19:04:37 | Dienstag, 1. Mai 2007
Es gibt sichere Merkmale, an denen man erkennen kann, ob man Gott wahrhaft liebt. Vom Heiligen Kirchenlehrer Alfons Maria von Liguori.

Alfons von Liguori ist der Gründer der Redemptoristen
(kreuz.net) Die Heilige Schrift vergleicht die Liebe Gottes mit dem Feuer.
Wenn uns der Heiland im Evangelium
erklärt, daß er auf die Erde gekommen ist, um uns seine heilige Liebe mitzuteilen, sagte er das so:
„Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen“.
Gott gibt der Seele in der Heiligen Offenbarung den
Rat, von ihm Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist. Er meint damit die heilige Liebe Gottes.
Das
Feuer hat die doppelte Eigenschaft, daß es einerseits den Hindernissen widersteht und andererseits –
anstatt zu verlöschen – durch die Hindernisse wächst und immer mehr um sich greift, denn es ist Feuer.
Es will tätig sein.

Portrait des Hl. Alfons im Mutterhaus seines Ordens bei Neapel
Daraus können wir zwei sichere Merkmale ableiten, ob die Liebe Gottes in uns wohnt –
das heißt – ob wir in Wahrheit wirken und dulden.
Arbeiten wir also für unseren Gott, indem wir uns
vornehmen, in allem seinen göttlichen Willen zu erfüllen, und durch das, was wir tun, nur ihm zu gefallen.
Leiden wir gerne aus Liebe zu ihm alle Widerwärtigkeiten, sodaß diese – statt uns von Gott zu entfernen –
uns immer enger mit ihm vereinigen.
Dann besitzen wir die Liebe Gottes. Dann ist unsere Liebe ein Feuer,
das tätig ist, das den Hindernissen widersteht.
Ist das aber nicht der Fall, so besitzen wir nicht die
wahre Liebe Gottes.
Dann ist in uns eine falsche Liebe – eine Liebe auf der Zunge, nicht im Herzen. Vor
ihr warnt der Heilige Johannes:
„Meine Kindlein, lasset uns nicht mit Worten und nicht mit der Zunge
lieben, sondern in Tat und Wahrheit.“
Wo die Liebe nicht tätig ist, ist keine Liebe, sagt der Heilige
Gregor.
Und der Heiland lehrt uns: „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.“
Alles Bittere und Furchtbare – sagt der Heilige Augustinus – wird durch die Liebe leicht, als ob es nicht
mehr wäre.
Wenn wir uns also vornehmen, immer für Gott zu arbeiten, seine Gebote und die Gebote der
Kirche genau beobachten, unsere Standespflichten erfüllen, wenn wir – großmütig und freudig – aus Liebe
zu Gott alle Widerwärtigkeiten besiegen, dann besitzen wir die Liebe Gottes.
Dann ist unsere Liebe ein
Feuer, das tätig ist und den Hindernissen widersteht.
Ist das aber nicht der Fall, besitzen wir die
wahre Liebe Gottes nicht. Dann haben wir eine falsche Liebe – jene, die auf der Zunge und nicht im Herzen
ist:
„Meine Kindlein, lasset uns nicht mit Worten und nicht mit der Zunge lieben, sondern mit der Tat
und Wahrheit.“
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Lutheraner 10:13:01 | Donnerstag, 3. Mai 2007
#3
Morgenrot 06:59:52 | Mittwoch, 2. Mai 2007
#1
matt2 † 19:24:54 | Dienstag, 1. Mai 2007