VATICAN-Magazin
Die deutsche Stunde hat geschlagen
In der Ewigen Stadt gibt es eine Neuigkeit. Der Vorteil? Die kurzen Dienst- und Postwege im ‘VATICAN’.
April-Ausgabe des Magazins 'VATICAN'
April-Ausgabe des Magazins ‘VATICAN’
(kreuz.net) Paul Badde ist Korrespondent der Berliner Tageszeitung ‘Die Welt’.

Seit Anfang des Jahres publiziert er als Mitherausgeber die neue Zeitschrift ‘VATICAN’.

Herr Badde, warum ein neues Magazin?

Paul Badde: Jede Zeitschrift oder Zeitung ist, wie der Begriff andeutet, an eine gewisse Zeit gebunden.

Eine Zeitschrift ist keine Ewigkeitsschrift.

Auf das neue ‘VATICAN-Magazin’ trifft die Bindung an eine konkrete Zeit besonders zu.

Gegenwärtig hat in der Weltkirche eine deutsche Stunde geschlagen. Das ist etwas Außergewöhnliches – und das Fenster einer außergewöhnlichen publizistischen Gelegenheit.

Paul Badde, Mitherausgeber von 'VATICAN' - einem Magazin von Liebhabern für Liebhaber
Paul Badde, Mitherausgeber von ‘VATICAN’ – einem Magazin von Liebhabern für Liebhaber
Schon der Name des neuen Magazins besitzt eine gewisse Magie:

„Vaticanus“ war im alten Rom – wie es heißt – ein ägyptisches Fremdwort für einen geheimnisvollen „Platz der Propheten“.

Solch einen Ort können wir heute auch innerhalb der Medien gebrauchen.

Das ‘VATICAN-Magazin’ ist also mehr als ein neues Magazin. Es ist etwas, was es so noch nie gegeben hat: ein strikt journalistisches Projekt mit Sitz in Rom, von Deutschen für deutschsprachige Leser, auf Tuchfühlung mit dem Vatikan.

Rein örtlich ist keiner näher dran als wir. Doch wir sind nicht „drin“. Es gibt keine vatikanische Weisungsbefugnis an die Redaktion.

Gibt es bevorzugte Themen?

Paul Badde: „Schönheit und Drama der Weltkirche“ – heißt im Untertitel der Leitsatz unseres Magazins.

Besser läßt sich unser Programm nicht in Worte fassen. Die sinnliche Pracht und Schönheit der Kirche, die sich in Rom beobachten läßt, gehört zu den Themenschwerpunkten, ferner aktuelle kirchliche Entwicklungen oder verloren geglaubte Glaubensschätze.

Für das „strikt journalistische Projekt“, das ich eben erwähnte, gibt es kein besseres Feld. Denn was ist interessanter als die Kirche, was schöner, was dramatischer, was reicher an Dramen?

Hauptsächlich die Kirchengeschichte hat Italien zu einem einzigartigen Schatzhaus des Weltkulturerbes gemacht. Noch mehr aber ist die Kirche ein Schatzhaus an Themen.

Wir berichten also über den Papst, den Vatikan, über Kunst und geben Einblicke in die Welt der Christen anderer Kontinente.

Selbstverständlich kommen auch Häresien aufs Tapet – jene Nattern und Schnattern, welche die Kirche oft und immer wieder an ihrem Busen genährt hat und nährt.

Was geschah mit der anfänglichen Zusammenarbeit mit dem US-Magazin ‘Inside the Vatican’?

Paul Badde: Vor einem Jahr startete unser Magazin als deutsche Ausgabe von ‘Inside the Vatican’. Rasch entwickelte es einen ganz eigenen Stil.

Blick von der 'VATICAN'-Redaktion zum Palazzo Apostolico - ins Fenster des Papstes
Blick von der ‘VATICAN’-Redaktion zum Palazzo Apostolico – ins Fenster des Papstes
Die Resonanz war überraschend positiv. Das hing sicher auch mit dem deutschen Papst und einer enorm gewachsenen Neugier nach allem, was mit Rom zu tun hat, zusammen.

