(kreuz.net, Rottenburg) Der Priesterrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart will keine korrekte Übersetzung
der Wandlungsworte.
In diesem Sinn äußerte sich der Rat in einer Medienmitteilung, die am Donnerstag
in der Tübinger Tageszeitung ‘Schwäbisches Tagblatt’ veröffentlicht wurde.
Mit einem Gegenvotum sprachen sich die Geistlichen
dafür aus, lieber bei der alten Falschübersetzung „für alle“ bleiben zu wollen.
Dagegen bevorzuge
der Vatikan die Formulierung „für viele“ – erklärt der Priesterrat und nennt sogar die vom Vatikan vorgetragenen
Argumente.
Das letzte Abendmahl – Einsetzung der Messe – von Fra Angelico († 1455)
Die Übersetzung „für viele“ entspreche dem genauen Wortlaut und sei ökumenefreundlich.
Die orthodoxen und reformatorischen Gemeinschaften übersetzten seit jeher korrekt.
Der Priesterrat
stellt sich auch dem Argument, daß die Formulierung „für alle“ als Vereinnahmung empfunden werden könnte.
Er hält eine solche Gefahr für gering. Denn jeder Mensch könne und müsse selber entscheiden, ob er
das Erlösungsangebot Jesu annehmen wolle.
Die Argumente gegen die korrekte Übersetzung
Die Übersetzung
„für viele“ ist nach Ansicht des Priesterrates „in heutiger Zeit“ mißverständlich.
Das „richtige Verständnis“
des Textes dürfe nicht von Erläuterungen abhängig gemacht werden. Der Priesterrat glaubt, daß die
Falschübersetzung „für alle“ eindeutiger sei:
„Die Heilszusage Gottes gilt allen Menschen. Diese Glaubenswahrheit
ist in der Formulierung »für alle« im Hochgebet am deutlichsten ausgesagt.“
Die Geistlichen behaupten
ferner, daß auch der biblische Originaltext meine, Christus sei für alle Menschen gestorben.
Sie berufen
sich auf ein nicht näher spezifiziertes altorientalisches Zahlenverständnis.
Es handelt sich dabei
wohl um die These des protestantischen Exegeten Joachim Jeremias († 1979).
Sie ist inzwischen widerlegt.
Das zeigt zum Beispiel die kürzlich als Buch veröffentlichte Lizentiatsarbeit von Pater Franz Prosinger
FSSP.
Email-Adressen der Empfänger
65 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#65 VirFortis 21:43:46 | Donnerstag, 19. Juli 2007
@Gotthard „Jesus aber rief: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt
hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht,
damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht,
den werde ich nicht richten; denn cich bin nicht gekommen, daß ich die Welt richte, sondern daß ich
die Welt rette. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter: Das Wort,
das ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage. Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet,
sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll. Und
ich weiß: sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater
gesagt hat. Kommen sie klären sie mich auch: Wie würden wohl sie dies intepretieren dass gemäß ihrer
Religionsideologie Christus am besten verharmlost und zu einem Prediger und Gutmenschen degradiert wird.
Wahrlich ein Jammer – immer dieser Unglaube in religiösem Gewand…
Na klar, lieber Gotthard, wenn es nur ein Evangelium wäre, dann würden Sie sagen, es gibt nur einen
Zeugen, das ist unglaubwürdig. Fazit: Wenn jemand nicht glauben will, dann ist ein Vorwand schnell gefunden.
@Pius-Liborius Wenn er für alle meinte, hätte er’s sicher gesagt. Seine Worte sind sein Testament an
uns! Bestens dokumentiert in den Evangelien. Diese Worte wurden absichtlich gefälscht! Also ist es Testamentsfälschung!!!
Hast ja sooo recht! Seine Worte sind uns in VIER Varianten bestens bezeugt – welche Testaments-Variante
nehmen wir denn nun? Ist also ein echter Fall für das Nachlassgericht…
Wer ist der Verräter? Mich würde ja interessieren, welches Plappermaul des Priesterrates das hier wieder
veranlasst hat und die Abstimmung des Priesterrates in dieses Forum gebracht hat! Aber wahrscheinlich
ist er zu feige, um sich zu outen!
@ stimme der vernunft @ Sirilo …solange bis es ALLE glauben, daß es VIELE heißen muß Wenn man das
alles so wörtlich nehmen muß, wie kommt es dann, daß sich die Wortlaute der verschiedenen Einsetzungsb.
in den Evangelien widersprechen? Sie widersprechen sich eben gerade nicht. Sie sind sogar ausgesprochen
deckungsgleich. Z.T. haben Sie lediglich ein „Mehr“, indem noch „für viele“ erwähnt wird. Widersprechen
täten sie sich nur, wenn manchmal von „vielen“ & an anderer Stelle von „allen“ die Rede wäre. Die Tatsache,
daß der Wortlaut nicht bis in das kleinste Detail deckungsgleich ist, spricht übrigens noch dafür,
daß nicht einfach nur voneinander abgeschrieben worden ist, was die „historisch-kritisch“ Gesinnten ansonsten
wohl als erstes annehmen würden. „Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich *alle* an mich ziehen.“
Was hat Jesus damit wohl gemeint? Durch den Sühnetod Jesu wurde die Herrschaft Satans gebrochen, wenn
auch sein wirken noch spürbar bleibt bis zur Vollendung des Gottesreiches. An Stelle Satans wird nunmehr
mit seiner Erhöhung am Kreuze Jesus das Königtum ausüben und alle Heilswilligen in seinem Reiche sammeln.
Mit Interesse stelle ich fest, daß seit Montag 19:16 Uhr kein Vertreter der Viele-Fraktion sich zu Jesu
Wort Jo 12,32 geäußert hat Nicht Ratlosigkeit, sondern Urlaub war der Grund Im übrigen glaubt doch
wohl niemand ernsthaft, daß die Evangelisten beim Abfassen der Evangelien bei so einer entscheidenden
Frage dermaßen geschlampt haben und ganz nach Lust & Laune mal die eine und mal die andere Formulierung
gewählt haben, oder?
