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Streitschlichter? + Verachtete Opfer + Was kommt als nächstes? + Eine Woche ohne Internet + Ein anderes Pontifikat?
Streitschlichter?

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat die Bischöfe der syrisch-katholischen Kirche zu einer neuen „Einheit unter den Gläubigen“ aufgefordert. Das berichtete ‘Radio Vatikan’. Der Papst traf mit den Prälaten zum Abschluß einer außerordentlichen Synode zusammen. Diese hat offenbar wegen interner Streitigkeiten stattgefunden. Der syrisch-katholischen Kirche gehören rund 150.000 Gläubige an.

Verachtete Opfer

Polen. Heute wird in Polen der Priester gedacht, die während des Zweiten Weltkriegs gefallen sind. Das berichtete ‘Radio Vatikan’. Zwischen 1940 und 1945 starben 20% des polnischen Klerus in Konzentrationslagern oder nationalsozialistischen Gefängnissen. Fast die Hälfte der rund 10.000 Priester, die vor dem Zweiten Weltkrieg in Polen wirkten, wurde von den Nationalsozialisten inhaftiert.

Was kommt als nächstes?

Brasilien. Die Zeit der Befreiungstheologie ist vorbei. Davon ist Erzbischof Odilo Scherer (57), überzeugt. Gegenüber der brasilianischen Tageszeitung ‘Folha de Sao Paulo’ erklärte Mons. Scherer, es gebe bei jeder theologischen Bewegung eine Zeit der Geburt, des Wachstums, des Verfalls und des Verschwindens. Der deutschstämmige Mons. Scherer wird am heutigen Sonntag als Nachfolger von Claudio Kardinal Hummes das Amt als Erzbischof von Sao Paulo antreten.

Eine Woche ohne Internet

Kanada. Die Gläubigen von Quebec sollen eine Woche lang keine elektronischen Geräte benützen. Dazu haben die Bischöfe des französischsprechenden, ostkanadischen Bundesstaates laut ‘Radio Vatikan’ aufgefordert. In ihrer Botschaft zum 1. Mai betonen die Bischöfe, daß durch die neuen Technologien die „Bedeutung der zwischenmenschlichen Kommunikation“ häufig verloren gegangen sei. Die „digitale Revolution“ habe eine Sinnkrise hervorgerufen.

Ein anderes Pontifikat?

Für Beobachter ist es schwierig, die Perspektiven dieses Pontifikates zu deuten: „Wir haben das Gefühl, wie in den letzten Jahren der Regierung von Johannes Paul II. in einer Warteposition zu sein. Manchmal kann man sich fragen, ob das überhaupt ein anderes Pontifikat ist“, erklärt ein Kurienprälat.

Aus einem Artikel der Journalistin Isabelle de Gaulmyn in der Karfreitagsausgabe der linkskatholischen französischen Tageszeitung ‘La Croix’.
      
