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Dreimal sinnvoll + Aberkennung der Menschenwürde + Betroffenheitsrhetorik + Einmalige Atmosphäre + Liberaler Kriegstreiber?
Dreimal sinnvoll

Vatikan. In der gestrigen Generalaudienz sprach Papst Benedikt XVI. über den Kirchenschriftsteller Origenes von Alexandrien († 253/254). Mit ihm habe eine „unumkehrbare Wende“ im christlichen Denken begonnen. Dem Origenes sei eine „Symbiose von Theologie und Exegese“ gelungen. Theologie betreiben habe für ihn geheißen, die Schrift zu erklären. Dabei habe Origenes den wörtlichen, den moralischen und den geistigen Schriftsinn unterschieden.

Aberkennung der Menschenwürde

Mexiko. In der mexikanischen Hauptstadt haben ungeborene Menschen bis zur zwölften Woche kein Recht auf Leben und Würde mehr. Trotz heftiger tagelanger Proteste von Seiten der Kirche und der konservativen Parteien legalisierte das von Mitgliedern der ‘linken Partei der Demokratischen Revolution’ dominierte Parlament in Mexiko Stadt die Kinderabtreibung. Lebensrechtler wollen nun vor dem Verfassungsgericht klagen. Vergangene Woche setzte sich Papst Benedikt XVI. in einem Brief an die mexikanischen Bischöfe für das Lebensrecht der ungeborenen Mexikaner ein.

Betroffenheitsrhetorik

Niederlande. Die jüngste Ausgabe der linkskatholischen Fachzeitschrift ‘Concilium’ reagierte mit „Betroffenheit und Empörung“ auf die Verurteilung des Jesuiten Jon Sobrino. Die christologische Position Pater Sobrinos gefährdete die Gläubigen nicht. Sie stehe vielmehr in Kontinuität mit zeitgenössischen Theologen.

Einmalige Atmosphäre

Schweiz. Am kommenden Sonntag findet in St. Gallen ein ökumenischer Gottesdienst in einem Zirkuszelt statt. Das Motto des angeblichen Gottesdienstes lautet „Lachen verzaubert“. Die Webseite ‘kath.ch’ – die sich als „Portal katholische Kirche Schweiz“ bezeichnet – kündigte „entsprechende Überraschungen“ an: „Die einmalige Atmosphäre und die besondere Liturgie wird unvergeßlich bleiben.“

Liberaler Kriegstreiber?

„Karl Lehmann gilt als ein sehr liberal orientierter Katholik, der auch immer wieder in Konflikt mit konservativen Kirchenanhängern gerät. Ein Beispiel dafür ist, wie er Walter Mixa für seine Haltung im Zuge der Diskussion um die Krippenplätze kritisierte. Durch seine Mitgliedschaft in der Initiative ‘Neue Soziale Marktwirtschaft’ erregte er auch Aufsehen, weil die katholische Kirche gewöhnlich als zumindest kapitalismuskritisch angesehen wird. Seine Meinung zum Irakkrieg unterschied sich ebenfalls, indem er meinte, man müsse sich die Option eines militärischen Eingreifens offenhalten.“

Aus dem Artikel „Karl Lehmann“ in der in kirchlichen Belangen unzuverlässigen deutschsprachigen Internet-Enzyklopädie ‘Wikipedia’.
      