@ Vorposter @ Stimme der vernunft; Sirilo Sie blenden bei Ihrer Meinung konsequent die vielen und eindeutigen
Belege aus, wonach das ewige Heil nicht allen zuteil werden wird. Gott erlöst am Ende eben nicht alle,
zumindest nicht in Ihrem Sinne, im Sinne eines: „Is’ schon gut. Ich weiß, Du konntest nicht anders.“
Es gibt keine derartigen Entschuldigungen, wie in einem ähnlichen Zusammenhang auch schon der Apostel
Paulus richtig festgestellt hat. Diese Wahrheit passt wohl aus irgendeinem Grund nicht in Ihr manipuliertes
Gottesbild; aber das ist Ihr Problem – nicht meines, und offensichtlich auch das Problem diverser „Räte“.
Zu den Einsetzungsberichten: Mt und Mk verwenden explizit „viele“; kein Evangelist verwendet „alle“. Jesus
selbst sagt nach Matthäus klipp und klar: „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen
zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“ (Mt 20, 28) Lk hat
in seinem Bericht auch explizit stehen: „Weh dem Menschen, durch den er (= der Menschensohn) verraten
wird.“ Fazit: Ihre Allerlösungslehre können Sie sich an den Hut stecken.
@ruhrgebietler, Hüller Nach all dem Hin und Her und dem Gezänk um „viele“ oder „alle“ halte ich es einfach
mit Lukas: Der führt bei den Einsetzungsworten (Lukas 22, 20) weder „viele“ noch „alle“ an, woraus zu
schließen ist, daß der Unterschied nicht wesentlich ist. (Auch Paulus hat in seinem Einsetzungsbericht
weder „viele“ noch „alle“, was den Gedanken nachelegt, daß „viele“ eine spätere Hinzufügung ist. Wieso
hätte Paulus dieses Wort sonst weggelassen?) @Hüller: Aus mir unerfindlichen Gründen halten Sie mich
für einen Gärtner. Ich fühle mich geehrt, hielt doch Maria Magdalena den Auferstandenen zunächst auch
für einen Gärtner. – Ihre Deutung des Wortes „werde ich alle an mich ziehen“ ist sehr eigenwillig. Ich
halte es mehr mit der Herderbibel, wo der Kommentar dazu lautet: „Erhöht am Kreuz wird Christus als Erlöser
der Welt erscheinen und den Geist senden.“ Es geht also hier ums Erlösen, und nicht ums Verdammen.
Mag doch im Messbuch stehen was die Hirnblähungen vatikanischer Bürokraten absondern Es genügt zu wissen
dass Christus für alle gestorben ist, auch wenn das den Tradis den Geifer in die Mundwinkel treibt.
@ Sirilo – es bleibt für viele – da dürfen Sie mit Satan schreien, zetern und sonstwas machen. Sie sollten
Gott nicht für Ihre eigenen Belange instrumentalisieren! Ein Leben nach den Geboten Gottes, Ehrfürchtige
Anbetung, stille Andacht, Standesbewußtes Leben, Seelenreinheit vor Jesus Christus, dem Sohn Gottes –
das sollte unsere Richtschnur sein! Auch wenn Sie das nicht wollen – es bleibt „FÜR VIELE“
@ Sirilo >> er werde alle an sich ziehen…<< …zum Gericht doch wohl, Sie Gärtner, oder meinten Sie,
Finsternis und Falschheit will freiwillig zum Licht? … um es johanneisch-metaphorisch auszudrücken.
Tipp: Lesen Sie zur Abwechslung auch mal die Synoptiker in dieser Frage.
@Czibo: Liberal ist im liberalen Sinn nicht immer liberal … Deshalb bin ich der Ansicht, dass beides
„Viele“und „Alle“ nebeneinander bestehen sollte, Ich höre unseren Pfarrer schon sagen: „das für Euch
und für Alle und für Viele vergossen wurde …“ Toller Vorschlag
Es schweigt die „Viele“-Fraktion… Mit Interesse stelle ich fest, daß seit Montag 19:16 Uhr kein Vertreter
der strengen Viele-Fraktion sich zu Jesu Wort bei Johannes 12,32 geäußert hat, wo unser Erlöser ankündigte:
„Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen.“ Irgendwie scheint dieses Herrenwort
gewissen Leuten nicht ins Konzept zu passen. Am liebsten hätten sie ja wohl, Jesus würde nur wenige
retten – die Happy Few, die dann im Himmel so richtig kuschelig unter sich sind. Tatsache ist aber, daß
er gesagt hat, er werde alle an sich ziehen. Wann und wie er das macht, das müssen wir schon ihm überlassen.
Ich jedenfalls glaube, daß Jesu Erlösungstat nicht partiell gescheitert ist, sondern allen Menschen
den Weg zum Heil eröffnet. Der Allmacht Gottes und seiner Liebe sind keine Grenzen gesetzt!
möchtegernkathole Deshalb bin ich der Ansicht, dass beides „Viele“und „Alle“ nebeneinander bestehen sollte,
bevor es zu einem neuen unseligen Glaubenskrieg kommt. Beide Begriffe sehe ich neben den Abendmahlsworten
immer auch im Kontext zum Missionsauftrag. Da geht es um „Alle“, die getauft werden sollen. Das macht
Sinn. Nur für „Viele“ wird der Menschensohn nicht das Heilszenario auf sich genommen haben. Ich denke
schon, dass er „Alle“gemeint hat, wie es auch dem Credo zu entnehmen ist: „Für uns Menschen und um unseres
Heiles willen ist er vom Himmel herabgestiegen…“. Da gibt es keine Abgrenzung oder einen Hinweis, dass
er dies nur für eine besondere Gruppe getan hätte.
Inspiration durch den Heiligen Geist Wenn man das alles so wörtlich nehmen muss, wie kommt es dann, dass
sich die Wortlaute der verschiedenen Einsetzungsberichte in den Evangelien widersprechen? Welcher ist
denn nun der richtige, was hat Jesus wirklich wörtlich gesagt?
