Zweites Vatikanum
Das neue Heilmittel gegen die Irrtümer
„Die Kirche hat den Irrtümern immer widerstanden und sie oft verurteilt, manchmal mit großer Strenge. Heute möchte die Braut Christi lieber das Heilmittel der Barmherzigkeit als die Waffe der Strenge anwenden“. Aus der Rede zur Eröffnung des Zweiten Vatikanums von Johannes XXIII. († 1963).
Zweites Vatikanum
Zweites Vatikanum
(kreuz.net) Am Beginn des Zweiten Vatikanischen Ökumenischen Konzils ist es so klar wie eh und je, daß die Wahrheit des Herrn in Ewigkeit gilt.

Wir beobachten ja, wie die ungewissen Meinungen der Menschen im Lauf der Zeiten einander ablösen. Die Irrtümer erheben sich oft wie ein Morgennebel, den bald die Sonne verscheucht.

Die Kirche hat diesen Irrtümern zu allen Zeiten widerstanden und sie oft verurteilt, manchmal mit großer Strenge. Heute dagegen möchte die Braut Christi lieber das Heilmittel der Barmherzigkeit als die Waffe der Strenge anwenden.

Sie glaubt, daß es den heutigen Umständen angemessener ist, die Kraft ihrer Lehre ausführlich zu erklären statt zu verurteilen.

Das bedeutet nicht, daß es keine falschen Lehren und keine gefährlichen Meinungen gibt, die man vermeiden und zerstreuen muß.
Papst Johannes XXIII.
Die Menschen erkennen selber immer mehr, daß es sehr auf die Würde der menschlichen Person und die daraus folgenden Verpflichtungen ankommt.


Aber diese widerstreiten so offensichtlich den rechten Grundsätzen der Ehrlichkeit und haben so verheerende Früchte gezeitigt, daß die Menschen heute bereits von sich aus solche Lehren verurteilen.

Das gilt besonders von jenen Ansichten, die Gott und seine Gebote verachten, sowie vom blinden Vertrauen auf den technischen Fortschritt und auf einen Wohlstand, der sich nur auf den Lebenskomfort stützt.

Die Menschen erkennen selber immer mehr, daß es sehr auf die Würde der menschlichen Person und die daraus folgenden Verpflichtungen ankommt.

Was aber am meisten zählt: Sie haben aus Erfahrung gelernt, daß die Anwendung von äußerer Gewalt gegen andere sowie das Rüstungspotential oder die politische Vorherrschaft nicht ausreichen, um ihre schweren Probleme erfolgreich zu lösen.

Angesichts dieser Lage erhebt die katholische Kirche durch dieses Ökumenische Konzil die Leuchte der Glaubenswahrheit.

Sie will sich so als eine sehr liebevolle, gütige und geduldige Mutter erweisen, voller Erbarmung und Wohlwollen ihren Kindern gegenüber, die sie verlassen haben.
Papst Johannes XXIII.
Die Menschen haben aus Erfahrung gelernt, daß die Anwendung von äußerer Gewalt gegen andere sowie das Rüstungspotential oder die politische Vorherrschaft nicht ausreichen, um ihre schweren Probleme erfolgreich zu lösen.


Schon Petrus sagte einst im Blick auf eine Menschheit, die unter großen Nöten litt, zu einem Armen, der ihn um ein Almosen bat: „Gold und Silber besitze ich nicht, doch was ich habe, gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf, und gehe umher!“ (Apg 3,6).

Die Kirche bietet den modernen Menschen keine vergänglichen Reichtümer und auch kein irdisches Glück. Sie schenkt ihnen vielmehr die Gaben der göttlichen Gnade, die den Menschen zur Würde der Gotteskindschaft erheben und zur echten Bewahrung und Förderung des menschlichen Lebens dienen.

Sie öffnet ihnen die lebendigen Quellen ihrer Lehre, welche die Menschen mit dem Lichte Christi erleuchten, so daß sie erkennen können, wer sie in Wahrheit sind, welche Würde ihnen zukommt und welchem Ziel sie nachzustreben haben.

Schließlich verbreitet sie durch ihre Söhne überall die Fülle der christlichen Liebe, die am besten jeden Streit beseitigt und Einheit, gerechten Frieden und brüderliche Einheit bewirkt.

Nächsten Mal: Konziliäre Wunschträume?
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Es jubelt die Mutter Kirche 2. Warum ein neues Konzil? 3. „Wir sind völlig anderer Meinung als diese Unglückspropheten“ 4. Worin liegt die Hauptaufgabe des Konzils? 5. Seiltanz zwischen Lehre und Pastoral
6. Das neue Heilmittel gegen die Irrtümer
7. Konziliäre Wunschträume?
      
