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Universale Sprache + Kommunismus schlägt erneut zu + Ein katholisches Spital + Nebenverdienst + Treu ergeben
Universale Sprache

Vatikan. Die Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag von Papst Benedikt XVI. endeten am Montag abend im Vatikan mit einem Konzert des Stuttgarter Radio-Symphonieorchesters in Anwesenheit des Heiligen Vaters. Dieser betonte in seiner Dankesansprache: „Ich bin überzeugt, daß die Musik – und dabei denke ich vor allem an den großen Mozart und viele andere Komponisten – wirklich die universale Sprache der Schönheit ist“. Sie sei fähig, Menschen guten Willens auf der ganzen Welt zu einen und sie dazu zu bewegen, sich für das „absolute Gute und Schöne zu öffnen, deren letzte Quelle Gott ist“.

Kommunismus schlägt erneut zu

Tschechien. Der 1953 von den Kommunisten geraubte Veitsdom in Prag befindet sich seit gestern wieder in Staatsbesitz. Nach einem Urteil des Obersten Gerichts im Februar mußte die Erzdiözese Prag die Kathedrale wieder dem Staat zurück geben. Ein Sprecher der Erzdiözese erklärte, daß die Kirche gegen das Urteil Berufung eingelegt habe. Eine neuerliche Gerichtsverhandlung ist für Anfang Mai geplant.

Prager Veitsdom
Der Veitsdom auf der Prager Burg ist die größte Kirche TschechiensGlasmalerei im Inneren der KathedraleDie Geschichte des Baus reicht bis in das 10. Jahrhundert zurück.

Ein katholisches Spital

Großbritannien. Das katholische Krankenhaus vom Heiligen Johannes und der Heiligen Elisabeth in London wird zukünftig Abtreibungen, die Verteilung von frühabtreibenden Verhütungsmitteln und künstliche Befruchtungen einstellen. Das Spital folgt damit einer Anweisung des Erzbischofs von Westminster, Cormac Kardinal Murphy-O’Connor. Der Kirchenfürst reagierte seinerseits auf die schon Anfang 2006 auf Druck der Glaubenskongregation untersuchten Mißstände in der Klinik.

Nebenverdienst

Italien. Ein italienienisches Gericht hat einen 44jährigen Priester kürzlich wegen Drogenhandel zu dreieinhalb Jahren Knast verurteilt. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Ansa’. Der Verurteilte stammt aus Perugia in Mittelitalien. Er ließ sich ein Päckchen Kokain im Wert von rund einer halben Million Euro aus Südamerika schicken. In seinem Haus fand die Polizei eine kleine Waage sowie Substanzen zum Strecken des Kokains und Marihuana.

Treu ergeben

Deutschland. Der Bischof von Fulda, Mons. Bischof Heinz Josef Algermissen, hat Papst Benedikt zum 80. Geburtstag persönlich und im Namen der Diözese Fulda mit Grüßen vom Grab des heiligen Bonifatius gratuliert. Er brachte dabei „aufs neue die treue Ergebenheit der Kirche von Fulda gegenüber dem Römischen Bischofsstuhl zum Ausdruck“. Das berichtete die Webseite der Diözese Fulda. „Als Zeichen der tiefen Verbundenheit der fuldischen Ortskirche mit dem Stuhl Petri und ganz persönlich mit Ihnen werde ich am Abend Ihres Geburtstages mit der Bistumsfamilie im Hohen Dom zu Fulda ein festliches Dankamt feiern, in dem wir eine große Gebetsgemeinschaft mit Ihnen, Heiliger Vater, und für Sie bilden wollen“, schrieb der Bischof.
      
25 Lesermeinungen
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#25   Johann Gerhard   16:54:43 | Donnerstag, 19. April 2007
@virO.
Meine Antwort ist leider etwas verspätet.
Ich gehe weiterhin mit Ihnen (und Anderen) konform, dass der Gläubige – in Christus, nicht per se! – eine neue Kreatur ist und somit Dinge vollbringt, die der natürliche Mensch nicht zu leisten vermag, d. h. geheiligt wird.