@ stimme d vernunf:Wenn Jesus „für viele“ gesagt hat, dann lehrt die Kirche seit Paulus eine Häresie
Wie kommen Sie denn da drauf? Warum sollte Paulus dem „für viele“ widersprechen? Es könnte natürlich
auch sein, daß die [Evangelisten] den exakten Wortlaut nicht mehr so genau wussten Haben Sie schon mal
etwas von der Inspiration durch den Hl. Geist gehört? Wenn ja, dann verstehe ich Ihren Einwand nicht.
Im übrigen haben die die Wandlungsworte bevor sie aufgeschrieben wurden nicht in einer Kiste vor sich
hingeschlummert, sondern wurden regelmäßig in der Messe verwendet und waren deshalb sehr präsent. Mit
„stiller Post“ hat das gar nichts zu tun. Auch das Argument mit der veränderten Wortbedeutung ist nicht
wirklich überzeugend, weil ja maßgeblich nicht die deutsche Übersetzung ist. Und da die Wandlungsworte
eh kein wörtliches Zitat aus der Schrift sind, ist es Unfug, mit „Wortlaut“ zu argumentieren Überhaupt
nicht. Die Berichte über die Wandlungsworte decken sich weitgehend. Wenn ein Bericht die „vielen“ nicht
ausdrücklich erwähnt, dann ist dies noch lange kein Indiz, daß diese Bezeichnung falsch ist. Wenn,
dann ist nämlich immer nur von „vielen“ aber nie von „allen“ die Rede. der Sinn ist nunmal „für alle“
Eben gerade nicht! Manchmal sagt Christus, daß er für alle stirbt und manchmal für viele. Dies ist
kein Widerspruch, sondern läßt sich damit erklären, daß er manchmal das Heilsangebot und manchmal
die Effizienz des Erlöserleidens meint. Bei den Wandlungsworten ist vom Bund die Rede. Gemeint ist also
die Effizient des Erlöserleidens, weshalb es „für viele“ heißen muß
Ist doch ganz simpel. Wenn Jesus „für viele“ gesagt und gemeint hat, dann lehrt die Kirche seit 2000
Jahren eine Häresie, denn sie lehrt seit Paulus, er habe es „für alle“ vergossen. Es könnte natürlich
auch sein, dass diejenigen, die die Evangelien aufgeschrieben haben, den exakten Wortlaut 60 bis 100 Jahre
nach den Ereignissen und nach hundertfacher „stiller Post“, sprich mündlichem Weitererzählen, nicht
mehr so genau wussten. Es könnte auch sein, das „viele“ damals etwas ganz anderes bedeutete als heute
auf deutsch. „Cool“ bedeutet heute auf englisch auch etwas anderes als noch vor 30 Jahren. Und da die
Wandlungsworte eh kein wörtliches Zitat aus der Schrift sind, ist es Unfug, mit „Wortlaut“ zu argumentieren.
Da kann man nur mit „Sinn“ argumentieren, und der Sinn ist nunmal „für alle“, es sei denn die Kirche
lehrt seit 2000 Jahren eine Häresie.
@ agmen …War das letzte Abendmahl die erste heilige Messe? …JA Im unmittelbaren Anschluß an die Paschafeier
setzte der Heiland die Eucharistie ein. Er stiftete den neuen und ewigen Bund Gottes mit den Menschen
durch die Einsetzung des neuen Opfers. Schon hier sprach Christus die Wandlungsworte. Schon hier war Christus
selbst das Opferlamm, das mit seinem Blut der Welt Sünden tilgte. Da aber das wirkliche Osterlamm Christus
zugleich stetes Opfer und ewiger Hohepriester nach der Ordnung Melchisedechs war, so hielt er am Vorabend
seiner wirklichen blutigen und tödlichen Schlachtopferung am Kreuzaltar eine nicht bloß vorbildliche,
sondern auch wirkliche, aber mystische, nicht sinnliche Opferung seiner selbst am Tischaltar, um den Seinigen
seinen Opferleib in Brotgestalt zu essen, sein Opferblut in Weinesgestalt zu trinken gegeben. (Vgl. „Das
hl. Meßopfer“; A. Reiners, Pfarrer – Imprimatur erhalten und Danksagung des Papstes durch Card. Merry
del Val)
der Mensch ist weder pauschal-erlöst noch pauschal-befleckt… er ist zu Beginn unschuldig wie Adam…
sodann in seiner Freiheit hat er die Möglichkeit zum Heil oder zur Sünde, zur Rechtfertigung oder Verurteilung,
Erlösung oder Verdammnis. Das halte ich für eine gute Sichtweise. Daher bin ich auch ein Gegner der
Erbsünde, sowie eines Denkens, worin die Menschen „alle“ schon durch Christus pauschal-erlöst sind.
Wenn sie sich mühen durch die Türe, die er ist hindurchzugehen, dann sind sie erlöst, aber nicht eher.
fragt: War das letzte Abendmahl die erste heilige Messe? Da ich schon mehrfach widersprüchliches gelesen
gelesen habe, würde ich gerne eine endgültige, theologisch fundierte Antwort erhalten!
@ Genoveva …Die Bezeichnunf „für viele“ ist keine Ausnahme oder Zufall Mich würde interessieren, ob
Sie mir Stellen aus der Dogmatik nennen können, in denen dieser Gedanke genauer behandelt wird. Man kann
ja die Frage stellen, ob der Neue Bund nicht alle Menschen einschließt. Wenn Christus auch für alle
Menschen gestorben ist, insofern er allen die Möglichkeit des Heils verdient hat, so gehören zum Neuen
Bund eben doch nicht alle, sondern nur diejenigen, die an ihn glauben und in seine Kirche eintreten. So
erklärt der Römische Katechismus: „Es ist also mit Recht geschehen, daß nicht gesagt wurde „für alle“,
da hier bloß von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch den Auserwählten die Frucht des
Heiles gebracht hat“ (2. Teil, IV, 24). In Jo 17, 9 sagt Christus: „ Ich bitte für sie (die an mich Glaubenden)
und bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast.“ In Hebr. 9, 28 sagt der Apostel
Paulus:“…so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen. Unpassend finde
ich die Wortwahl „Heilsangebot“. Wir treten Gott nicht auf einem Markt gegenüber. Die Sprache der Kirche
ist nicht immer banal. Vor allem dogmatische Sachverhalte werden oft „besonders“ ausgedrückt. Das ist
nicht weiter schlimm, sondern notwendig. Ein Bund ist immer etwas Zweiseitiges; quasi ein Vertrag. Ein
Vertrag besteht immer aus zwei sich deckenden Willenserklärungen: Angebot und Annahme. Deshalb ist der
Begriff „Heilsangebot“ nicht unpassend. Der Unterschied zum Basar liegt darin, daß das Angebot nicht
verhandelbar ist.
