Wir brauchen wieder eine Inquisition
Der Präfekt der Glaubenskongregation muß sein Amt als Großinquisitor nur wieder aufnehmen. Für das Anzünden der Scheiterhaufen werden sich schnell ehrenamtliche Kräfte finden.

Ihre Durchlaucht äußerte sich bei einem privaten Abendessen am Montag nach dem Geburtstagskonzert für den Papst in Rom.
Das berichtete das lokale Gratisblatt ‘Regensburger Wochenzeitung’ am Mittwoch.
Die Fürstin speiste unter anderem mit den Prälaten Josef Grabmeier, Heinrich Wachter und Hubert Schöner in einem Chinarestaurant.
Bei dieser Gelegenheit erzählte sie, daß ein ihr bekannter Journalist ein „sehr schönes Büchlein“ über die Inquisition geschrieben habe.
Demnach sei die Inquisition gar nicht
so schlimm gewesen, wie die Leute immer sagen würden:„Ich finde, wir bräuchten wieder eine Inquisition für die Leute, die immer unseren Bischof [Mons. Gerhard Ludwig Müller von Regensburg] angreifen, oder für die, die Frauen als Priester wollen.“
„Gell, Frau Heindl“ – wandte sich die Fürstin in Richtung zur ebenfalls anwesenden Haushälterin des Papst-Bruders, Agnes Heindl: „Wir beide würden die Feuer schon anzünden“.
Bei dem Essen äußerte sich die Fürstin auch über die Christdemokraten.
Das Problem sei, „daß das alles so Großkopferte sind“. Da sei jemand wie dieser Herr Thomas Fürst doch erfrischend.
Daß der Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger eine Audienz beim Papst bekommen hat, findet die Fürstin „unglaublich“.
Ferner bedauerte die Fürstin, daß die Männer von heute alle „Weicheier“ seien. Auch ihre beiden Töchter würden oft meinen, „die sind alle andersrum“.
Nachspiel
Gloria von Thurn und Taxis empörte sich am Donnerstag über die Verbreitung des privaten Gesprächs.
In einer Stellungnahme erklärte sie, das Buch von Hans Conrad Zander ‘Kurzgefasste Verteidigung der Heiligen Inquisition’ „scherzhaft“ angesprochen zu haben:
„Aus diesem humorvollen und höchst privaten Wortgeplänkel später einige – mir zugeschriebene – Zitate als öffentliche Stellungnahmen von mir in der Zeitung wiederzufinden, ist so stil- und würdelos, daß ich es nicht weiter kommentieren möchte.“
Sie prüfe juristische Schritte.
Doch der Journalist, der das Tischgespräch verbreitet hat, ist sich keiner Schuld bewußt.
Er war zum Geburtstag des Papstes nach Rom gereist und sei zufällig in der Regensburger Gruppe mit der Fürstin gelandet – zitiert die regionale Tageszeitung ‘Mittelbayerische’.
Er habe sich als Journalist zu erkennen gegeben, vor aller Augen mitgeschrieben und die Adlige mit deren Zustimmung beim Prosten fotografiert.
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Freitag, 27. April 2007 13:03
Lutheraner: Historische Unkenntnis
Die meisten Hexen sind von der weltlichen Gerichtsbarkeit verfolgt worden. Im germanischen Sprachraum
waren es in 200 Jahren 20.000 Opfer.
Um seiner Forderung nach Beseitigung der Inquisition Nachdruck zu verleihen, wird der historischen Unkenntnis gerne der Faktor 1000 beigestellt. Schließlich geht es hier um die Opfer des Feindes, wie man hofft.
Tatsächlich müßten nach dieser morbiden Logik nicht nur das Strafgericht bekämpt werden, sondern auch der Autoverkehr. Autofahrer sind nämlich viel inquisitorischer als Inquisition und mittelalterliche Rechtsprechung zusammen: sie verurteilen Jahr für Jahr 10.000 Menschen zum Tode, ohne sie überhaupt gekannt zu haben.
Aber egal. Denn obwohl es theoretisch die Trennung von Kirche und Staat gibt, reichen die Seelenverkäufer der lügenden Obrigkeit praktisch ihre Schwitzehändchen, um machtpolitisches Kalkül mit der Auferstehung zu koppeln.
