja, dass die Anwendung von Person auf Gott in sich schon direkt häretisch sei, während doch Gott in
der Wirklichkeit personales Wesen íst. Ich mag vielleicht ein dummer Kaaskopf sein, aber meinen Katechismus
kenne ich sehr und Verteilung habe ich nicht auf meinen Glauben angewendet. Oder bin ich nun auch auf
einmal Häretiker weil man sich versprochen hat?
@Athanasius Der Dreifaltige Gott des christlichen Glaubens ist gemäß Nizänum ein Wesen (mía ousía)
in drei Personen (treis hypóstaseis). Es ist daher häretisch, von „einer höchsten Person“ zu sprechen.
Korrekt wäre es, von einem „höchsten, personalen Wesen“ zu sprechen. o^/ Von jedem Theologiestudenten
wird erwartet, dies korrekt zu unterscheiden, warum nicht umso mehr von einem ehemaligen Theologieprofessor
und langjährigen Vorsitzenden der Glaubenskongregation??
#43 landorganist 19:41:44 | Samstag, 14. April 2007
Was dabei heraus kommt wenn die Kreuznetforumsdeppen einen Gelehrten kritisieren ist in diesem Tread auf’s
Schönste nachzulesen. Ein gewisser Matt nimmt es mit BXVI auf. Erheiternd! Wieder einmal entlarvt Ihr
Eure grenzenlose Dummheit.
Null-Ahnung… … aber von exegetischen Märchen sprechen! Ist die Bergpredigt bei Mt nun ein Mitschnitt
einer Rede Jesu, die er auf einem Berg gehalten hat? Ist die Feldrede bei Lk nun ein Mitschnitt einer
Rede Jesu, die er in der Ebene gehalten hat? Was ist nun die katholische Wahrheit in diesen Textabschnitten?
Göttliche Natur über drei Personen verteilt? Also Atha, ich gestehe dir als Kaaskopp zu, daß du nicht
richtig Deutsch kannst, wenn auch ziemlich gut. Trotz allem sollte man nicht sagen, daß die göttliche
Natur über drei Personen „verteilt“ sei, weil Gott als schlechthin einfaches Wesen, keine Teilung kennt.
Man kann mit Augustinus sagen, daß die drei göttlichen Personen der Zahl nach dieselbe Substanz haben.
(Contra Maxim. II, 19, 3) Pater et Filius et Sp.Sanc…sunt unius eiusdemque substantiae vel essentiae…Restat
itaque, ut credamus unius esse substantiae Trinitatem, ut ipsa essentia non aliud sit quam ipsa Trinitas
(Ep. 120,3,17)
@Josephus Immerhin haben diese exegetischen Märchen viel Verwirrung und Glaubensverlust bewirkt. Das
Wort „Märchen“ ist nicht glücklich. Es zeugt von einer Geringachtung der modernen Wissenschaft. Gerade
kreuz.net beschäftigt sich doch in sehr hohem Maße doch mit solchen Märchen, Märchenvertretern, Irrenden,
Verirrten, Wölfen im Schafzpelz, mit Kirchenfeinden, Vertretern perverser Einstellungen und Moralvorstellungen
und das völlig zu Unrecht. Nun werfen Sie mal nicht alles in einen Topf! Es gibt sie, die Kirchenfeinde,
ob offen oder versteckt, und es ist nur legtim, sie zu entlarven und durch Aufklärung die Grundlage zu
ihrer Bekämpfung zu schaffen! Das eine (die katholische Wahrheit zu vertreten) schließe das Andere
(weitverbreitete exeget. Märchen zu widerlegen) nicht aus. Da war so manche berühmte Persönlichkeit,
wie z.B. der evangelische Theologe und Arzt Albert Schweitzer, aber ganz anderer Ansicht…! Es ist sogar
gut, dass der Papst dazu mal etwas sagt Es ist ein Versuch, die Extreme einander wieder anzunähern. Bei
vielen auch sich „katholisch“ nennenden Professoren sucht man nach ähnlichen Versuchen vergeblich. Ansätze
aus früherer Zeit wie z.B. der des Schweizer Kapuzinerpaters Hilarin Felder (z.B. in „Jesus Christus.