@cives_romanus Dein Lösungsvorschlag, die Konsekrationsworte lateinisch zu beten, hat was für sich.
Eine der „lustigsten“ Übersetzungsvorschläge in eine der Eskimosprachen für „Ecce Agnus Dei qui tollit
peccata mundi“ war (zu deutsch): Seht den kleinen Seehund, der hinwegnimmt die Sünden der Welt. Die Republik
Finnland gibt seine wichtigsten Gesetze seit neuestem in Latein heraus, da dies Übersetzungsfehlern vorbeugen
soll (n.t.). Wär ein Vorschlag für und nach Rom!
@möchtegern-kathole: Vielleicht müssen wir nur andere Begriffe verwenden, um die Widersprüche aufzulösen:
1. Christus hat für alle Menschen stellvertretend Genugtuung geleistet. DAvon ausgeschlossen sind nicht
die „Verdammten“, sondern nur die gefallenen Engel. 2. Damit ist der Mensch vom Stachel des Todes befreit.
3. Von daher kann und muß man also sagen, daß alle Menschen in Christus erlöst sind, denn Christus
hat das Erlösungswerk ja vollendet und nicht nur intendiert. 4. An seiner Rechtfertigung und damit seinem
ewigen Heil muß der Mensch freilich mitwirken, indem er seine Erlösungsbedürftigkeit erkennt, an die
Erlösung in Christus glaubt und in diesem Glauben beharrlich bleibt und lebt. Ihre Schlussfolgerung „Die
Verdammten hat Gott nicht erlöst“ würde bedeuten, daß Sie der Prädestinationslehre anhängen – das
kann ich mir nicht vorstellen. Gott will (intendiert) das Heil aller und Jesus Christus hat die Möglichkeit
des Heiles aller konkret gewirkt.
vgl. 1. Kor. 11, 27 Julian schrieb: „Allerdings stellt sich für mich die Frage, wie wir das (sc. das
„für viele“) Erklären können, dass ja Judas Iskariot beim letzten Abendmahl zugegen war. Wenn sich
das Kelchwort auch auf ihn bezieht, dann kann es nur dann die faktische Erlösungswirkung des Leidens
Christi ausdrücken, wenn er auch zu den erlösten gehört. Andernfalls muß ich jedoch mit „für alle“
übersetzen, weil ja Judas auch an der Eucharistie des letzten Abendmahles teilnahm; dann würden die
Kelchworte nur das Erlösungsangebot – das ja allen gilt – bezeichnen.“ Die bloße „Teilnahme am letzten
Abendmahl“ bzw. die Kommunion sichert keineswegs den Zugang zum Heil. Es ist ja ebenso ein „Essen und
Trinken“ zum Gericht denkbar.
@Genoveva sicher werden die Verdammten nicht erlöst – sonst wären sie ja nicht verdammt. Diese hat Gott
nicht erlöst. Er hat aber der Intention nach alle erlöst, d.h. er will, dass alle erlöst werden. „Die
Messe ist auch keine Erlösungstat, sondern die Vergegenwärtigung der Erlösungstat“ Genau das meine
ich. Weil es aber eine Vergegenwärtigung ist – keine Kopie oder Nachahmung, kein Gedenken, sondern, sondern
weil es das tatsächliche Opfer Christi ist, ist dort vorallem die Wirkung seines Opfers wichtig: und
die erstreckt sich nicht auf alle, sondern auf viele – eben die die nicht verdammt sondern erlöst sind.
@defensor; @möchtegern Defensor: schön, daß es hier auch Leute gibt, die den Glauben der Kirche kennen
und ihn nicht nur verteidigen wollen. Ihr Hinweis auf den Bund erscheint mir ein stichhaltiger zu sein.
Mich würde interessieren, ob Sie mir Stellen aus der Dogmatik nennen können, in denen dieser Gedanke
genauer behandelt wird. Man kann ja zum Beispiel die Frage stellen, ob der Neue und Ewige Bund nicht auch
grundsätzlich alle Menschen einschließt. Unpassend finde ich die Wortwahl „Heilsangebot“. Das evoziert
ganz falsche Vorstellungen. Wir treten Gott nicht auf einem Markt gegenüber. Gott hat in Christus unser
Heil schon gewirkt und wir müssen uns aktiv (und in eigentlich absurder Weise) dagegen versperren, um
seiner verlustig zu gehen. @möchtegern-kathole: Man kann nicht sagen, Christus habe nicht alle Menschen
erlöst. „Wir beten Dich an Herr Jesus Christus und preisen Dich – denn durch Dein Heiliges Kreuz hast
Du die (ganze) Welt erlöst“. Die Messe ist auch keine Erlösungstat, sondern die Vergegenwärtigung der
Erlösungstat. Es gibt viele Messen, aber nicht viele Erlösungstaten.
Was ist mit Judas? Ich persönlich begrüße die Übersetzung von „pro multis“ mit „für viele“, weil
man ja andernfalls die Hl. Schrift selbst als falsch ansehen müßte, denn da heißt es ja auch „hyper
pollon“ (für viele/die vielen) und nicht „hyper panton“ (für alle), wenn meine Griechischkenntnisse
mich nicht im Stich lassen. Allerdings stellt sich für mich die Frage, wie wir das Erklären können,
dass ja Judas Iskariot beim letzten Abendmahl zugegen war. Wenn sich das Kelchwort auch auf ihn bezieht,
dann kann es nur dann die faktische Erlösungswirkung des Leidens Christi ausdrücken, wenn er auch zu
den erlösten gehört. Andernfalls muß ich jedoch mit „für alle“ übersetzen, weil ja Judas auch an
der Eucharistie des letzten Abendmahles teilnahm; dann würden die Kelchworte nur das Erlösungsangebot –
das ja allen gilt – bezeichnen. Bitte widerlegen Sie mich, diese Frage bereitet mir bereits seit längerem
Kopfzerbrechen.
