Opus Dei
Erzbischof öffentlich zurechtgewiesen
Dem ‘Opus Dei’ sagt man viel nach, aber nicht, daß es dem Vatikan gegenüber illoyal sei. Auch dieses Klischee hat das wohl bekannteste ‘Opus Dei’-Mitglied in Italien jüngst umgestoßen.
(kreuz.net, Rom) Kürzlich fand der zweite Mann in der Glaubenskongregation deutliche und passende Worte zu Kinderabtreibung, Euthanasie und Homosexualität.

Erzbischof Angelo Amato sprach am vergangenen Montag vor Militärkaplänen. Dabei bezeichnete er Kinderabtreibung und Euthanasie als „Terrorismus mit menschlichem Gesicht“.

Abtreibungsanstalten nannte er „Schlachthöfe für Menschen“. Außerdem beklagte er „Parlamente sogenannter zivilisierter Nationen“, wo Gesetze „gegen die menschliche Natur“ verabschiedet werden.

Als Beispiel solch widernatürlicher Gesetze führte Erzbischof Amato das Homo-Konkubinat an.

Daß diese klaren Worte in der Kirche auf Widerstand stoßen, kann nicht verwundern. Daß sich auch das ‘Opus Dei’ durchringt, hochrangige Vatikan-Prälaten zu kritisieren, vielleicht schon eher.

Verbaler Terrorakt?

Am vergangenen Mittwoch sprach Paola Binetti (64) mit der Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’.

Paola Binetti
Paola Binetti
Frau Binetti ist ein zölibatär lebendes ‘Opus Dei-Mitglied’ – eine sogenannte Numerarierin. Sie ist Mitglied des italienischen Senats und gehört zur Mitte-Links-Koalition von Ministerpräsident Romano Prodi.

Vor der Tageszeitung distanzierte sich die Politikerin von Erzbischof Amatos Wortwahl – und meinte zugleich – und salomonisch –, mit dem Inhalt seiner Aussagen übereinzustimmen.

„Heute sind wir alle Kinder einer Kultur, welche die Sprache zu einem Element macht, das oft bedeutender ist, als der Inhalt, den jemand zum Ausdruck bringt“ – so die mysteriöse Erklärung der ‘Opus Dei’-Politikerin.

Frau Binetti zitierte auch den kanadischen Kommunikationswissenschafter Marshall McLuhan († 1980), der meinte, daß „Sprache die Botschaft“ sei.

Man müsse sorgfältig darauf achten, Werte so auszudrücken, daß die Menschen sie aufnehmen könnten. Man dürfe nicht einfach nur sprechen, um gesprochen zu haben.

Das sei eine große Herausforderung, mit der alle Katholiken heute konfrontiert seien.

Die Abgeordnete erklärte auch, daß es wichtig sei, bei heißen Eisen die Wörter sorgfältig zu wählen – so daß sie überzeugen könnten.

Dies hieße nicht, daß sie die Wahrheit relativieren wolle, verteidigt sich das ‘Opus Dei’-Mitglied. Das bedeute nur, daß man wissen müsse, was man sage. Man müsse sich überlegen, an wen man sich wende, und wie derjenige die Botschaft am besten verstehen könne.

In einer Kultur wie der unsrigen – die „eine Kultur der Nächstenliebe“ sei – fühle sie sich immer an die Worte der Heiligen Schrift erinnert: „Die Wahrheit in Liebe tun.“

Man müsse immer die Wahrheit sagen, aber so, daß es helfe.

Frau Binetti hofft, daß die Äußerungen des Erzbischofs nicht als ein „verbaler Terrorakt“ verstanden werden.

Die Abgeordnete ist nicht dafür bekannt, katholische Anliegen im Parlament mit großer Überzeugungskraft und klaren Worten zu vertreten.

Immerhin hat die ausgebildete klinische Psychologin im März dieses Jahres in einer italienischen TV-Show festgestellt, daß homosexuell Verirrte medizinische Hilfe brauchen.
      