Weiterhin gestehen Sie aber zu, dass der Mensch den Willen Gottes nicht vollständig umzusetzen vermag. Dann drängt sich schon die Frage auf, wie Sie angesichts eines heiligen Gottes, der angekündigt hat, jegliche Übertretungen zu strafen, gedenken selig zu werden?
Als Lösung schlagen Sie vor, dass unsere Taten der Liebe die begangenen Sünden aufwiegen und bedecken sollen. Doch wie sollen wir wissen, wann dies der Fall ist? Das führt dazu, dass wir in uns hineinhorchen. Dort werden wir allerdings entdecken, dass aus dem Herzen böse Gedanken, Mord, Unzucht etc. (Mt. 15,19) aufsteigen; Verzweifelung ist vorprogrammiert. Sie werden auf (das Sakrament der) Vergebung verweisen. Aber warum wird diese gewährt? Weil wir so demütig bereuen oder weil Christus die göttliche Gerechtigkeit erfüllt hat? Lutherisch ist: Vergebung wäre undenkbar ohne die Tat, das sühnende Opfer des Heilands.
Alles Gute, was wir tun können, hat Gott längst von uns gefordert. Es reicht nicht aus, „ganz o. K.“ zu sein.
Die Predigt des „Gesetzes“ dient übrigens nicht nur dazu, Sünder zu erschrecken, aber auch. Wie sonst könnte man um Gnade bitten? Selbstverständlich ist das Gesetz aber auch Richtschnur des Lebens der Gläubigen.
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#24   virOblationis   07:46:51 | Donnerstag, 19. April 2007
[der fehlende Schluß]
Bei dem von der Gnade ermöglichten Streben nach Heiligkeit erhält das Gesetz eine ganz andere Qualität: Es wird zum sanften Joch; ja, die vielen Lobpreisungen des Gesetzes im Psalter erscheinen nunmehr verständlich und berechtigt. Man denke nur an das „Güldene ABC“ (Ps. 119).
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#23   Toby   06:38:26 | Donnerstag, 19. April 2007
Treu ergeben?
Dass das Bistum Fulda ausgerechnet unter der Führung von Bischof Algermissen für eine besondere Ergebenheit gegenüber dem Hl. Vater stehen soll, habe bislang noch nicht erkennen können. Im Gegenteil: Algermissen duldet und fördert glaubenszersetzende Kreise und setzt sich schon mal über kirchliche Vorschriften hinweg. Was soll also das Gerede von der „treuen Ergebenheit“?
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#22   virOblationis   19:36:17 | Mittwoch, 18. April 2007
nach 1500 Zeichen bricht der Papyrus leider ab
Herrn Johannes Gerhard.
Zitat:
„Wenn das Gesetz nur ein noch unvollkommener Heilsweg ist und das Evangelium allein darin besteht, dass wir Christen nun das Gesetz erfüllen können, wieso nennt St. Paulus das Gesetz dann einen Fluch (Gal. 3,13)?“
Zum Fluch wird das Gesetz, wenn man es als Heilsweg mißbraucht, d.h. durch es selig werden will. – Ganz erfüllen wird es auch der Gläubige nicht, denn niemand vermag ohne Sünde zu leben. Doch mögen seine guten Werke so zahlreich sein, daß sie die verbleibenden Sünden überwiegen. Vor allem die Liebe deckt eine Menge Sünden zu (1. Petr. 4, 8).
Zitat:
„Verklärt Christus selbst nicht das Gesetz, wenn er uns offenbart, dass schon schlechte Gedanken Sünde sind und macht er somit die Erfüllung des göttlichen Willens nicht vollends für uns Menschen unerreichbar?“
Natürlich ist die Aufrichtung der Gerechtigkeit aus eigener Kraft unmöglich.
Zitat:
„Warnt die Bibel nicht an vielen Stellen davor, dass derjenige, der denkt, durch das Gesetz (ob mit oder ohne Hilfe der Gnade) selig zu werden, es vollkommen erfüllen muss?“
Das Heil wird uns ja geschenkt (Röm. 3, 24). Niemand erwirbt es mittels seiner Werke. Wenn wir aber durch die Taufe mit Christus gestorben sind, dann erstehen wir auf zu einem neuen Leben, sind nicht mehr ausgeliefert unseren Begiereden (vgl. Röm. 6, 3 – 12). Gottes Gnade (nicht verstanden wie bei Luther als Gnädigkeit, sd. als etwas uns Übergebenes) ermöglicht es uns, der Gerechtigkeit zu leben (Röm. 6, 1f. 13f.).