Jeder Lateinschüler… im ersten Jahr würde sich totlachen , wie hier diskutiert wird. Pro multis- Für
viele. Bei aller Liebe, ich kann mir nicht vorstellen, dass es da strittige Fragen zur Übersetzung geben
kann!?! Ich kann kein Griechisch, aber angeblich steht da auch „Für viele“. Daran gibts nichts herum
zu deuten. Mein Lösungsvorschlag: Die Wandlung auf Latein beten, und jeder übersetzt für sich selbst
im Stillen.
@Czibo Nieznany Es gibt grundsätzlich zwei Aussagen der Bibel: man soll allen den Glauben bringen, und
es werden nicht alle den Glauben annehmen. Diese beiden Aussagen widersprechen sich auch nicht. Das eine
ist eine Aufforderung an die Christen zur Mission und das andere ist eine Aussage, dass diesen Glauben
nicht alle Menschen annehmen werden. Die von Ihnen zitierten Aussagen sind Aussagen des ersteren Typs,
dass man den Glauben verkünden soll. Auch Christi Opfer ist der Intention nach für alle. Er will -wenn
es nach Ihm geht – niemanden ausschließen. Trotzdem ist es sicher, dass sich manche Menschen selbst ausschließen.
Dem Faktum nach also für viele, eben nur jene, die Ihn annehmen. Das drückt er selbst aus, indem er
nach glaubhafter Überlieferung von Zeugen „viele“ sagte, und nicht „alle“. Soll man nun in der Messe
seine Intention oder das Ergebnis der Heilsgeschichte benennen? Mehrere Gedanken: 1) Er selbst hat das
Ergebnis benannt 2) Die heute verwendeten Worte bergen die Gefahr, falsch interpretiert zu werden (nämlich
dass tatsächlich auch alle erlöst würden). 3) Die Intention kommt in der „alle“-Version nicht zum Ausdruck,
es müsste heissten: „das für euch und für alle vergossen sein soll“. 4) Die Messe ist Erlösungstat,
und nicht Ankündigung einer Erlösungstat. Insofern passt hier nicht die Intention. Dort auf dem Altar
erlöst er viele, und macht keine Ankündigungen oder Willensbekundungen. Punkt 4 erscheint mir am wichtigsten.
Frucht und Nutzen der Erlösung! „…jene Worte dienen dazu, um die Frucht und den Nutzen des Leidens
zu verdeutlichen. Denn wenn wir die Kraft desselben betrachten, so muss man sagen, dass der Heiland sein
Blut für das Heil aller vergossen hat; wenn wir aber die Frucht, welche die Menschen daraus ziehen, im
Auge haben, werden wir leicht einsehen, dass dessen Nutzen nicht allen, sondern nur vielen zuteil werde…
Wenn er aber beifügte „für viele“, so wollte er die übrigen Auserwählten aus Juden und Heiden verstanden
wissen. Es ist also mit Recht geschehen, dass nicht gesagt wurde „für alle“, da hier bloss von den Früchten
des Leidens die Rede war, welches doch nur den Auserwählten die Frucht des Heiles gebracht hat“ So lehrt
der „Römische Katechismus“ im Anschluss an das Konzil von Trient. Folgt man dieser Auffassung, handelt
es sich bei der Frage der korrekten Übersetzung des „pro multis“ eben doch nicht um eine rein philologische
Frage sondern um eine solche mit doktrinellen Implikationen.
@all. Genoveva: @Liborius u. @Pius xiiNach der Schrift ist es „für Euch und für viele“ vergossen worden.
Da unser Herr kein Deutscher war, hat er mit Sicherheit nicht „für Euch und für viele“ gesagt, sondern
etwas in seiner aramäischen Muttersprache. In der Schrift haben wir es dann auf griechisch und in der
Vulgata auf Latein. Und die Frage, die sich nun stellt, lautet: Wie kann man vor diesem Hintergrund das
„pro multis“ des Messbuchs korrekt ins Deutsche übersetzen. Leider machen Sie da, bei einem völlig richtigen
Ansatz, den zweiten Schritt vor dem ersten. Wurden die Worte Jesu auch richtig wiedergegben, lautet die
erste Frage, als sie in die uns bekannten Urfassungen der Heiligen Schrift gegossen wurden? Da wir das
nicht wissen können, wie Sie mit Ihrem Hinweis auf Jesu Muttersprache Aramäisch nachweisen, bleibt uns
nur eine Interpretation von Jesu Willen übrig. Und die nimmt das Lehramt der Kirche vor. Vebindlich.
Für ALLE!
Die beleidigte Irrelevanz Was Ihr „Gefühl“ in diesem Zusammenhang sagt, ist von beleidigender Irrelevanz.
Es geht darum, was in der Bibel steht, genauer: Was der Herr gesagt hat. Er sprach von „für viele“, nicht
„für alle“. Wollen Sie Gottes Wort zerdeuteln und zerdrehen, weil Ihr ominöses „Gefühl“ Ihnen bübische
Streiche spielt? Wenn Sie etwas in den verkehrten Hals bekommen haben, sollten Sie einmal versuchen, ohne
die obligatorischen katholischen Vorbehalte, einfach einmal Texte anderer zunächst akzeptieren und nicht
gleich Wortverdrehen unterstellen, nur weil es nicht in den Kopfgeht. Manchmal sollte man schon lesen
können. Der Missionsauftrag lautet nun mal: Gehet hin in alle und taufet alle Völker… und ich habe
nur zu fragen gewagt, warum hier allesteht und beim Abendmahle jetzt „für viele“ stehen soll. Warum Sie
deshalb mit der katholischen Keule draufhauen ist nicht einsehbar. Oder Wissen Sie haargenau was denn
Jesus damals im Abendmahlssaal wirklich gesagt haben soll. Ich könnte mir denken, dass Sie nicht über
entsprechende Tondokumente verfügen, dafür ist Ihr Beitrag ziemlich verletzend und herablassend. Bei
Matthäus 28, 19: steht: „Darum gehet hin und machet euch alle Völker zu Jüngern, indem ihr sie tauft
im Namen…“ Bei Markus 16,15: „Gehet in alle Welt und predigt das Evangelum allen Geschöpfen…“ In
der Apostelgeschichte1,8: „… und sollt meine Zeugen sein ,… bis an die Grenzen der Erde“. Wenn Sie
eine Bibel haben können (?) Sie ja mal nachlesen. Tut vielleicht ganz gut.
