Deutschland
Wird das Leibgewand Christi erneut verschachert?
Die Heilig-Rock-Tage in Trier sind zu einer Demonstration eines deutschen Sozial- und Kulturkatholizismus verkommen. Von Hubert Hecker.
Der Weihbischof von Trier führt während der Heilig-Rock-Tage einen eigenen Weblog.
Der Weihbischof von Trier führt während der Heilig-Rock-Tage einen eigenen Weblog.
(kreuz.net, Trier) Schon zum zehnten Mal veranstaltet das Bistum Trier vom 20. bis 29. April die Heilig-Rock-Tage.

Beim ‘Heiligen Rock’ handelt es sich um ein tunika-ähnliches Gewand. Es wird seit dem zwölften Jahrhundert in Trier als der ungeteilte Leibrock Christi verehrt.

Nach dem Zeugnis des Johannesevangeliums wurde der nahtlose Rock Christi bei der Kreuzigung von den Soldaten nicht zerteilt, sondern verlost.

Der Stoffteil soll von der heiligen Helena, der Mutter des Kaisers Konstantin, bei ihrer Reise ins Heilige Land gefunden und mitgenommen worden sein.

Seit dem 16. Jahrhundert haben die Bischöfe von Trier den Heiligen Rock in unregelmäßigen Abständen für die Gläubigen ausgestellt und damit große Mengen von Wallfahrern angezogen.

Berühmt und auch kirchenpolitisch bedeutsam war die Wallfahrt im Jahr 1844.

Sie fiel in eine Zeit, in der sich die damals modernistisch-aufklärerische Theologie in der Defensive befand und nur mit massiver Unterstützung der staatskirchlichen Restauration am Leben gehalten wurde.

Ultramontane Bewegung

Zugleich wuchs die dynamische ultramontane Bewegung heran, die sich als tiefreligiöse katholische Erneuerungsbewegung an der päpstlichen Kirchenführung ‘jenseits der Alpen’ orientierte.

Die Ultramontanen brachten – mit publizistischer Unterstützung von Schriftstellern wie Joseph Görres († 1848) und Clemens Brentano († 1842) – immer mehr Theologen und Bischöfe auf ihre Seite.

Der Heilige Rock wird seit dem 12. Jahrhundert verehrt
Der Heilige Rock wird seit dem 12. Jahrhundert verehrt
Zu den neu berufenen ultramontanen Bischöfen gehörten der spätere Bekennerbischof Peter Joseph Blum von Limburg († 1884) und Bischof Wilhelm Arnoldi († 1864) von Trier.

Vom 18. August bis 6. Oktober 1844 rief der Trierer Bischof die Katholiken seines Bistums zur Heilig-Rock-Wallfahrt auf.

In diesen sieben Wochen reisten mehr als 500.000 Wallfahrer nach Trier – meistens Fußwallfahrer, die auch aus den angrenzenden deutschen, französischen und belgischen Bistümern stammten.

Die mächtige Wallfahrt von ultramontanen Altgläubigen und Papsttreuen wurde damals als eine kirchenpolitische und auch politische Sensation empfunden. Im Vergleich: Beim Hambacher Fest 1832 – der letzten Großveranstaltung im Deutschland des Vormärz – versammelten sich gerade mal 30.000 Menschen, um für die schwarz-rot-goldene Einigkeit und Freiheit zu demonstrieren.

Dagegen schaffte ein kleiner Neu-Bischof in einer mittleren deutschen Diözese einen riesigen kirchlichen Mobilisierungserfolg, der von liberalen Kreisen natürlich prompt als Hort der Reaktion und des Aberglaubens verleumdet wurde.

Seither hat sich die kirchenfeindliche Publizistik gegen das Trierer Wallfahrtsereignis die Zähne ausgebissen.

Noch im Jahr 1996 verbreitete der Historiker Wolfgang Schieder (71) seine These, daß die Kirche – in Kooperation mit dem preußischen Staate und in Vorahnung auf die 48er Revolution – die verarmten Massen mit diesem volksfrommen Massenspektakel habe benebeln wollen.

Das Gegenteil ist richtig. Die ultramontane Bewegung wurde ein Teil der 48er Revolution gegen den restaurativen Obrigkeitsstaat. Sie forderte die ‘Freiheit der Religion’ – so die neunte der Märzforderungen im Herzogtum Nassau – gegen die staatliche Unterdrückung und setzte ihre Forderung teilweise durch.

