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Sonntag, 16. Januar 2005 08:07
kreuzmeldungen
Jeden Sonntag zur Messe + Kardinal Meisners Predigt beim ökumenischen Gedenkgottesdienst + Will die UNO die Staaten auf Euthanasie verpflichten? + Der Bischof von Münster verbietet die Kanzel + Keine Zwangsabtreibung für neunjährige Mutter
Jeden Sonntag zur Messe

Vatikan. Der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., dankte gestern dem Posten der italienischen Polizei im Vatikan für seinen Einsatz. Diese Polizeieinheit, die dem Vatikan vom italienischen Innenministerium zur Verfügung gestellt wird, ist unter anderem für die Sicherheit der Pilger auf dem Petersplatz verantwortlich. Die Einheit steht gegenwärtig unter dem Befehl des Generalinspektors Salvatore Festa. Beim gleichen Anlaß betonte Papst Johannes Paul II. die Sonntagspflicht jedes Katholiken. Dies berichtete ‘Radio Vatikan’. Der Heilige Vater erinnerte, daß gerade das eucharistische Jahr die heilige Messe und insbesondere den Sonntagsgottesdienst ins Zentrum rücke.

Kardinal Meisners Predigt beim ökumenischen Gedenkgottesdienst

Deutschland. Gestern wurde in einem ökumenischen Gedenkgottesdienst im Kölner Dom der Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien gedacht: „Die Natur hat uns ein Gesicht schrecklicher Unberechenbarkeit gezeigt“, sagte der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, in seiner Predigt: „Das Leid, das sie auslöste, übersteigt unser Begreifen.“ Der Kardinal versuchte jenen zu antworten, die angesichts des Leids nach Gott fragen. „Gott war an der Seite der Leidenden und inmitten der Sterbenden.“ Es sei hoffnungsvoll, daß die Menschen „im Leid und gegen das Leid zusammenstehen“. Darin spiegle sich die Liebe Gottes.

Will die UNO die Staaten auf Euthanasie verpflichten?

USA. Diese Woche versammelt sich eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen, um eine internationale Konvention über ‘Menschen mit Invalidität’ auszuarbeiten. Dies berichteten katholische Online-Dienste in den USA. Eine Konvention ist im Gegensatz zur Deklaration für die Mitgliedstaaten bindend. Der vorliegende Entwurf der Konvention beinhaltet ein „Recht zu sterben“. Das Dokument spricht in seiner gegenwärtigen Fassung außerdem von einer „individuellen Autonomie“, welche die Freiheit einschließt, „seine eigenen Entscheidungen unabhängig von anderen Personen zu treffen“. Lebensschützer in den USA sehen in solchen Formulierungen einen Blankoscheck. Derartige Formulierungen seien Öl im Feuer der Euthanasielobby und würden für die Mitgliedstaaten der UNO zu einem Bumerang werden.

Der Bischof von Münster verbietet die Kanzel

Deutschland. Der Bischof von Münster, Reinhard Lettmann (71), hat verboten, daß evangelische Pastoren während der Gebetswoche der Einheit der Christen von der katholischen Kanzel predigen. Dies berichtete gestern die „Westdeutsche Allgemeine“, eine im Ruhrgebiet erscheinende Zeitung. Die Gebetswoche findet vom 18. bis zum 23. Januar in Waltrop nördlich von Dortmund statt. Der Pfarrer von Waltrop, Franz Josef Durkowiak, hatte im vergangenen Jahr bei einem sogenannten „Kanzeltausch“ den protestantischen Pastor Ulrich Lammers in der katholischen Kirche St. Marien predigen lassen. Heuer habe er, so Durkowiak, von Bischof Lettmann einen freundlichen, aber bestimmten Hinweis erhalten, dies nicht noch einmal zu tun.

Keine Zwangsabtreibung für neunjährige Mutter

Chile. Ein neunjähriges Mädchen wurde vor rund sieben Monaten in der chilenischen Hauptstadt Santiago vergewaltigt. Nach diesem Verbrechen erwartet sie ein Kind. Insgesamt bemühten sich sieben NGOs, bei der Regierung Chiles eine Spätabtreibung des zwei Monate vor seiner Geburt stehenden Kindes durchzusetzen. NGO steht für „Nichtregierungsorganisation“. Eine NGO ist eine Aktionsgruppe, die unabhängig von Regierungen oder staatlichen Stellen organisiert ist. Die NGOs verlangten für die junge Mutter eine sogenannte „therapeutische Abtreibung“. Die Begründung lautete, daß man die Mutter im Kindesalter durch die Tötung ihres Kindes vor lebensbedrohlichen Risiken „schützen“ wolle. Vergangenen Freitag wies der Gesundheitsminister von Chile, Pedro Garcia, die Forderungen der NGOs mutig zurück. Das berichtete der amerikanische Nachrichtendienst „CWNews“. Minister Garcia unterstrich, daß er um das Mädchen sehr besorgt sei. Jedoch habe es das ungeborene Kind nicht verdient, umgebracht zu werden. Es sei an den Umstände seiner Zeugung unschuldig.
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