Das Heft hat erstaunlich schnell Abonnenten gewonnen. Seit Januar beliefern wir diese mit einem neuen, eigenständigen Heft – eben dem ‘VATICAN-Magazin’.

Warum dieser Eigenweg? Der US-Herausgeber war nicht mehr in der Lage, für die deutschsprachige Redaktion die nötigen Arbeitsbedingungen sicherzustellen.

So wurden neue Herausgeber und Geldgeber aus dem deutschsprachigen Raum notwendig, um sich friedlich von dem US-Herausgeber zu verabschieden.

Es schien uns wichtig, daß dieses außergewöhnliche Projekt überlebt. Dabei ist es bis heute geblieben.

Es gab also keinen deutschen Unabhängigkeitskrieg von Amerika.

Einen jährlichen „Independence Day“ können wir seit Weihnachten aber dennoch feiern. Seitdem ist das Magazin selbständig und eigenverantwortlich in deutscher Hand.

Kann man ohne US-Dollars ein neues Magazin auf dem deutschen Markt etablieren?

Paul Badde: Natürlich kann man – wenn man statt US-Dollars ein paar Euros als Startkapital besitzt.

Bis auf weiteres bleibt das Magazin aber immer noch eine Art Garagen-Projekt, wenn auch an piekfeiner Adresse, drei Minuten vom Petersplatz entfernt.

Es wird von viel ehrenamtlicher Arbeit getragen, die in einer beispiellosen Selbstausbeutung des Chefredakteurs gipfelt.

Edelste Federn haben für uns schon wundervolle Stücke umsonst geliefert – Beiträge, die wir sonst gar nicht hätten drucken können.

Natürlich kämpfen wir gegenwärtig wie Löwen an der schweren Aufgabe, rechtzeitig genügend Interessenten zu finden, die dem Heft als Abonnenten ein Überleben sichern.

Warum ist ‘Vatican-Magazin’ ein Muß?

Paul Badde: Weil es von Liebhabern für Liebhaber gemacht ist – mit allen Verletzungen, die solchen Beziehungen innewohnen, aber auch mit der Leidenschaft unverbesserlicher Liebhaber und einem permanenten Dialog an vielen Tischen ringsum den Petersplatz.

Guido Horst, Chefredakteur von 'VATICAN': Das Magazin lebt von seiner beispiellosen Selbstausbeutung
Guido Horst, Chefredakteur von ‘VATICAN’: Das Magazin lebt von seiner beispiellosen Selbstausbeutung
An diesem Gespräch sind Leute beteiligt, welche die Kirche bisher eher von ferne, aber doch fasziniert beobachtet haben. Einige stammen aus anderen Redaktionen. Für sie ist das ‘VATICAN-Magazin’ bereits zu etwas wie einer „Correspondent’s choice“ in Rom geworden.

Ich denke an Alexander Kissler von der ‘Süddeutschen Zeitung’ oder Martin Zöller, der Rom-Korrespondent für viele deutsche Zeitungen ist.

Jedes Heft entsteht in Sichtweite der Kolonnaden. Von hier aus läßt sich dem Papst ins Fenster schauen.

Hier laufen beste Kontakte und Informationen praktisch täglich an der gläsernen Tür der Redaktion vorbei – oder gleich zur Tür herein.

Das alles widerspiegelt sich in dem Heft. Es soll ein Magazin sein, das Gläubige auch Ungläubigen in die Hand drücken können und sollen, ohne sich gleich für die Mickrigkeit des Katholischen entschuldigen zu müssen – ganz im Gegenteil.

Nicht zuletzt soll das Heft zeigen, wie schön es ist, katholisch zu sein – und welch ein unverdientes Geschenk dazu.

In ihrer März-Ausgabe findet sich ein Beitrag des Erlanger Kunsthistorikers Christian Hecht – einem Freund der Priesterbruderschaft St. Pius X. Wie positioniert sich ‘VATICAN-Magazin’ kirchenpolitisch?

