Über den Restaurant-Tisch gezogen
„Sein Bier hätte der Fallensteller aus Regensburg wenigstens selber bezahlen können.“ Interview mit einem Teilnehmer der römischen Tafelrunde der Fürstin von Thurn und Taxis.
(kreuz.net, Rom) Am Abend des 16. April schaffte es die Fürstin Gloria von Thurn und Taxis nur mit Mühe
von Afrika nach Rom zu dem wundervollen Konzert anläßlich des päpstlichen Geburtstages in der Aula
Paolo VI.
Ein Platzregen vor der Halle neben dem Petersdom tat ihrer verständlichen Euphorie auch nach dem Konzert keinen Abbruch.
Vor den Kolonnaden kam sie zwischen großen Pfützen mit einigen Regensburger Prälaten ins Gespräch und stellte sich mit deren Haushälterinnen und Bekannten lachend für Erinnerungsfotos auf.
In diesem Zusammenhang trat ein Journalist aus Regensburg mit einer Interviewbitte an sie heran. Die Fürstin verwies ihn freundlich an ihr Büro, wo er sich für den nächsten Tag einen geeigneten Termin geben lassen sollte.
Im fürstlichen Gefolge befand sich auch der deutsche Buchautor und Vatikanist Paul Badde, Korrespondent der deutschen Tageszeitung ‘Welt’ und Mit-Herausgeber des VATICAN-magazins.
Herr Badde, was hatte man sich für den Abend vorgenommen?
Paul Badde: Wir planten nach dem Konzert ein Abendessen für rund sechs Personen: für die Fürstin, ihren Bruder Alexander von Schönburg, ihren gemeinsamen Freund Philipp von Studnitz, dazu meinen Freund und Kollegen Alexander Smoltczyk sowie meine Frau und mich.
Ein kleiner Rahmen…
Paul Badde: Naja. Nach dieser Begegnung schlossen sich unserer kleinen Gruppe bei den Kolonnaden noch zwei Prälaten mit weiteren Pilgern aus Regensburg an.
Wer wählte das Restaurant aus?
Paul Badde: Das war ein spontaner Entscheid. Das nahe „Vier Mohren“ war geschlossen. Daneben – in dem Restaurant „La Frusta“ – war für sechs oder acht Personen kein Tisch mehr frei.
So schauten wir in das chinesische „Nuova Città del Cielo“ an der Ecke gegenüber hinein, dessen nicht allzu großer Gastraum – wie häufig üblich – vollkommen leer war.
Und dann?
Paul Badde: Wir ließen von den Kellnern ein paar Tische zu einem längeren Tisch zusammenstellen. Dabei sahen wir, daß noch ein paar Tische mehr nötig geworden waren, weil sich den Prälaten noch ein größerer Schwanz von „Pilgern“ angeschlossen hatte, die sich freudig dazusetzten.
Wie verteilte sich die fürstliche Gesellschaft?
Paul Badde: Am oberen Tischende bat ich die Fürstin um die Organisation einer kleinen Tischordnung. Nach unten hin überließen wir den „Pilgern“ diese Ordnung selber.
Kein besonders offizieller Rahmen…
Paul Badde: Nachdem Brotkörbe, Bier, Wein und Wasser auf dem Tisch standen, stimmte einer der Prälaten – wie sein Mitbruder in violetter Soutane – laut für alle ein Tischgebet an und gab dem Mahl und der Runde seinen Segen. Das Gleiche tat er nach dem Essen.
Dies nur vorweg zu dem privaten und – ja – fast intimen Charakter des Abends, der am Tisch so fröhlich und ausgelassen wurde, daß er über große Strecken eher an eine „kölsche Bütt“ als an einen so oder so ernst gemeinten Diskurs erinnerte.
Also keine konspirative Sitzung?
Paul Badde: Keine Spur. Dennoch wurden aus diesem ungeschützten Raum und Rahmen am nächsten Tag einige launige Äußerungen der Fürstin als quasi amtliche Stellungnahmen von ihr in der ‘Regensburger Wochenzeitung’ ventiliert.
Nur ein böswilliger Denunziant konnte diese Aussagen als öffentlich darstellen und diffamieren.
Der betreffende Journalist hat immerhin erklärt, hochoffiziell in der fürstlichen Runde getafelt zu haben.