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#21   Johann Gerhard   18:45:58 | Mittwoch, 18. April 2007
@ virO.
Zum Thema Gesetz und Evangelium im lutherischen Sinn:
Wenn das Gesetz nur ein noch unvollkommener Heilsweg ist und das Evangelium allein darin besteht, dass wir Christen nun das Gesetz erfüllen können, wieso nennt St. Paulus das Gesetz dann einen Fluch (Gal. 3,13)?
Verklärt Christus selbst nicht das Gesetz, wenn er uns offenbart, dass schon schlechte Gedanken Sünde sind und macht er somit die Erfüllung des göttlichen Willens nicht vollends für uns Menschen unerreichbar?
Warnt die Bibel nicht an vielen Stellen davor, dass derjenige, der denkt, durch das Gesetz (ob mit oder ohne Hilfe der Gnade) selig zu werden, es vollkommen erfüllen muss?
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#20   virOblationis   18:08:10 | Mittwoch, 18. April 2007
das Mitwirken mit der Gnade
Zitat:
„Sie haben übrigens auf meine Einwände zum Weltgericht nicht geantwortet.“
Das habe ich nicht, weil die Wirklichkeit des Gerichts nach Werken dort nach meiner Meinung so deutlich vor Augen geführt wird, daß ich zu ihr keine Alternative sehe: „Wann haben wir Dich hungrig gesehen etc.?“ Was immer ihr einem Meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr Mir getan.“
Zitat:
„Nochmals zu Ihrem Vorwurf der selektiven Wahrnehmung auf lutherischer Seite. Zum einen sollte man immer genau unterscheiden, welche Stellen die Erlösung betreffen und welche das Leben der schon Gläubigen.“
Gewiß. Die guten Werke der Ungetauften / Ungläubigen verlieren ihren Wert nicht, Gott wird sie belohenn, doch reichen sie nie auch annähernd aus zur Erlösung. – Die guten Werke hingegen der getauften Gläubigen bringen ihnen Lohn, genau genommen einen „Gnadenlohn“.
Zitat:
„Zum anderen – falls Sie aus dem lutherischen Bereich konvertiert sind – ist Ihnen vielleicht noch die Unterscheidung von Gesetz… und Evangelium… bekannt… Das Gesetz in diesem Sinne erschrickt den Sünder, der das Evangelium ergreift. Auch Jesus hat Gesetz gepredigt, etwa wenn er Lk. 10,28 sagt „Tu das, so wirst Du leben!“…“
Diese Vorstellung vom Gesetz, mit dem Gott nur schreckt, etwas fordert, das unerfüllbar ist, um den Menschen in Verzweiflung zu treiben, in der er dann nach dem tröstlichen Evangelium von der Rechtfertigung durch den Glauben allein greift, finde ich furchtbar. Ein solcher Gott trägt m.E. dämonische Züge.
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#19   Johann Gerhard   15:37:51 | Mittwoch, 18. April 2007
@ Pünktchen, virO.
@ P.: Nun, dann läuten wir zur Abwechselung einmal den Nachmittag der Nettigkeiten ein und ich zolle Ihnen Respekt dafür, dass Sie einerseits mit lutherischen Ansätzen gut vertraut sind und andererseits – im Gegensatz zu manchem Parolenbrüller – die r.-k. Auffassungen wirklich gut vermitteln. In der Tat klingen diese bei Ihnen überzeugender als wenn sie in einer lutherischen Dogmatik dargestellt werden… :-)
@virO.: Nochmals zu Ihrem Vorwurf der selektiven Wahrnehmung auf lutherischer Seite. Zum einen sollte man immer genau unterscheiden, welche Stellen die Erlösung betreffen und welche das Leben der schon Gläubigen.