Förderung von „Ablaßkram und Rosenkranzfrömmigkeit“

Die damalige antikirchliche Publizistik der Spätaufklärung kaprizierte sich auf einen angeblichen Götzendienst um den Heiligen Rock in Trier – „gleich, ob er echt oder unecht sei“.

Johannes Ronge († 1887) – ein abgefallener Priester – der später die „deutsch-katholische Kirche“ gründete, rief zum Kampf gegen die „tyrannische Macht der römischen Hierarchie“ auf.

Briefmarke zur Ausstellung des Heiligen Rocks aus dem Jahr 1959
Briefmarke zur Ausstellung des Heiligen Rocks aus dem Jahr 1959
Diese fördere mit der Wallfahrt „Aberglauben und Werkheiligtum, Ablaßkram und Rosenkranzfrömmigkeit“.

Gegen den Vorwurf, die Pilger würden die Reliquie anbeten, schrieb ein an der Wallfahrt beteiligter Volksschullehrer aus dem Westerwald in seine Schulchronik:

Die „Wallfahrer schauen und verehren das Gewand, das der getragen hat, welcher alle durch sein Leiden aus der Knechtschaft der Sünde befreite. Sie glauben an den, der es vor 1800 Jahren getragen hat.“

Dagegen wiederholte die linke Publizistik mit Karikaturen und Schmähschriften die abgeschmackten Aufklärungsthesen von Priesterbetrug, Spendenausbeutung und Vortäuschung von Wunderheilungen.

Die Heilung der Gräfin

Als besonders anstößig galten die zahlreichen Wunderheilungen während der Wallfahrt.

Am 30. August 1844 wurde die 19jährige Gräfin Johanna von Droste-Vischering während ihres Gebetes im Dom zu Trier von der Lähmung ihrer Beine geheilt.

Diese gut dokumentierte Heilung „durch Glauben und Gebet“ im Angesicht des Heiligen Rocks wurde von der damals mechanistisch-medizinischen Anthropologie als eine Provokation aufgefaßt.

10 Kreuzwegstation: Jesus wird seiner Kleider beraubt
10 Kreuzwegstation: Jesus wird seiner Kleider beraubt
Der Ideologe Ludwig Feuerbach († 1872) hatte kurz vorher Gott zu einer Projektion des Menschen erklärt. Der Dichter Heinrich Heine († 1856) verklärte in seinen pantheistischen Lustträumereien die Erde zum alleinigen Paradies. Der Theologe David Strauß († 1874) verbannte die Person des Wunderheilers Jesus von Nazareth in den Bereich des Mythos.

In dieser für die verspäteten Aufklärer schwierigen Situation dichtete der inzwischen vergessene Satiriker Rudolf Löwenstein († 1891) das hämische Liedchen: „Freifrau von Droste-Vischering, Vi-Va-Vischering“.

Dieses Spottlied bemühte sich, die Heilung der Gläubigen ins Kindisch-Märchenhafte abzuschieben.

Das Machwerk – nach Friedrich Engels das wichtigste der damaligen links-liberalen Bewegung – leitete eine neue Welle der antikirchlichen und antireligiösen Hetze ein.

Nach dem katholischen Großereignis von 1844 waren auch die nächsten Wallfahrten von 1891 und 1933 mächtige Demonstrationen für den Glauben sowie für Kirche und Papst.

Und heute?

Davon setzen sich die derzeit veranstalteten Heilig-Rock-Tage deutlich ab. Sie sind als zum Teil geschmacklose Demonstrationen eines modernistischen Sozial- und Kulturkatholizismus anzusehen.

„Auf Tuchfühlung zu Gott“ heißt heuer das Motto der Veranstaltungswoche, bei dem ein Zelt auf dem Trierer Marktplatz zum Thema Arbeitslosigkeit „in den Mittelpunkt gestellt“ wird – so die Presseerklärung des Bistums vom Dezember 2006.

Im Trierer Dom stehen nicht der Heilige Rock oder fromme Veranstaltungen dazu im Mittelpunkt, sondern ein Kunst-Event mit abgetragenen alten Mänteln unter dem sozialmystischen Titel: „Belonging and Beyond“.