12 Lesermeinungen
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#12   matt   18:41:18 | Donnerstag, 3. Mai 2007
@obelix: einmal nur einmal gebe ich Ihnen recht…
bez. Ihrer Aussagen zu diesem Lutheraner. Das ist tatsächlich ein, von Negativität zerfressener Untergangsfanatiker. Solche Menschen haben es verlernt zu lieben. Sie wollen nur noch das Böse sehen und deshalb sind sie selbst in Dunkelheit. Ähnliches gilt ja auch für die Sedi-Typen.
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#11   Marek Zechowski   18:34:21 | Donnerstag, 3. Mai 2007
Verachtete Opfer
ich habe gestern meine Meinung geäußert und bis heute ist die nicht erschienen ?
haben sie eine Zensur ?
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#10   obelix †   12:22:07 | Montag, 30. April 2007
@Lutheraner
Das Netz ist unbesiegbar, der Feind aller Völker, Tod der Vernunft, geistige Müllhalde, Dreck, Mord, Tod und letzte Zuckung vorm allgemeinen Untergang.
Wenn man dahinter kommen wird, ist es zu spät sein.
Das übliche Katastrophenszenario das die „Rechtgläubigen“ uns seit tausenden von Jahren vorspielen.
Angeschts dieses Lamentos sollte man meinen, wir befinden uns ALLE bereits in der Hölle.
Anscheinend befinden sich dort aber nur die Katastrophenpropheten jeglicher Couleur.
Vielleicht brauchen die das, um ihren Masochismus zu füttern, oder glauben, diese „Schocktherapie“ sei der einzige Weg, die Menschheit zu ihrem Aberglauben zu bekehren.
Da bleibe ich doch lieber bei meinem ganz normalen römisch-katholischen Glauben.
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#9   Lutheraner   08:56:02 | Montag, 30. April 2007
Wofür Internet?
Das Netz ist nicht lernfähig. Lügen, Gerüchte, üble Nachreden verbreiten sich in Lichtgeschwindigkeit, Wahrheiten fallen aus politischer Angepaßtheit, Bestechlichkeit, vorauseilendem Gehorsam der Zensur zum Opfer.
Das Netz ist andersrum: Dickfälligkeit besiegt das beste Argument, Dummheit die Intelligenz, Lüge die Wahrheit, Milchmädchenrechnung die Mathematik.
Schlägt man dem Ungeheuer einen Kopf ab, wachsen ihm zwei nach. Das Netz ist unbesiegbar, der Feind aller Völker, Tod der Vernunft, geistige Müllhalde, Dreck, Mord, Tod und letzte Zuckung vorm allgemeinen Untergang.
Wenn man dahinter kommen wird, ist es zu spät sein.
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#8   Czibo Nieznany   08:10:53 | Montag, 30. April 2007
Stephanus
Das sind immer die Gegenpole. Sozialer Einsatz, Befreiungstheologie, alle Ansätze, die unmittelbar nach dem zweiten Vaticanum tragend waren, haben im Moment, zu Zeiten des galoppierenden Heuschrecken-Kapitalismus und der Globaliersierung keine Lobby.
Davon sind auch maßgebliche kirchliche Kreise ziemlich stark infiziert. Da besinnt man sich lieber auf die unerschöpflichen Werte der alten, klassischen, römisch-katholischen und tridentnischen Liturgie und dass deren Rubriken peinlichst genau eingehalten werden.
Sollen doch die sozial Benachteiligten daran teilnehmen, um wenigstens innerlich reichzu werden. Aber Liturgie allein macht keinen Menschen satt, wenn er hungrig vom Hartz-VI-Empfang kommt.
Den stets Rückwärtsgewandten und Ewiggestrigen ist egal, ob alles vor die Hunde geht. Deshalb wollen sie auch via Theologie keine Befreiung und wenn die Regenwälder am Amazonas ganz und gar abgeholzt werden.
Die traditionalistischen Gruppen haben sich auf die Schönheit der Liturgie als einigendes Band eingeschworen. Kost ja nix. Vor allem lässt sich dabei so schön den langen Weihrauchschwaden nachschwärmen.
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#7   Stephanus   23:57:55 | Sonntag, 29. April 2007
Ohne Moos nichts los…
das weiß auch die Mutter Kirche. Mir ist immer noch unverständlich, warum man sich nicht eindeutig auf die Seiten der Entrechteten stellt ohne dabei den Begüterten die Füße blutig zu treten.
Dann wäre es dem Kommunismus in Form der „Befreiungstheologie“ erst gar nicht gelungen Fuß zu fassen.
Oder ist die kirchliche Führung schon so von Korruption durchdrungen, daß sie handlungsunfähig war und ist?
Katholisch waren und sind diese Zustände jedenfalls nicht, hüben wie drüben.
Wenn man das aber schreibt, dann fehlt einem die Demut.
Warum nur???
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#6   Czibo Nieznany   14:47:30 | Sonntag, 29. April 2007
Heinz Josef
im Diesseits Veranstaltungen, die Dimension des Reiches Gottes das von Gott her kommt wird negiert, das Reich Gottes würde in dieser Sichtweise vom Menschen gemacht. Eine solche Auffassung wiederspricht in vielfacher Hinsicht dem
Da ist mir ein Reich Gottes auf Erden tausendmal lieber als ein unerreichbares im Himmel. Jesus, auf den sich die christliche Religion beruft, ist eigentlich immer für das Reich Gottes auf Erden angetreten. Die Kirche hat es verstanden, dieses Reich Gottes mit Weihrauchschwaden zu umnebeln und ins Jenseits abzudrängen. Das Reich Gottes ist, wenn auch verborgen mitten unter uns. So steht es im Zweiten Testament, das ja auch manchmal von der Kirche zu Rate gezogen wird.
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#5   matt2 †   14:17:28 | Sonntag, 29. April 2007
Ich würde sagen JPII war zunächst ein entschiedener Feind des Kommunismus…
