10:50:02 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Die Kirche hat die Unterscheidung von liturgischer Sprache und Volkssprache immer respektiert – das heißt: fast immer.

Römisches Meßbuch, 2002
© Wikipedia-Benützer ‘Lima’, GNU-Lizenz(kreuz.net) Anfang April veröffentlichte der Liturgie- geschichtler, Pater Uwe Michael Lang, in der ‘Frankfurter
Allgemeinen Zeitung’ einen Beitrag zum Latein in der Römischen Liturgie.
Pater Lang ist Oratorianer
in London.
Sein
Buch zur Zelebrationsrichtung bei der Heiligen Messe „Conversi ad Dominum“ – mit einem
Vorwort von Kardinal Joseph Ratzinger erregte internationales Aufsehen.
In der Alten Kirche wurde die
Liturgie in einer biblisch geprägten und kirchlich tradierten Sprache ausgedrückt, die der Heilige Augustinus
„ecclesiastica loquendi consuetudo“ nannte – erklärt Pater Lang in seinem Artikel:
„Eine besondere Kategorie
bildet die lateinische Liturgiesprache, die inhaltlich aus biblischen Quellen schöpft, formal aber auch
auf die Gebetssprache des heidnischen Rom zurückgreift und sich der Mittel klassischer Rhetorik bedient.“
Das liturgische Latein reiht Pater Lang in das religionsgeschichtliche Phänomen der Sakralsprache, die
„als Ausdrucksform des Gottesdienstes über die Erfahrung von Individuen hinausreicht“ und den Überlieferungen
einer religiösen Gemeinschaft verpflichtet ist.
„In der Stadt Rom wurde der Gottesdienst zunächst in
griechischer Sprache gefeiert, da diese das gemeinsame Idiom der überwiegend aus der östlichen Reichshälfte
stammenden Christen darstellte.“
Der Prozeß der Latinisierung habe in Nordafrika begonnen, wo die Ortskirchen
schon frühzeitig von muttersprachlich lateinischen Gläubigen geprägt wurden.

Kalligraphie einer lateinischen Bibel aus dem Jahr 1407
Der Übergang zu einer
lateinischen Liturgie in Rom sei wohl über einen langen Zeitraum erfolgt.
Dabei blieben ältere Elemente
erhalten, wie das „Kyrie eleison“ im Meßordo und die griechischen Schriftlesungen in der feierlichen
Papstmesse.
Das Latein des „auf das vierte Jahrhundert zurückgehenden“ Römischen Meßkanons und der
wenig später verfaßten Orationen könne kaum als „lingua vernacula“ – Volkssprache – bezeichnet werden,
da es sich von Anfang an um eine stilisierte Sprachform gehandelt habe:
„Kein Römer hat je in der Sprache
oder dem Stil des Kanons oder der Orationen der römischen Messe geredet.“
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pfarrverweser1 01:16:14 | Samstag, 5. Mai 2007
#15
Czibo Nieznany 11:51:10 | Freitag, 4. Mai 2007
#14
stimme der vernunft † 13:47:54 | Donnerstag, 3. Mai 2007
#13
Hyazinth 12:48:21 | Donnerstag, 3. Mai 2007
#12
Freinsberg 11:17:15 | Donnerstag, 3. Mai 2007
#11
Hyazinth 10:57:18 | Donnerstag, 3. Mai 2007
#10
Freinsberg 09:08:42 | Donnerstag, 3. Mai 2007
#9
stimme der vernunft † 09:02:36 | Donnerstag, 3. Mai 2007
#8
HeinrichderZweite 21:13:55 | Mittwoch, 2. Mai 2007
#7
stimme der vernunft † 15:25:41 | Mittwoch, 2. Mai 2007
#6
Libertas Ecclesiae 15:05:25 | Mittwoch, 2. Mai 2007
#5
Typ 13:52:14 | Mittwoch, 2. Mai 2007
#4
Genoveva 13:08:47 | Mittwoch, 2. Mai 2007
#3
Hyazinth 12:39:40 | Mittwoch, 2. Mai 2007
#2
Gotthard 11:53:33 | Mittwoch, 2. Mai 2007
#1
Seminarist 11:04:17 | Mittwoch, 2. Mai 2007