In der ehrwürdigen Kathedralkirche zu Trier gibt es auch ein Kinderfest.

Dabei können die Jüngsten wieder Tunika-Vogelscheuchen basteln, wie es im Titelbild zu der Presseerklärung vom 27. Dezember 2006 gezeigt wird.

Eingeleitet werden die Heilig-Rock-Tage mit einem „Ökumenetag“.

Dabei feiern die „Gläubigen verschiedener christlicher Kirchen das Bistumsfest der Diözese Trier“.

Welche sind die „verschiedenen christlichen Kirchen“, die das katholische Bistumsfest feiern?
      
20 Lesermeinungen
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#22   Dismas   08:30:40 | Montag, 23. April 2007
„Wallfahrt“ – besser gesagt ne Kaffeefahrt!
Für die meisten „Katholiken“ sind solche sogenannten „Wallfahten“ allerorts einfach zu Kaffeefahrten „verkommen“. Wichtig ist – das „miteinander schnattern“ und dann dabei auch satt zu werden. Ohne „meckern“ hinterher geht es schon gar nicht mehr, besonders wenn das Schnitzel zu klein war.
Wen wundert es aber, denn auch die Geistlichkeit hat sich mit dem Sinn der „Wallfahrt“ jahrzehntelang nicht befasst.
Studien- und auch Exerzitientage für die Bischöfe, Kardinäle und Priester wären von dringender Notwendigkeit.
Regina caeli laetare – ALLELUJA!
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#21   Czibo Nieznany   13:26:51 | Sonntag, 22. April 2007
Wenn das Ideale nicht das Reale sein kann…!
semper.reformandus @:Aber warum denn dem Idealen nachlaufen, wenn es doch nicht das Reale sein kann, darf? Das ist doch vergebliche Liebesmüh’. Was hat die Refomation im Prinzip erreicht, gerade sie wollte ja zurück zur ursprünglichen Kirche. Bilder wurden gestürmt, die Kirchenräume wurden leerer, Statuen entfernt, Altäre zerhackt, um dem Wort der Bibel mehr Raum in den Sakralräumen zu verschaffen. Das mag zum Teil gelungen sein. Aber war es nicht eigentlich Möbelentfernen auf der gleichen Etage. Was ist denn eigentlich so viel Neues dabei herausgekommen, als die flehentliche Bitte: Das Wort sie sollen lassen sta’hn. „Und da steht es und steht schon seit Jahrhunderten…“ kommentierte neulich ein lutherischer Pastor bei einem Gespräch.
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#20   semper reformandus   20:22:27 | Samstag, 21. April 2007
@czibo
ideal ist ja gerade nicht real, daher ja auch SEMPER reformanda…
So, jetzt ist aber wirklich Schluss
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#19   Czibo Nieznany   20:03:51 | Samstag, 21. April 2007
Idealform
Es geht mir – und der gesunden kirchlichen Lehre – skandalöser Weise also sogar um noch viel mehr als nur um die Verteidigung alter Lehren, es geht um deren Wiederherstellung! In diesem Sinne sollte wieder einmal der wahre Komservative an der Spitze des (richtigen) Fortschritts stehen.
semper.reformandus @: Nur noch eine Frage: Hatte die Kirche wirklich einmal eine Idealform?
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#17   semper reformandus   19:11:20 | Samstag, 21. April 2007
@czibo
…da Sie ja irgendwie wollten, dass ich mich nochmal dazu melde: Villeicht kennen Sie den alten Lehrsatz, dass die Kirche stets und fortwährend der „Reform“ bedarf, also der möglichst getreuen Wiederherstellung ihrer Idealform, wie sie ihr Stifter, der Herr, entworfen hat. Es geht mir – und der gesunden kirchlichen Lehre – skandalöser Weise also sogar um noch viel mehr als nur um die Verteidigung alter Lehren, es geht um deren Wiederherstellung! In diesem Sinne sollte wieder einmal der wahre Komservative an der Spitze des (richtigen) Fortschritts stehen. Und da man – auch ein alter Lehrsatz, den Sie aber hffentlich trotzdem gutheißen – immer erstmal bei sich selbst anfangen sollte, habe ich mir erlaubt, mich in keineswegs kokketierend gemeinter Bescheidenheit als reformandus (Gerundivum, kennen Sie doch sicher), als zu reformierenden, zu betiteln. Das ist ein Akt ehrlicher Demut. Defensor fidei ist ein königlicher Titel, der mir nicht zukäme, außerdem ist er historisch mehr als angekratzt, so ein d.f., wie die derzeitige Trägerin will ich nun wirklich nicht sein.
