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Dienstag, 1. Mai 2007 11:25
Dramatischer Anstieg der Depressionen
Im aufgeklärten, modernen und gottlosen Deutschland gehen trotz kirchlicher Jubelrufe Angst und Traurigkeit um. Darüber sind sich alle einig – weniger über die Gründe des seelischen Elends.
(kreuz.net) Die Zahl der Krankenhauspatienten mit Depression ist in nur vier Jahren um vierzig Prozent angestiegen.

Das geht aus der aktuellen Statistik der Gmünder Ersatzkasse – der fünftgrößten Krankenversicherung ihrer Art in Deutschland – hervor.

Die Meldung wurde am 25. April auf der Webseite der ‘Roten Fahne’ – der Wochenzeitung der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) – publiziert.

Heute leiden 12% der Patienten einer durchschnittlichen deutschen Arztpraxis an Depressionen – erklärt Dr. Pia Heußner vom Klinikum der Universität München-Großhadern.

Ähnliche Entwicklungen lassen sich in vielen anderen – westlichen – Ländern nachweisen.

Vincent van Gogh († 1890): "An der Schwelle der Ewigkeit"
Vincent van Gogh († 1890): „An der Schwelle der Ewigkeit“
Bis zum Jahr 2020 könnten Depressionen deshalb weltweit zur zweithäufigsten Krankheit werden.

Die dramatische Zunahme von Depressionen und andere psychischen Störungen ist schon bei Kindern festzustellen.

Nach Angaben des deutschen ‘Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen’ ist inzwischen jedes fünfte Kind in Deutschland psychisch auffällig.

Die verbreitetsten Krankheiten sind Depressionen, Angst, Aggressivität, Aufmerksamkeitsstörung.

Ein Drittel dieser Kinder benötigt nach jüngsten Angaben der deutschen ‘Ärztezeitung’ dringend eine Behandlung.

Den dramatischen Anstieg der Depressionen führen sogenannte Experten vor allem auf die „stark veränderten Lebens- und Umweltbedingungen“ zurück.

Die Lebensbedingungen in Deutschland hätten sich für große Bevölkerungsteile massiv verschlechtert – durch Massenarbeitslosigkeit, Armut, Schichtarbeit, Streß, Flexibilisierung, ungesicherte Arbeitsverhältnisse und zerstörte Familienverhältnisse – glauben die Experten.

Viele Menschen würden deshalb in eine seelische Zerreißprobe geraten, die schließlich in eine psychische Erkrankung umschlagen könne.

Die Wochenzeitung ‘Rote Fahne’ kommt gut marxistisch zum Schluß, daß die Massenkrankheit Depression auch gesellschaftspolitische Konsequenzen fordere: den Kampf zur Überwindung krankmachender Arbeits- und Lebensbedingungen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 30 Lesermeinungen:
Donnerstag, 3. Mai 2007 14:42
methusalix †: @Nachtlaterne
abtreibungen, selbstmorde, tausende vergewaltigungen… für alles haben die damen und herren widersacher ganz natürliche erklärungen. es wird immer unheimlicher!

Sie zeigen mit Ihrem Beitrag, Nachtlaterne, dass Sie an der Realität im Lande anscheinend völlig vorbei leben und dazu noch von Geschichte nicht den Schimmer einer Ahnung haben.

Wir leben in Deutschland so ziemlich am sichersten Platz in der Welt. Vielleicht ausgenommen von Skandinavien.

Die Kindersterblichkeit ist seit Einführung der Impfungen gegen die grossen Seuchen wie Diphtherie, Pocken, Kinderlähmung oder Masern sehr zurückgegangen.

Seit über sechzig Jahren leben wir im Frieden, ohne kriegsbedingte Opfer.

Die grosse Gewaltkriminalität, vor allem an Kindern, nimmt langsam aber stetig ab. Was zunimmt sind milieubedingte Straftaten, wie Diebstahl, Einbruch, oder Verwahrlosung von Kindern durch die Eltern; das aber ist gar kein Wunder. Je mehr Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft ausgegrenzt werden, um so mehr Probleme werden wir mit denen haben.