19 Lesermeinungen
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#19   santo domingo   23:43:38 | Sonntag, 29. April 2007
@ Stephanus
Solche Beiträge sollte es hier öfters geben. :-) Was darin enthalten ist, geht leider in den Diskussionen allzu oft unter.
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#18   Stephanus   23:32:46 | Sonntag, 29. April 2007
antichristliches Hippiegeschwätz:
1. Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete,
hätte aber die Liebe nicht,
wäre ich ein dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
2. Und wenn ich prophetisch reden könnte
und alle Geheimnisse wüßte
und alle Erkenntnis hätte;
wenn ich alle Glaubenskraft besäße
und Berge damit versetzen könnte,
hätte aber die Liebe nicht,
wäre ich nichts.
3. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte,
und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe,
hätte aber die Liebe nicht,
nützte es mir nichts.
4. Die Liebe ist langmütig,
die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht,
sie prahlt nicht,
sie bläht sich nicht auf.
5. Sie handelt nicht ungehörig,
sucht nicht ihren Vorteil,
läßt sich nicht zum Zorn reizen,
trägt das Böse nicht nach.
6. Sie freut sich nicht über das Unrecht,
sondern freut sich an der Wahrheit.
7. Sie erträgt alles,
glaubt alles,
hofft alles,
hält allem stand.
8. Die Liebe hört niemals auf.
Prophetisches Reden hat ein Ende,
Zungenrede verstummt,
Erkenntnis vergeht.
9. Denn Stückwerk ist unser Erkennen,
Stückwerk unser prophetisches Reden;
10. wenn aber das Vollendete kommt,
vergeht alles Stückwerk.
11. Als ich ein Kind war,
redete ich wie ein Kind,
dachte wie ein Kind
und urteilte wie ein Kind.
Als ich ein Mann wurde,
legte ich ab, was Kind an mir war.
12…
13. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
doch am größten unter ihnen ist die Liebe.
für Pater Lingen leider unerreichbar, oder???
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#17   Pater Lingen   21:10:32 | Sonntag, 29. April 2007
Was das NT zur Liebe sagt
unterscheidet sich doch sehr von dem antichristlichen Hippie-Geschwätz à la „Stephanus“.
Und was mein Gebet betrifft, hier sogar mal ein öffentlich nachprüfbares Beispiel: Oft verwende ich in der hl. Messe die Orationen „Gegen die Verfolger der Kirche“.
www.kirchenlehre.com/liebe.htm
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#16   Stephanus   20:59:49 | Sonntag, 29. April 2007
pater lingen…
Sie kommen nicht in die Hölle wegen der Sünden Anderer!
Und sie können noch so rechthaberisch um sich schlagen, damit werden sie niemand überzeugen, tragen aber vielleicht dazubei, daß die angesprochenen Sünder noch zusätzlich in ihrer sündigen Haltung verstocken.
Und dann werden sie danach gerichtet!
Was ihr aber dem Geringsten eurer Brüder getan habt, daß habt ihr mir getan!
Indem sie glauben, Gott zu dienen, schlagen sie ihm mit ihrer Lieblosigkeit mitten ins Angesicht!
Das was sie als Hippiegeschwätz abtun, ist reine Lehre des von ihnen zitierten NT.
Aber das muß ich ihnen als Laie ja wohl nicht sagen, oder?
Wann haben Sie das letzte Mal für das Seelenheil von Herrn Ratzinger gebetet?
Wann zum letzten Mal für das Seelenheil Benedikt XVI ?
Sie wissen was das NT von den Lieblosen sagt???
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#15   Pater Lingen   18:56:51 | Samstag, 28. April 2007
Eine Analyse zu den neuen Ein- resp. Auswürfen
Okay, das mit Böckchen war jetzt mal eine kleine Anekdote. Aber das OD-Material, das bei KzM veröffentlicht ist, ist schriftlich und für jeden kinderleicht nachprübar; das betrifft u.a. die Sodomie-Werbung und die Hexenakademie im „Mädchengymnasium Jülich“.
