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Samstag, 14. April 2007 17:52
Schwimmen mit dem Strom
Die deutschen Bischöfe unterstützen den massiven und familienfeindlichen Ausbau von Kinderkrippen. Kritik gab es nur und erneut für den Mitbruder aus Augsburg.
Während der Bischofskonferenz feiern die Prälaten die Messe von den Kirchenbänken aus mit
Während der Bischofskonferenz feiern die Prälaten die Messe von den Kirchenbänken aus mit
(kreuz.net, Reute) Vom 10. bis zum 13. April versammelten sich die 71 deutschen Bischöfe zu ihrer Frühjahrs- Vollversammlung im Kloster Reute – unweit von Bad Waldsee bei Ravensburg in Süddeutschland.

Heute Samstag hielt der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, in Mainz die abschließende Pressekonferenz.

Wie bei der Eröffnung der Vollversammlung fiel Kardinal Lehmann erneut über seinen Augsburger Mitbruder, Bischof Walter Mixa, her.

Noch am Dienstag hatte Bischof Mixa in der Fernsehsendung ‘Tagesthemen’ des ‘Ersten Deutschen Fernsehens’ behauptet, daß Kardinal Lehmann seine Ansichten zur Familienpolitik teile.

Doch heute Samstag widersprach der Kardinal: Er sei mit der privaten, „etwas globalen“ Einschätzung von Bischof Mixa „nicht einverstanden“.

Dafür begrüßte der Kirchenfürst den von der deutschen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen geplanten Ausbau der Krippenplätze für Kleinkinder.

Die Kirche sei bereit, beim Ausbau der Kinderbetreuung mitzuwirken, wenn die Finanzierung geklärt sei. Eine Finanzierung auf Kosten anderer familienbezogenen Leistungen lehnte der Kardinal ab:

„Viele Familien sehen sich zur Berufstätigkeit beider Elternteile veranlaßt. Daher ist ein Ausbau der Plätze für frühkindliche Betreuung und Erziehung erforderlich.“

Allerdings dürfe der Staat nicht nur jenes Lebensmodell fördern, bei dem beide Eltern möglichst schnell wieder in den Beruf einsteigen.

Es könne nicht sein, daß jene, die diesen Weg nicht gehen, benachteiligt würden. Familien dürften nicht zu einem einheitlichen Modell der Kinderbetreuung gedrängt werden.

Antwort auf den Niedergang
Als weiteres Thema der diesjährigen Frühjahrs-Vollversammlung behandelten die deutschen Bischöfe „pastorale Neuordnungen der Diözesen“.

Sie erkannten, daß die größeren pastoralen Einheiten angeblich „mehr Vielfalt“ ermöglichten. So steht es jedenfalls in der 17seitigen Pressemitteilung der Bischofskonferenz.

Die Pfarreiengemeinschaft beziehungsweise die größere Pfarrei strahlt – nach Angaben der Bischöfe – jene Weitherzigkeit aus, die für die katholische Kirche immer prägend gewesen sei.

Liturgie
Wie erwartet nahm die Bischofskonferenz die überarbeitete ‘Allgemeine Einführung in das Römische Meßbuch’ sowie das ‘Ergänzungsheft zum Deutschen Meßbuch’ an. Das Ergänzungsheft beinhaltet Meßformulare der in jüngerer Zeit kanonisierten Heiligen und Seligen.

Die Bischofskonferenz geht davon aus, daß beide Texte auch von der österreichischen und der schweizer Bischofskonferenz angenommen werden.

Für das neue Gotteslob beginnt am 1. Advent ein Testlauf. In 190 repräsentativen Pfarreien soll bis Pfingsten 2008 ein Vorabdruck verwendet werden.

Die Überarbeitung des Rituale „Die kirchliche Begräbnisfeier“ ist noch nicht abgeschlossen. Die Bischöfe stehen noch im Gespräch mit der Gottesdienstkongregation.

© Bild: Deutsche BischofskonferenzWeitere Bilder der Frühjahrs-Vollversammlung 2007
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 143 Lesermeinungen:
Montag, 16. April 2007 13:37
Sirilo: @Lutheraner: Können Sie nicht lesen?
Nicht Ihnen habe ich geschrieben, sondern dem Leser „Luther“ (auf sein Posting vom 14.04., 21.46). Mit Ihnen habe ich keinen Meinungsaustausch.

Es ist mir deshalb unerfindlich, warum Sie mich so heftig persönlich angehen. Ich bin übrigens noch kein Opa, aber Sie sind auf jeden Fall ein Ignorant, ein Griesgram und ein Rüpel.
Montag, 16. April 2007 12:52
Lutheraner: @ Sirilo – Hört Ihnen niemand zu?
Sirilo: @LutherWoher kommt Ihre paranoide Befürchtung, es gehe um die Abschaffung der Familie?

Halten Sie das für einen gelungenen Einstieg in eine ernste Diskussion?
Nicht nur, daß Sie ignorant sind, mein Nick ist nicht „Luther“, Sie haben nicht mal den Artikel gelesen und politisch machen Sie einen desolat unbeleckten Eindruck.

Ich weiß gar nicht, wie Sie sich dazu versteigen können, einem Wildfremden seine povinziellen Familiendramen als weltpolitisches Ereignis anzubieten? Hört Ihnen u Hause niemand mehr zu?

Wenn Ihre Familie Opa für einen störrischen Quälgeist hält, vor dem man am besten die Flucht antritt, dann liegt das an Ihnen.

Mich interessiert das ehrlich gesagt auch alles nicht.

Herzliche Grüsse
Sonntag, 15. April 2007 23:09
Genoveva: @Ministrant: Schneidig, schneidig, …
aus Ihnen kann ja noch ein zünftiger Inquisitor werden – und da heißt es immer, in den Seminarien würden heutzutage nur Weicheier großgezogen.

Sicher werden Sie auf der Grundlage Ihrer fundierten kirchenrechtlichen Kenntnisse ganz bald erläutern, warum Bruder Artois wegen seines auf die Deutschen Bischöfe zielenden „Semper reformanda“-Wunsches (ich teile seine Einschätzung so nicht!) der Exkommunikation verfallen ist?
Sonntag, 15. April 2007 23:02
Gotthard: pseudobischof
der Pseudobischof und Obere des Tradi-Vereins hat einen sehr klaren Blick:
Es gebe nicht viele traditionell gesinnte Gläubige und Priester. Große Anstrengungen würden notwendig sein, dem Alten Ritus wieder zu seiner Ehre zu verhelfen.
Sonntag, 15. April 2007 20:29
Romulus: @Ministrant
Ich rate Dir: Studiere noch ein paar Semester, mache Dein Vordiplom, Dein Freijahr (zwei Freisemster), lass Jahre ins Land gehen und werde älter. Hier sind Leute, deren Augen schon mehr gesehen haben als Schule, Uni, Bücher und Priesterseminare. Deine reflexartig geifernde Art stößt einfach nur ab. Ich habe Seminaristen erlebt, die fingen so an und am Ende des Studiums fuhren Sie einen Kinderwagen. Wobei ich nichts gegen Mütter und Kinder habe.
Sonntag, 15. April 2007 18:23
Ministrant: @Artois
Ach mir egal, dass müssen sie mit ihrem Gewissen ausmachen…

Ich muss jetzt zur Vesper in die Seminarkapelle.
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