@Gotthard/„demokratisch“ abstimmen „Demokratisch“ (volksherrschaftlich) wurde in der Kirche bei Glaubensentscheidungen
nie abgestimmt, wohl aber mehrheitlich durch undemokratisch (nicht vom Volk) eingesetzte Amtsinhaber (wie
z.B. die EU-Kommission oder die UdSSR-Regierung). Einer „massendemokratischen“ Amtseinsetzung verdanken
wir aber z.B. den hl. Papst Gregor VII. (Hildegard der Mönch), der im Trauerzug seines Vorgängers vom
Volk zum Papst erhoben wurde.
@ Christian Hüller „Für viele“ fordert alle dazu auf, sich mit Christus und seiner Botschaft tiefer
auseinanderzusetzen. „Für alle“ verleitet die Vielen zu dem Glauben, der Himmel sei eine Fortsetzung
ethisch-moralischer Beliebigkeit und dementsprechend auch für wirklich jeden offen. Volle Zustimmung.
Ansonsten wären wir bei Origines angekommen: „ Weil GOTT gerecht ist, gibt es eine Hölle. Weil GOTT
Liebe ist, wird Sie leer sein.“ Also treffen wir Hitler und Stalin auf einer Wolke wieder. Unangenehmer
Gedanke…
Abstimmungen Demokratisches Abstimmen muss eben keineswegs zu besseren und wahrhaftigeren Ergebnissen
führen. Demokratisches Abstimmen war schon immer ein Weg der Kirche, Wahrheiten zu definieren: alle Konzilien
haben abgestimmt … Wahlen waren schon immer ein Weg in der Kirche, um Obere zu bestimmen: in den Orden
IMMER!
@ Iustus Vielen Dank für Ihre gute Analyse. Demokratisches Abstimmen muss eben keineswegs zu besseren
und wahrhaftigeren Ergebnissen führen. Sic erat demonstrandum: „…es sei denn, man hält Tatsache 2
für Unsinn.“ „Für viele“ fordert alle dazu auf, sich mit Christus und seiner Botschaft tiefer auseinanderzusetzen.
„Für alle“ verleitet die Vielen zu dem Glauben, der Himmel sei eine Fortsetzung ethisch-moralischer Beliebigkeit
und dementsprechend auch für wirklich jeden offen.
Warum? Ich kapiere nicht so recht, warum der Priesterrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart darüber abstimmt.
Es ist eine Entscheidung, die, und da stimme ich mit Gotthard überein, rein stilistischer und sprachlicher
Natur ist, dogmatisch aber keinerlei Bedeutung hat. Das hat die Gottesdienstkongregation eindeutig klargestellt.
@nonno: Die Diözese Rottenburg-Stuttgart ist nicht antirömisch eingestellt, wohl aber die den Priesterrat
beherrschende AGR (Arbeitsgemeinschaft Rottenburger Priester) und besonders der Sprecher des Priesterrats,
Mons. Herbert Schmucker. Wer schon mal in Stuttgart St. Maria dessen Sonderliturgien erlebt hat …
Der Priesterrat erkennt nicht die Zeichen der Zeit: Was droht denn, vergessen zu gehen: 1. die Tatsache,
dass der Herr alle Menschen durch seinen Tod erlösen wollte oder 2. die Tatsache, dass Menschen dennoch
„das Erlösungsangebot ablehnen“ können mit der Folge, dass der Herr für sie vergeblich gestorben ist.
Tatsache 1. wird doch höchstens in ganz kleinen Zirkeln der wenigen Tradis und noch wenigeren Sedis vergessen.
Tatsache 2. wird dagegen massenhaft vergessen („Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel“ – das wird
ganz ernsthaft mit dem Hinweis auf die Barmherzigkeit Gottes massenhaft geglaubt). Die Zeichen der Zeit
gebieten es deshalb, Tatsache 2 stärker in Erinnerung zu rufen. Die paar Sedis und Tradis sind doch vernachlässigenswert –
es sei denn, man hält Tatsache 2 für Unsinn. ?:)
@mariokin Der Wortlaut „für alle“ stimmt unzweifelhaft mit einer korrekten Interpretation der Absicht
unseres Herrn überein, wie sie im Text ausgedrückt wird. Es ist ein Dogma des Glaubens, daß Christus
für alle Männer und Frauen am Kreuz gestorben ist. Gottesdienst-Kongregation „Für viele“ ist die genaue
Übersetzung von pro multis, während „für alle“ eher eine Erklärung solcher Art ist, die richtigerweise
in die Katechese gehört. Gottesdienst-Kongregation also eine sprachliche und keine dogmatische Entscheidung
Gottesdienst-Kongregation Der Ausdruck „für viele“ ist für die Einbeziehung jedes Menschen offen und
bezeugt die Tatsache, daß diese Erlösung nicht auf eine mechanische Art und Weise – ohne die Einwilligung
oder Teilnahme der Einzelnen – geschieht. Der Gläubige ist vielmehr eingeladen, das Geschenk, das ihm
angeboten wird, gläubig anzunehmen und das übernatürliche Leben zu empfangen, das denen gegeben ist,
die an diesem Geheimnis teilnehmen und die auch davon in ihrem Leben Zeugnis geben, so daß sie unter
die „vielen“ – auf die sich der Text bezieht – gezählt werden. Gottesdienst-Kongregation Auf der Linie
der Instruktion Liturgiam authenticam sollen Anstrengungen unternommen werden, um sich in den muttersprachlichen
Ausgaben genauer an den lateinischen Text zu halten. also eine rein semantische und keine dogmatische
Entscheidung.