16 Lesermeinungen
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#16   Artois †   11:39:06 | Freitag, 27. April 2007
@alanus
ZUm Bewustsein gehört, daß man sich über irgend etwas auch tatsächlich „bewußt“ ist, mein lieber Freund … !
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#15   Alanus ab Insulis   21:30:00 | Donnerstag, 26. April 2007
@ artois: „Das Sein bestimmt das Bewußtsein.“
Ansonsten läßt sich Ihre intellektuell-exegetische „Meisterleistung“ kaum erklären.
Wer ein Gleichnis nicht als solches erkennt, sollte es lieber gar nicht erst lesen.
Ihr kapitalistischer Jesus sagt nämlich:
„Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“
und:
„Verkauft eure Habe, und gebt den Erlös den Armen!“
Na, das ist doch mal ne kapitalistische Anleitung…
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#14   Artois †   18:17:23 | Donnerstag, 26. April 2007
Die shareholder
haben ein gutes Recht darauf, daß in den Anstalten, an denen sie „sharres holden“, vernünftig gearbeitet wird. Das Evangelium und die Kirche sind absolut kapitalismusfreundlich, Jesus fordert sogar strenge Strafen für diejenigen, die das Kapital nicht optimal einsetzen …
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#13   Alanus ab Insulis   15:59:50 | Donnerstag, 26. April 2007
Wie Karl Marx schon sagte:
„Die Anglikanische Kirche verzeiht eher einen Angriff auf 38 ihrer 39 Glaubensartikel als auf 1/39 ihres Vermögens.“
Super Spruch. Und wahr.
Das läßt sich natürlich ohne Probleme auf die Kath. Kirche übertragen. Der Vatikan hält sehr viele Aktien an allen möglichen Unternehmen. Da waren auch schon Rüstungsbetriebe und Firmen bei, die die „Pille“ herstellen. Was soll’s? – Hauptsache die Kohle fließt.
Die Kirche hat sich immer an das Kapital angebiedert. Man möchte teilhaben an der Kohle, und zwar nicht zu knapp. Aber eben nur die Führungschargen.
Mit Befreiungstheologie hat man’s ja nicht so in Rom (sehr verständlich).
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#12   wolfgang e.   14:06:22 | Donnerstag, 26. April 2007
Lieber Czibo Nieznany
Das haben Sie schön gesagt!
Die Zerstrittenheit im irdischen Jerusalem haben wir beide ja auch schon vor ein paar Tagen ausgekostet. Wie wahr, wie wahr.
Daher hier nocheinmal: Ich bitte um Verzeihung, wenn ich zu „oberlehrerhaft“ gewirkt habe, das war nicht meine Absicht. Ich hatte mich eher auf eine spannende Diskussion gefreut. :(3
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#11   matt2 †   13:32:13 | Donnerstag, 26. April 2007
das geht etwas zu weit…
Seine Meinung zum Irakkrieg unterschied sich ebenfalls, indem er meinte, man müsse sich die Option eines militärischen Eingreifens offenhalten.“
Einen Menschen aufgrund so einer Aussage als „Kriegstreiber“ – wenn auch mit „?“ – zu titulieren halte ich für übertrieben. Diese Aussage könnte ich auch unterstreichen.
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#10   Bruder Theophil   12:57:55 | Donnerstag, 26. April 2007
@ wolfgang e.
Und die Kirche ist wohl auch eher bereit, ihr „Kapital“ uneigennützig für andere Menachen einzusetzen, als die meisten globalen Großkonzerne, oder?
Seit es die laute Anbetung des „shareholder values“ gibt, was nicht anders zu werten ist, wie der Tanz ums goldene Kalb, kann die Uneigennützigkeit ihre leise Stimme kaum jemandem zu Gehör bringen. GOTT ist nicht im Sturm, sondern im leise säuselnden Wind.
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#9   Czibo Nieznany   10:59:49 | Donnerstag, 26. April 2007
Himmlisches Jerusalem
Die Idealgestalt der Kirche ist das Bild vom himmlischen Jerusalem. Das irdische Jerusalem ist viel zu sehr zerstritten wie eben auch die christliche Kirche, gibt ergo keine Idealgestalt ab.
So bleibt der Kirche auf Erden nur die Möglichkeit, diesem himmlischen Ideal unter großen Schmerzen nachzuhinken, in der frustrierenden Erkenntnis, das Ideal nie erreichen zu können.