Kirchen sind seelenlose Steinhaufen, hinderlich wie ein Holzbein und echte Belastung für eine gesunde Gesellschaftsordnung. Also weg damit, austreten und Schwamm drüber.
Um seiner Forderung nach Beseitigung der Inquisition Nachdruck zu verleihen, wird der historischen Unkenntnis gerne der Faktor 1000 beigestellt. Schließlich geht es hier um die Opfer des Feindes, wie man hofft.
Tatsächlich müßten nach dieser morbiden Logik nicht nur das Strafgericht bekämpt werden, sondern auch der Autoverkehr. Autofahrer sind nämlich viel inquisitorischer als Inquisition und mittelalterliche Rechtsprechung zusammen: sie verurteilen Jahr für Jahr 10.000 Menschen zum Tode, ohne sie überhaupt gekannt zu haben.
Aber egal. Denn obwohl es theoretisch die Trennung von Kirche und Staat gibt, reichen die Seelenverkäufer der lügenden Obrigkeit praktisch ihre Schwitzehändchen, um machtpolitisches Kalkül mit der Auferstehung zu koppeln.
Kirchen sind seelenlose Steinhaufen, hinderlich wie ein Holzbein und echte Belastung für eine gesunde Gesellschaftsordnung. Also weg damit, austreten und Schwamm drüber.
Donnerstag, 26. April 2007 01:10
Stephanus: Humor…
ist, wenn man trotzdem lacht“.
Mittwoch, 25. April 2007 13:42
Unschuld: Verblödete „Blaublütige“
nichts anderes kann man dazu sagen, auch wenn man recht kritsch zu den von ihr erwähnten „Kirchenkritikern“
steht.
Unschuld
Unschuld
Sonntag, 22. April 2007 17:16
methusalix †: Hallo Heinrich (Dank sei Gott, dass Sie sich nicht „der achte“ nennen!)
HeinrichderZweite: Lieber Methusalix, …
nein, nein! Ich glaube, Sie würden dadurch sympathischer werden, wenngleich wahrscheinlich nicht gescheiter, da muss ich Ihnen Recht geben.
Wenn Sie glauben, dass man vom lesen des Benimmbuches ihrer Durchlaucht sympathischer wird, wundern mich Ihre Beiträge schon viel weniger.
Fröhlichen Restsonntag noch.
nein, nein! Ich glaube, Sie würden dadurch sympathischer werden, wenngleich wahrscheinlich nicht gescheiter, da muss ich Ihnen Recht geben.
Wenn Sie glauben, dass man vom lesen des Benimmbuches ihrer Durchlaucht sympathischer wird, wundern mich Ihre Beiträge schon viel weniger.
Fröhlichen Restsonntag noch.
Sonntag, 22. April 2007 17:00
HeinrichderZweite: Lieber Methusalix,
Meinen Sie wirklich, dass mir nach einschlägiger Lektüre (muss es wirklich das Benimmbuch von ihrer
„Durchlaucht“ sein?) die „Fürstin von Thurn und Schnacksel“ oder gar die „heilige“ Inquisition sympathischer
werden würde?
nein, nein! Ich glaube, Sie würden dadurch sympathischer werden, wenngleich wahrscheinlich nicht gescheiter, da muss ich Ihnen Recht geben.
nein, nein! Ich glaube, Sie würden dadurch sympathischer werden, wenngleich wahrscheinlich nicht gescheiter, da muss ich Ihnen Recht geben.
Sonntag, 22. April 2007 16:22
methusalix †: @HeinrichderZweite
HeinrichderZweite: Lieber Obelix,dabei täte gerade Ihnen die Lektüre eines Benimmbuches gut! Es ist
schon verständlich warum gerade Sie so dagegen sind!
Meinen Sie wirklich, dass mir nach einschlägiger Lektüre (muss es wirklich das Benimmbuch von ihrer „Durchlaucht“ sein?) die „Fürstin von Thurn und Schnacksel“ oder gar die „heilige“ Inquisition sympathischer werden würde?
Meinen Sie wirklich, dass mir nach einschlägiger Lektüre (muss es wirklich das Benimmbuch von ihrer „Durchlaucht“ sein?) die „Fürstin von Thurn und Schnacksel“ oder gar die „heilige“ Inquisition sympathischer werden würde?
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