Zum anderen – falls Sie aus dem lutherischen Bereich konvertiert sind – ist Ihnen vielleicht noch die Unterscheidung von Gesetz (= was Gott von uns fordert) und Evangelium (= die Erlösung durch Jesus Christus, die Abwendung der Forderung) bekannt. Beideskommt sowohl im AT als auch im NT vor. Das Gesetz in diesem Sinne erschrickt den Sünder, der das Evangelium ergreift. Auch Jesus hat Gesetz gepredigt, etwa wenn er Lk. 10,28 sagt „Tu das, so wirst Du leben!“. Das heißt aber nicht, wie FSSPX-Williamson kürzlich sagte: „Flieh die Todsünde“, sondern verpackt in eine ironische Aussage „Wenn Du durch Werke selig werden willst, so musst Du perfekt sein.“ Es geht nicht! Ansonsten landen Sie am Ende immer bei einer Bewertung menschlicher Taten und ich verstehe nicht, wie man dann selig werden will.
Sie haben übrigens auf meine Einwände zum Weltgericht nicht geantwortet.
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#18   Domenico Tuttisanti   14:01:41 | Mittwoch, 18. April 2007
Zweitaccount von .chen: @ Johann Gerhard
Für Ihre Unterstützung in der Abtreibungsfrage und Ihre Ernsthaftigkeit in dogmatischen Dingen – im Gegensatz zu der weit verbreitenden „Wurschtigkeit“ auf diesem Gebiet – möchte ich Ihnen dennoch meinen Respekt zollen! :(3
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#17   Pünktchen   13:42:55 | Mittwoch, 18. April 2007
Gerhard
Da der alte Adam uns aber immer wieder zum Sündigen verführt, ist das Leben tägliche Buße und Reue. Der Gläubige flieht immer wieder zum Kreuz Christi.
Lutherisch ist allein der Ansatz, dass es nur die Gerechtigkeit Christi ist, die uns den Himmel aufschließt.
Die Auffassung, daß es nur die Gerechtigkeit Christi ist, die uns den Himmel aufschließt, ist katholisch!Nur die Gerechtigkeit Christi ist es nämlich, die uns von der prinzipiellen Verfallenheit an den Tod durch die Sünde Adams befreit. Diese Gerechtigkeit empfangen wir im Bad der Wiedergeburt, in der Taufe. Der Ort für Buße und Reue dagegen ist nicht irgendeine unbestimmtes Lutherisches Sündenbewußtsein, das man ständig mit sich herumträgt und das sich dann schließlich doch verkarnevalisiert und verniedlicht in dem Lied: „Wir sind alle kleine Sünderlein, ‘s war immer so, ‘s war immer so…“ der Ort ist vielmehr ein ganz konkreter: der Beichtstuhlund dort wird nicht pauschalisierend (und damit entlastend!) von der Sündhaftigkeit geredet, sondern von konkreten Sünden, die ich begangen habe und die der in der Taufe empfangenen Gnade widersprechen.
Aus diesem Grunde unterscheidt die katholische Sakramentenlehre auch wie folgt:Taufe und Buße verleihen die heiligmachende Gnade (daher: Sakramente der Toten) die übrigen Sakramente (bes. die Eucharistie) vermehren die heiligmachende Gnade (daher: Sakramente der Lebendigen)
Wie Sie sehen, hat in der Kirche alles seinen Ort! Mit Luther beginnt das gequält-ortlose „Gewissen“.
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#16   virOblationis   13:42:50 | Mittwoch, 18. April 2007
Matth. 5, 16
Ich habe genau gelesen; deshalb bin ich ja konvertiert.
Gerade das Matth.-Ev. hat mich immer wieder zu interpretatorischen Verrenkungen genötigt, solange ich von einer Gerechtigkeit allein aus Glauben ausging.
Die Werke, die wir tun, sind nicht die unseren. Sie sind uns durch die uns gegebenen Gnaden (vgl. die anvertrauten Pfunde / Talente) ermöglicht. Deshalb bestehen wir im Gericht nicht, weil wir uns etwas zu Gute halten könnten. „Unnütze Knechte sind wir.“ Dabei bleibt es, soweit wir darauf sehen, was uns ohne die Gnade Gottes möglich ist: nichts. „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.“
Was uns aber gegeben wird, das haben wir zu nutzen. Darum verweist Pünktchen zurecht auf die Taufe als Gabe (heiligmachende Gnade) und Aufgabe (durch Gnaden ermöglichte gute Werke): „So soll nun euer Licht leuchten vor den Menschen, auf daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, preisen.“
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#15   Johann Gerhard   13:25:10 | Mittwoch, 18. April 2007
@ Pünktchen, vir O.