Apologie seiner Messianität und Gottheit gegenüber der neuesten ungläubigen Jesus-Forschung“, EA 1910)
werden ignoriert, um nicht zu sagen totgeschwiegen. In diesem Zusammenhang müsste das ganze Lehramt,
also auch die Bischöfe, noch viel aktiver werden…! :…
Fehlerkorrektur Ich meinte natürlich: Gerade kreuz.net beschäftigt sich doch in sehr hohem Maße doch
mit solchen Märchen, Märchenvertretern, Irrenden, Verirrten, Wölfen im Schafzpelz, mit Kirchenfeinden,
Vertretern perverser Einstellungen und Moralvorstellungen und das völlig zu Recht.
@Christus Vincit „Wer sage, alle Religionen seien nur Annäherungen an das Unfassbare und von daher gleich
unvollkommen und gleich berechtigt, der verabschiede sich vom christlichen Gottesbegriff, der ja von einer
(!) höchsten Person und nicht von einer ewigen Idee ausgehe…“ – Soweit Dein erneuter Häresievorwurf.
Hast Du jemals verstanden, dass Gott nur eine göttliche Natur sei die über drei Personen lediglich verteilt
sei, oder glaubst Du auch, dass er EIN Wesen ist, in modernen Sprache eine Entität oder Person. Aus einem
Focus-Artikel machst Du wieder ein „Beweisstück“ einer „Häresie“ des Joseph Ratzinger. Wirklich schwach.
So kann ich aus Dir auch einen Häretiker. Wenn Du es nicht schon selbst bist, mit deiner Braunen Version
von Nostra Aetate in dem Du ein Zusammenleben in aller Freiheit von Odin-Kult und Katholizismus vorstellen
kannst. Für Dich ist wohl der Heilige Bonifatius umsonst gestorben, nit? Der war ja nicht lieb zu dem
von Ihrer heissgeliebten SS wiederbelebten Germanenkult um Wotan…
Einleitung zu harsch Der Papst widmet seine kostbare Zeit nicht nur dem Lehramt, sondern auch einem privaten
Buch. Statt die katholische Wahrheit zu verkünden, beschäftigt er sich mit exegetischen Märchen aus
den letzten beiden Jahrhunderten. Ich finde die Einleitung von kreuz.net auch nicht so glücklich. Immerhin
haben diese exegetischen Märchen viel Verwirrung und Glaubensverlust bewirkt. Gerade kreuz.net beschäftigt
sich doch in sehr hohem Maße doch mit solchen Märchen, Märchenvertretern, Irrenden, Verirrten, Wölfen
im Schafzpelz, mit Kirchenfeinden, Vertretern perverser Einstellungen und Moralvorstellungen und das völlig
zu Recht. Das eine (die katholische Wahrheit zu vertreten) schließe das Andere (weitverbreitete exeget.
Märchen zu widerlegen) nicht aus. Es ist sogar gut, dass der Papst dazu mal etwas sagt, auch wenn er
immer noch Angst zu haben scheint, den Falschen auf die Füße zu treten und sich den Modernisten sehr
viel sanftpfötiger zeigt als den Traditionalisten.
@Romulus: Da kann ich Ihnen leider nicht zustimmen. Die Frage nach Jesus Christus ist die Frage des Christentums
schlechthin. Und wir sind uns sicher einig, daß hier in den letzten Jahrzehnten erheblicher Flurschaden
entstanden ist, dem durch lehramtlich-dogmatische Einlassungen Roms eben nicht wirkungsvoll gesteuert
werden konnte. Von daher ist es aus meiner Sicht ganz richtig, daß der Papst sein Projekt nicht hat fallen
lassen, sondern es nun auch in der Form eines sachlichen Beitrags zur Diskussion weiterführt. Über den
Inhalt kann ich allerdings noch nichts sagen, da ich es noch nicht gelesen habe.