Das ist vielleicht gut so und trägt viel dazu bei dass sich das Klima der irdischen Kirche nicht überhitzt und es im irdischen Zustand vielleicht zur Explosion kommt.
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#8   wolfgang e.   10:52:01 | Donnerstag, 26. April 2007
Ich habe nicht behauptet,…
dass die Kirche absolut „sauber“ wäre.
Natürlich stammt die Kirche von Gott und ist daher eigentlich makellos und heilig.
Die irdische Kirche besteht aber aus Menschen, die trotz der Taufe unter den Folgen der Erbsünde leiden. Darum wird sie auch die „streitende“ Kirche genannt.
Wir (angefangen bei mir und bei dir) sind, obwohl wir durch die Taufe der Kirche angehören, große Sünder.
Diese unsere Sünden, die bis zu sehr großen Gräueln reichen können, beflecken seit 2000 Jahren das Antlitz der Kirche und verdecken so ihre Reinheit und Heiligkeit.
Auch das Zweite Vatikanische Konzil hat an dieser traurigen Tatsache leider nicht viel geändert.
(Du träumst irgendwie von einer guten alten Zeit, in der die irdische Kirche fleckenlos sichtbar gewäsen wäre. Die gab es aber auch vor V-II nicht.)
Dennoch ist der „Kapitalbesitz“ der Kirche eine Lappalie im Vergleich zum Kapitalbesitz von Bill Gates.
Und die Kirche ist wohl auch eher bereit, ihr „Kapital“ uneigennützig für andere Menachen einzusetzen, als die meisten globalen Großkonzerne, oder?
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#7   Müller   10:42:44 | Donnerstag, 26. April 2007
Erstaunlich,
dass ein Mensch wie der ruhrgebietler sein „Wissen“ über Kapitalbeteiligungen des Vatkians aus dem Spiegel und der Bild-Zeitung hat. Übrignes wurde das alles schon häufig genug widerlegt.
Was ist übrigens ein VII-Verein?
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#6   Alfredo Ottaviani   10:40:17 | Donnerstag, 26. April 2007
ICH JA???
„Die christologische Position Pater Sobrinos gefährdete die Gläubigen nicht. Sie stehe vielmehr in Kontinuität mit zeitgenössischen Theologen.“
ZU DIESEM ARGUMENT IST NUN WAHRLICH NICHTS MEHR HINZUZUFÜGEN!!! ES ERLÄUTERT DIE GEISTIGE VERFASSUNG DERER, DIE ES BRINGEN!
AMEN!!!
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#5   r.ruhrgebietler   10:22:39 | Donnerstag, 26. April 2007
@wolfgang e. – na na na…
haben wir vielleicht die Beteiligungsn des hlg. Stuhls an div. Firmen übersehen, an den Kondomfabriken, Pharmaunternehmen etc… also ganz so sauber ist der V-II-Laden nicht, wie sie ihn darstellen ^-^
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#4   wolfgang e.   10:14:06 | Donnerstag, 26. April 2007
die weltweit größte Ansammlung von Kapital…
würde ich eher bei Microsoft, Ford, General Electric, General Motors, diversen anderen „Global Players“, den großen Pharmafirmen etc. suchen.
Das „Kapital“ der Kirche ist dagegen verschwindend gering.
Vielleicht hätten sie die Schule doch nicht schwänzen sollen.
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#3   Czibo Nieznany   09:36:49 | Donnerstag, 26. April 2007
schulschwänzer
Wenn man nichts von der Kapitalansammlung keine Ahnung haben und nichts davon wissen will, kann man doch kapitalismuskritisch sein. Das widerspricht sich doch nicht.
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#2   schulschwänzer   09:29:59 | Donnerstag, 26. April 2007
Der ist gut
>>…weil die katholische Kirche gewöhnlich als
>>zumindest kapitalismuskritisch angesehen wird…
Die weltweit grösste Ansammlung an Kapital
wird als kapitalismuskritisch angesehen.
Hihihi, der ist echt gut :-D
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#1   Bruder Theophil   08:52:11 | Donnerstag, 26. April 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Johannes 6, 44-51
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.
Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.
Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.
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