@ P.: Sie sind doch sonst immer nett zu mir :(3, ich komme mir jetzt ja fast vor wie irgend ein „-lix“, dabei bin ich doch Abtreibungsgegner… :-)
Ich stimme indes fast allem zu, was sie sagen. Auch nach lutherischer Ansicht reimen sich gute Werke und Glauben gut zusammen. Doch erstere sind nicht der Grund für das Eingehen in den Himmel. Sie sind der Dank für die Erlösung.
Wer an Christi satisactio vicariaglaubt, für den wird die objektive Rechtfertigung der Welt subjektive Wirklichkeit. Das ist aber kein Freibrief zum Sündigen. Vielmehr nimmt die ganze Dreieinigkeit in dem so Gläubigen Wohnung und er wird – definitiv – geheiligt. Neben den alten Adam tritt der neue Adam, der immer stärker wird. Da der alte Adam uns aber immer wieder zum Sündigen verführt, ist das Leben tägliche Buße und Reue. Der Gläubige flieht immer wieder zum Kreuz Christi.
Lutherisch ist allein der Ansatz, dass es nur die Gerechtigkeit Christi ist, die uns den Himmel aufschließt.
@ virO.: Dann lesen Sie bitte einmal das Weltgericht bei Mt. ganz genau. Sie werden erkennen, dass dort mitnichten das Leben und die guten sowie schlechten Werke des Einzelnen offenbart und gerichtet werden. Denn dann wären wir alle verdammt.
Vielmehr wird ein feststehendes Urteil begründet. In Bezug auf die Gläubigen gibt es nur noch gute Werke, deren sie sich aber noch nicht einmal bewusst sind (s. o.).
Die Ungläubigen hingegen werden bereits durch einzelne Unterlassungs-Sünden verdammt. Wer will da mit Werken bestehen?
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#14   Bruder Theophil   13:24:21 | Mittwoch, 18. April 2007
@ Johann Gerhard
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Wenn Sie auf diesen Satz Bezug nehmen, dann bewegen Sie sich aber auf dünnem Eis, bzw sind schon eingebrochen. Zum einen möchte ich mich Pünktchen in der Argumentation anschliessen, zum anderen darauf hinweisen, dass eine Entkoppelung von Glauben und Werk es erlauben würde, dass die kriminellsten Subjekte auch ohne Einsicht, Reue und Umkehr Hoffnung auf den Himmel haben können, solange sie ein Kreuz um den Hals hängen haben. Erinnert ein wenig an Mafia und Camorra, deren Honorationen auch die Ehrenplätze in der Kirchenbank besetzen und am Nachmittag wieder fröhlich erpressen, betrügen und morden.
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#13   Pünktchen   13:22:33 | Mittwoch, 18. April 2007
_VirO
Richtig! Es handelt sich um Vereinseitigungen, wie ich Johann G. schon unten vorhielt!
Auch die Textstellen, in denen Jesus verkündet, es würden beim Gericht einige „Herr, Herr!“ zu ihm sagen, er aber kenne sie nicht … sind gegen eine „Lutherisch“-willkürliche Paulus-Interpretation zu halten. Die rechtfertigende Gnade empfangen wir (nach paulus!) in der Taufe. Diese Gabe aber ist Aufgabe – wie z.B. im Gleichnis von den Talenten deutlich wird!
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#12   virOblationis   12:48:12 | Mittwoch, 18. April 2007
Gericht nach Werken
Was fangen wir denn dann mit Texten an, die das Gericht schildern (z.B. Böcke und Schafe, Matth. 25)? Reine Fiktion?
Protestant. Theol. lebt davon, einzelne bibl. Aussagen herauszugreifen und absolut zu setzen, statt ihre Einfügung in den Zusammenhang der kirchlichen Lehre wahrzunehmen.
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#11   Johann Gerhard   12:35:28 | Mittwoch, 18. April 2007
@ Bruder T.