Paul Badde: Von uns aus mag Christian Hecht Petrus-, Pius- oder Paulus-Bruderschaften nahestehen.

'VATICAN'-Redaktion: nur drei Minuten vom Petersplatz entfernt.
‘VATICAN’-Redaktion: nur drei Minuten vom Petersplatz entfernt.
Uns interessiert, daß er einer der ganz wenigen Experten ist, die etwas von christlicher Kunst verstehen. Als solcher gehört er zu den Autoren des Magazins.

Wir sind römisch-katholisch. Aber wir beugen uns keinen Linienrichtern. Deshalb hatten wir auch den Schriftsteller Martin Mosebach mit einem großen Essay in unserem ersten Heft – den vielleicht eifrigsten und witzigsten Verfechter der Tridentinischen Liturgie.

Propst Gerald Goesche, der ebenso konservative Direktor des Philipp Neri-Instituts in Berlin, den manche Pius-Leute leidenschaftlich hassen, weil er einmal ihr „Hot shot“ war und dann die Verbindung mit Petrus und Rom allen anderen Vorlieben wieder überordnete, schreibt Beiträge für eine Kolumne über die Liebe zu Rom.

Ganz wichtig für uns ist, wie kenntnisreich und vor allem wie lebendig jemand schreibt – oder fotografiert. Das gilt auch für die großzügige Optik und schöpferische Gestaltung der Hefte.

Einzige Linien sind uns dabei das Evangelium, die Lehre der Kirche, die Biographien der Heiligen und die Tradition, genauer: die vielen Traditionen der Katholischen Kirche.

Ideologien – welcher frommen Art oder Unart auch immer – bekommen bei uns kein Forum.

Wer sind die Mitarbeiter des neuen Magazins? Was ist deren Hintergrund?

Paul Badde: Das operative Geschäft ruht vor allem in der Hand von Guido Horst – dem ehemaligen Chefredakteur und jetzigen Rom-Korrespondenten der deutschen Zeitung ‘Tagespost’. Er kam mit dem Gedanken nach Rom zurück, hier ein Magazin mit dem Namen ‘Disputa’ zu gründen.

Dieses Projekt ist jetzt als eigene Plattform für Essays in das Heft eingegangen.

In einer „e-mail aus Jerusalem“ schreibt der Benediktinerbruder Antonius. Er ist ein früherer Anwalt in Frankfurt am Main, der in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ auch über Rockkonzerte publizierte und jetzt regelmäßig aus dem Seelenleben der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg in Jerusalem berichtet.

Kürzlich veröffentlichten wir einen wundervollen Essay von dem Publizisten Albert Christian Sellner zur Geschichte der Päpste. Mit Sellner teilte ich vor fast dreißig Jahren einen Schreibtisch in dem satirischen Magazin ‘Pardon’.

Der muslimische Schriftsteller Navid Kermanis aus Köln schrieb ein sehr erhellendes Stück über die „nicht-von-Menschenhand-geschaffene“ Schönheit der Sprache des Koran.

Im Heft Nr. 1 haben wir mit Alexander Smoltczyk vom ‘Spiegel’ – der sich selber als „agnostischen Papisten“ bezeichnet – eine Rubrik begonnen mit dem Titel: „Zehn Fragen, die ich Benedikt XVI. immer schon einmal stellen wollte …“

Unsere Mitarbeiter verbindet also nicht nur die Liebe zur Kirche, das Staunen vor der Schönheit des Glaubens und das Mitleiden an den Dramen der Christenheit von heute.

Ein noch größerer Kreis von Autoren und Mitarbeitern ist auch aus Freude dabei, in den schöpferischen Prozeß von ‘VATICAN-Magazin’ hinein verwoben zu werden.

Gibt es auch einen Kardinalprotektor?

Paul Badde: Nein. Dafür bekommen alle Kardinäle und Bischöfe in Deutschland das Heft zugeschickt.