11 Lesermeinungen
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#11   Morgenrot   06:15:29 | Montag, 16. April 2007
@Bruder Theophil
Woher wissen Sie das mit dem Luther und der Frau Schwarzer? Hatten Sie eine „Erscheinung“, die Ihnen das mitgeteilt hat, oder woher nehmen Sie Ihre Behauptung?
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#10   Stimme aus dem kreuts.net   22:37:32 | Sonntag, 15. April 2007
Ist Ihnen diese Information
von autorisierter Seite bestätigt worden? ;-)
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#9   Bruder Theophil   22:35:48 | Sonntag, 15. April 2007
Martin Luther…
…wird in der Hölle schon bald eine willenlose Konkubine erhalten. Alice Schwarzer. Dann hat die liebe Seele ruh…
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#8   Graf von Galen   22:17:57 | Sonntag, 15. April 2007
Wider VII
Das ist eines der Hauptübel von VII, daß die Ketzereien der Theologen kaum noch bekämpft werden.
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#7   vdmiae   21:57:11 | Sonntag, 15. April 2007
kein Irrtum Luthers
Ganz so stimmt es wohl nicht. Gerade Luther hat darauf bestanden, dass die Worte Christi „Das ist mein Leib!“ weiter und wortwörtlich so gelten, gegen Zwinglianer, Calvinisten und alle möglichen Schwärmer und zugegeben auch gegen das, was die meisten Evangelischen heute glauben. Gerade bei der Gegenwart Christi im Sakrament ist er sich sicher weit einiger mit allen katholischen Christen als mit vielen sogenannten Lutheranern.
Er hatte halt nur was gegen Aristoteles. Deshalb sein Problem mit der Transsubstantionslehre.
Und zur Hölle: Dass es ist eine Hölle gibt, sind wir uns alle einig (oder?). Nur hoffen manche, dass sie leer ist, andere hoffen dort ihre Feinde leiden zu sehen.
Dass der Grundsatz „allein Gottes Wort“ so absolut oft problematisch ist, wenn man die Bedeutung der Tradition völlig abstreitet, stimmt. Und auch bei der Gefahr einer Ökumene von allen Religionen muss ich nachtlerne recht geben.
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#6   Nachtlaterne   21:35:19 | Sonntag, 15. April 2007
großirrtum luthers
luther hat zweifellos dreck entdeckt aber er hat das kind mit dem bade ausgeschüttet. wenn jesus sagt: „dies ist mein leib!“ dann hat ein herr luther nicht das recht diese worte jesu einerseits genau zu übersetzen andererseits aber zu behaupten es handele sich nur um eine erinnerung. wer muß sich also auf wen zubewegen?
und: wie kommen die evangelischen (und zunehemnd auch katholiken) dazu die existenz der hölle zu leugnen obwohl jesus selbst über 30 mal davon spricht???
sie sagen laut und stolz: „nur das wort gottes allein“ aber das gegegnteil ist in ganz zentralen fragen der fall
aber nicht alleine das es um die differenzen zwiwschen katholisch und evangelisch ginge, jetzt wollen sie eine weltökumene die christus als götze und götzen gleichschaltet.
seid wachsam, mahnt die bibel, denn der teufel geht herum wie ein brüllender löwe und sucht wen er verschlingen kann.
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#5   Lutheraner   20:45:59 | Sonntag, 15. April 2007
Der Untergang
„Die Irrtümer erheben sich oft wie ein Morgennebel, den bald die Sonne verscheucht.“
Manch beissender Rauch scheint erst wie Nebel, der plötzlich erstickend sich ausbreitet. Da hilft keine Sonne, sondern der Löschzug mit einer Rettungsleiter.
„Heute dagegen möchte die Braut Christi lieber das Heilmittel der Barmherzigkeit als die Waffe der Strenge anwenden. Sie glaubt, daß es den heutigen Umständen angemessener ist, die Kraft ihrer Lehre ausführlich zu erklären statt zu verurteilen.“
Was für ein Geschwafel … schade, daß die Sonne nur Morgennebel verscheucht und keine präpositionalen Irritationen!
Wir haben ausführlich erfahren, daß Weinarbeit, Kriechertum und Kleinmut die Waffen der Christen sind, um ihren Glauben zu verbreiten und Niedertracht und Bosheit in der Welt zu bekämpfen. Dies neue „Heilmittel“ ist so neu nicht und kommt daher wie grausames Ächzen im Gebälk einer untergehenden Judensekte.