Ich habe ja nichts über den freien Willen, die menschliche Mitwirkung bei der Bekehrung oder dergl. geschrieben, sondern darüber, warum Sie, ich oder sonstwer das Himmelsreich ererben kann. Das war der Punkt.
Wir lesen an der betreffenden Stelle, dass wir überhaupt nicht in das Gericht kommen; nichthingegen, dass wir die Fähigkeit eingegossen bekommen, im Gericht bestehen zu können (r.-k- Ansicht). Wenn wir aber überhaupt nicht in das Gericht kommen, dass muss der göttlichen Gerechtigkeit anderweitig Genüge getan worden sein. Das hat sich im Opfertod Christi am Kreuz vollzogen und dem wunderbaren Tausch, dass er unsere Ungerechtigkeit trug und wir seine Gerechtigkeit erhalten.
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#10   Pünktchen   11:42:36 | Mittwoch, 18. April 2007
Johann Gerhard
Es gibt keine Werkgerechtigkeit in der heiligen katholischen Kirche, es gibt aber eine lutherisch verzerrte Wahrnehmung (oder auch: lutherisch verfälschende Propaganda) der katholischen Kirche, die geradezu konstitutiv ist für die Selbstrechtfertigung der lutherischen Schismatiker. Das NT betont darüberhinaus an allen möglichen Stellen, daß es keinen „Glauben ohne Werke“ gibt. Die Rechtfetigungsgnade, die vom Herrn am Kreuz erwirkt wurde haben wir in der Taufe empfangen. Nach und mit dem Empfang der Taufe steht jeder Christ in der Verantwortung, die empfangene Gnade wirksam und fruchtbar werden zu lassen. Dieser Aspekt fällt bei Ihnen regelmäßig unter den Tisch oder wird als „Werkgerechtigkeit“ verunglimpft. Im Unterschied zum lutherischen Schisma steht die katholische Kirche für die ganze Wahrheit, nicht für willkürliche Vereinseitigungen! Aus diesem Grunde kann die katholische Kirche auch Paulus und Jakobus stehen lassen und muß nicht den einen bestätigen und den anderen verwerfen. So hatte Jakobus geschrieben: „Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, wenn er ohne Werke ist? Kann denn der Glaube ihn retten?“ (Jak. 2, 14) – Gemeint ist: kann denn ein Glaube ohne Werke ihn retten? Gesetzeswerke u. jüd. Rituale sind zum Empfang der Taufgnade nicht erforderlich, darin stimmt Jakobus mit Paulus überein. Und so kann selbst Paulus sagen, „wenn ich auch allen Glauben besäße, um Berge zu versetzen, aber hätte die Liebe nicht…, so wäre ich nichts“ !!
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#9   Bruder Theophil   11:34:00 | Mittwoch, 18. April 2007
@ Johann Gerhard
Denn ist es nicht ein herrlicher Beleg dafür, dass – entgegen der r.-k. Ansicht – in Christus eine komplette Erlösung vorliegt, dass alle Sünde ausgemerzt und für diese bezahlt ist, dass die Gläubigen gekleidet in die Gerechtigkeit Christi die Anklagen Moses und des Teufels zurückweisen und ohne eigenes Verdienst die ewige Seligkeit ererben anstatt die gerechte Strafe in der Hölle zu erfahren?
Wo habe Sie das denn rausinterpretiert ?
Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Ich finde dieser Satz sagt sehr eindrucksvoll, dass wir die persönliche Wahl haben zwischen Gut und Böse, ohne GOTTES Marionetten zu sein. Das setzt voraus, dass wir zwischen Gut und Böse unterscheiden können. Und das wiederum setzt voraus, dass wir GOTTES Wort kennen sollten, in dem er uns dargelegt hat, was Gut und was Böse ist.
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#8   Johann Gerhard   11:22:59 | Mittwoch, 18. April 2007
@ Bruder T. und alle, das heutige Evangelium…
ist es besonders wert einmal intensiv gelesen zu werden, denn es fasst die Frohe Botschaft eindrucksvoll zusammen.
