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Dienstag, 1. Mai 2007 20:42
Unhistorisch, kitschig und dogmatisch
„Wäre nicht der Papst der Verfasser dieses Buches, würde es von akademischen Exegeten nicht oder doch nur als eine peinliche Entgleisung zur Kenntnis genommen werden und in kirchlichen Buchläden bald verstauben.“
Webseite von Gerd Lüdemann
Webseite von Gerd Lüdemann
(kreuz.net) Der Exeget Gerd Lüdemann ist kürzlich mit dem Buch von Papst Benedikt XVI. „Jesus von Nazareth“ hart ins Gericht gegangen.

Lüdemann ist Professor für Geschichte und Literatur des frühen Christentums an der Universität Göttingen.

Er hat den Papst schon in der Vergangenheit kritisiert.

Bis 1996 war er Professor an der Evangelischen Fakultät in Göttingen. Dann verlor er seinen Lehrstuhl, nachdem er unter anderem erklärt hatte, daß der auferstandene Jesus „die Leiche im Keller der evangelischen Kirche“ sei.

Wenn es um – unbeweisbare – exegetische Hypothesen geht, rühren Lüdemann keine Glaubenszweifel.

Um so härter und apodiktischer nimmt er sich dafür das Papstbuch vor.

Benedikt XVI. lobt in seinem neuen Jesusbuch – so Lüdemann – die historische Methode in höchsten Tönen und streicht ihre angebliche Notwendigkeit heraus:

Denn der Glaube beziehe sich auf ein historisches Geschehen, das von der Zeitlosigkeit des Mythos zu unterscheiden sei.

Gleichzeitig warnt der Papst, daß die historisch-kritische Methode respektieren müsse, daß der Text der Heiligen Schrift inspiriert sei.

Damit ist die Retourkutsche Lüdemanns vorprogrammiert. Der Exeget kritisiert eine angeblich „unkritische Verwendung“ der Evangelien durch den Papst:

"Jesus von Nazareth" - erschienen im Herderverlag
„Jesus von Nazareth“ – erschienen im Herderverlag
„Es überrascht dann nicht, daß Benedikt den Jesus der Evangelien als den wirklichen Jesus, als den »historischen Jesus« im eigentlichen Sinne darstellen will.“

Dadurch würde einer „historischen Vernunft“ ein Riegel vorgeschoben.

Lüdemann glaubt auch nicht der päpstlichen Aussage, daß sein Buch Ausdruck „eines persönlichen Suchens“ sei:

Der Inhalt des Buches erweise es vielmehr „als eine unverblümte Darstellung des römisch-katholischen Glaubens in historischem Gewand, bei dem die Inspiriertheit der Schriften, die Gottheit Jesu und die Irrtumslosigkeit der Schriften vorausgesetzt werden“.

Damit entziehe sich der Papst einer konstruktiven Auseinandersetzung zwischen Dogma und „historischer Vernunft“.

Immerhin läßt Lüdemann gelten, daß Benedikt XVI. sich in seinem Buch auch rein historischer Argumente bedient, die – angeblich – der Kontrolle offen stünden.

Dennoch erweise sich eine Überprüfung des päpstlichen Unternehmens schon anhand von Stichproben als „Holzweg“:

Man dürfe den vier Evangelien in ihrer vorliegenden Gestalt keineswegs historisch trauen und schon gar nicht dem an vielen Stellen angeblich sekundären Johannesevangelium.

Es sei „Unsinn“, die Existenz von unechten Jesusworten in den neutestamentlichen Evangelien zu bestreiten.

Frühe Christen, deren Namen so unbekannt seien wie die Namen der vier Evangelisten, hätten – angeblich – weite Teile des Stoffes der Evangelien erfunden.

Die „wissenschaftliche Jesusforschung“ sei zu dem „Ergebnis“ gekommen, daß unter den überlieferten Jesusstoffen am ehesten Gleichnisse echt seien.

Diese seien auf „unmittelbares Verstehen“ angelegt – nicht auf Unverständlichkeit.