was sich von selbst versteht, denn der Kommunismus auf Marx basierend ist ja ein gottloses System. JPII hat die Unterdrückung im damaligen Polen ja auch hautnah erfahren, obwohl er es wohl bereits mit einer gemäßigten Form zutun hatte, die eine gewisse Religiosität wiederum zuließ. Ich glaube, dass er erst später erkannte, dass Kapitalismus in seiner Reinkultur ebenso gottlose Früchte trägt, wenn auch nicht in dieser zwingenden Form wie der Kommunismus.
JPII war es seinerzeit sicher nicht unrecht die Bewegung Solidarnosc zu unterstützen, die als Streikbewegung begann und zur politischen Revolte gegen das Regime wurde.
Vermutlich sah die Kirche in der Befreiungstheologie tatsächlich den Rückfall in kommunistisches Gedankengut.
Die Frage ist, ob manche dieser Theologen nicht vielmehr die Idee der Gütergemeinschaft im Sinn hatten, gegen die ja aus christlicher Sicht nichts einzuwenden ist. Das gab es ja im Urchristentum auch und die gibts bis heute in den Klostergemeinschaften. Die Aufhebung des Kapitals, der Eigentumswirtschaft, des Geldhandelssystems ist ja nicht notwendig verbunden mit der Ideologie des Kommunismus, wie uns das Urchristentum lehrt.
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#4   methusalix †   12:30:36 | Sonntag, 29. April 2007
An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!
Heinz Josef über Johannes Paul II:
Er war ein ausgesprochen scharfer Antikapitalist.
Der Worte gegen „Kapitalisten“ waren viel, der Taten wenige.
Der Taten gegen „Befreiungstheologen“ waren viel. Da hat er nur weing Worte gemacht, sondern gehandelt.
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#3   Heinz Josef   11:52:35 | Sonntag, 29. April 2007
Lieber Matt,
das Problem der Befreiungstheologie besteht eben nicht darin, dass sie Armut bekämpft auch politisch, bzw. auch mit massiver Kritik am bestehenden Weltwirtschaftssystem. Das hat Papst Johannes Paul II selbst häufig getan. Er war ein ausgesprochen scharfer Antikapitalist. Das Problem besteht nicht in „der Theologie der Befreiung“, den Christliche Theologie ist schon immer Theologie der Befreiung gewesen! Befreiungsdienst ist ein klarer Auftrag des Herrn! Ohne diesen wäre die Kirche unglaubwürdig, ja würde ihre Sendung verraten. Problematisch sind solche Befreiungstheologien, die erkenntnistheoretisch auf dem Marxismus aufbauen, d.h. in Weiterentwicklung von Hegel Metaphysik ablehnen. Die Folgen der Ablehnung von Metphysik sind Ablehnung grundlegender Glaubenssätze. Damit werden dies Befreiungstheologien zu reinen Reich Gottes im Diesseits Veranstaltungen, die Dimension des Reiches Gottes das von Gott her kommt wird negiert, das Reich Gottes würde in dieser Sichtweise vom Menschen gemacht. Eine solche Auffassung wiederspricht in vielfacher Hinsicht dem christlichen Glauben.
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#2   matt2 †   10:51:14 | Sonntag, 29. April 2007
Befreiungstheologie…
Der Einsatz für die Armen ist ja seit jeher ein Anliegen der Kirche. Die Kirche ist ja nicht zuletzt durch die Caritas auch eine Hilfsorganisation um Menschen in existentiellen Nöten zu helfen. Auch predigend kann die Kirche einwirken auf die Reichen der Welt, sodass diese ihren Reichtum wiederum verwenden um die Armut in der Welt zu lindern.
Die Gefahr bei der sog. Befreiungstheologie besteht darin die Heilsbotschaft zu verkürzen und zu einer Art Wirtschaftsideologie zu stilisieren, wo es allein darum geht, die materielle Armut als das Übel schlechthin zu gebrandmarken und zu bekämpfen.
Wir wissen: Christus ist ein Gegner dekadenten, materialistischen Strebens, weil der Mensch darin dem Götzen Mammon huldigt und Gott verachtet. Das äußert sich zumeist auch in einem verächtlichen Denken über die Armen, wie es etwa in dem Gleichnis von Lazarus und dem reichen Prasser zum Ausdruck kommt. „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr…“ dieser Ausspruch sollte uns bekannt sein. „Häuft Euch nicht Schätze von Gold und Silber an…“. Wir wissen auch, was Jesus dem reichen Jüngling empfiehlt: „Verkaufe all deinen Besitz, gib es den Armen und folge mir“.
Jesus spielte aber nicht den Sozialrevoluzer, sondern brachte den Menschen bei das Materielle für die himmlischen Gaben geringzuschätzen. In dieser Gesinnung aber entsteht den Reichen eine Gewissensschuld, weil sie ja das im Übermaß besitzen, was andere entbehren.
Fortsetzung folgt vielleicht
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#1   Thaddäus   09:53:05 | Sonntag, 29. April 2007
Elektronische Abstinenz nicht nur in Quebec
„Die Gläubigen von Quebec sollen eine Woche lang keine elektronischen Geräte benützen.“
Ich hingegen bescheide mich mit anderer Abstinenz: Ich werde (wie schon einmal vorübergehend) lediglich auf jedes weitere Veröffentlichen von Kommentaren auf kreuz.net verzichten, allerdings nicht nur für eine Woche.
Es tut mir Leid, dass ich meine Beiträge nicht immer in – gemessen am Gebot der Gottes- und Nächstenliebe – lauterer, christlicher Gesinnung geschrieben habe!
Ich bitte alle, die ich beleidigt oder gekränkt habe, um Entschuldigung, und ich distanziere mich von unkultivierter Ausdrucksweise wie auch von meiner Kritik an rechtmäßigen Autoritäten der katholischen Kirche oder von Staaten, wo diese Kritik unangemessen war.
Ich verabschiede mich und wünsche allen Leserinnen und Lesern Gottes Segen und kreuz.net insgesamt eine gute und segensreiche Zukunft!
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