Jeden Sonntag zur Messe + Kardinal Meisners Predigt beim ökumenischen Gedenkgottesdienst + Will die UNO die Staaten auf Euthanasie verpflichten? + Der Bischof von Münster verbietet die Kanzel + Keine Zwangsabtreibung für neunjährige Mutter
Jeden Sonntag zur Messe
Vatikan. Der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., dankte gestern dem Posten
der italienischen Polizei im Vatikan für seinen Einsatz. Diese Polizeieinheit, die dem Vatikan vom italienischen
Innenministerium zur Verfügung gestellt wird, ist unter anderem für die Sicherheit der Pilger auf dem
Petersplatz verantwortlich. Die Einheit steht gegenwärtig unter dem Befehl des Generalinspektors Salvatore
Festa. Beim gleichen Anlaß betonte Papst Johannes Paul II. die Sonntagspflicht jedes Katholiken. Dies
berichtete ‘Radio Vatikan’. Der Heilige Vater erinnerte, daß gerade das eucharistische Jahr die heilige
Messe und insbesondere den Sonntagsgottesdienst ins Zentrum rücke.
Kardinal Meisners Predigt beim ökumenischen
Gedenkgottesdienst
Deutschland. Gestern wurde in einem ökumenischen Gedenkgottesdienst im Kölner Dom
der Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien gedacht: „Die Natur hat uns ein Gesicht schrecklicher Unberechenbarkeit
gezeigt“, sagte der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, in seiner Predigt: „Das Leid, das
sie auslöste, übersteigt unser Begreifen.“ Der Kardinal versuchte jenen zu antworten, die angesichts
des Leids nach Gott fragen. „Gott war an der Seite der Leidenden und inmitten der Sterbenden.“ Es sei
hoffnungsvoll, daß die Menschen „im Leid und gegen das Leid zusammenstehen“. Darin spiegle sich die Liebe
Gottes.
Will die UNO die Staaten auf Euthanasie verpflichten?
USA. Diese Woche versammelt sich eine
Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen, um eine internationale Konvention über ‘Menschen mit Invalidität’
auszuarbeiten. Dies berichteten katholische Online-Dienste in den USA. Eine Konvention ist im Gegensatz
zur Deklaration für die Mitgliedstaaten bindend. Der vorliegende Entwurf der Konvention beinhaltet ein
„Recht zu sterben“. Das Dokument spricht in seiner gegenwärtigen Fassung außerdem von einer „individuellen
Autonomie“, welche die Freiheit einschließt, „seine eigenen Entscheidungen unabhängig von anderen Personen
zu treffen“. Lebensschützer in den USA sehen in solchen Formulierungen einen Blankoscheck. Derartige
Formulierungen seien Öl im Feuer der Euthanasielobby und würden für die Mitgliedstaaten der UNO zu
einem Bumerang werden.
Der Bischof von Münster verbietet die Kanzel
Deutschland. Der Bischof von Münster,
Reinhard Lettmann (71), hat verboten, daß evangelische Pastoren während der Gebetswoche der Einheit
der Christen von der katholischen Kanzel predigen. Dies berichtete gestern die „Westdeutsche Allgemeine“,
eine im Ruhrgebiet erscheinende Zeitung. Die Gebetswoche findet vom 18. bis zum 23. Januar in Waltrop
nördlich von Dortmund statt. Der Pfarrer von Waltrop, Franz Josef Durkowiak, hatte im vergangenen Jahr
bei einem sogenannten „Kanzeltausch“ den protestantischen Pastor Ulrich Lammers in der katholischen Kirche
St. Marien predigen lassen. Heuer habe er, so Durkowiak, von Bischof Lettmann einen freundlichen, aber
bestimmten Hinweis erhalten, dies nicht noch einmal zu tun.
Keine Zwangsabtreibung für neunjährige
Mutter
Chile. Ein neunjähriges Mädchen wurde vor rund sieben Monaten in der chilenischen Hauptstadt
Santiago vergewaltigt. Nach diesem Verbrechen erwartet sie ein Kind. Insgesamt bemühten sich sieben NGOs,
bei der Regierung Chiles eine Spätabtreibung des zwei Monate vor seiner Geburt stehenden Kindes durchzusetzen.
NGO steht für „Nichtregierungsorganisation“. Eine NGO ist eine Aktionsgruppe, die unabhängig von Regierungen
oder staatlichen Stellen organisiert ist. Die NGOs verlangten für die junge Mutter eine sogenannte „therapeutische
Abtreibung“. Die Begründung lautete, daß man die Mutter im Kindesalter durch die Tötung ihres Kindes
vor lebensbedrohlichen Risiken „schützen“ wolle. Vergangenen Freitag wies der Gesundheitsminister von
Chile, Pedro Garcia, die Forderungen der NGOs mutig zurück. Das berichtete der amerikanische Nachrichtendienst
„CWNews“. Minister Garcia unterstrich, daß er um das Mädchen sehr besorgt sei. Jedoch habe es das ungeborene
Kind nicht verdient, umgebracht zu werden. Es sei an den Umstände seiner Zeugung unschuldig.
Email-Adressen der Empfänger
Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.