Paul Badde: Am oberen Tischende, wo die Fürstin saß, hat keiner – auch nicht mein Kollege Alexander Smoltczyk vom ‘Spiegel’ oder Philipp von Studnitz von ‘Park Avenue’ – die Gegenwart dieses „Kollegen“ oder „Pilgers“ am selben Tisch wahrgenommen, der „unversehens“ in diese Gesellschaft hinein geraten sein will – wie er es jetzt der ‘Mittelbayrischen Zeitung’ auf die Nase band.
Er hat die Tischgespräche nach eigenen Angaben offen mitprotokolliert…
Paul Badde: Da hat auch keiner gesehen, wie er Notizen machte. Das hätte – in diesem Rahmen! – wohl auch keiner für möglich gehalten.
Daß er aus der Gegenwart von uns Journalisten einen „öffentlichen Charakter“ des Abendessens ableiten will, ist schlicht infam. Wir waren als Freunde am Tisch – nicht als Journalisten.
Man hat ihn auch dann nicht bemerkt, als er mit Erlaubnis der Fürstin ein Photo von ihr machte?
Paul Badde: Daß der Kollege Christian Eckl – dessen Namen ich jetzt erst aus der Zeitung erfahren habe – Fürstin Gloria „mit deren Zustimmung beim Prosten abgelichtet“ habe, ist ebenso absurd.
Wie meinen Sie?
Paul Badde: Ich saß neben der Fürstin und nahm einmal einen Knipser hinter meiner Schulter wahr, aber keineswegs eine wie auch immer geartete Anfrage, für welche Zeitung auch immer ein Foto von der Fürstin schießen zu dürfen.
Es war an diesem Abend ein Erinnerungsfoto unter vielen, welche Fürstin Gloria gleichgültig über sich ergehen ließ.
Wie endete der Abend?
Paul Badde: Die Fürstin hat am Schluß für alles und alle bezahlt. Es machte sie auch nicht traurig, daß die Rechnung bei diesem Chinesen so unrömisch niedrig war.
Auch das Essen des anonymen Journalisten?
Paul Badde: Natürlich. Dafür verkündete Eckl danach in Süddeutschland, er „glaube, daß die Öffentlichkeit erfahren soll, wie Fürstin Gloria denkt“.
Das ist der Gipfel der kleinen Affäre. Selbst die Gedanken sollen also nicht mehr frei sein – auch nicht von solchen Fallenstellern?
Danach möchte man den Regensburgern von Rom aus „Gute Nacht“ wünschen, wenn da fortan Kollegen wie Christian Eckl als Gedankenpolizisten ihre Runden drehen.
Kann sich Eckl nicht auf den Informationsauftrag der Medien berufen?
Paul Badde: Dann lieber doch wieder eine gescheite Inquisition – deren revolutionärer Grundgedanke es immerhin war, daß Beschuldigte erst einmal selbst „angehört“ werden mußten, bevor es ihnen ohne viel Federlesens aufgrund verschiedener ungeprüfter Denunziationen an den Kragen ging.
Noch etwas?
Paul Badde: Ja. Sein Bier hätte Herr Eckl – hätte er je von dem Begriff „Gentleman“ gehört – an diesem Abend selber zahlen sollen – am besten auch sein Chop oder was er sich sonst aus der Küche hat kommen und auf Kosten der Fürstin hat schmecken lassen.
© Bilder: Paul Badde
Ein Platzregen vor der Halle neben dem Petersdom tat ihrer verständlichen Euphorie auch nach dem Konzert keinen Abbruch.
Vor den Kolonnaden kam sie zwischen großen Pfützen mit einigen Regensburger Prälaten ins Gespräch und stellte sich mit deren Haushälterinnen und Bekannten lachend für Erinnerungsfotos auf.
In diesem Zusammenhang trat ein Journalist aus Regensburg mit einer Interviewbitte an sie heran. Die Fürstin verwies ihn freundlich an ihr Büro, wo er sich für den nächsten Tag einen geeigneten Termin geben lassen sollte.
Im fürstlichen Gefolge befand sich auch der deutsche Buchautor und Vatikanist Paul Badde, Korrespondent der deutschen Tageszeitung ‘Welt’ und Mit-Herausgeber des VATICAN-magazins.
Herr Badde, was hatte man sich für den Abend vorgenommen?