Das erste Magazin jeder Ausgabe geht jedoch ins Appartamento des Papstes im Palazzo Apostolico hinauf, wo Benedikt XVI. ein sehr aufmerksames Auge auf alle Beiträge wirft.

Das ist der Vorteil der kurzen Dienst- und Postwege im VATICAN.

Vertrieb und Abonnenten-Verwaltung: Fe-Medienverlags GmbH
Email: info@vatican-magazin.de

„VATICAN magazin“ erscheint monatlich mit zwei Doppelnummern in den Sommermonaten.
Jahresabo Deutschland: 50,00 €
Jahresabo Ausland: 60,00 €
Schüler- und Studentenabo: 44,50 €
kath.net-Clubmitglieder: 37,50 €
      
22 Lesermeinungen
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#23   No Comment   13:43:12 | Donnerstag, 3. Mai 2007
@Atha57
Nun gut. Was soll man aber von einem Propst halten, der sich selbst ein schickes Extra-Birett im Philipp-Neri-Stil schneidern lässt? Bloße Mimesis? Oder „imitatio“? Nach s.c. Nr. 39 sind Zweifel an der Gültigkeit solcher Zelebrationen nicht leicht von der Hand zu weisen, wo die Vermutung besteht, dass vorsätzlich nicht das Opfer der Kirche dargebracht werden soll, sondern ein Eigenfabrikat, verhüllt ins Gewand älterer Ausgaben des Missale. „Schmankerl“ wie ein eingepfuschtes Kommunionconfiteor verschaffen den Puristen wie Mösebach einen ritualistischen O., dienen aber nicht der Liturgie.
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#22   athanasius1957   12:43:53 | Donnerstag, 3. Mai 2007
confiteor vor der kommunion 1962
in levitierten hochämtern ist es sehr wohl vorgeschrieben, wurde aber gesungen.
daher ist dieses vor der kommunion der gläubigen in den anderen messen erlaubt, wenn auch nicht vorgeschrieben.
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#21   ottaviani   12:18:14 | Donnerstag, 3. Mai 2007
würde man den codex rubrikarum von 1960
kennen wüßte man daß das Confiteor vor der Komunion nicht mehr vorgeschrieben aber möglich ist ebenso daß das Pater noster durch das volk mitgebetet werden kann aber nicht muß
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#20   stat crux   08:36:26 | Donnerstag, 3. Mai 2007
@Athanasius.
Demütig unterwerfe ich mich dem von „Athanasius“ mir abverlangten Bußschweigen.
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#19   Sirilo   07:40:03 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Auf Tuchfühlung – und das Motu Proprio?
Laut Herrn Badde befindet sich das neue Magazin „auf Tuchfühlung mit dem Vatikan“. Wenn diese „Tuchfühlung“ von der Qualität Baddescher Voraussagen des Motu Proprio bezügl. der Alten Liturgie ist, dann lohnt es sich wohl nicht, das Magazin zu abonnieren, denn dann hat es wohl zu viel faktenlose Spekulationen zum Inhalt…
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#18   Athanasius   20:59:57 | Dienstag, 1. Mai 2007
stat crux/Dr. Otterbeck
Ihre Lügenmärchen und Ihr Dämonisierungsanliegen zu den sog. Traditionalisten hin, rühren sich hier wieder.
Daß man mal lacht bei einer Predigt weil einen Fehler gemacht wurde, bedeutet noch nicht, daß der Ritus minderwertiger war. Seit wann ist Pfr. Goesche „die Alte Messe“. Bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. habe ich immer ernste Predigte zu den Lesungen bekommen, völlig nach den Lehren der Päpste und Konzilien, niemals persönliche Ansichten. Schon aber in den konziliaren Pfarreien wo Pfarrer sich als Showmaster betrachten.
Das zweite Confiteor wurde aus dem Messordo gestrichen 1962, aber nicht aus dem Ritus der Kommunion. Die Verwendung dessen ist niemals verboten. Auch nicht, wenn es Ihnen nicht gefällt.
