08:47:08 | Dienstag, 1. Mai 2007
Protestantischer Ad-Limina-Besuch + Bischöfe empfehlen Boykott + Holocaust-Überlebender und Versöhner + Wo stehen die Bischöfe? + Sehr spannend
Protestantischer Ad-Limina-BesuchVatikan. Der Ratsvorsitzende der ‘Evangelischen Kirche in Deutschland’,
Wolfgang Huber, befindet sich diese Woche für Gespräche im Vatikan. Am Donnerstag wird er von Papst
Benedikt XVI. in Audienz empfangen. Außerdem trifft er den Präsidenten des Päpstlichen Einheitsrates,
Kurienkardinal Walter Kasper. Auf Einladung der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl hält Huber auch
einen Vortrag über den im Konzentrationslager Flossenbürg hingerechteten protestantischen Theologen
Dietrich Bonhoeffer († 1945).
Bischöfe empfehlen BoykottMexiko. Die mexikanischen Bischöfe haben
dazu aufgerufen, das
neue Abtreibungsgesetz zu boykottieren. Ärzte und Krankenhausmitarbeiter sollen
von ihrem Recht Gebrauch machen, eine Abtreibung aus Gewissensgründen abzulehnen. Seit Donnerstag haben
Kinder bis zur zwölften Woche in der mexikanischen Hauptstadt Mexiko-Stadt kein Recht mehr, zu leben.
Holocaust-Überlebender und VersöhnerPolen. Der emeritierte Bischof von Stettin, Mons. Kazimierz Majdanski,
ist am Sonntag im Alter von 91 Jahren gestorben. Stettin ist eine ehemalige deutsche Stadt unweit der
gegenwärtigen deutschen Grenze im Norden Polens. Nach dem nationalsozialistischen Überfall auf Polen
im Jahr 1939 verbrachte Bischof Majdanski sechs Jahre in den Vernichtungslagern Sachsenhausen und Dachau.
Dabei war er auch Opfer verbrecherischer medizinischer Experimente. Der spätere Bischof wurde im Juli
1945 zum Priester geweiht. In den 60er Jahren setzte er sich für die Aussöhnung zwischen Polen und Deutschland
ein. Von 1979 bis 1992 war er Bischof von Stettin.
Wo stehen die Bischöfe?Deutschland. Die überkonfessionelle
deutsche Initiative für Familien in Not ‘Hilfe zum Leben’ hat die deutsche Bischofskonferenz scharf kritisiert.
Das berichtete die evangelische Nachrichtenagentur ‘idea’. Die Initiative wirft der Bischofskonferenz
vor, die „Kinder, Frauen-, Mütter- und Familien verachtende Politik“ der deutschen Bundesregierung
zu
bejahen. Die Kirche solle sich statt für den Ausbau von Kinderkrippen, für ein Müttergehalt einsetzen.
Sehr spannendDie Presse: Das Christentum geht philosophisch aufs Ganze und hat zugleich eine Geschichte
der verlorenen Rückzugsgefechte vorzuweisen. Positiv formuliert könnte man sagen: es wird immer spannender.
Kardinal Christoph Schönborn: Ja, genau. Das Spannende an dieser risikofreudigen Geschichte ist, daß
alle Immunisierungsstrategien dem Christentum nicht geholfen haben, daß es immer herausgefordert war,
ins volle Risiko zu gehen. Ich denke, das ist auch das Spannende heute: die Metaphorisierung des Christentums
ist ja auch seine Banalisierung. Die wirkliche Herausforderung muß schon quer liegen.
Der Erzbischof
von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, in einem Interview mit der Tageszeitung ‘Presse’.
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Czibo Nieznany 12:03:32 | Freitag, 4. Mai 2007
#7
wsxyz 21:28:49 | Mittwoch, 2. Mai 2007
#6
landorganist 15:27:57 | Mittwoch, 2. Mai 2007
#5
Czibo Nieznany 09:38:42 | Mittwoch, 2. Mai 2007
#4
wsxyz 14:01:38 | Dienstag, 1. Mai 2007
#3
methusalix † 13:02:40 | Dienstag, 1. Mai 2007
#2
Oblong Fitz Oblong 12:23:24 | Dienstag, 1. Mai 2007
#1
Bruder Theophil 10:11:54 | Dienstag, 1. Mai 2007