Paul Badde: Wir planten nach dem Konzert ein Abendessen für rund sechs Personen: für die Fürstin, ihren Bruder Alexander von Schönburg, ihren gemeinsamen Freund Philipp von Studnitz, dazu meinen Freund und Kollegen Alexander Smoltczyk sowie meine Frau und mich.
Ein kleiner Rahmen…
Paul Badde: Naja. Nach dieser Begegnung schlossen sich unserer kleinen Gruppe bei den Kolonnaden noch zwei Prälaten mit weiteren Pilgern aus Regensburg an.
Wer wählte das Restaurant aus?
Paul Badde: Das war ein spontaner Entscheid. Das nahe „Vier Mohren“ war geschlossen. Daneben – in dem Restaurant „La Frusta“ – war für sechs oder acht Personen kein Tisch mehr frei.
So schauten wir in das chinesische „Nuova Città del Cielo“ an der Ecke gegenüber hinein, dessen nicht allzu großer Gastraum – wie häufig üblich – vollkommen leer war.
Und dann?
Paul Badde: Wir ließen von den Kellnern ein paar Tische zu einem längeren Tisch zusammenstellen. Dabei sahen wir, daß noch ein paar Tische mehr nötig geworden waren, weil sich den Prälaten noch ein größerer Schwanz von „Pilgern“ angeschlossen hatte, die sich freudig dazusetzten.
Wie verteilte sich die fürstliche Gesellschaft?
Paul Badde: Am oberen Tischende bat ich die Fürstin um die Organisation einer kleinen Tischordnung. Nach unten hin überließen wir den „Pilgern“ diese Ordnung selber.
Kein besonders offizieller Rahmen…
Paul Badde: Nachdem Brotkörbe, Bier, Wein und Wasser auf dem Tisch standen, stimmte einer der Prälaten – wie sein Mitbruder in violetter Soutane – laut für alle ein Tischgebet an und gab dem Mahl und der Runde seinen Segen. Das Gleiche tat er nach dem Essen.
Dies nur vorweg zu dem privaten und – ja – fast intimen Charakter des Abends, der am Tisch so fröhlich und ausgelassen wurde, daß er über große Strecken eher an eine „kölsche Bütt“ als an einen so oder so ernst gemeinten Diskurs erinnerte.
Also keine konspirative Sitzung?
Paul Badde: Keine Spur. Dennoch wurden aus diesem ungeschützten Raum und Rahmen am nächsten Tag einige launige Äußerungen der Fürstin als quasi amtliche Stellungnahmen von ihr in der ‘Regensburger Wochenzeitung’ ventiliert.
Nur ein böswilliger Denunziant konnte diese Aussagen als öffentlich darstellen und diffamieren.
Der betreffende Journalist hat immerhin erklärt, hochoffiziell in der fürstlichen Runde getafelt zu haben.
Paul Badde: Am oberen Tischende, wo die Fürstin saß, hat keiner – auch nicht mein Kollege Alexander Smoltczyk vom ‘Spiegel’ oder Philipp von Studnitz von ‘Park Avenue’ – die Gegenwart dieses „Kollegen“ oder „Pilgers“ am selben Tisch wahrgenommen, der „unversehens“ in diese Gesellschaft hinein geraten sein will – wie er es jetzt der ‘Mittelbayrischen Zeitung’ auf die Nase band.
Er hat die Tischgespräche nach eigenen Angaben offen mitprotokolliert…
Paul Badde: Da hat auch keiner gesehen, wie er Notizen machte. Das hätte – in diesem Rahmen! – wohl auch keiner für möglich gehalten.
Daß er aus der Gegenwart von uns Journalisten einen „öffentlichen Charakter“ des Abendessens ableiten will, ist schlicht infam. Wir waren als Freunde am Tisch – nicht als Journalisten.
Man hat ihn auch dann nicht bemerkt, als er mit Erlaubnis der Fürstin ein Photo von ihr machte?
Paul Badde: Daß der Kollege Christian Eckl – dessen Namen ich jetzt erst aus der Zeitung erfahren habe – Fürstin Gloria „mit deren Zustimmung beim Prosten abgelichtet“ habe, ist ebenso absurd.
Wie meinen Sie?