@gotthard nun mal halblang gotthard. das ist doch total unsinnig. sie wollen mir doch nicht weiß machen,
dass sie pro multis nicht korrekt ins deutsche übersetzen können, oder das die damaligen gelehrten und
kirchenväter nicht pro multis von cunctis bzw. den giechischen orginaltext in seiner wortbedeutung unterscheiden
konnten. die fehlerhafte übersetzung ist auf eine längst widerlegte these des prot. exegeten jeremias
zurückzuführen, wie jeder gebildete theologe und als solcher wollen sie ja auch gelten, nun eigentlich
zur genüge wqissen müsste
was nun? HEUTE heisst es ganz offiziell „für alle“ … zu einem bestimmten Stichtag, der noch nicht feststeht –
und der heißt: „Erscheinen eines neuen deutschen Messbuches“ – soll es ganz offiziell „für viele“ heißen.
Was nun?…dogmatisch scheinen beide Formulierungen korrekt zu sein. Der Knackpunkt ist die „Vorgabe“:
möglichst wortgetreue Übersetzung – als wären wir im Lateinunterricht und in der Abi-Klausur (kenne
ich)… Die Aussage muss stimmen … sonst nichts! An diesen Formulieren irgendeine „Romtreue“ festzumachen
bzw diese als nichtgegeben anzunehmen, ist absolutler Blödsinn – bestimmt von Leuten, die ausdrücklich
von Rom abgelehnte Bischofsweihen anerkennen und bejubeln!
und sowieso… …und überhaupt weiß kreuz.net allein mit der seligen Piusbruderschaft, wie man richtig
Messe feiert. Sehr, sehr unterhaltsam, ihre Debatten und Artikel!!!
aha! das hat er ja selbst gesagt mit den vielen… »… das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für
viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden« (Mt 26,28) Jetzt verstehe ich endlich diese Bischof
Trautman Karikatur.
@ zeitundewigkeit @ Genoveva …einiges durcheinandergebracht Das Kreuzesopfer ist reines Sühnopfer.
Darum gilt: für alle Das Kreuzesopfer ist kein reines Sühnopfer. Meßopfer und Kreuzesopfer sind ja
wesensgleich. Im übrigen verstehe ich das „darum“ nicht. Aus dem Sühnopfercharakter ergibt sich nicht,
daß es „für alle“ heißen müsse. Gemeint ist bei den Wandlungsworten nicht das Heilsangebot, sondern
die Effizienz des Erlöserleidens, die eben gerade nicht „allen“ zukommt. Die Heilige Messe ist Sühnopfer
und Opfermahl und Dankopfer Nein! Die Heilige Messe ist dem Wesen nach nur ein (Bitt-, Lob-, Dank- und
Sühn-)Opfer. Das Opfermahl ist nur der Abschluß der Opferfeier, aber kein Wesensbestandteil. Der Empfang
des Opfermahles ist… an Bedingungen gebunden, die nicht alle erfüllen und damit wird auch die Frucht
des Sühnopfers nicht allen, sondern nur vielen gewährt. Unter einer Meßfrucht versteht man jene Wirkungen
ex opere operato, welche der Messe entspringen, insofern sie Bitt- und Sühnopfer ist. Man unterscheidet
die allgemeine, die persönliche und die besondere Meßfrucht. Die bei der Kommunion genossenen Opferfrüchte
(im dinglichen Sinne) sind hiervon streng zu trennen und hängen mit dem Wortlaut der Wandlungsworte nur
mittelbar zusammen. Die Wandlungsworte über den Kelch sprechen eindeutig nur von denjenigen, für die
das Blut Christi vergossen wird – und das sind … alle Menschen. Nein! Die Wandlungsworte sprechen eindeutig
vom Blut des Neuen Bundes. Dieser Bund meint nicht das Heilsangebot, sondern besteht nur mit „vielen“.
@Liborius u. @Pius xii Nach der Schrift ist es „für Euch und für viele“ vergossen worden. Da unser Herr
kein Deutscher war, hat er mit Sicherheit nicht „für Euch und für viele“ gesagt, sondern etwas in seiner
aramäischen Muttersprache. In der Schrift haben wir es dann auf griechisch und in der Vulgata auf Latein.
Und die Frage, die sich nun stellt, lautet: Wie kann man vor diesem Hintergrund das „pro multis“ des Messbuchs
korrekt ins Deutsche übersetzen. Über diese Frage kann man diskutieren (es sei denn, man ist der Meinung,
das Messbuch sollte grundsätzlich nicht ins Deutsche übersetzt werden). Der Satz von Poster „Pius xii“:
Denn es ist vergossen worden eben nur für die vielen, die das an alle gerichtete Heilsangebot annehmen.
widerspricht schlicht dem Glauben der Kirche. Bereits die Synode von Arles (473) hat den Satz verworfen:
„daß Christus, unser Herr und Erlöser, nicht für das Heil aller den Tod auf sich genommen hat“. Es
mag gute Gründe für die Übersetzung „für viele“ geben, die hier angeführten sind sicher keine. Und
weil die Übersetzung „für viele“ offensichtlich das Mißverständnis fördet, unser Herr Jesus Christus
habe sein Blut nicht zur Erlösung aller Menschen und der ganzen Welt vergossen, bin ich ein Befürworter
des „für alle“.
Was gibt es da zu Diskutieren??? Konnte Jesus Christus der Allwissende Schöpfer des Himmels und der Erde,
der Sitz der Weisheit und Wahrheit früher heute und in alle Ewigkeit, nicht zwischen viele und alle unterscheiden???
Wenn er für alle meinte, hätte er’s sicher gesagt. Seine Worte sind sein Testament an uns! Bestens dokumentiert
in den Evangelien. Diese Worte wurden absichtlich gefälscht! Also ist es Testamentsfälschung!!! Das
wird und wurde immer und überall bestraft! So auch diese! Möchte nicht in der Haut dieser Leute stecken!
Gott lässt seiner nicht spotten!
@ Pius Xii Nach der Schrift ist es „für Euch und für viele“ vergossen worden. Hat Jesus geirrt? Wohl
kaum. Nach „der Schrift“ gibt es den Abendmahlsbericht in vier verschiedenen Fassungen. Kann also jemand
wissen, was Jesus exakt gesagt hat? Wohl kaum.
