09:26:01 | Montag, 16. April 2007
Benedikt XVI.
Heute feiert der Papst seinen achtzigsten Geburtstag. Aus diesem Anlaß wurden in den Medien bereits alte und neue Indiskretionen aufgetischt. Pressesplitter.

Am 19. April 2005 zum Papst gewählt
Kein Grund zum Feiern„Die Jahrestage fallen fast zusammen. An diesem Montag vollendet Joseph Ratzinger
sein 80. Lebensjahr, am kommenden Donnerstag wird er als Papst Benedikt XVI. zwei Jahre im Amt sein. Nach
vatikanischen Gepflogenheiten sollte von beidem nicht viel Aufhebens gemacht werden. Denn es ist alter
katholischer Brauch, am Namenstag zu feiern, dem Fest des namengebenden Heiligenpatrons, oder gar am Tauftag.
Denn nicht das beschwerliche Hinausgezerre aus dem Mutterschoß in die sündige Welt bei der Geburt sei
zu preisen (so schärften die Kirchenväter früher ein), sondern die Umwandlung des unerlösten Menschleins
in ein tapferes, dem Bösen widerstehendes Christenkind in der Taufe.“
Aus der ‘Frankfurter Allgemeine
Zeitung’ vom Sonntag.Kein Ausschlafen„Auch mit 80 wird der Papst nicht ausschlafen: Aufstehen um 6.15
Uhr, Frühmesse in der päpstlichen Kapelle im dritten Stock des Apostolischen Palastes. Dabei: Papst-Bruder
Georg Ratzinger (83).Das Frühstück um 8 Uhr wird bayerisch: Weißwürste und Spezialitäten aus der
Heimat (statt wie gewöhnlich Croissants und Obst). Bevor ab 10.30 Uhr die ersten Gäste kommen, muß
Benedikt XVI. arbeiten: Unterlagen aus dem Staatssekretariat, die nicht liegen bleiben können. Dann Empfang
im Apostolischen Palast, Botschafter und Staatsgäste, darunter Edmund Stoiber. 13 Uhr: Mittagessen im
kleinen Kreis, zum Nachtisch Geburtstagstorte. Seine Mitarbeiter wollen dem Papst ein Ständchen singen.
Danach eine Stunde Mittagsruhe.“
Vom Vatikanisten der ‘Bildzeitung’, Andreas Englisch.
Der Bayer, der
Benedikt wurde

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Das Schicksal der Haushälterin„Ingrid Stampa (57) führte
seit 1991 den Haushalt des damaligen Kardinals Joseph Ratzinger, erledigte für ihn Sekretariatsarbeiten
und hatte für Benedikt XVI. beim Einzug in den Apostolischen Palast die Möbelpacker dirigiert. Eine
Frau in Zivil und keine Ordensschwester, eine Frau zudem, die so unvorsichtig gewesen war, über ihr »freundschaftliches
Verhältnis« zu Ratzinger zu plaudern. Es dauerte ein paar Wochen, bis Stampa auszog und vier Schwestern
der Gemeinschaft ‘Communione e Liberazione’ ihre Nachfolge antraten. Benedikt XVI. hatte erfahren: Ein
Papst hat nicht wirklich ein Privatleben. Er ist theoretisch absoluter Monarch und kann sich praktisch
nicht einmal wie jeder Pfarrer seine Haushälterin frei aussuchen.“
Aus der ‘Kölnische Rundschau’.
Motor FM auf Latein„Anläßlich des 80. Geburtstags von Papst Benedikt XVI. sendet der Berliner Radiosender
‘Motor FM’ am Montagmorgen ab 8.00 Uhr eine Stunde lang auf Lateinisch. Die Moderationen seien mit Hilfe
eines Philologen der Freien Universität übersetzt worden und werden live vorgetragen.“
Aus einem Bericht
der Nachrichtenagentur ‘Associated Press’.Wo ist die neue Basis?Robert Spaemann: „Der Papst kommt
aus einer Zeit, in der der Thomismus die herrschende Basis der Theologie war und Karl Rahner […] war
ja ein gelernter Thomist. Die schöpferischen, jungen Theologen der damaligen Zeit haben sich aus den
Fesseln einer gewissen Neuscholastik befreien müssen. Diese Befreiung konnte entweder in Richtung einer
philosophischen Rekonstruktion der Theologie führen, wie bei Rahner, oder in eine Revitalisierung der
gesamten Tradition, in welcher Augustinus die beherrschende Figur ist. Augustinus ist auch für den Heiligen
Thomas der Kirchenvater schlechthin. Ratzinger hat aus dieser gewissen Verengung herausgeführt, indem
er die augustinische Tradition, auch Bonaventura und die geschichtsphilosophischen Perspektiven der Theologie,
neu erschlossen hat.“
Der emeritierte Münchener Philosoph Robert Spaemann im Gespräch mit ‘Radio Vatikan’.
Heulen vor dem Taufbecken„Vor zwei Jahren noch war die Pro-Kopf-Verschuldung des Örtchens [Marktl
am Inn] doppelt so hoch wie im bayerischen Durchschnitt – nun hat Marktl acht Omnibusparkplätze, 15 neue
Arbeitsplätze und einen viersprachigen Internet-Auftritt. Die ersten Unternehmen siedeln sich in der
Geburtsstadt des Papstes an. […]»Die Leute stehen vor seinem Taufbecken des Heiligen Vaters und weinen«,
erzählt Stephan Semmelmayr, Leiter des neu gegründeten Tourismus- und Begegnungszentrums in Marktl.
»Sie spüren eine tiefe innere Freude an diesem Ort. Am Montag werden wir feiern!«“
Aus der deutschen
Tageszeitung ‘Welt’ vom Samstag.Metamorphose„Für den Wandel vom ungeliebten ‘Panzerkardinal’ zum
populären Pontifex bei Benedikt XVI. lassen sich vier Erklärungen ausmachen: das Amtscharisma des Papsttums,
das wachsende Bedürfnis nach Orientierung in einer globalen Welt, die klare Konzentration seines Programms
sowie seine intellektuelle Redlichkeit, gepaart mit einem tiefen Glauben.“
Aus der Berliner Tageszeitung
‘Tagessspiegel’.
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#9
GerdEric 22:42:23 | Montag, 16. April 2007
#8
Christus vincit † 22:36:08 | Montag, 16. April 2007
#7
Bruder Theophil 15:24:14 | Montag, 16. April 2007
#6
Lorenz 15:19:56 | Montag, 16. April 2007
#5
Bruder Theophil 11:27:29 | Montag, 16. April 2007
#4
cgngay 11:21:19 | Montag, 16. April 2007
#3
Bruder Theophil 10:40:22 | Montag, 16. April 2007
#2
cgngay 10:26:25 | Montag, 16. April 2007
#1
Sirilo 09:58:53 | Montag, 16. April 2007