@Artois Nein, es war von „ewiger Idee“ die Rede! Hier der ganze, korrigierte Satz (aus dem FOCUS-Artikel
zum neuen Ratzingerbuch): „Wer sage, alle Religionen seien nur Annäherungen an das Unfassbare und von
daher gleich unvollkommen und gleich berechtigt, der verabschiede sich vom christlichen Gottesbegriff,
der ja von einer (!) höchsten Person und nicht von einer ewigen Idee ausgehe…“
@Romulus ein Papst hat andere Aufgaben als Bücher zu schreiben Sie sollten es schon Ratzinger/Benedikt
XVI. überlassen, wie er sein Amt ausübt! Und dazu kann bei ihm – ähnlich wie das z.B. beim hl. Augustinus
der Fall war, der als Bischof ein so umfangreiches Werk wie den „Gottesstaat“ verfaßt hat – eben auch
das Schreiben von Büchern gehören. Allerdings bin ich der Meinung, daß sich Ratzinger als Papst von
Ratzinger als Wissenschaftler oder Ratzinger als Privatperson nicht trennen läßt; d.h. das Buch muß
eben auch unter dem Aspekt, daß es von einem „Papst“ geschrieben wurde, gesehen werden. So betrachtet
wird es sicher eine höhere Autorität für sich beanspruchen können als wenn es „nur“ von einem „Prof.
Ratzinger“ geschrieben worden wäre… Das Geschriebene sollte dann aber, wie gesagt, auch mit Konsequenzen,
z.B. bei der Besetzung der „katholisch-theologischen“ Lehrstühle (auf die eben keine Vertreter der liberalen
Exegese gehören), verbunden werden…! P.S.: In einem meiner Postings weiter unten hatte sich ein Fehler
eingeschlichen. Ich hatte von „ewiger Person“ geschrieben, es sollte aber „ewige Idee“ heißen…!
Jeder möge selbst lesen und dann erst urteilen Ich hatte heute die Möglichkeit in der Tagespost einen
Auszug aus dem Buch zu lesen. !:) Interessant ist es schon, aber ich frage mich, was hat ein Papst in
den „Grabenkämpfen der Exegeten“ (Berger) verloren? Es geht kurz gefasst um die Auseinandersetzung Dogmatik
und Exegese. Vom Schreibstil her ist es ermüdend und mit weniger Elan zu lesen als die Interviewbücher
mit ihm. Aber lest selbst. Es passt besser zum Professor Ratzinger als zu Papst Benedikt. Naja, er wird
schon wissen, warum er es jetzt noch rausgegeben hat. Trotzdem ich bleibe dabei, ein Papst hat andere
Aufgaben als Bücher zu schreiben.
#29 Heinz Josef 17:16:37 | Samstag, 14. April 2007
Wozu die Aufregung? Ich versteh nicht wozu die Aufregung? Die von Euch, die Benedikt nicht anerkennen,
hören auch nicht auf seine lehramtliche Äußerungen. Warum also die Scheinheiligkeit sich über ein
Buch aufzuregen, dass Benedikt als Christ und nicht als Papst schreibt, wenn den kritikern unabhängig
davon auch lehramtliche Äußerungen egal sind? Ich für meinen Teil werde das Buch mit Sicherheit lesen
und bin schon gespannt.
Papst Benedikt 16 muss doch nicht immer nur ex Cathedra sprechen und sein nicht dogmatisiertes Buch wird
bestimmt vielen Leuten eine Bereicherung sein. Er hat seinen brillianten Verstand, den ihn der liebe Gott
geschenkt hat, sein ganzes Leben lang in den Dienst Gottes gestellt, da hat er sich bestimmt viel, viel
Wahrheit erarbeitet, an welcher er uns teilhaben lassen möchte.