Und wie sich der OD-Schützling „Dominik May“ vom „kdgd“ in der Gosse herumsuhlt, ist ebenfalls klar und unmissverständlich.
Also konkret: Was kann man mir zum Vorwurf machen?! Wo konkret soll ich „kehren“?!
Zugegeben, mir wird gelegentlich der Vorwurf gemacht, dass ich bei denen wohne, deren Seelsorger ich bin, d.h. denen ich die Sakramente spende usw.
Also: Ich lebe (dank Bankrottpfändung sogar zwangsläufig) noch immer sehr bescheiden. Und ich verurteile es nicht, wenn der vom Altar lebt, der dem Altar dient. Die V2-Funktionäre hingegen stopfen sich die Taschen maßlos voller Geld – was sie wohl auch dringend brauchen, z.B. für Zigaretten, Alkohol, Huren, Strichjungen etc. Die Alimente wiederum werden m.W. auch direkt vom jeweiligen „Bistum“ übernommen, quasi als Bonus.
Wobei die V2-Funktionäre allerdings keine Sakramente spenden, sondern nur simulieren. Und auch was „Techno-“, „Rock-“, „Schwulen-“ und sonstige „Gottesdienste“ anbetrifft, so gibt es das zugegeben nicht bei mir, sondern nur bei V2-Funktionären. Die Dienste von V2 und von mir sind insofern nicht wirklich vergleichbar.
Zum „Liebes“-Geblubber von „Stephanus“: Man sollte sich besser am NT statt an Hippie-Geschwätz orientieren (cf. „Natterngezücht“ etc.).
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#14   Stephanus   14:01:13 | Samstag, 28. April 2007
Lernen für das Leben…
ist hier die einzig erwähnenswerte Inhaltsangabe:
Sprache ist mehr, als nur etwas gesagt zu haben! Das sollten sich alle, aber auch wirklich alle +-net-Benutzer dick hinter die Ohren schreiben und dabei nicht vergessen, daß am Ende aller Tage nur eines bleibt:
Die Liebe!!!
Es nutzt aber nichts, wenn man um der „Liebe“willen auf die Wahrheit verzichtet, andererseits ist die Verteidigung der Wahrheit ohne die Liebe dabei zu beachten: lieblos!!!
Abschreckend und so stossen wir vielen Mitmenschen vor den Kopf, als ihnen wirklich zu helfen.
Das beste Beispiel die Wahrheit in Liebe zu verbreiten, ist das Vorleben derselben.
Dazu ermahnt uns schon die Apostelgeschichte.
Mir scheint aber, daß die viel zu selten gelesen wird.
:-# :-# :-# :-] :-] !:) !:) !:) :-] :-] :-# :-# :-#
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#13   nonnobisdomine   13:03:59 | Samstag, 28. April 2007
Der nicht mehr ernstzunehmende
Rolfi soll mal seinen Dreck vor seiner eigenen Türe – sorry, er hängt ja noch am Schürzenbändl seiner Eltern – vor der Tür seines Elternhauses kehren, ehe er sich anmaßt, über das Opus Dei zu lästern.
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#12   Pater Lingen   22:26:30 | Freitag, 27. April 2007
Was soll daran überraschend sein?
Also ich kenne das OD nun wirklich außerordentlich gut – es dürfte jedenfalls nicht viele andere geben, die es genauso gut kennen, ohne jemals Mitglied gewesen zu sein.
Nun denn: Dieses – im +.net-Jargon „salomonische“ (?) – Binetti-Genudel ist nicht überraschend, sondern schlichtweg symptomatisch für das OD. Auch anderen fiel es schon früh auf, dass gerade im OD der Weichspülgang zur restlosen Aufweichung der Glaubenslehre am härtesten durchgezogen wird.
Ein OD-„Priester“, der Laie Christoph Bockamp, kritisierte mich, weil ich in einer V2-Seminararbeit Zitate von Papst Gregor XVI. eingefügt hatte. Böckchen wollte, dass ich diese „harten Worte“ wieder entferne. Man sollte „die Wahrheit in Liebe tun“ und niemanden vor den Kopf stoßen. Noch Fragen?
Böckchen ist mittlerweile oberster OD-Funktionär in Deutschland.
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#11   Mathias Wagener   21:39:03 | Freitag, 27. April 2007