Mit dieser Bemerkung folge ich meinem eignenen Appell udn melde mich aus der leider fruchtlosen Disskossion mit cz ab.
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#16   Rainer Tobak   15:45:46 | Samstag, 21. April 2007
Sehen Sie sozialkatholisch
Tchibo wurde hier www.kreuz.net/…ticle.5006-page.html vom Leser semper ref. – zu recht! – gebeten, erst mal einen Grundkurs in Glaubenslehre zu belegen, wenn er mitreden will! Wie Sie sehen, ist er unbelehrbar und offensichtlich auch unterbelichtet: q.e.d.!
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#15   Czibo Nieznany   15:38:29 | Samstag, 21. April 2007
Wenig authentische Antwort
Eigentlich habe ich semper. reformandusum eine Antwort ersucht. Sozialkatholisch braucht die Antwort nicht zu sein. Weil der Gefragte, semper.reformandus, offensichtlich aber sehr an der Erhaltung des Status quo interessiert ist, meine ich doch, er sollte sich besser Defensor fidei nennen. Abgesehen davon, das „Reform“oder „Reformation“auch nur bedeutet, Möbelstücke auf der gleichen Etage zu verschieben und auszutauschen, wie man es ja allenthalben sieht. Also dann besser doch keine Reform?
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#14   Rainer Tobak   15:17:54 | Samstag, 21. April 2007
Sozialkatholisch
Glauben Sie, Tchibo interessiere Wortbedeutungen?
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#13   Sozialkatholisch   14:02:02 | Samstag, 21. April 2007
@ Czibo Nieznany
Re heißt zurück und Form heißt Form. Die Reform ist im christlichen Sinne eine Zurückorientierung auf Jesu Christie dessen Kreuzesopfer in jeder hl. Messe vergegenwärtigt wird.
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#12   Czibo Nieznany   13:55:07 | Samstag, 21. April 2007
Reform wenig im Sinn
Hallo semper reformandus@: trotzdem meine ich, dass Sie Ihnen der Titel Defensor Fidei besser stünde. Mit Reform haben Sie ja wenig im Sinn, sondern mit Festklopfen und Verteidigen alter Lehrsätze. Das macht den Umgang nicht liebenswerter…!
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#11   semper reformandus   12:16:42 | Samstag, 21. April 2007
@czibo
Allerwertester,
ich bin offenbar zu unbedarft, um Ihren Höhenflügen folgen zu können. Im konkreten Kontext meinte ich einfach so etwas wie „Vorbilder“. Nicht unbedingt Heilige, aber gute Katholiken. Kenn Sie Merz oder Lütz und ihr öffentliches Wirken? Dann wissen Sie vielleicht, wie ich das meine.
An anderer Stelle fragten Sie nach dem Sinn meines Pseudonyms. Nun, vielleicht können Sie Latein, und vielleicht haben Sie schon vom Tridentinum gehört. Dann können Sie sich, in Kenntnis der Tatsache, dass ich männlichen Geschlechts bin, den Rest zusammenreimen; hat was mit Balken im eigenen Auge zu tun bzw. mit dem guten alten Grundsatz, immer bei sich selbst anzufangen…
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#10   Czibo Nieznany   10:46:20 | Samstag, 21. April 2007
Vorzeigekatholiken, wau!
Was sind eigentlich Vorzeigekatholiken.? Die müssen wohl nicht glauben, sondern werden bei Prozessionen wohl aus dem Schrank geholt, abgestaubt und dann her gezeigt: Seht mal auch er ist einer davon. Und alle dürfen stolz sein, die Gestalt gesehen zu haben. Und dann wird so ein Vorzeigekatholik wieder in den Schrank gestellt zum dahindämmern bis zum nächsten Mal? Oder was machen Vorzeigekatholiken sonst noch? Vielleicht sind Vorzeigekatholiken auch nur solche, die Sie ganz persönlich in die Kaste der Vorzeigekatholiken gestellt haben.
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#9   semper reformandus   09:27:29 | Samstag, 21. April 2007