@Karl Murx Ich sehe das neue Buch von Joseph Ratzinger als einen (auf den ersten Blick gelungenen) Versuch
an, die Erkentnisse der modernen Bibelkritik, die mit den Methoden der Literaturwissenschaft arbeitet –
dieses Recht werden sie ihr doch wohl nicht abstreiten? – mit dem überlieferten katholischen Glauben
in Einklang zu bringen. Es handelt sich dabei um ein neues Terrain, das es vor dem Aufkommen der wissenschaftlichen
Bibelkritik noch nicht gab. Da Ratzinger von seiner Herkunft her weniger Philosoph, Anthroposoph oder
Schauspieler wie sein Vorgänger, sondern mehr Theologe ist, sollten wir sein Buch zum einen als sein
persönliches Glaubenszeugnis, zum anderen aber als einen ernstzunehmenden Versuch einer Synthese in der
oben geanntenten Art annehmen. Auch der Gründer der Schönstattbewegung, P. Josef Kentenich, hatte mit
dem heiligen Papst Pius X. eine große Demut gemein und forderte seine Umgebung immer wieder auf: „Glauben
Sie mir nichts – prüfen sie alles!“ Gerade auf neuen, vom überlieferten Glauben her erst noch auszuleuchtenden
Gebieten, seien es nun die Naturwissenschaften, sei es die Bibelwissenschaft, gibt es eben nicht die „einfache
Lösung“ wie dies bei den in der Vergangenheit definierten Dogmen der Fall gewesen sein mag. Aber selbst
bei diesen hat es oft Jahrhunderte gedauert, bis ein Konsens unter den Theologen und Gläubigen erreicht
war… Man wird also die Phase „Suche“ (der Wahrheit) immer von der Phase „gesicherter Besitz“ (derselben)
unterscheiden müssen…! :…
erbärmlich … … und zutiefst decouvrierend ist es, wie antikirchlich +.net und die meisten derer,
die hier „meinungen“ posten, agieren. derart gehässige tiraden gegen den hl. vater und gegen bischöfe
der katholischen kirche findet man in keinem noch so unchristlichen medium. aber ihr behauptet noch immer
steif und fest, „katholische nachrichten“ zu verbreiten. das ist eine zweifache lüge: ihr seid weder
katholisch noch sind es nachrichten. was ihr betreibt ist antichristliche, antikirchliche diabolische
propaganda auf unterstem latrinen-niveau.
Atha kann wie immer nicht lesen Da schreibt jemand, der sich Papst nennt, nicht als Lehrer der Christenheit,
sondern als Privatmensch. Da war ich doch wohl leicht zu verstehen, oder? Den Anfang hatte JPII. mit seinem
Buch gemacht. Ist sonst nir vorgekommen. Jeder darf ihn, wie er sagt, kritisieren. 1. Möglichkeit: B16
schreibt in seinem Buch anrüchiges, was er nicht darf. Entschuldigt sich aber mit der Ausrede, „kritisere
mich!“ 2. Möglichkeit: B16 schreibt Dinge über Christus, die ich von der Sache her absolut glauben müßte.
Auch hier ermuntert er mich, ihn zu kritisieren, als wären Glaubensdinge kritisierbar, genau dort wo
man doch einem Papst gehorchen müßte. Die Art der Präsentierung des Stoffes paßt nicht zum Amt eines
Papstes und auch nicht zum Stoff selbst. Jenseits des Glaubens, im rechtsfreien Raum sozusagen, soll das
Thema erörtert werden. War aber schon vorher klar, wovon ich rede; nur Atha kann es nicht lesen. Atha
antwortet auf Dinge, die hier nicht Thema sind; schießt mit Hackblei auf den Spatz, weil er meint, daß
von 1000 Vorwürfen einer treffen müßte und 999 gehen daneben. Man hat langsam den Eindruck es mit einem
Kranken zu tun zu haben.