Senatorin
Immerhin ist erstaunlich, daß diese Senatorin dem zur Zeit in Italien regierenden Bündnis angehört.
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#10   Monarcho   18:17:49 | Freitag, 27. April 2007
Eine kluge Frau
Vielleicht bedarf es Beider: hin und wieder klare harte unbeliebte aber wahrer Worte des Erzbischofs und die kluge, erklärende Ergänzung einer politisch denkenden Dame ;-)
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#9   mahner   15:38:36 | Freitag, 27. April 2007
Zeugen Escrivas…
Hat schon Don Gregorevitsch gesagt
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#8   Oblong Fitz Oblong   14:21:24 | Freitag, 27. April 2007
achso,
das war von matt2 also garnicht ernst gemeint?
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#7   Typ   14:14:31 | Freitag, 27. April 2007
@ OFO
Na klar! Allerdings nicht mit Hitler oder Stalin an der Spitze, sondern mit dem exkommunizierten Bischof Fellay und Kurt Krenn. Und morgens werden dann bei acht Flaschen Rotwein unter Absingen marianischer Hymnen die Todesurteile gegen Homosexuelle unterschrieben! :-D
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#6   Oblong Fitz Oblong   14:01:24 | Freitag, 27. April 2007
@Matt2
Und was wäre dann die richtige Staatsform? Theokratie á la Iran? Diktatur á la Hitler oder Stalin?
Ich freue mich auf Ihre klare Antwort.
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#5   matt2 †   13:44:12 | Freitag, 27. April 2007
In den heutigen Staatsformen führen politische Ambitionen zwangsläufig zu einem Verrat…
an Christus. Denn diese Staatsformen sind nicht gottergeben und man kann nicht zwei Herren dienen.
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#4   stimme der vernunft †   12:56:40 | Freitag, 27. April 2007
Blattlinie von +net?
Die ist doch klar:
Die römisch-katholische Kirche und ihre apostolischen Bischöfe diskreditieren und schlecht machen, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, bis hin zu Lüge und Verleumdung.
So sind die Sedisvakantisten halt in ihrem Fanatismus.
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#3   Johannes Damaszenus   11:40:42 | Freitag, 27. April 2007
nicht immer so deutlich…
sagen wir mal so: Ich würde auch zuweilen gerne wissen, was die Blattlinie hier so wäre…
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#2   Czibo Nieznany   11:34:35 | Freitag, 27. April 2007
Stimme der Vernunft
:-O „Dumpfbacken der Redaktion“
Wer derart über die Arbeit der kreuz.net-Redaktionherzieht, verzichtet sehr bewusst auf die Seriosität seiner Kritik. Von Vernunft kann in dem Zusammenhang wenig die Rede sein. Das ist unqualifiziertes Gepoltere, weil einem was nicht in den Kram passt. Mit der Vernunft sollte man es nicht zu kühn treiben, sonst verdünnt sie sich zur zickigen Vernünftelei. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mal mit ?:) schmeißen, sagt eine alte Lebensweisheit.
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#1   stimme der vernunft †   11:19:01 | Freitag, 27. April 2007
wirklich köstlich
Da pöbelt hetznet in übelster Weise und auf unflätigste Art gegen einen römisch-katholischen Bischof und regt sich im nächsten Artikel darüber auf, dass es jemand wagt, einen römisch-katholischen Bischof darauf hinzuweisen, dass seine Wortwahl wohl nicht ganz angebracht war.
Und die Dumpfbacken der Redaktion merken noch nicht mal, dass sie sich damit selbst ohrfeigen.
Wie dumm muss man eigentlich sein, um in die kreuznet-Redaktion aufgenommen zu werden?
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