Kinderabtreibung
Fünf Kinderleichen entdeckt
Die Leichen von vier abgetriebenen Kindern wurden vorgestern in der Nähe von Mombasa (Kenia) exhumiert. Eine fünfte Kinderleiche war noch nicht beerdigt.
(kreuz.net, Mombasa/Kenia) Kenianische Polizeibeamte, die auf Patrouille unterwegs waren, wurden kürzlich auf einen Mann aufmerksam, der auf einem Bauernhof ein Loch grub. Das Ereignis trug sich nach einem Bericht der kenianischen Tageszeitung „The Nation“ in Lokoni, in der Nähe von Mombasa, im Süden des Landes, zu.

Die entsetzten Polizisten fanden einen abgetriebenen Fötus, der in einer schwarzen Polyäthylen-Plastiktasche eingewickelt und zur Beerdigung vorbereitet war. Die Beamten entdeckten auch ältere Gräber, wo weitere vier Kinder begraben lagen. Sie befanden sich in verschiedenen Stadien der Verwesung.

Die exhumierten Kinderleichen wurden in die Leichenhalle des nahegelegenen Allgemeinen Küstenprovinz-Krankenhauses gebracht. Zwei Verdächtige, unter ihnen der Totengräber, wurden verhaftet.

Katholische Geistliche und moslemische Führer sprachen von Mord. „Die Kirche verurteilt solche Handlungen. Wir rufen die Polizei auf, mit harter Hand gegen die Verdächtigen vorzugehen, die in diese mörderischen Verbrechen involviert sind“, sagte Bischof John Njenga (76), der Oberhirte der Diözese Mombasa.

Die muslimischen Scheichs Mohammed Dor und Mohammed Chalifa riefen schwanger gewordene Mädchen auf, keine Abtreibung vornehmen zu lassen.

Scheich Chalifa sagte, daß die muslimischen Verantwortlichen bereit seien, für die Adoption von unehelichen Kindern zu sorgen. Scheich Dor rief die Polizei auf, den Totengräber hart anzufassen, weil er zu den wahren Schuldigen führen könne. Nach Auskunft der Polizei haben die Verhafteten bereits wertvolle Hinweise auf mögliche Hintermänner gegeben.

Ein Zeuge erklärte, daß der Totengräber die abgetriebenen Kinder von seiner Frau bekommen hätte, um sie zu verscharren. Für jeden vergrabenen Fötus würden 500 kenianische Schillinge, umgerechnet rund 5 Euro, bezahlt.
      
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