Paul Badde: Ich saß neben der Fürstin und nahm einmal einen Knipser hinter meiner Schulter wahr, aber keineswegs eine wie auch immer geartete Anfrage, für welche Zeitung auch immer ein Foto von der Fürstin schießen zu dürfen.
Es war an diesem Abend ein Erinnerungsfoto unter vielen, welche Fürstin Gloria gleichgültig über sich ergehen ließ.
Wie endete der Abend?
Paul Badde: Die Fürstin hat am Schluß für alles und alle bezahlt. Es machte sie auch nicht traurig, daß die Rechnung bei diesem Chinesen so unrömisch niedrig war.
Auch das Essen des anonymen Journalisten?
Paul Badde: Natürlich. Dafür verkündete Eckl danach in Süddeutschland, er „glaube, daß die Öffentlichkeit erfahren soll, wie Fürstin Gloria denkt“.
Das ist der Gipfel der kleinen Affäre. Selbst die Gedanken sollen also nicht mehr frei sein – auch nicht von solchen Fallenstellern?
Danach möchte man den Regensburgern von Rom aus „Gute Nacht“ wünschen, wenn da fortan Kollegen wie Christian Eckl als Gedankenpolizisten ihre Runden drehen.
Kann sich Eckl nicht auf den Informationsauftrag der Medien berufen?
Paul Badde: Dann lieber doch wieder eine gescheite Inquisition – deren revolutionärer Grundgedanke es immerhin war, daß Beschuldigte erst einmal selbst „angehört“ werden mußten, bevor es ihnen ohne viel Federlesens aufgrund verschiedener ungeprüfter Denunziationen an den Kragen ging.
Noch etwas?
Paul Badde: Ja. Sein Bier hätte Herr Eckl – hätte er je von dem Begriff „Gentleman“ gehört – an diesem Abend selber zahlen sollen – am besten auch sein Chop oder was er sich sonst aus der Küche hat kommen und auf Kosten der Fürstin hat schmecken lassen.
© Bilder: Paul Badde
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Sonntag, 13. Mai 2007 03:34
Prinz: Exakter standesamtlicher Name
Ein einfacher Blick nach wikipedia zeigt, dass der Name der sich selbst als Fürstin bezeichnenden Dame Gloria … Prinzessin von Thurn und Taxis lautet. Der Name ihres Mannes war Johannes … Prinz von Thurn und Taxis. Fürstin ist keine geschützte Bezeichnung und so darf sie, wie jeder andere, sich so nennen. Kein Grund zur Aufregung. !:)
Donnerstag, 26. April 2007 02:40
methusalix †: audiatur et altera pars
UUPS! – ET ORBI
Gloria, die Pfingstler und ein Spion aus Regensburg
Von Alexander Smoltczyk, Rom
Als der Papst Geburtstag feierte, eilte auch eine seiner leidenschaftlichsten Anhängerinnen nach Rom: Gloria von Thurn und Taxis. Gefeiert wurde bei göttlicher Musik und dem „Chinesen um die Ecke“. Doch für die Fürstin gab es nach der Zeche ein böses Erwachen.
mehr …
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Donnerstag, 26. April 2007 01:17
Stephanus: Humor ist, wenn man trotzdem lacht“.
Montag, 23. April 2007 18:05
Pünktchen: Horst
Volltreffer!
Ich nenne die selbsternannte Vernunftstimme manchmal: „Stimme bar jeder Vernunft“
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Montag, 23. April 2007 18:03
Horst Metzker: Sehr geehrte Stimme der Vernunft,
was Sie da schreiben hat mehr mit Schwachsinn zu tun, als mit Vernunft. Möchten Sie nicht Ihren Nick in Unverschämtheit abändern? Empfehlung!
Montag, 23. April 2007 13:25
stimme der vernunft: dumme Plunze
Wenn die dumme Schnalle von „Fürstin“ ihr loses Mundwerk nicht halten kann und meint, sie müsste bei
jeder Gelegenheit ihren geringen Intelligenzquotienten unter Beweis stellen, dann muss sie sich nicht
wundern, wenn sie damit Schlagzeilen macht.
In diesem speziellen Fall liegt Paulus goldrichtig: Dieses Weib sollte tatsächlich besser schweigen in der Gemeinde.
In diesem speziellen Fall liegt Paulus goldrichtig: Dieses Weib sollte tatsächlich besser schweigen in der Gemeinde.
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