nachvollziehbar ist, dass die meisten hier die werke von „papa ratzinger“ nicht verstehen – man lässt
sich ja auf +.net gerne predigten auf dem theologischen niveau von „pater“lingen halten…
#19 AthanasiusII 15:20:40 | Samstag, 14. April 2007
@Karlm Murx Sie erklären nur, was Ihrer Meinung nach ein Papst Ihnen zu erklären ‘hat’, als dürfe kein
Papst theologische Bücher mehr schreiben. Sie machen sich selbst zum Massstab aller Dinge. Ich schätze
Sie als Person, aber bitte lasse solche Offenbarungen weg. Die zeigen nur auf, dass es um Verlangen und
Forderung nach Idealpapst geht, sonst wird die „Sede Vacante“-Keule gezwungen. Zeigen Sie mir mal auf,
was im Buche glaubenswidrig ist. Ich habe mich schon längst mit den unglaubwürdigen Argumenten des Most
Holy Family Monastery auseinandergesetzt, die Quellen gelesen, und im Kontext keine Häresien gefunden.
Wer selektiv zitiert, wird am Ende sogar dem Herrgott, dem eigentlichen Autor der Hl. Schrift, selbst
Häresie vorwerfen. Ratzinger is eine schwierige Persönlichkeit seiner Geschichte her. Aber das rechtfertigt
noch keine Urteile seitens Laien. Auch keine Feststellungen. Dass Benedikt XVI. hier vom Antichristen
spricht und sich gegen die nur vorgeblich wissenschaftliche aber am Ende nur negative ‘historisch-kritische
Exegese’ wendet und Selektivzitierungen ‘Geist des Antichristen’ nennt mit dem Russen, zeigt auf, dass
Benedikt XVI. sich vielleicht doch unserer zeitlichen Ära Endzeit bewusst ist. Auch wenn Sie ihn nur
für ‘Pseudopapst’ halten. Dennoch spüre ich Brüche in den Argumenten und der „Vakanzsicherheit“ von
Ihnen aufkommen.
@Karl Murx-THeo STuss Dann sind wir bei der pertinacitas angelangt. Hartnäckig leugnet Benedikt XVI.
keine Dogmen, auch wenn Sie ihm das understellen (und dem Paul VI.-Ritus der Bischofsweihe). Denn wer
nur scheinbar eine glaubenswidrige Aussage macht, ist noch nicht de jure des Amtes enthoben. Nur wer dies
hartnäckig darstellt. Zudem hat Benedikt XVI. in seiner Rede in Warschau – beim sonstigen Handkommuniontheater
der Novus Ordo-Liturgie – klargestellte, dass er den Relativismus verdammt, der sogar die Glaubenswahrheiten
von den Umständen der Geschichtlichen Evolution abhängig mache und beliebig ändere. Auch hat er dort
2005 gesagt, dass die Religionsfreiheit von DH eine praktische Massnahme ist und keine moralische Religionsfreiheit
darstellt, da dieser nur der Wahrheit zukomme. @Christus Vincit: Natürlich ist Christus eine göttliche
Person. Keine zwei. Wer aber Texte aus dem Kontext reisst, wie z.B. die Sedis die behaupten Ratzinger
habe die Auferstehung von den Toten am Ende der Zeiten geleugnet, hat an der Wahrheit und Argumente gegen
seine Sedisvakanz-Thesen keinen Bedarf. Ich sehr wohl, obwohl ich mich ernsthaft mit SV-These auseinandersetze
wegen Assisi 1986 usw. Ratzinger hat in seiner Schrift – habe ich nachstudiert – nur den Dualismus, verurteilt.
Sagte, nicht nur Fleische stehe dann auf, sondern auch die Seele, also die ganze menschliche Person. Das
war völlig orthodox. Aber Erbitterte konstruierten daraus eine Häresie. Was Lüge war.