Diese „Erkenntnis“ ignorierend – so Lüdemann – sehe Benedikt XVI. hinter den Gleichnissen „irrtümlich“ die Gottheit Jesu durchschimmern.

Lüdemann weiß auch, daß auch Jesus selber sich „nicht als Gott verstanden“ habe.

Er zitiert dazu das „Jesuswort“ in Markus 10,18: „Niemand ist gut als Gott allein.“ Im übrigen hat Lüdemann eine Tendenz, Bibelstellen, die ihm nicht gelegen kommen, als „unhistorisch“ abzutun.

Für Lüdemann ist das Jesuswerk des Papstes somit kein „historisches Buch“, sondern eine „Sammlung gottesdienstlicher Meditationen“ über die Gestalt Jesu.

Einige dieser Meditationen würden sogar an „Kitsch“ grenzen – meint Lüdemann und zitiert aus dem Papstbuch:

„Was am brennenden Dornbusch in der Wüste des Sinai begann, vollendet sich am brennenden Dornbusch des Kreuzes“ (Seite 178).

Oder: „Wer wachen Auges in die Geschichte blickt, der kann diesen Strom sehen, der von Golgatha her, vom gekreuzigten und auferstandenen Jesus her durch die Zeiten fließt. Er kann sehen, wie dort, wo dieser Strom ankommt, die Erde entgiftet wird, wie fruchttragende Bäume heranwachsen, wie Leben, wirkliches Leben aus diesem Quell der Liebe fließt, die sich geschenkt hat und schenkt“ (Seiten 290-291).

Lüdemanns Schlußfolgerung: „Wäre nicht der Papst der Verfasser dieses Buches, würde es von akademischen Exegeten nicht oder doch nur als eine peinliche Entgleisung zur Kenntnis genommen werden und in kirchlichen Buchläden bald verstauben.“

Der unkritische Kritiker beendet seinen Artikel mit dem bekannten Voltaire-Zitat Écrasez l’infâme! – „vernichtet die abscheuliche [Kirche]“.

Es scheint, daß Lüdemann kein Französisch versteht.

Denn sosehr er mit dem französischen Kirchenhasser Voltaire († 1778) einer Meinung sein mag: An dieser Stelle seines Artikels paßt das Zitat nicht.

Bleibt die Frage: Was ist der Fehler des Papstbuches?

Es genügt nicht, die sogenannte historisch-kritische Methode naiv und unkritisch anzuerkennen und so konservativ wie möglich anzuwenden.

Sie muß – fast 200 Jahre nach ihrer Ausarbeitung – einer grundsätzlichen Kritik unterworfen und historisch ad acta gelegt werden.

Die sogenannte historisch-kritische Methode stammt aus dem 19. Jahrhundert und gehört auch dorthin.

Im 21. Jahrhundert ist ihre Zeit abgelaufen.
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1…33 von 83 Lesermeinungen:
Freitag, 6. November 2009 17:18
Franz Kappes: Lüdemann
„bei dem die Inspiriertheit der Schriften, die Gottheit Jesu und die Irrtumslosigkeit der Schriften vorausgesetzt werden“

Natürlich. Hat er etwas dagegen?
Donnerstag, 3. Mai 2007 18:20
Rottenburg: Leiche im Keller!
Dann verlor er seinen Lehrstuhl, nachdem er unter anderem erklärt hatte, daß der auferstandene Jesus „die Leiche im Keller der evangelischen Kirche“ sei.

