Glaubenskongregation
Herumgeisterndes Personalgerücht
Seit Anfang April geistert ein Personalgerücht durch die italienische Presse. Es betrifft den Präfekten der Glaubenskongregation und den Erzbischof von New York.
Präfekt der Glaubenskongregation, William Kardinal Levada
Präfekt der Glaubenskongregation, William Kardinal Levada
(kreuz.net, Vatikan) Am 2. April vollendete der Erzbischof von New York, Edward Michael Kardinal Egan, sein 75. Lebensjahr.

Damit mußte er ein altersbedingtes Rücktrittsgesuch einreichen.

Es ist üblich, daß Kardinalerzbischöfe großer Diözesen auch nach Erreichen des 75. Lebensjahres weiterhin im Amt bleiben.

Allerdings scheint Kardinal Egan keinen besonders guten Draht zu seinem Klerus zu haben. Vor einiger Zeit führte ein anonymer Brief aus dem New Yorker Klerus, in dem der Kardinal kritisiert wurde, zu einem Medienrummel.

Nach Angaben italienischer Zeitungen will der Kardinal die Verantwortung für seine Erzdiözese rasch loswerden.

Als seinen Nachfolger handeln die Medien jetzt den Präfekten der Glaubenskongregation, William Kardinal Levada (70).

Der Vatikanist der britischen katholischen Zeitung ‘The Universe’, Gerry O’Connell, weiß eine Erklärung dafür: Angeblich ist nicht nur Kardinal Egan in New York, sondern auch Kardinal Levada in seinem Amt überfordert.

O’Connell will von „Spannungen“ in der Glaubenskongregation gehört haben: „Die Dinge laufen nicht so gut.“

Das katholische Portal ‘korazym.org’ glaubt, daß der Papst damals Kardinal Levada zum Präfekten der Glaubenskongregation erwählte, weil er plante, eine persönliche Kontrolle über seine ehemalige Wirkungsstätte aufrechtzuerhalten.

Im Laufe der Monate habe er aber festgestellt, daß das nicht möglich sei. Darum suche er jetzt einen Nachfolger für Kardinal Levada, der die Geschäfte der Kongregation besser in die Hand nehmen könne.

Als Nachfolger für den amtierenden Präfekten der Glaubenskongregation nennt O’Connell den gegenwärtigen zweiten Mann in der Glaubenskongregation, Erzbischof Angelo Amato (68).

Die Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’ vermutete am Montag den Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, als möglichen neuen Präfekten der Glaubenskongregation.

Andere Kandidaten, die von den Medien ins Gespräch gebracht werden, sind: der Patriarch von Venedig, Angelo Kardinal Scola, der Dogmatiker und jetzige Weihbischof von Rom und Rektor der Lateranuniversität, Mons. Rino Fisichella oder der Theologe und Erzbischof von Chieti-Vasto, Mons. Bruno Forte.

Was ist das Gerücht wert?

Der Vatikanist der britischen katholischen Wochenzeitung ‘Tablet’, Rocco Palmo, berichtete am Mittwoch auf seinem privaten Weblog ausführlich von dem Gerücht.

Er unterstreicht, daß es bereits früher ähnliche Nachrichten gegeben habe, die sich als Fehlalarm erwiesen hätten.

Aber nun würden sogar Vertraute des Papstes von „Überraschungen“ oder „großen Überraschungen“ reden – so die vage Formulierung von Palmo.
      
12 Lesermeinungen
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#12   Stephanus   01:20:37 | Donnerstag, 26. April 2007
Aber hallo…
;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) !:) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-)
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#11   Benedikt   14:20:51 | Montag, 23. April 2007
@ Freinsberg
Wo haben Sie denn einen „reaktionären Bischof“ ausgemacht?
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#10   Freinsberg   10:29:52 | Montag, 23. April 2007
Im Amt bleiben?
>>Es ist üblich, daß Kardinalerzbischöfe großer Diözesen auch nach Erreichen des 75. Lebensjahres weiterhin im Amt bleiben.<<
Es ist üblich, dass reaktionäre und konservative Bischöfe länger im Amt bleiben. Als progressiv geltende sind gleich futsch.
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#9   Jörg Guttenberger, Köln   21:55:53 | Freitag, 20. April 2007
Kardinalerzbischöfe
gibt es doch garnicht! Das höchste Amt ist der Kardinalbischof!
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#8   möchtegern-kathole   20:34:03 | Freitag, 20. April 2007
das Interessante an der Sache …
… und Thema dieses kreuz.net-Artikels ist primär nicht das Gerücht, sondern dass die Presse ein Gerücht streut. kreuz.net stellt ja selbst die Frage: „was ist das Gerücht wert?“
Sobald Gerüchte in den Medien gestreut werden, muss entweder etwas dran sein, oder jemand verfolgt durch das Gerücht ein Ziel. Auch der Papst streut Gerüchte, z.B. dass er ein Motu Proprio herausgeben will, und erreicht allein durch das Gerücht mehr als vielen lieb ist. Insofern führen Gerüchte oft zu Fakten, und sind manchmal ganz interessant.
Deshalb finde ich den Artikel gar nicht so schlecht.
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#7   Desperatus †   18:12:19 | Freitag, 20. April 2007
Kreuz.net – Artikel
Ich habe einen flüchtigen Bekannten, der kennt jemanden, dessen Großcousine einen Freund hat, der von einem Kumpel gehört haben will, daß ich China vielleicht ein Reissack umgefallen sein soll.
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#6   Gunsenum   13:35:38 | Freitag, 20. April 2007
Was ist das gerücht wert?
Na, anscheinend soviel, daß kreuz.net schoo beim ärste Anschwirren einä Scheißhausfliech de Miggeblatsch usbackt un großaaadisch poltäänd durchs fremde Kerchhaus rumpelt…is nebbisch gar net ihne ihrs! Da misse se sich gaaaanet um de Migg kimmään!
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#5   ottaviani   12:27:04 | Freitag, 20. April 2007
ich kann mir nicht vorstellen
daß ein päfekt der glaubenskongregation wieder diözesan bischof wir das währe ja ein abstieg
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#4   Romulus   11:37:23 | Freitag, 20. April 2007
Bitte nicht Schöborn
Die Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’ vermutete am Montag den Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, als möglichen neuen Präfekten der Glaubenskongregation.
Bitte, bitte, lieber Hl. Vater, verschonen Sie uns vor dieser Nullnummer. Der soll erst mal seine „Jugendkirche“ ausräuchern. o^/
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#3   Totte   11:23:18 | Freitag, 20. April 2007
Schlau.tv
Ist schon erstaunlich, welch „gut informierte Kreise“ kreuz.net hat.
Rechnen wir also mal damit, dass viele Stellen in der katholischen Kirche bald zur Neubesetzung anstehen, allerdings nicht der Präfekt der Glaubenskongregation und nicht der Erzbischofssitz in New York.
Wenige Seiten im WWW bringen mich so zum Lachen…
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#2   Typ   09:51:12 | Freitag, 20. April 2007
@ Sirilo
Deshalb sollte Kreuz.net sich nennen „Mehr oder weniger katholische Nachrichten und Gerüchte“!
Danke. Ein wahres und weises Wort. Also ganz anders als kotz.net!
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#1   Sirilo   09:44:58 | Freitag, 20. April 2007
Gerüchteküche
Wenn man keine echten Meldungen hat, dann muß man halt irgendwelche Gerüchte aufkochen. Deshalb sollte Kreuz.net sich nennen „Mehr oder weniger katholische Nachrichten und Gerüchte“!
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