Kehrtwende in Sicht? Wenn es stimmt, daß Joseph Ratzinger/„Papst Benedikt XVI.“ in seinem neuen Jesusbuch
„gnadenlos … mit den wichtigsten Vertretern der von ihm so verachteten ‘liberalen Theologie“ abrechnet
und vorgibt, „die Glaubwürdigkeit der Evangelisten“ stehe für ihn „nicht in Frage“ (Kallinger/Krischer,
Die Offenbarung des Benedikt, in: FOCUS Nr. 15, 7.4.07, 50-58, 56), wenn er darin wirklich Positionen
vertritt wie, dass Jesus Gottes Sohn ist, hätten schon seine Jünger „gewusst“, das Neue Testament lege
davon Zeugnis ab, „wer … die Evangelien wirklich lese, der spüre deutlich, dass bereits die Zeugen
Jesu von dessen Einzigartigkeit, von dessen radikalem Anderssein, von dessen Göttlichkeit gewusst haben
mussten“ oder „wer sage, alle Religionen seien nur Annäherungen an das Unfassbare und von daher gleich
unvollkommen und gleich berechtigt, der verabschiede sich vom christlichen Gottesbegriff, der ja von einer
(!) höchsten Person und nicht von einer ewigen Person ausgehe“ und „das Wesen Jesu werde verkannt…(.
Er) werde nur noch wahrgenommen als einer, der Gott ‘in besonderer Weise erfahren habe’, aber nicht mehr
als Mensch, ‘der Gott ist’“ (aaO, 55) legt er damit – abgesehen von der häretischen „einen göttlichen
Person“ – eine grundlegende Kritik auch und gerade an vielen pseudokatholischen Theologieprofessoren vor.
Wenn Ratzinger/B16 sich wirklich für den Papst hält, müsste er diesen hehren Worten dann auch einschneidende
Maßnahmen, z.B. Entziehung der Missio canonica, folgen lassen…!
Vielleicht ja nur eine neue Finanzierungsquelle für den Vatikan. Motu proprios lassen sich halt nicht
so gut verkaufen. Ein Bestsellerautor als Papst, das gab es bisher jedenfalls noch nicht.
Man stelle sich vor, Jesus würde sich so an die Menschen wenden: Also, ich will mich hier an die Menschen
wenden als Mensch und nicht unbedingt als Messias. Es steht jedem frei mir zuzustimmen, oder zu widersprechen,
denn ich will mich ja nur mit den Aussagen in der Schrift über den Messias auseinandersetzen und wie
sie jeweils interpretiert werden. Ich will aber jeden dazu einladen, den Propheten ihre Aussagen über
den Messias einfach mal zuzutrauen, ganz egal, ob es …äh…einen Jesajas, Deutero-Jesajas, oder einen
dritten Jesajas gegeben hat, oder nicht; oder am Ende nur einen einzigen; ob Elias mit einem Feuerwagen
von Gott entrückt worden war, oder nicht. Ich will mich hier…öh…, jenseits von Gut und Böse, in
populärwissenschaftlicher Weise mit allem auseinandersetzen, was sich als wissenschaftlich ausgibt. B16
begeht einen Fehler: ein Papst, mindestens behauptet er es zu sein, kann nicht falsche Dinge über den
Menschensohn vertreten, mit der Entschuldigung, „du kannst mir ja widersprechen“. Er kann auch keine wahren
Dinge über Christus so vortragen, Dinge, denen ich schon von Glaubens wegen gezwungen bin, mit göttlichem
Gehorsam zuzustimmen, um dann so zu tun, als könne ich daran zweifeln. Ein Papst hat mir Jesus so darzulegen,
daß ich daran nicht zweifeln kann. Das alles schmeckt nach den Dingen, die der hl. Pius X. in Pascendi
über die Modernisten geschrieben hatte: sie tun immer so als wären sie auf der Suche nach der Wahrheit.
Widerspricht einer, so ziehen sie sich zurück und sagen, „es war ja nur eine These“.