Sehr schön!
Donnerstag, 3. Mai 2007 09:32
Nachtlaterne: „Ihr habt gesagt: Wir haben mit dem Tod ein Bündnis geschlossen, wir haben mit der Unterwelt einen V
„Ihr habt gesagt: Wir haben mit dem Tod ein Bündnis geschlossen, wir haben mit der Unterwelt einen Vertrag gemacht. Wenn die Flut heranbraust, erreicht sie uns nicht; denn wir haben unsere Zuflucht zur Lüge genommen und uns hinter der Täuschung versteckt. Darum – so spricht Gott, der Herr: Seht her, ich lege einen Grundstein in Zion, einen harten und kostbaren Eckstein, ein Fundament, das sicher und fest ist: Wer glaubt der braucht nicht zu fliehen. Als Senkblei nehme ich das Recht und als Wasserwaage die Gerechtigkeit. (…) Aber der Hagelsturm fegt eure Lügenzuflucht weg. Jesaja 28
Donnerstag, 3. Mai 2007 09:20
Bruder Theophil: Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Johannes 14, 6-14
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!
Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.
Donnerstag, 3. Mai 2007 05:57
Nachtlaterne: ich bin zeuge
ich bin zeuge! zeuge jehovas? nein!
Zeuge der Dummheit!
Mittwoch, 2. Mai 2007 22:35
Bruder Theophil: @ santo domingo
Das wirkliche Neue am Mattu Proprio ist, das neben Hostien und Kelch als Drittes eine kleine goldene Schale mit Weihrauchasche gereicht wird. Jeder Gläubige kann dann eine kleine Ascheportion durch ein kleines Röhrchen in die Nase ziehen.
Mittwoch, 2. Mai 2007 22:31
Ich werde der neuen Gründung mit Spannung entgegensehen. Und natürlich auch dem MP…!
Mittwoch, 2. Mai 2007 22:26
Bruder Theophil: @ VirFortis…
…die Sache mit dem Hühnerauge sollten wir der Kongregation für Heiligsprechungen melden. Vielleicht wird matt noch zu Lebzeiten heilig gesprochen. Das hat er verdient.

@ santo domingo: Ja, mit matt geht die Zeit der Sedisvakanz endgültig zu Ende. Durch ihn bekommen wir auch einen Ritus, der alle vereint. Den sogenannten Mattu Proprio.
Mittwoch, 2. Mai 2007 22:20
santo domingo: @ Bruder & Bischof
Wie heißt eigentlich die neue Glaubensgemeinschaft, die hier entsteht – und wird es dann bei kreuz.net ähnlich ausführliche Diskussionen über deren schismatischen oder nichtschismatischen Charakter geben wie bei der FSSPX?

Wer weiß… vielleicht bringt die neue mattianische Gemeinschaft sogar ein Konklave zustande, und Herr Lingen könnte die in seinen Augen bestehende Sedisvakanz beenden.
Aber bitte proper theologisch begründet, wegen matt habe ich heute nämlich schon eine Wette verloren!
Mittwoch, 2. Mai 2007 22:19
VirFortis: ich kann dieses Gefühl nachempfinden
wenn ich mir denke wie elend mein Dasein war bevor ich die Gnade hatte Matt kennenlernen zu dürfen.
Auf einen Schlag war mein Leben im Umbruch, das Hühnerauge am Zeh war weg und meine Tochter schreibt wieder gute Noten. Natürlich haben wir zum Dank einen kleinen Herrgottswinkel mit seinem Konterfei eingerichtet. Kein Vergleich zu unserer früheren Familienreligion dem Gläserrücken