Würden Sie nur so detaillistisch über die skandalösen Papstliturgien der letzten vierzig Jahre urteilen. Aber nein, sie hammern gerne auf die FSSP und Christkönigsleute, aber Handkommunionen und Hindu-Tänze sind gut. Solange sie nur auf dem Petersplatz stattfinden ist unser evolutionärer Pseudotheologe Dr. Otterbeck zufrieden. Die TLMesse-„Anhänger“ bedürfen aber in seiner Sicht der Korrektur. Die sind nämlich noch nicht liberalisiert und aufgeklärt. Deshalb hat Otterbeck sich eigens als Großinquisitor der Liberalen Kirche aufgestellt und mag es zu „Tradis“ Maurras-ismus vorzuwerfen und als Terroristen darzustellen.
Die wahren Terroristen sind die linksliberalen Wölfe die sich als Brüder bezeichnen, sondern das Messer einem als Katholiken in den Rücken hauen.
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#17   stat crux   11:06:13 | Dienstag, 1. Mai 2007
@L.E.
Auch die Frömmigkeit der „Tradi“ variiert durchaus. Im levitierten Hochamt zu Kevelaer am 28. ds.Mts. gab es Gelächter, als Propst Goesche die Lesung als „Evangelium“ bezeichnete (wenn auch nur den übersetzten Vortrag); in der Predigt rutschte ihm der Lapsus „toter Schoß“ (statt: toter Sohn) der Gottesmutter ‘raus (gerade noch korrigiert, aber doch völlig unerklärbar, wenn man konzentriert andächtig ist…)
Und insgesamt war die Atmosphäre deutlich steriler als im NOM Hochamt am Sonntag darauf (in derselben Basilika); oder auch in der lat. Osternacht in Sant’ Appollinare in Rom. Wenn die „neue“ bei der „alten“ Form des Ritus dazulernt, dann wird die neue Form zur Hochform heranreifen und die alte dann wieder beeinflussen. Nur Ideologen können was dagegen haben.
Übrigens ist es mit der Korrektheit der Tradi auch nicht so weit her. Wie schon bei der UNA VOCE Tagung in Köln hat man auch jetzt in Kevelaer wieder das Kommunionconfiteor eingeflochten, das im MR 62 nicht (!) enthalten ist. Das ist eine Eigenmächtigkeit von einem Umfang, gröber sogar als würde man das Hochgebet „Versöhnung“ an Pfingsten wählen, obwohl es nur für besondere Anlässe approbiert ist.
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#16   Libertas Ecclesiae   10:28:05 | Dienstag, 1. Mai 2007
@ stat crux
So wie es unter den Befürwortern der Liturgiereform (mind.) zwei Strömungen gibt, Beter und Ideologen, so gibt es auch bei den Traditionalen beiderlei: Beter und Ideologen. Die Beter beider „Lager“ müssten sich gegen die Ideologen beider Lager verständigen. Das würde der Liturgie dienen.
Da haben Sie vollkommen recht. Hüten wir uns vor jedem Fanatismus.
Allerdings ist es in der Praxis oft so, dass traditionsverbundene Gläubige pauschal als Fanatiker und Ideologen abqualifiziert werden nur aufgrund der Tatsache, dass sie die überlieferte Form der Messe bevorzugen. Das ist nicht fair.
Hier müssen noch viele Vorurteile überwunden werden.
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#15   stat crux   08:47:28 | Dienstag, 1. Mai 2007
@L.E.
Bitte genauer: „dezidierte Gegner“ der alten Liturgie gibt es nurmehr sehr wenige. Es gibt dezidierte Gegner wider den Fanatismus, mit dem etliche Freunde der „alten Messe“ sich selbst zur kath. Elite ausrufen und der Liturgiereform anlasten, was von der liturgischen Krise verursacht wurde, die der Reform vorausliegt. So wie es unter den Befürwortern der Liturgiereform (mind.) zwei Strömungen gibt, Beter und Ideologen, so gibt es auch bei den Traditionalen beiderlei: Beter und Ideologen. Die Beter beider „Lager“ müssten sich gegen die Ideologen beider Lager verständigen. Das würde der Liturgie dienen.