Der alte Gesteinshaufen hängt am Tropf, Rettung ist unmöglich, denn: je später Krankheiten auftreten, um so gefährlicher und tödlicher verlaufen sie.
Wir werden verstoßen. Da sollte sich keiner Bitten lassen, austreten, bevor das Unheil über einem zusammenbricht.
Es gibt auch keinen Grund für Trauer. Die Seele war lang fort, jetzt folgt bloß das Gebein.
„Wir Deutschen fürchten Gott, aber sonst nichts auf der Welt.“ Bismarck hatte Recht. In diesem Sinne: Herr, erlöse uns von dem Übel!
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#4   Artois †   18:15:05 | Sonntag, 15. April 2007
@Dieses Mittel ist bereits gefunden!
Tägliches Beten des Rosenkranzes!! Heilige Maria, Mutter Gottes, sammle, was zerstreut ist und zerstreue, was falsch und unwahr ist!!
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#3   r.ruhrgebietler   15:53:53 | Sonntag, 15. April 2007
Wie heist das Heilmittel
gegen das V-II???
Mri scheint, daß es bislang nicht einmal gesucht wurde!
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#2   matt   15:30:03 | Sonntag, 15. April 2007
Eine Mutti, die immer lieb ist…
…weil es ihr plötzlich graut vor ihrer eigenen erzieherischen Autorität. Es ist das Bild der Mutter Kirche für mich ein zutiefst wahres und wie schon früher erwähnt: sie ist für mich nicht die allein Schuldige am Glaubensverfall. Denn aus meiner Sicht war es Aufgabe des Kaiserreichs, die Glaubenslehre mit Strenge und Autorität zu vertreten. Die Monarchie hat in erster Linie versagt. Was dafür die genauen Ursachen sind, kann man nur im geschichtlichen Verlauf erahnen, in dem dieser Geist seinen Weg geht und zu Fall kommt.
Ich habe mich in früheren Postings schon mal erdreistet Christus selbst die Schuld dafür einzuräumen. Damals war ich geneigt zu glauben, er wäre, gleich dem Sagenkönig Artus, in Lethargie gefallen und das hätte den geistig-realen Niedergang des Kaiserreichs zu Folge.
Heute bin ich etwas vorsichtig mit solchen Anschuldigungen und möchte auch nicht wieder damit losgehen, Christus möge mir verzeihen. Schließlich können wir denselben geistigen Verfall jederzeit im alten Israel feststellen, wo noch der Vater selbst das Szepter seiner Macht führte.
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#1   virOblationis   14:19:37 | Sonntag, 15. April 2007
vom Nutzen der Menschenrechte nach Joh. XXIII.
Zitat:
„Sie (sc. die Kirche) glaubt, daß es den heutigen Umständen angemessener ist, die Kraft ihrer Lehre ausführlich zu erklären statt zu verurteilen.
Das bedeutet nicht, daß es keine falschen Lehren und keine gefährlichen Meinungen gibt, die man vermeiden und zerstreuen muß.
Die Menschen erkennen selber immer mehr, daß es sehr auf die Würde der menschlichen Person und die daraus folgenden Verpflichtungen ankommt.
Aber diese widerstreiten so offensichtlich den rechten Grundsätzen der Ehrlichkeit und haben so verheerende Früchte gezeitigt, daß die Menschen heute bereits von sich aus solche Lehren verurteilen.“
Diese Sätze lese man am besten zwei Mal, um sich zu vergewissern, daß auch tatsächlich da steht, was man gelesen zu haben meint.
„Das bedeutet nicht, daß es keine falschen Lehren und keine gefährlichen Meinungen gibt, die man vermeiden und zerstreuen muß.“
Ja, man müßte sie zerstreuen. – Doch das ja gar nicht mehr nötig:
„Aber diese widerstreiten so offensichtlich den rechten Grundsätzen der Ehrlichkeit und haben so verheerende Früchte gezeitigt, daß die Menschen [ohne Kirche und Glauben] heute bereits von sich aus solche Lehren verurteilen.“
Alle Irrlehren erledigen sich heutzutage von selbst!
Und wie kommt es zu dieser neuen Weisheit?
„Die Menschen erkennen selber immer mehr, daß es sehr auf die Würde der menschlichen Person und die daraus folgenden Verpflichtungen ankommt.“
Daher also:
Durch die Entdeckung der Menschenrechte!
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