Denn ist es nicht ein herrlicher Beleg dafür, dass – entgegen der r.-k. Ansicht – in Christus eine komplette Erlösung vorliegt, dass alle Sünde ausgemerzt und für diese bezahlt ist, dass die Gläubigen gekleidet in die Gerechtigkeit Christi die Anklagen Moses und des Teufels zurückweisen und ohne eigenes Verdienst die ewige Seligkeit ererben anstatt die gerechte Strafe in der Hölle zu erfahren?
Eine flammende Absage an alle Werkgerechtigkeit und das Schielen auf eigene Leistungen im Gericht. Für die Gläubigen gibt es gar kein Gericht, denn ansonsten wären alle verloren.
Einen gläubigen Tag wünscht J. G.
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#7   Teutonico   10:58:48 | Mittwoch, 18. April 2007
@ derfux: Frühabtreibend
Der Begriff „frühabtreibende Verhütungsmittel“ ist schon korrekt, weil sie nach allgemeinem Sprachgebrauch zur Empfängnisverhütung gezählt werden, tatsächlich aber eine Frühabtreibung nach bereits erfolgter Empfängnis bewirken, z.B. indem sie die Nidation (Einnistung) der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter verhindern.
RU486 (Mifegyne) hat damit nichts zu tun: Das ist ein klassisches Abtreibungspräparat, das durch ein Enzym die Nabelschnur verschließt, so daß das ungeborene Kind in einem mehrtägigen Todeskampf verhungert, verdurstet und erstickt und schließlich durch künstliche eingeleitete Wehen ausgeschieden wird. Diese „schonende“ Form der Abtreibung ist bis zum Ende der 7. Schwangerschaftswoche möglich.
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#6   Bruder Theophil   10:30:49 | Mittwoch, 18. April 2007
@ derfux
War mir schon klar. Aber man kann es auch so verstehen, dass der Fortbestand der Schwangerschaft verhütet wird.
Das Konzert war übrigens gestern Abend gegen 18.00 Uhr und wurde spät abends im Fernsehen nochmals irgendwo wiederholt. Ich glaube auf 3sat.
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#5   derfux   10:28:29 | Mittwoch, 18. April 2007
@ Bruder Theophil
Ich wollte eigentlich anmerken, dass es sich bei der Formulierung „frühabtreibende Verhütungsmittel“ um ein Oxymoron handelt. Denn was durch Verhütung nicht entstanden ist, dass kann ja schlecht abgetrieben werden…
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#4   Bruder Theophil   09:58:22 | Mittwoch, 18. April 2007
@ derfux
Und was sind eigentlich „frühabtreibende Verhütungsmittel“?
RU486 z.b. von Höchst
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#3   derfux   09:50:05 | Mittwoch, 18. April 2007
War das Konzert nicht schon am Sonntag?
Und was sind eigentlich „frühabtreibende Verhütungsmittel“?
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#2   matt2 †   09:44:57 | Mittwoch, 18. April 2007
mir unverständlich…
Ich las gerade wieder auf diesem anderen .net einen Bericht über einen Christen, der von einer Moslembande in Kaschmir brutal massakriert wurde.
Noch gut habe ich die Berichte hier auf kreuz.net in Erinnerung, wo man so vehement gegen die Juden wetterte, weil die sich gegen den Moslemterror auch militärisch zur Wehr setzten. Ärger befiel mich, wegen dieser – mir zutiefst unverständlichen – Parteilichkeit. Ja, man gewann damals den Eindruck bei kreuz.net, die Moslems sollten als bessere Menschen, als die armen Opfer in dem bösen Krieg, den die Juden gegen sie führen, dargestellt werden, einen Krieg, den ich, für sich betrachtet, sogar für ganz in Ordnung hielt.
Diese Parteilichkeit sieht man auch heute noch in der Art der Artikelwahl hier auf kreuz.net. Woimmer es geht, werden die Juden attackiert, wenn auch, in gerechtfertigter Weise, wie ich meine, aber wo kriegen hier einmal die Moslems ihr Fett ab? Liegen uns Christen die Moslems etwa mehr am Herzen? Das kann ja wohl nicht sein. Ja, Kritik an den morbiden Arabern findet sich spärlich hier auf kreuz.net, gegen die Juden wetterts dagegen immerfort gewaltig.
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#1   Bruder Theophil   08:50:26 | Mittwoch, 18. April 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Johannes 3, 16-21
Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.
Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.
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