@ Genovena: Wie bitte? Die Wandlungsworte über den Kelch sprechen eindeutig nur von denjenigen, für
die das Blut Christi vergossen wird – und das sind nach dem katholischen Dogma alle Menschen. Nach der
Schrift ist es „für Euch und für viele“ vergossen worden. Hat Jesus geirrt? Wohl kaum. Denn es ist vergossen
worden eben nur für die vielen, die das an alle gerichtete Heilsangebot annehmen. Für die anderen ist
es wertlos, die wären ohne Jesu Kreuzestod verloren gewesen und sind es so auch.
@ czibo Was Ihr „Gefühl“ in diesem Zusammenhang sagt, ist von beleidigender Irrelevanz. Es geht darum,
was in der Bibel steht, genauer: Was der Herr gesagt hat. Er sprach von „für viele“, nicht „für alle“.
Wollen Sie Gottes Wort zerdeuteln und zerdrehen, weil Ihr ominöses „Gefühl“ Ihnen bübische Streiche
spielt?
Das Bistum R-S war schon immer anti-römisch eingestellt. Wäre nicht schlimm, wenn sich die Fürst’sche
Clique endlich abseilen würde und sich eine eigene Kuschelecke suchen würde.
Gute Entscheidung Was ist falsch, was richtig? Beides könnte nebeneinander bestehen. Deshalb braucht
es nicht zum Glaubenskrieg zu kommen. „Für Viele“ kommt bei mir wie eine bewusste Einschränkung herüber.
„Für alle“ entspricht dem Missionsauftrag: Gehet in alleWelt und taufet alleVölker im Namen… Wenn
also alle Völkergetauft werden sollen, ist es nicht einzusehen, warum Leib und Blut in der Eucharistiefeier
nur „für viele“ gebrochen und der Kelch des Heils nur „für viele“ vergossen werden soll. Für meine
Begriffe ist das ein undurchsichtiges Rückzugsgefecht, bei dem nicht deutlich hervorgeht, was am Ende
konkret damit gemeint sein soll. Doch nicht etwa die erschwerte Zulassung zur Kommunion? Der Priesterrat
der Diözese Rottenburg hat nach meinem Gefühl gut entschieden.
ungebremster Verfall geht weiter Der ungebremste Verfall der römisch-katholischen Kirche in Europa geht
auch deswegen weiter, weil die römische Authorität sich nicht mehr durchsetzen kann. In Deutschland
hat die anti-römische Opposition eine lange Tradition, nicht erst seit der Würzburger Räubersynode
Anfang der 70ger Jahre. Wir werden wohl erst dann zu Umkehr und Reue bereit sein, wenn alles zerstört
ist.
@zeitundewigkeit Die scholastische Theologie des Meßopfers hat folgende Kernaussagen: 1. Die Hl. Messe
ist ein wahres und eigentliches Opfer 2. Dieses Opfer (das Meßopfer) ist ein Lob-, Dank-, Sühn- und
Bittopfer. 3. Die wesentliche Opferhandlung besteht allein in der Wandlung. Das Opfermahl spielt in dieser
Logik (man könnte „nachkonziliar“ sagen: leider!) keine wesentliche Rolle. Von daher kann man auch bezüglich
des Verständnisses der Wandlungsworte nicht mit der Einschränkung der Zuwendung der Opferfrucht im Opfermahl
argumentieren. Die Wandlungsworte über den Kelch sprechen eindeutig nur von denjenigen, für die das
Blut Christi vergossen wird – und das sind nach dem katholischen Dogma alle Menschen.
Es handelt sich zwar keineswegs um eine Spitzfindigkeit… aber zur Not kann ich mich mit „viele“ auch
abfinden. Das Zeugnis seines Opfertodes besteht zwar für die ganze Welt, alle Menschen, aber der eigentliche
Bund seines Fleisches und Blutes schließt sich eben „nur“ mit den vielen die auch würdig sind Ihn darin
zu erkennen. Wieso sollte man etwa denken, er vergösse sein Blut für solche, die sein Zeugnis ohnehin
ablehnen? Wäre das nicht wie Perlen vor die Säue schmeissen?
FÜR VIELE oder FÜR ALLE Christus starb am Kreuz als Sühnopfer für alle Menschen. Der Genuß dieses
bei der Heiligen Messe vergegenwärtigten Sühneopfers ist nicht einmal allen Katholiken und schon gar
nicht einem Nichtkatholiken erlaubt. Darum heißt es in den Wandlungsworten für viele Das Empfang von
Leib und Blut Christi ist nur für die möglich, die im Stande der heiligmachenden Gnade sind (also frei
von schwerer Sünde=Todsünde) und alle lässlichen Sünden wenigstens bereuen, die an die Gegenwart der
göttlichen und menschlichen Natur Jesu unter der Gestalt des Brotes und des Weines glauben und die gebotene
Nüchternheit einhalten.
Ja, in der Tat Aber wenn ich diese Fragen vernünftig beantworte, bleibt als einzige Frage zurück: was
soll an „das für euch und für alle vergossen wird“ falsch sein?
würde man sich in solchen fragen an demokratische voten halten währe der NOM nie gekommen der ist nähmlich
bei der bischofssynode 1967 von einer großen mehrheit der synoden väter abgelehnt worden nun ich bin
sicher der gottseidank immer mehr vergreisenden schar der konzilsnostalgiker im priesterstand wird ihr
vottum hier nichts nützrn gottsei dank
Allerwerteste Artikelschreiber Für wen hat denn Christus nun sein Blut vergossen? Für alle oder nur
für viele? Und wenn nur für viele, für wen dann nicht? Und wenn Er Sein Blut für manche nicht vergossen
hat, dann sind die ja von vornherein von der Erlösung ausgeschlossen. Woran kann man solche schon ab
der Zeugung von Gott verlassenen Gestalten erkennen? Daran, dass sie für hetznet Artikel schreiben? Wenn
man so einen ohne Erlösungsaussicht Empfangenen abtreibt, ist das dann eigentlich Sünde? So viele Fragen…