Also die katastrophale Lage, die Sie diagnostizieren, Nachtlaterne, ist eine „gefühlte“ Lage.

Und warum dieses Katastrophenszenario? Damit Sie sagen können: „Ihr steckt in der Scheisse und wir Katholiken mit unserem Glauben sind die einzigen, die euch da raus holen können. Aber nur, wenn ihr ganz katholisch werdet!“

Mit Verlaub, Nachtlaterne, wenn Sie den Missionsauftrag des Chefs glauben auf diese Art erfüllen zu müssen, sind Sie nichts als eine armer Tropf!
Donnerstag, 3. Mai 2007 06:08
Nachtlaterne: es geht ja nicht
es geht ja nicht alleine um die 12 000 selbstmorde, die einige hier versuchen runterzurechnen, zu verharmlosen, in frage zu stellen, es geht ja auch darum, dass es immer mehr lebende tote gibt von denen schon jesus so warnend spricht. abtreibungen, selbstmorde, tausende vergewaltigungen… für alles haben die damen und herren widersacher ganz natürliche erklärungen. es wird immer unheimlicher!
Mittwoch, 2. Mai 2007 18:52
methusalix †: Das halte ich für falsch!
Nachtlaterne: bei etwa 24000 menschen kennt man die todesursache nicht, beispielsweise wenn jemand auf völlig gerader straße gegen einen baum knallt. solche todesfälle werden nichts als selbstmord gerechnet.

Nachtlaterne erklärt hier, aus fadenscheinigen und durchsichtigen Gründen, vierundzwanzigtausend Menschen, die „an den Baum geknallt“ sein sollen, zu Suizidanten! Das ist unredlich!

Abgesehen davon, dass die natürlich nicht in die Zahl von fünftausend Verkehrsopfern passen.

Im übrigen empfehle ich, um Missverständnisse (wenn es denn eins gewesen sein sollte) zu vermeiden, die Verwendung der deutschen Sprache auch in der Schrift.

Alle Welt schreit Zeter und Mordio über die neue deutsche Rechtschreibung und über die überbordende Verwendung vor allem amerikanischer und englischer Fremdwörter und hier im Forum werden nicht einmal die Regeln der Gross- und Kleinschreibung beachtet.

Wer Tippfehler findet, darf sie behalten und bei ebay meistbietend versteigern!
Mittwoch, 2. Mai 2007 14:30
Seminarist: Objektive Betrachtung
Nachtlaterne schrieb, dass etwa 12.000 Menschen im Jahr in Deutschland Selbstmord begehen, doppelt so viele wie im Strassenverkehr sterben.
methusalix liefert Zahlen nach für 2006:
Gesamtzahl Suizide: 10.260, in Prozent aller Todesfälle: 1,2%,
Todesfälle im Strassenverkehr im Jahre des Herrn 2006:
Gesamtzahl: 5.094 (minus 5% gegenüber 2005);

Da Nachtlaterne sich nicht auf ein spezielles Jahr festgelegt hat und man von Schwankungen ausgehen darf, sind die ihre Zahlen – vor allem das mit dem doppelten der Strassenverkehrsopfer – doch prinzipiell nicht als Lüge zu disqualifizieren.
Mittwoch, 2. Mai 2007 12:14
Frodo007 †: Zwangsläufig!
Als kreuz-netianer musst man ja wegen der offensichtlich vorhandenen und hier immer wieder erfolg- und perspektivlos durchgekauten Frustrationen in Depressionen verfallen!!!!
Mittwoch, 2. Mai 2007 09:57
Bruder Theophil: Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Johannes 12, 44-50
In jener Zeit rief Jesus aus: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat, und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.
Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.
Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag. Denn was ich gesagt habe, habe ich nicht aus mir selbst, sondern der Vater, der mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich sagen und reden soll. Und ich weiß, dass sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also sage, sage ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.
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