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Sonntag, 15. April 2007 13:58
Das neue Heilmittel gegen die Irrtümer
„Die Kirche hat den Irrtümern immer widerstanden und sie oft verurteilt, manchmal mit großer Strenge. Heute möchte die Braut Christi lieber das Heilmittel der Barmherzigkeit als die Waffe der Strenge anwenden“. Aus der Rede zur Eröffnung des Zweiten Vatikanums von Johannes XXIII. († 1963).
Zweites Vatikanum
Zweites Vatikanum
(kreuz.net) Am Beginn des Zweiten Vatikanischen Ökumenischen Konzils ist es so klar wie eh und je, daß die Wahrheit des Herrn in Ewigkeit gilt.

Wir beobachten ja, wie die ungewissen Meinungen der Menschen im Lauf der Zeiten einander ablösen. Die Irrtümer erheben sich oft wie ein Morgennebel, den bald die Sonne verscheucht.

Die Kirche hat diesen Irrtümern zu allen Zeiten widerstanden und sie oft verurteilt, manchmal mit großer Strenge. Heute dagegen möchte die Braut Christi lieber das Heilmittel der Barmherzigkeit als die Waffe der Strenge anwenden.

Sie glaubt, daß es den heutigen Umständen angemessener ist, die Kraft ihrer Lehre ausführlich zu erklären statt zu verurteilen.

Das bedeutet nicht, daß es keine falschen Lehren und keine gefährlichen Meinungen gibt, die man vermeiden und zerstreuen muß.
Papst Johannes XXIII.
Die Menschen erkennen selber immer mehr, daß es sehr auf die Würde der menschlichen Person und die daraus folgenden Verpflichtungen ankommt.


Aber diese widerstreiten so offensichtlich den rechten Grundsätzen der Ehrlichkeit und haben so verheerende Früchte gezeitigt, daß die Menschen heute bereits von sich aus solche Lehren verurteilen.

Das gilt besonders von jenen Ansichten, die Gott und seine Gebote verachten, sowie vom blinden Vertrauen auf den technischen Fortschritt und auf einen Wohlstand, der sich nur auf den Lebenskomfort stützt.

Die Menschen erkennen selber immer mehr, daß es sehr auf die Würde der menschlichen Person und die daraus folgenden Verpflichtungen ankommt.

Was aber am meisten zählt: Sie haben aus Erfahrung gelernt, daß die Anwendung von äußerer Gewalt gegen andere sowie das Rüstungspotential oder die politische Vorherrschaft nicht ausreichen, um ihre schweren Probleme erfolgreich zu lösen.

Angesichts dieser Lage erhebt die katholische Kirche durch dieses Ökumenische Konzil die Leuchte der Glaubenswahrheit.

Sie will sich so als eine sehr liebevolle, gütige und geduldige Mutter erweisen, voller Erbarmung und Wohlwollen ihren Kindern gegenüber, die sie verlassen haben.
Papst Johannes XXIII.
Die Menschen haben aus Erfahrung gelernt, daß die Anwendung von äußerer Gewalt gegen andere sowie das Rüstungspotential oder die politische Vorherrschaft nicht ausreichen, um ihre schweren Probleme erfolgreich zu lösen.


Schon Petrus sagte einst im Blick auf eine Menschheit, die unter großen Nöten litt, zu einem Armen, der ihn um ein Almosen bat: „Gold und Silber besitze ich nicht, doch was ich habe, gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf, und gehe umher!“ (Apg 3,6).

Die Kirche bietet den modernen Menschen keine vergänglichen Reichtümer und auch kein irdisches Glück. Sie schenkt ihnen vielmehr die Gaben der göttlichen Gnade, die den Menschen zur Würde der Gotteskindschaft erheben und zur echten Bewahrung und Förderung des menschlichen Lebens dienen.

Sie öffnet ihnen die lebendigen Quellen ihrer Lehre, welche die Menschen mit dem Lichte Christi erleuchten, so daß sie erkennen können, wer sie in Wahrheit sind, welche Würde ihnen zukommt und welchem Ziel sie nachzustreben haben.

Schließlich verbreitet sie durch ihre Söhne überall die Fülle der christlichen Liebe, die am besten jeden Streit beseitigt und Einheit, gerechten Frieden und brüderliche Einheit bewirkt.

Nächsten Mal: Konziliäre Wunschträume?
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
6. Das neue Heilmittel gegen die Irrtümer
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 11 Lesermeinungen:
Montag, 16. April 2007 06:15
Morgenrot: @Bruder Theophil
Woher wissen Sie das mit dem Luther und der Frau Schwarzer? Hatten Sie eine „Erscheinung“, die Ihnen das mitgeteilt hat, oder woher nehmen Sie Ihre Behauptung?
Sonntag, 15. April 2007 22:37
Stimme aus dem kreuts.net: Ist Ihnen diese Information
von autorisierter Seite bestätigt worden?
Sonntag, 15. April 2007 22:35
Bruder Theophil: Martin Luther…
…wird in der Hölle schon bald eine willenlose Konkubine erhalten. Alice Schwarzer. Dann hat die liebe Seele ruh…
Sonntag, 15. April 2007 22:17
Graf von Galen: Wider VII
Das ist eines der Hauptübel von VII, daß die Ketzereien der Theologen kaum noch bekämpft werden.
Sonntag, 15. April 2007 21:57
vdmiae: kein Irrtum Luthers
Ganz so stimmt es wohl nicht. Gerade Luther hat darauf bestanden, dass die Worte Christi „Das ist mein Leib!“ weiter und wortwörtlich so gelten, gegen Zwinglianer, Calvinisten und alle möglichen Schwärmer und zugegeben auch gegen das, was die meisten Evangelischen heute glauben. Gerade bei der Gegenwart Christi im Sakrament ist er sich sicher weit einiger mit allen katholischen Christen als mit vielen sogenannten Lutheranern.
Er hatte halt nur was gegen Aristoteles. Deshalb sein Problem mit der Transsubstantionslehre.

Und zur Hölle: Dass es ist eine Hölle gibt, sind wir uns alle einig (oder?). Nur hoffen manche, dass sie leer ist, andere hoffen dort ihre Feinde leiden zu sehen.

Dass der Grundsatz „allein Gottes Wort“ so absolut oft problematisch ist, wenn man die Bedeutung der Tradition völlig abstreitet, stimmt. Und auch bei der Gefahr einer Ökumene von allen Religionen muss ich nachtlerne recht geben.
Sonntag, 15. April 2007 21:35
Nachtlaterne: großirrtum luthers
luther hat zweifellos dreck entdeckt aber er hat das kind mit dem bade ausgeschüttet. wenn jesus sagt: „dies ist mein leib!“ dann hat ein herr luther nicht das recht diese worte jesu einerseits genau zu übersetzen andererseits aber zu behaupten es handele sich nur um eine erinnerung. wer muß sich also auf wen zubewegen?

und: wie kommen die evangelischen (und zunehemnd auch katholiken) dazu die existenz der hölle zu leugnen obwohl jesus selbst über 30 mal davon spricht???

sie sagen laut und stolz: „nur das wort gottes allein“ aber das gegegnteil ist in ganz zentralen fragen der fall

aber nicht alleine das es um die differenzen zwiwschen katholisch und evangelisch ginge, jetzt wollen sie eine weltökumene die christus als götze und götzen gleichschaltet.

seid wachsam, mahnt die bibel, denn der teufel geht herum wie ein brüllender löwe und sucht wen er verschlingen kann.
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