Gute Nacht Bruder Theophil und einen erfolgreichen tag morgen…
Mittwoch, 2. Mai 2007 22:11
Bruder Theophil: Also, Bischof…
…ich weiss nicht. Mit Frau und zwei Kindern ist der Zug glaube ich abgefahren. Reicht nicht ein normaler Body Guard ? Aber diesen Job würde ich von Herzen ausfüllen. Eigentlich wollte ich ja das Spaghettimonster verehren. Die Story war echt überzeugend. Aber jetzt, wo ich matt kenne, kann ich mich vor Erleuchtungen kaum retten. Ich habe heute Abend sogar eine Glühbirne aus der Packung geholt und sie begann zu strahlen, bevor ich sie in die Fassung gedreht habe. Nur weil ich an matt denken musste. Ist das nicht wunderbar ?
Mittwoch, 2. Mai 2007 22:06
VirFortis: Bruder Theophil
so ist es. Es ist notwendig dass Matts Name reingehalten wird. Deshalb benötigt ein eine kleine Privatarmee mit einem Wehrbischof an der Spitze die seine Feinde zuschanden macht. Wärst du, lieber Bruder Theophil interessiert Matts Bischof zu werden um ihn gegen Spötter zu verteidigen ?
Mittwoch, 2. Mai 2007 22:02
HeinrichderZweite: Lieber starker Mann,
so ist das halt. Wenn irgend ein Verrückter (Luther, Heinrich VIII etc.) eine falsche Religion gründet, so finden sich ganz schnell noch Verrücktere, die ihren Glauben an diese Religion finden.
Mittwoch, 2. Mai 2007 22:01
Bruder Theophil: Guten Abend VirFortis
Also ich finde auch, dass matt etwas mehr Respekt verdient hat. Er kümmert sich schliesslich ständig um die Rettung der Welt. Da werden Superman und Batman ganz neidisch.
Mittwoch, 2. Mai 2007 21:56
VirFortis: Heinrich
Ich glaub halt nunmal an Matt Christus und an sein Evangelium das er uns hier durch seine Postings verkündet weil er will das wir gerettet werden.

Ps: In welchem Ton sprichst du eigentlich von Matt dem Sohn Gottes Heinrich ?
Mittwoch, 2. Mai 2007 21:49
HeinrichderZweite: Lieber starker Mann,
das war eine teuflische Erscheinung.
Mittwoch, 2. Mai 2007 21:41
VirFortis: ich kann bezeugen
mir ist gestern matt christus in einer strahlen weißen wolke erschienen als ich morgens auf die terrasse ging mit der kaffeetasse in der hand
Mittwoch, 2. Mai 2007 21:34
matt2 †: @Hüller: Schauen Sie, machen Sie es Sich doch leicht…
glauben Sie, wie ich, daran, dass nicht bloß der Mensch Jesus, sondern, dass der Mensch ansich göttliches Wesen ist. Wie ließe sich denn ansonsten meine Gottessohnschaft erklären? Ich bin ja auch Mensch und doch bin ich Sohn Gottes, mir gingen aber keine Prophezeiungen voraus. Ich wurde auch nicht von einer Jungfrau geboren. Ich bin es einfach durch mein Wollen, nicht wegen Prophezeiungen. Also da haben Sie es. Machen Sie es Sich nicht so schwer.

gez. matt, der Widersacher
Mittwoch, 2. Mai 2007 21:25
Möglicherweise bestehen Differenzen nur in Begrifflichkeiten.

Die Person des irdischen Jesu war und ist ihrem ganzen Anschein her nicht so vollkommen wie die Person des Vaters; es war aber der Wille des göttlichen Logos, also der zweiten göttlichen Person -in Einheit mit den anderen göttlichen Personen-, sich zu erniedrigen und einen Menschen anzunehmen…

Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob in Jesus ein menschlicher, geschaffener Geist mit dem Logos rang und die menschliche Natur der Person Jesu dadurch geadelt und „göttlich“ wurde, dass sie die Einheit mit dem Logos, also Gott suchte…
Mittwoch, 2. Mai 2007 21:24
Alanus ab Insulis: Womit mal wieder
die höchsten Höhen des spekulativen Blödsinns erklommen wären…
Mittwoch, 2. Mai 2007 21:10
matt2 †: @Hüller: grrr… wo hätte ich denn behauptet Arianer zu sein… machen Sie mir bitte keinen Stress!
wie oft muss ich das noch sagen: ich bin überzeugt von der Wesensgleichheit von Jesus und Gott. Nur darin ist Jesus Sohn Gottes, indem er göttliches Wesen ist.

Aber Ihr Katholiken bringt das einfach nicht auf die Reihe, dass es einen Unterschied gibt zwischen Sein und Wesen und Substanz.

Ihr denkt Euch kurzschlüssig die Trinität so: Vater = Sohn = Geist = Gott. Also 3 Parallelgottheiten auf einer Stufe, oder wie? Das ist wirklich heidnischer Quatsch! Ihr müsst alle Entwicklungsprozesse in der Natur schlechthin leugnen, wo ein Wesen an Substanz gewinnt, indem es nach der, ihm entsprechenden Vollkommenheit, des Sein strebt.