Vielleicht bewirkt er Gutes… Dann dreht Joseph Ratzinger den Spieß um: Heute betreiben Theologen »mit
der Gebärde hoher Wissenschaftlichkeit« das Geschäft des »Antichrist«.“ Wenn das hier wirklich seine
Auffassung ist, dann hat er aber den Vogel abgeschossen. Konsequenzen? Man kann Benedikt natürlich Unaufrichtigkeit
unterstellen. Zum einen sagt er also er will die Methoden der modernen Bibelverdrehung nicht in Frage
stellen, zum anderen übt er aber dann doch leise Kritik daran. Das ist so eine Art, die ich jetzt einmal
als „listig“ oder „schlüpfrig“ bez. möchte und die doch sein ganzes Auftreten prägt und eine natürliche
Charaktereigenschaft von ihm zu sein scheint, bewußt oder unbewußt. Er will natürlich das Image der
Kirche wahren und sich keine Blöße geben. Es scheint fast so, als wolle er einen Kurswechsel herbeiführen
aber in der Art einer Trance, einer Verführung, quasi unbemerkt. Leise und unscheinbar übt er Kritik,
ohne Namensnennung, ohne persönliche Angriffe, ohne harte, reale Konsequenzen testet er die Grenzen des
Zuträglichen. Es ist alles sehr abstrakt, aber vielleicht hat das mehr Erfolg, als nur scharfe Forderungen
zu stellen. Vielleicht muß man die Menschen tatsächlich mit etwas List dazu bewegen, wieder an das Zeugnis
des Heilands zu glauben, in so anzunehmen wie er ist. Wenn Benedikt in seinem Buch die reale Sehnsucht
nach ihm von neuem wecken kann so ist das einmal kein Fehler. Ob es Jesus gefällt? Wer weiß. Vielleicht
liest er auch keine Bücher.
Kreuz.net demaskiert und blamiert sich Die Einleitung zu diesem Pressespiegel zeigt endgültig, wes Geistes
Kind die Redaktion von Kreuz.net ist. Katholisch ist sie jedenfalls nicht, denn ein Katholik maßt sich
nicht an, dem Papst vorzuschreiben, womit er seine freie Zeit zu verbringen hat. Und die gesammelten Pressesplitter
beweisen ja gerade, daß Kreuz.net Unrecht hat. Das neue Buch wird weltweit Millionen Menschen ein laden,
sich aufs neue mit der Gestalt und Person Jesu Christi zu beschäftigen; viele werden eine Vertiefung
ihres Glaubens erfahren, vielen anderen wird sich die Schönheit und Herrlichkeit des Glaubens an den
Gottessohn eröffnen. (Und das Geunke der chronischen Nörgler, Miesmacher und theologischen Zwerge können
wir getrost vergessen.)
Zumindest wissen wir jetzt, warum das Motu Proprio nicht fertig wird. Es gab Wichtigeres zu tun. Nun da
das Buch fertig ist geht es an der anderen Baustelle hoffentlich wieder weiter.
Frechheit. „Statt die katholische Wahrheit zu verkünden, beschäftigt er sich mit exegetischen Märchen
aus den letzten beiden Jahrhunderten.“ Dieser Satz der kreuz.net-Redaktion ist eine Frechheit. Um sich
mit den „Märchen“ wissenschaftlich auseinandersetzen zu können, dazu braucht man ein hohes intellektuelles,
theologisches und philosophisches Niveau, und das hat unser Papst – Gott sei Dank, denn auch das ist eine
Gabe des Heiligen Geistes. Die exegetischen Märchen geistern geradezu allgegenwärtig in den Köpfen
von Christen und Nichtchristen herum, und da ist es ein großes Verdienst, wenn man es fertigbringt, sie
kompetent zu behandeln und doch auf die katholische Wahrheit zurückzulenken. Noch bevor ich das Buch
gelesen habe, bin ich bei Joseph Ratzinger sicher, daß er darin nichts anderes tut, als Jesus Christus
zu verkündigen. Denn abgesehen davon, daß er ein Intellektueller ist, ist er auch tieffromm katholisch.
