11:04:01 | Freitag, 27. April 2007
Dem ‘Opus Dei’ sagt man viel nach, aber nicht, daß es dem Vatikan gegenüber illoyal sei. Auch dieses Klischee hat das wohl bekannteste ‘Opus Dei’-Mitglied in Italien jüngst umgestoßen.

(kreuz.net, Rom) Kürzlich fand der zweite Mann in der Glaubenskongregation deutliche und passende Worte
zu Kinderabtreibung, Euthanasie und Homosexualität.
Erzbischof Angelo Amato sprach am vergangenen Montag
vor Militärkaplänen. Dabei bezeichnete er Kinderabtreibung und Euthanasie als „Terrorismus mit menschlichem
Gesicht“.
Abtreibungsanstalten nannte er „Schlachthöfe für Menschen“. Außerdem beklagte er „Parlamente
sogenannter zivilisierter Nationen“, wo Gesetze „gegen die menschliche Natur“ verabschiedet werden.
Als
Beispiel solch widernatürlicher Gesetze führte Erzbischof Amato das Homo-Konkubinat an.
Daß diese
klaren Worte in der Kirche auf Widerstand stoßen, kann nicht verwundern. Daß sich auch das ‘Opus Dei’
durchringt, hochrangige Vatikan-Prälaten zu kritisieren, vielleicht schon eher.
Verbaler Terrorakt?
Am vergangenen Mittwoch sprach Paola Binetti (64) mit der Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’.
Frau Binetti
ist ein zölibatär lebendes ‘Opus Dei-Mitglied’ – eine sogenannte Numerarierin. Sie ist Mitglied des
italienischen Senats und gehört zur Mitte-Links-Koalition von Ministerpräsident Romano Prodi.
Vor der
Tageszeitung distanzierte sich die Politikerin von Erzbischof Amatos Wortwahl – und meinte zugleich –
und salomonisch –, mit dem Inhalt seiner Aussagen übereinzustimmen.
„Heute sind wir alle Kinder einer
Kultur, welche die Sprache zu einem Element macht, das oft bedeutender ist, als der Inhalt, den jemand
zum Ausdruck bringt“ – so die mysteriöse Erklärung der ‘Opus Dei’-Politikerin.
Frau Binetti zitierte
auch den kanadischen Kommunikationswissenschafter Marshall McLuhan († 1980), der meinte, daß „Sprache
die Botschaft“ sei.
Man müsse sorgfältig darauf achten, Werte so auszudrücken, daß die Menschen sie
aufnehmen könnten. Man dürfe nicht einfach nur sprechen, um gesprochen zu haben.
Das sei eine große
Herausforderung, mit der alle Katholiken heute konfrontiert seien.
Die Abgeordnete erklärte auch, daß
es wichtig sei, bei heißen Eisen die Wörter sorgfältig zu wählen – so daß sie überzeugen könnten.
Dies hieße nicht, daß sie die Wahrheit relativieren wolle, verteidigt sich das ‘Opus Dei’-Mitglied.
Das bedeute nur, daß man wissen müsse, was man sage. Man müsse sich überlegen, an wen man sich wende,
und wie derjenige die Botschaft am besten verstehen könne.
In einer Kultur wie der unsrigen – die „eine
Kultur der Nächstenliebe“ sei – fühle sie sich immer an die Worte der Heiligen Schrift erinnert: „Die
Wahrheit in Liebe tun.“
Man müsse immer die Wahrheit sagen, aber so, daß es helfe.
Frau Binetti hofft,
daß die Äußerungen des Erzbischofs nicht als ein „verbaler Terrorakt“ verstanden werden.
Die Abgeordnete
ist nicht dafür bekannt, katholische Anliegen im Parlament mit großer Überzeugungskraft und klaren
Worten zu vertreten.
Immerhin hat die ausgebildete klinische Psychologin im März dieses Jahres in einer
italienischen TV-Show festgestellt, daß homosexuell Verirrte medizinische Hilfe brauchen.
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Stephanus 23:32:46 | Sonntag, 29. April 2007
#17
Pater Lingen 21:10:32 | Sonntag, 29. April 2007
#16
Stephanus 20:59:49 | Sonntag, 29. April 2007
#15
Pater Lingen 18:56:51 | Samstag, 28. April 2007
#14
Stephanus 14:01:13 | Samstag, 28. April 2007
#12
Pater Lingen 22:26:30 | Freitag, 27. April 2007
#10
Monarcho 18:17:49 | Freitag, 27. April 2007
#9
mahner 15:38:36 | Freitag, 27. April 2007
#7
Typ 14:14:31 | Freitag, 27. April 2007
#5
matt2 † 13:44:12 | Freitag, 27. April 2007