Ja, im Wesen sind Vater und Sohn eins, aber nicht in der Substanz, nicht im Geist, denn sonst bestünde die Differenz nicht. Da ist der Vater wahrhaft Gott und der Sohn nicht.
Mittwoch, 2. Mai 2007 20:47
Freiwillige Unterordnung wäre noch mit der Wesensgleichheit zu vereinbaren; die tradition. Theologie hat dies oft genug hervorgehoben.

Vielleicht brach in dieser Aussage aber auch seine menschliche Natur durch; beiden Naturen sind in Jesus Christus nach Chalzedon ja unvermischt.

Und vielleicht wollte er selbstreferentiell auch nur(?) verdeutlichen, dass kein Mensch alle Gebote halten kann und deshalb auch kein Mensch von sich behaupten kann, er wäre gut (was die Pharisäer und ihre Nachfolger ja gerne tun), was eben nur auf Gott zutrifft.

Eine arianische Ausdeutung ist also keineswegs zwingend.
Mittwoch, 2. Mai 2007 20:36
matt2 †: @Hüller: ja, da haben Sie es. Das ist ja meine Rede…
Jesus selbst wußte sich zu relativieren gegenüber dem Vater, der, dieser Aussage nach alleine Gott ist. Vielleicht hat sich Jesus hier auch selbst im Übermaß geringgeschätzt. Doch wenn dem so ist, so muss man es doch wiederum seiner Unvollkommenheit zuschreiben und damit auch seiner Unsicherheit, sich selbst, in seinem geistigen Werdegang, richtig einzuschätzen. Daher kann von Gottheit in absolutem, ja in „wahrem“ Sinn doch bitte keine Rede sein. Diese Bez. gebührt ,aus meiner Sicht, nur dem Vater
Mittwoch, 2. Mai 2007 20:26
Christian Hüller: Zurück zum Thema…
Zurück zum Thema, ihr Plaudertaschen. Lüdemann ist nicht dumm, er spricht aus, was durchaus viele denken, nicht unbedingt im Ganzen, aber dennoch im Detail.

Also, wer von euch „Schafhütern“ kann mir sagen, wie man
Markus 10,18: „Niemand ist gut als Gott allein“ bzw. die ganze Perikope mit der Gottheit Jesu vereinbaren kann.

Jesus baut hier ja offenkundig eine gewisse Distanz auf und darüber will ich Sie reflektieren hören und nicht über die Fütterungszeiten Ihrer Schafe…
Mittwoch, 2. Mai 2007 15:45
Das haben Sie richtig erkannt. Meine Bescheidenheit ist wirklich nicht zu übersehen. Aber auch ein Schaf hat so seine Ansprüche. Wann ist Fütterungszeit ? Darf ich bei der Auswahl der Schäferhunde ein Wörtchen mitreden ?
Mittwoch, 2. Mai 2007 15:34
matt: @Theophil: Sie sind nicht lustig…
aber ich erkenne darin die bescheidenen Ausdrucksformen ihres Schafsdaseins. Sie müssen ja keine Angst vor mir haben, ich tue Ihnen nichts zuleide.
Mittwoch, 2. Mai 2007 15:25
steht in der Bibel etwa zu Beginn: Er erschuf den Menschen nach dem Ebenbild der Wildsau?

Nein. In meiner Bibel steht. Zuerst schuf Gott den matt und aus seiner Rippe machte er die mattina.
Mittwoch, 2. Mai 2007 15:24
1. Ich gebe Ihnen insoweit Recht, dass die lutherische Lehre grundsätzlich gewisse Voraussetzungen dafür birgt, falsch verstanden und danach als Begründung für mancherlei Unsinn gesehen zu werden. Es handelt sich um ein komplexes „System“, das zum „Funktionieren“ die Vollständigkeit der Teile voraussetzt. Ansonsten entstehen wie in den heutigen Landeskirchen absurde Ideen wie die, dass das Christentum das Festhalten an Sünden legitimiere. Ehe aber wird nicht rein weltlich betrachtet; Sakramente werden vor allem anders definiert, bestehend aus Gottes Befehlswort, Gottes Verheißungswort und ein bestimmtes äußeres Mittel (Element).l