1844!
Nur eine kleine Anmerkung: Anlässlich der heilig-Rock-Wallfahrt 1844 kam es auch zur Gründung der ersten und somit ältesten kathlischen Studentenverbindung, der Bavaria Bonn, die noch heute bekannten Vorzeige-Katholiken (nicht ironisch gemeint!) wie etwa dem berühmten Artz und Theologen Manfred Lütz oder dem konservativen Politiker Friedrich Merz ein Stück geistige Heimat ist.
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#8   Rainer Tobak   09:10:25 | Samstag, 21. April 2007
Tchibo
Wie kann man Glauben demonstrieren?
Aber dafür kann man Unglauben und Pseudo-Intellektualität demonstrieren! Dafür haben Sie uns hier www.kreuz.net/…ticle.5006-page.html den Beweis geliefert! :-D
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#7   Czibo Nieznany   01:27:18 | Samstag, 21. April 2007
Einfach mitgelaufen
Trierer@: Aber jetzt mal wirklich: wie kann man Glauben demonstrieren? Dazu gehört Leben und Tod. Das gelingt in dieser Perfektion noch nicht einmal bei der Fronleichnamsprozession, weil da viel zu viel Politiker im Dunstkreis des Baldachins schreiten und anstatt zu beten an die nächsten (beseren?) Wahlergebnisse denken, nur weil sie halt auch mitgelaufen sind, um Stimmen zu fangen und um a-dbeizudabei.
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#6   nonnobisdomine   20:31:36 | Freitag, 20. April 2007
Schämen sollten sich derdrtige Klerkiker.
Scheinbar sind sich diese Herren nicht mehr bewußt, was sie in ihrem Theologiestudium lernten.
Hinzu kommt, daß diese Herren Regenten waren und sich somit in der Priesterfortbildung betätigten.
Schande über diese Herren.
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#4   HeinrichderZweite   19:25:43 | Freitag, 20. April 2007
Mein lieber Matt,
Schon wieder so eine Reliquie, die keiner braucht.
Schon wieder so ein Statement von Ihnen, das keiner braucht. Gescheiter werden Sie auch nicht mehr. Schade!
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#3   Trierer   19:00:29 | Freitag, 20. April 2007
Genauer hinschauen
So ein Kritikastertum – die Heilig-Rock-Wallfahrt und die Heilig-Rock-Tage einfach über einen Kamm zu scheren.
Die Heilig-Rock-Tage sind das Bistumsfest Triers. Mit allem was dazugehört, viele Gottesdienste aber auch Kultur. Sie haben gar nicht den Anspruch, den die Heilig-Rock-Wallfahrt auch sicher heute noch hat.
1996 dabeigewesen? War das keine Demonstration des Glaubens???
Im Übrigen: Was hier als Tunika-Vogelscheuche übelst diffamiert wird, war von den Kindern eine Anspielung auf die traditionelle Art der Zeigung des Rocks – An einem einem Querholz, wie es schon Johannes Ehnen, Weihbischof des 16. Jrhdt. beschrieben hat. Liegend wird der Rock aus konservatorischen Gründen erst seit dem 20. Jahrhdt. gezeigt.
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#2   matt2 †   18:09:03 | Freitag, 20. April 2007
Und ich dachte mir es ginge um Rock-Musik
Herrgott! Schon wieder so eine Reliquie, die keiner braucht. Vielleicht ist meine Eingangsvermutung ja garnicht so falsch. Einem Rock dem man so wundersame Eigenschaften zuspricht, der kann vielleicht auch Musik machen und so richtig abrocken. :-D
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#1   Czibo Nieznany   17:54:19 | Freitag, 20. April 2007
Kulturkatholizismus
Der Heilige Rock mag ja ein verehrungswürdiges Objekt sein. Aber er hat keine Heilsbedeutungund keinen Wert an und aus sich. Darüber muss man sich im Klaren sein. Im übrigen hat der Kulturkatholizismus auch seine Berechtigung. Er ist ncht besser und nicht schlechter als die anderen Ausprägungen des Katholizismus. Bloß keinen Neid hochsprudeln lassen, weil das Bistum Trier die Heilig-Rock-Tage begeht. Vielleicht würde Johannes Ronge in der Gegenwart auch mitmachen. Warum eigentlich nicht?
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