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#14   Romulus   21:19:28 | Montag, 30. April 2007
@Artois DT
Ich habe die DT auch im Abo. Die ist bisweilen theologisch so seicht, dass ich mir überlege, das Abo zu kündigen. Zur Zeit sind sie ganz im Papalismus gefangen. Das beste an diesem Blättchen ist immer noch das Feuilleton, auch wenn ich hoffe, dass bald diese Glaube und Vernunft – Serie am Samstag zu Ende gelaufen ist, das geht jetzt fast schon ein Jahr so und wird echt langweilig. :-O
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#13   Artois †   17:52:26 | Montag, 30. April 2007
Ich habe …
… etliche Jahre die Tagespost gelesen (war auch Autor dieses Blattes) und da fiel mir auf, daß GH lügt und hetzt, daß sich die Balken biegen. Fast typisch für DT, (was allerdings nicht „umfassend“ gilt), mir ging es so auf den Senkel, daß ich Abo und MItarbeit eingestellt habe …
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#12   Loyola †   17:00:40 | Montag, 30. April 2007
Also in meinem Umfeld …
kenne ich alleine 5 Schwulen und vier Lesben, die die KU mit großer Begeisterung lesen. Ich weiß gar nicht, was dich daran ärgert? Nächste Woche ist hier in Berlin ein Leseabend, aus dem aus der neuesten KU in der „Scheune“ vorgelesen wird. Wenn du Lust hast zu kommen, teile ich dir gerne Genaueres mit!
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#11   Pio   16:31:29 | Montag, 30. April 2007
@ Loyola
Man wundert sich, dass ein exponierter Homo-Vertreter (mit ausgeprägt pervertierter Phantasie) die KU seit Jahren abonniert.
Im übrigen besudeln Sie mit Ihren Homo-Postings den Namen eines der großen Sterne am Heiligenhimmel.
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#10   Loyola †   16:25:31 | Montag, 30. April 2007
KU … päpstliche Enz.
Ich bin auch ein begeisterter Leser der KU seit vielen Jahren. Am meisten schätze ich die langen Wiederabdrucke päpstlicher Enzyklikas aus dem 19. Jahrhundert sowie die ausführlichen, mehrteiligen Abhandlungen eines Herrn … Den Namen nenne ich jetzt absichtlich nicht. Aber er ist ein versierter Altlateiner an der Universität Bonn!
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#9   Libertas Ecclesiae   14:56:24 | Montag, 30. April 2007
Guido Horst
war als Chefredakteur ein dezidierter Gegner der überlieferten Liturgie. Hat er jetzt unter dem Einfluss von Paul Badde eine Kehrtwende vollzogen?
Wenn ich richtig informiert bin, steht Horst der Bewegung „Communione e Liberazione“ nahe, teils ganz gut und sehr ansprechend, teils aber auch etwas eigenartig.
Horst und Badde wussten übrigens ganz genau, dass das „Motu Proprio“ zur alten Messe noch in dieser österlichen Zeit erscheinen wird. Nun ja, offiziell dauert diese noch bis zum Pfingstfest, das sind jetzt noch genau 27 Tage. Der Countdown hat begonnen.
Sollte das MP allerdings doch nicht (mehr) erscheinen, sollten die beiden Vatikanisten das ihren Lesern plausibel erklären.
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#8   Genoveva   14:51:32 | Montag, 30. April 2007
@Gotthard: So kenne ich Sie gar nicht …
Daß Sie jetzt auf so ein pathetisches Zeug stehen, erstaunt mich – sonst ist Ihnen der hohe Ton in kirchlichen Fragen immer zuwider.
Mein Sinn ist vieles, aber sicher nicht germanisch – ich lebe südlich der Wälder, in denen dieses Völkchen früher hauste.
Mit geht im Gegenteil dieses deutschtümelnde „Wir sind Weltkirchenpapst“ ziemlich auf den Wecker …
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#7   Gotthard   14:38:05 | Montag, 30. April 2007
