Wo die Heiligen vorüberzieh’n
Es gibt sichere Merkmale, an denen man erkennen kann, ob man Gott wahrhaft liebt. Vom Heiligen Kirchenlehrer Alfons Maria von Liguori.
Alfons von Liguori ist der Gründer der Redemptoristen
Alfons von Liguori ist der Gründer der Redemptoristen
(kreuz.net) Die Heilige Schrift vergleicht die Liebe Gottes mit dem Feuer.

Wenn uns der Heiland im Evangelium erklärt, daß er auf die Erde gekommen ist, um uns seine heilige Liebe mitzuteilen, sagte er das so:

„Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen“.

Gott gibt der Seele in der Heiligen Offenbarung den Rat, von ihm Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist. Er meint damit die heilige Liebe Gottes.

Das Feuer hat die doppelte Eigenschaft, daß es einerseits den Hindernissen widersteht und andererseits – anstatt zu verlöschen – durch die Hindernisse wächst und immer mehr um sich greift, denn es ist Feuer. Es will tätig sein.

Portrait des Hl. Alfons im Mutterhaus seines Ordens bei Neapel
Portrait des Hl. Alfons im Mutterhaus seines Ordens bei Neapel
Daraus können wir zwei sichere Merkmale ableiten, ob die Liebe Gottes in uns wohnt – das heißt – ob wir in Wahrheit wirken und dulden.

Arbeiten wir also für unseren Gott, indem wir uns vornehmen, in allem seinen göttlichen Willen zu erfüllen, und durch das, was wir tun, nur ihm zu gefallen.

Leiden wir gerne aus Liebe zu ihm alle Widerwärtigkeiten, sodaß diese – statt uns von Gott zu entfernen – uns immer enger mit ihm vereinigen.

Dann besitzen wir die Liebe Gottes. Dann ist unsere Liebe ein Feuer, das tätig ist, das den Hindernissen widersteht.

Ist das aber nicht der Fall, so besitzen wir nicht die wahre Liebe Gottes.

Dann ist in uns eine falsche Liebe – eine Liebe auf der Zunge, nicht im Herzen. Vor ihr warnt der Heilige Johannes:

„Meine Kindlein, lasset uns nicht mit Worten und nicht mit der Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.“

Wo die Liebe nicht tätig ist, ist keine Liebe, sagt der Heilige Gregor.

Und der Heiland lehrt uns: „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.“

Alles Bittere und Furchtbare – sagt der Heilige Augustinus – wird durch die Liebe leicht, als ob es nicht mehr wäre.

Wenn wir uns also vornehmen, immer für Gott zu arbeiten, seine Gebote und die Gebote der Kirche genau beobachten, unsere Standespflichten erfüllen, wenn wir – großmütig und freudig – aus Liebe zu Gott alle Widerwärtigkeiten besiegen, dann besitzen wir die Liebe Gottes.

Dann ist unsere Liebe ein Feuer, das tätig ist und den Hindernissen widersteht.

Ist das aber nicht der Fall, besitzen wir die wahre Liebe Gottes nicht. Dann haben wir eine falsche Liebe – jene, die auf der Zunge und nicht im Herzen ist:

„Meine Kindlein, lasset uns nicht mit Worten und nicht mit der Zunge lieben, sondern mit der Tat und Wahrheit.“
      
5 Lesermeinungen
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#5   Lutheraner   10:13:01 | Donnerstag, 3. Mai 2007
Klingt irgendwie … äh, nichtssagend?
Die Kirche benutzt die Liebe Gottes wie ein Droschkenkutscher Scheuklappen. Der Blick soll verengt werden.
Je mehr man sich an diese leeren Einbildungen klammert, desto größer wird die Angst, ob diese Bindung auch dauerhaft ist.
In Wahrheit war nie eine da.
UNO und EU als neue Ideologie
www.kath.net/detail.php?id=10816
EU – ein unterdrückendes Regime?
www.kath.net/detail.php?id=15898&&prin…
@ Morgenrot
Ruhe ja, um sich für neuen Kampf zu stärken. Als Flucht war das nicht gedacht.
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#4   Bruder Theophil   09:46:03 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Johannes 12, 44-50
In jener Zeit rief Jesus aus: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat, und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.
Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.
Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag. Denn was ich gesagt habe, habe ich nicht aus mir selbst, sondern der Vater, der mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich sagen und reden soll. Und ich weiß, dass sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also sage, sage ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.
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#3   Morgenrot   06:59:52 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Im Text steht:
Wenn uns der Heiland im Evangelium erklärt, daß er auf die Erde gekommen ist, um uns seine heilige Liebe mitzuteilen, sagte er das so:
„Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen“.
Was aber halten Sie von dieser Aussage Jesu (dem „Heilands-Ruf“):
Matthäus 11,28: :(3 Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. :(3
?
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#2   Thekla Wunderbar   23:04:43 | Dienstag, 1. Mai 2007
Hoch lebe das Leid!
Die Liebe davon abhängig zu machen, dass man mit Freuden leidet? Nach dem Motto: Je mehr ich leide – aus Liebe natürlich – umso besser.
Na, danke!
Und es gibt noch heutzutage „fromme Leute“, die sich selbst geißeln und meinen damit sich abtöten zu müssen, bzw. glauben, dieses Tun sei Gott wohlgefällig.
Puh!!!! Die Nähe zum Masoschismus klingt an…
Vorsicht!
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#1   matt2 †   19:24:54 | Dienstag, 1. Mai 2007
Ein sinnbildliches Ereignis solcher Überlegungen…
ist ja das Wunder, das Daniels Freunden widerfährt, die sich nicht vor dem Standbild Nebukadnezars niederwerfen wollen, da sie Gott die Treue bewahren. Sie werden in den feurigen Ofen hineingeworfen. Dort vermögen ihnen die ansonsten vernichtenden Flammen aber nichts anzuhaben. Vielmehr kommt ein Engel und sie singen ein Loblied für den Herrn. Es zeigt im übertragenen Sinn, dass das edle, gottergebene Wesen dieser Freunde Daniels den Flammen keine Angriffsfläche bietet, dass sie in der Läuterung des Gottesfeuers bestehen können, ja es noch nicht einmal zu fürchten brauchen, weil es gewissermaßen in ihnen selbst lodert, da sie selbst wie Flammen sind, die den heidnischen Sinn Babylons verzehren durch ihr standhaftes Zeugnis.
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