Und ein Nachrichtenportal, in dem solche Frechheiten gegen den Papst geschrieben werden, wird von jetzt
an keine Meinungsäußerungen von meiner Seite mehr bekommen, denn sonst könnte es so aussehen, als solidarisierte
ich mich mit ihnen. Adieu! Gunther Maria Michel.
Endlich: der Anti-Küng Was Benedikt XVI von der Küngschen, Drewermannschen, Ranke-Heinemannschen Theologie
hält, hätte man eigentlich schon in seiner berühmten Vorlesung „Einführung in das Christentum“ nachlesen
können. Nur das Drewermann, Küng und Ranke-Heinemann damals (anno 1968!!) ihre geschwätzigen und erkenntnisarmen
Schmonzetten noch nicht auf den nach antikatholischer Literatur gierenden Markt geworfen hatten. (Wobei
ich auch noch , ach, fast alle Schmonzetten gelesen habe).Benedikt hatte sich allerdings mit weit bedeutenderen
Theologen, als da wären Bultmann und von Harnack auseinanderzusetzen. Doch wie man sieht werden der liberalen
Theologie meist protestantischer Prägung immer neue dumme Kinder geboren. Es wurde also Zeit, daß dem
Buch von 68 ein neues Buch nachfolgte. Das Zeitalter der sogenannten liberalen, angeblich historisch-kritischen
Theologie geht zuende. Dieses Buch ist hoffentlich der angemessene Schlußstrich. Nun mag man der Auffassung
sein, daß Josef Ratzinger besser Professor geblieben wäre. Nun, als gläubige Katholiken wissen wir
doch, daß der Herr es anders entschied, und daß das Wahlgremium, erleuchtet vom Heiligen Geiste, den
Professor zum Papst ernannte. Der Herr also wollte dieses Buch als Buch eines Professors, der zu seinem
Leidwesen Papst werden mußte. Gelobt sei Jesus Christus.
Wie schön Wie schön, dass der Heilige Vater sich die Souveränität bewahrt hat, selbst zu entscheiden,
womit er seine „kostbare Zeit“ verbringt. Da braucht er keinen Rat von kotz.net.
Catholicus, Zustimmung! Wie man an Küng, Drewermann und Ranke-Heinemann sieht, können auch theologische
Fachpublikationen Bestsellerlisten anführen. Warum sollte gerade der Papst darauf verzichten, sich als
Theologe an eine interessierte Leserschaft zu wenden? Benedetto nutzt – ganz wie sein Vorgänger – die
Medien (die audiovisuellen und die Printmedien!) für seine Kernaufgabe: er ist Menschenfischer !
Danke, Papst Benedikt! Ich bin dem Heiligen Vater dankbar für dieses Buch, in welchem er – wie es seine
Aufgabe als Nachfolger Petri ist – ein deutliches Bekenntnis zu Jesus Christus, dem Herrn und Messias,
ablegt. Vielleicht wird gerade der neue, unaufdringliche Stil viele zu einem vertieften Nachdenken führen
und damit das Tor für die Annahme der Glaubensgnade öffnen. Wer das Papstbuch deshalb kritisiert, weil
es zu theologisch ist (in der kreuz.net-Diktion: „Wer soll das verstehen?“), der stellt den theologischen
Auftrag der Kirche als solchen in Frage, welcher stets ein gläubiges Nachdenken sein soll über das,
was Gott uns um unseres Heiles geoffenbart hat.
Kleine Berichtigung der Kölner Rundschau: Es war Wladimir Solowjew www.kathpedia.com/index.php?title=Wladimir…
und nicht irgendein ein „Michail“, der die Erzählung vom Antichristen geschrieben hat.
katholische Nachrichten? Der Papst widmet seine kostbare Zeit nicht nur dem Lehramt, sondern auch einem
privaten Buch. Statt die katholische Wahrheit zu verkünden, beschäftigt er sich mit exegetischen Märchen
aus den letzten beiden Jahrhunderten. So ist man mit dem hier seit langem betriebenen Bischofsbashing
nun auch beim Hl. Vater angekommen.