15:19:07 | Donnerstag, 26. April 2007
Seit Jahren bedrängt eine Schriftstellerin einen Priester. Der wollte Ruhe und ließ sich versetzen. Umsonst. Jetzt landete der Fall vor Gericht.

Die Minoriten – der älteste, aber kleinste Zweig der Franziskaner – tragen schwarze Habite
(kreuz.net, Wien) Eine 41jährige Österreicherin muß sich gegenwärtig vor Gericht verantworten. Anklagepunkte:
Störung der Religionsausübung und schwerer Körperverletzung.
Die Klage brachte Pater Norbert (67)
ein. Der Geistliche ist ein Minorit, der ursprünglich aus der niederösterreichischen Klosterstadt Melk
stammt.
Gestern berichtete die Wiener Onlinezeitung ‘Vienna.at’ ausführlich über den in Wien verhandelten
Fall.
Ursprünglich arbeitete Pater Norbert in einer Wiener Pfarrei.
Doch seit November 2001 soll er
von der Angeklagten – die sich als „katholische Schriftstellerin und Malerin“ bezeichnet – Tag und Nacht
mit Anrufen und Briefen belästigt worden sein.
Seitdem leidet der Pater an Depressionen, Herzrasen,
Blutdruckregulationsstörungen und Schweißausbrüchen.
Die mutmaßliche Täterin will das nicht gelten
lassen. Bei einer gestrigen Verhandlung in Wien erklärte sie, daß jeder unter Herzrhythmusstörungen
leiden könne: „Das ist ein aufgelegter Blödsinn, was der Pfarrer sagt. Der Pfarrer ist nicht schlecht
beisammen. Der liebe Gott ist mein Zeuge.“
Wie alles begann2001 suchte die Stalkerin nach dem Unfalltod
ihres Lebensgefährten und einer schweren Erkrankung Trost bei der Kirche. Sie nahm an einer Frauen- und
Bibelrunde teil.
Pater Norbert bot ihr – angesichts ihrer offenkundig schlechten Verfassung – Einzelgespräche
an.
Bei diesen Sitzungen soll die Dame nach Darstellung der Anklage ein sexuelles Interesse an dem Priester
entwickelt haben.
„Gemeine Verleumdung“ – kontert die Beschuldigte. In Wahrheit sei der Priester zudringlich
geworden. Er habe sie vergewaltigt.
Im Anschluß an die Gespräche erschien die Stalkerin angeblich alkoholisiert
in den Messen von Pater Norbert und rief „Sauhund“ oder „Hurenbock“. Sie brachte den armen Pater so durcheinander,
daß dieser vereinzelt Messen abbrechen mußte.
Der Geistliche nahm zu Türhütern Zuflucht. Sie sollten
die Stalkerin am Betreten der Kirche hindern.
Nach Angaben des ‘Österreichischen Rundfunks’ hat sie
einmal die Kirchentüre eingetreten.
Schließlich ließ sich der Minorit in die Ortschaft Asparn an der
Zaya im Nordosten Niederösterreichs versetzen.
Doch auch dort spürte die Stalkerin ihn auf.
Die Verfolgerin
erschien fast täglich auf der Holzbank vor den Mauern des dortigen Klosters.
Ihre Erklärung: „Ich sitze
gern beim Friedhof, wo es ruhig ist. Gegenüber ist das Bürgermeisterhaus. Der fühlt sich von mir nicht
gestalkt.“
Schließlich ließ der Bürgermeister die Bank entfernen.
KrankhaftDie Stalkerin leidet
laut zwei psychiatrischen Gutachten an einer Persönlichkeitsstörung. Gleichzeitig wird aber Zurechnungs-
und damit Schuldfähigkeit attestiert.
Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihr bis zu drei Jahren Gefängnis.
Das laufende Verfahren wurde gestern Mittwoch auf den 23. Mai vertagt.
Dann wird Pater Norbert mit weiteren
Zeugen aussagen.
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#12
seraphincgn 08:07:53 | Freitag, 27. April 2007
#11
Baron Bolligru 08:03:58 | Freitag, 27. April 2007
#10
landorganist 07:43:53 | Freitag, 27. April 2007
#9
Bruder Theophil 00:09:06 | Freitag, 27. April 2007
#8
Baron Bolligru 19:43:26 | Donnerstag, 26. April 2007
#7
VirFortis 19:39:06 | Donnerstag, 26. April 2007
#5
Frodo007 † 15:52:01 | Donnerstag, 26. April 2007
#4
Totte 15:37:03 | Donnerstag, 26. April 2007
#3
Karl Murx 15:35:24 | Donnerstag, 26. April 2007
#2
matt2 † 15:30:18 | Donnerstag, 26. April 2007
#1
Karl Murx 15:24:26 | Donnerstag, 26. April 2007