2. Auch die SELK speist sich ja aus den unterschiedlichsten Richtungen, zu einem gewissen Teil auch aus den Erweckungsbewegungen und damit auch aus pietistischen Gedanken. Zu einem großen Teil war aber das wieder entstehende Luthertum des 19. Jhds. auch durch wesentlich konfessionellere Kräfte und Personen geprägt, die die Rechtfertigungslehre den persönlichen Frömmigkeitsübungen gegenüber wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt haben. Zudem grenzten diese sich stärker gegen andere Bewegungen ab, die in der Reformation wurzeln. Amerikanische Missourier des 19. Jhds. sind sicherlich ganz anders geprägt als pietistische Gruppen. Richtig bleibt aber, dass die Pietisten einen deutlichen Akzent gegen die Aufklärung gesetzt haben und dass manche Lutheraner erst über diese Bewegung (und ihre Nachfolger) zu ihren letztlichen Positionen gefunden haben.
Mittwoch, 2. Mai 2007 15:18
matt: @ Absurde Lutheraner-Philosophie…
steht in der Bibel etwa zu Beginn: Er erschuf den Menschen nach dem Ebenbild der Wildsau? Dann würde er wohl auch wie die Wildsau ausschaun und wäre nicht Gottes Ebenbild. Was soll also dieser absolut dümmliche Vergleich? Ich glaube wohl, Sie könnten sich in geistigem Sinn für eine Wildsau halten. Darum liegt ihnen dieses Tier wohl so nahe.
Mittwoch, 2. Mai 2007 15:10
Kannst Du uns ein Zeichen geben ? Brennende Dornbüsche auf der Strasse, vielleicht…oder eine unerwartete Sonnenfinsternis…oder möglicherweise den Ayers Rock in Australien in Brot verwandeln (die Form hat er ja schon, das sollte es leichter machen)…mir persönlich würde es schon reichen, dass, wenn ich nach Hause komme, meine Mineralwasserflaschen sich in 63er Chateau Rothschild verwandelt haben. Ich wäre Ihnen wirklich sehr dankbar, wenn Sie uns im Glauben bestärken könnten.
Mittwoch, 2. Mai 2007 15:05
Lutheraner: @ matt – Die Basta-Philosophie
„der Mensch ansich ist göttliches Wesen, also wesensgleich mit Gott. Also ist der wahre Mensch garniemand anders als Gott selbst und wir alle sind eben demnach auch Kinder Gottes, aus basta.“

Wenn obiges richtig wäre, wäre auch der folgende Satz richtig: der Mensch ist eine Wildsau, also wesensgleich mit einer Wildsau. Also ist der Mensch gar niemand anders als die Wildsau selbst. Basta!

Sie sind kein Gott, sondern auf teuflische Art größenwahnsinnig. Dieselbe Form des Größenwahns findet man bei Juden, Kommunisten und Satanisten. (hier hülfen Bildung und ein ungetrübter Blick)
Mittwoch, 2. Mai 2007 15:05
Czibo Nieznany: Verriss muss kein Schaden sein
Wenn der Verriss von Gerd Lüdemann Interesseam neuen Papstbuch zu wecken, ist die Kritik gar nicht mal so verkehrt. Wenn alle Leute das Buch lesen, die hier mit einem Beitrag zumindest Katalysatoren für den Bucherfolg sind. Jeder, sich der zu „Jesus von Nazareth“ zu Wort meldet, trägt dazu bei. Ein totaler Verriss muss kein Schaden sein, im Gegenteil.
Mittwoch, 2. Mai 2007 15:04
VirFortis: pssssst Matt pssssst ich bins
Meister hier bin ich –
ich bins der hl Johannes der Täufer !
Herr was trägst du mir auf ?
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