@Genoveva
Die Kirche als „Weltkirche“ – also als mulitnationale Institution – ist übrigens weder schön noch dramatisch.
Die Kirche ist Weltkirche – sonst wäre sie nicht katholisch!!!
Wenn Dir das nicht in deinen germanischen Sinn passt, liegt es an dir und nicht an der Kirche.
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#6   Genoveva   14:35:55 | Montag, 30. April 2007
„Schönheit und Drama der Weltkirche“
so ein blödsinniger muss einmal auch erst einmal einfallen.
Irgendwie berauschen sich einige deutsche Journalisten in letzter Zeit an diesem merkwürdigen Begiff „Weltkirche“. Wir sind Papst und dann muss die römisch-katholische Kirche eben als Weltkirche angesprochen werden. Vielleicht hätte man Wilhelm II. sagen sollen, daß die röm.-kath. Kirche „Weltkirche“ sei – dann wäre er wahrscheinlich konvetiert …
Die Kirche als „Weltkirche“ – also als mulitnationale Institution – ist übrigens weder schön noch dramatisch. Schön ist der Glaube der Kirche und dramatisch ist die Geschichte Gottes mit ihr.
Aber Badde hartte ja schon immer eine Neigung zur Schaumschlägerei …
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#5   nonnobisdomine   13:24:33 | Montag, 30. April 2007
Anmerkung:
Über die Kirchliche Umschau habe ich mich noch nie ärgern können.
Die Meldungen und Artikel sind immer kompetent und von hoher Sachkenntnis geprägt.
Besonders schätze ich die Artikel von Herrn … – ich nenne diesen Namen nicht, weil ich nicht in den Verdacht kommen will, Schleichwerbung zu betreiben. Aber Herr … ist ein versierter Historiker, der es versteht, die Historie gerade des Vatikans darzustellen.
Die KU werde ich weiter abonnieren, die neue Zeitschrift von Badde & Co. kenne ich noch nicht. Ich will mir mal selbst ein Bild darüber schaffen und hoffe, daß ich die bestellten Probe-Exemplare auch bekomme.
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#3   Athanasius   12:12:35 | Montag, 30. April 2007
@Ottaviani
Die Kirchliche Umschau ist in der Tat eine der besten deutschen r.-kath. Zeitschriften überhaupt. Fair, kritisch, und dem Magisterium der hl. Kirche treu ergeben.
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#2   ottaviani   12:07:32 | Montag, 30. April 2007
die Zeitschrift
ist sehr gut neben der katholischen Umschau das einzige was man im deutschensprachraum zur zeit lesen kamm ohne sich ständig zu ärgern
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#1   möchtegern-kathole   11:12:23 | Montag, 30. April 2007
lässt nix gutes erahnen
„Paul Badde ist Korrespondent der Berliner Tageszeitung „
Da ist er dann auch weisungsgebunden, gegenüber der „Welt“ und dem Springerkonzern? Zumindest im Herzen …
Musste der dann auch unterschreiben, nie irgendwas gegen bestimmte Leute zu schreiben, die dem Springerverlag nahestehen?
„Probst Gerald Goesche … den manche Pius-Leute leidenschaftlich hassen … schreibt Beiträge „
Der verbale Kinnhaken lässt eine gewisse Ausrichtung erahnen.
„Das operative Geschäft ruht vor allem in der Hand von Guido Horst – dem ehemaligen Chefredakteur und jetzigen Rom-Korrespondenten der deutschen Zeitung ‘Tagespost’.“
Das ist dann vermutlich die Ausrichtung des neuen Magazins.
Eine wichtige – die wichtigste – Information fehlt: wer ist der Eigentümer der neuen Zeitung und damit derjenige, der letztlich das Sagen hat, die Macht? Irgendjemand muss sich das ja erst mal richtig was kosten lassen, alleine die Miete für solche Büroräume kommt sicher nicht im ersten Jahr wieder rein.
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