Japanische Mangas
Nicht monoton, sondern modern
Die Bistümer in England und Wales suchen junge Priester und Ordensleute. Deswegen werben sie bereits bei Zehnjährigen. Mit japanischen Comics.
Dieses Plakat wurde an 5000 Grund- und Sekundarschulen ausgeschickt.
Dieses Plakat wurde an 5000 Grund- und Sekundarschulen ausgeschickt.
(kreuz.net) Die Kirche möchte in England und Wales wieder mehr Priester- und Ordensberufungen wecken. Deswegen versucht sie, bereits Kinder mit japanischen Mangas zu erreichen.

Manga ist der japanische Ausdruck für Comics. Charakteristisch für Mangas sind actionreiche Bildfolgen und wenig Text.

Für die Manga-Berufsungs-Kampagne wurden 5.000 Grund- und Sekundarschulen mit Postern beliefert. Dort sind fünf Personen dargestellt, die sich für das Ordensleben entschieden haben. Zugleich wurde auch eine Internetseite eingerichtet, für die auf den Plakaten geworben wird.

Auf dieser Webseite kann man im Manga-Stil nachgezeichnete Personen – drei Männer und zwei Frauen – finden, die von ihrem geistlichen Leben und ihrem Apostolat sprechen und erklären, warum sie mit ihrem Leben glücklich sind.

Berufungs-Mangas
Hw. Michael ist Diözesanpriester und arbeitet in einer Vorstadtpfarrei.Schwester Catharine lebt in einem kontemplativen Orden.Bruder Ben gehört zu einer Kongregation von Schulbrüdern.

Mit den Mangas möchte die Kirche das Image der geistlichen Berufung verbessern. Diese steht bei Jugendlichen im Geruch „monoton und langweilig“ zu sein.

Die Webseite vermittelt den Jugendlichen, daß ein Leben nach den evangelischen Räten erfüllend und modern ist. Deshalb sieht man dort einen Laienbruder beim Billardspielen und eine kontemplative Nonne beim Internetsurfen.

Hw. Paul Embery
Hw. Paul Embery
Hw. Paul Embery, der für die Manga-Berufungsoffensive verantwortlich ist, erklärte, daß diese Comics bei Jugendlichen zwischen zehn und Mitte zwanzig modern seien. Er glaubt, Jugendliche auf diesem Weg verleiten zu können, über das Priestertum nachzudenken.

Zwar dürfe man erst ab 18 in ein Priesterseminar oder in einen Orden eintreten. Doch die Kampagne will bereits die Zehnjährigen dazu bringen, sich über ihre Berufung Gedanken zu machen.

In den Diözesen von England und Wales ist die Zahl der unter 30jährigen, die sich für ein Leben in Armut, Gehorsam und Keuschheit entschieden haben, in den vergangenen 15 Jahren stark zurückgegangen.

Letztes Jahr war die Hälfe der Bewerber für das Priestertum über dreißig Jahre alt.

Das Durchschnittsalter der britischen Kleriker beträgt derzeit 61,5 Jahre.

In den meisten Diözesen gibt es vier Mal so viele Priester über 70 wie unter 30.
      
24 Lesermeinungen
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#24   ManjaMalena   19:28:51 | Montag, 2. März 2009
Oh weh…
Ich fürchte, DAMIT bekommt man keine Jugendlichen in die Kirche. Zum einen ist zu wenig Handlung in den Bildern enthalten(also bitte – Mangas enthalten wenig Text, das ist eine der schlechtesten Verallgemeinerungen, die ich je gehört habe.) – zum anderen sind Kinder aus Mangas einen sehr viel besseren Zeichenstil gewöhnt.
Die Idee ist interessant – man sollte nur bei der Umsetzung seine Hausaufgaben machen. Und vielleicht einen professionellen Graphiker betrauen.
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#23   VirFortis   22:12:10 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Lieber Heini
Dabei kann man Luther noch zugutehalten dass er die Konsequenzen seines Tuns wohl im Traum nicht erahnte.
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#22   Frasim   21:19:40 | Mittwoch, 2. Mai 2007
@Genoveva
Was soll den die Gottesdienstbesucherzahl mit dem Pristernachwuchs zu tun haben?
Ja, was könnte das miteinander zu tun haben ?:)
:-D :-D :-D :)3 :)3 :)3
@Ministrant
Genau, was hat schon der Priester mit der Messfeier zu tun?!???
Ich empfehle Ihnen dringlichst nochmals die Punkte 4. und 5. von Genoveva!!!
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#21   Genoveva   18:35:39 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Ministrant: Soziologie scheint nicht ihr Hobby zu sein …
Was soll den die Gottesdienstbesucherzahl mit dem Pristernachwuchs zu tun haben?
Ja, was könnte das miteinander zu tun haben ?:)
Es geht schlicht um die Fähigkeit einer Gemeinschaft, aus sich heraus Nachwuchs für eine bestimmte Aufgabe innerhalb der Gemeinschaft zu generieren.
Worauf wollen Sie den Erfolg einer Gemeinschaft in dieser Hinsicht denn beziehen, wenn nicht auf die Größe der Gemeinschaft? Auf die durchschnittliche Schuhgröße? Das heißt ja nicht, daß es nicht andere Faktoren als die Mitgliederzahl gibt.
Die Gottesdienstbesucher sind dann deshalb eine relevante Größe, weil nach dem Selbstverständnis der Kirche nur regelmäßige Gottesdienstbesucher Mitglieder im Vollsinne sind.
Mir geht es übrigens nicht darum, aus dem Priesternachwuchs der „Altmessler“ in Deutschland eine Heldengeschichte zu machen. So doll ist das nun auch wieder nicht. Aber man hat als deutscher „Normalkatholik“ an dieser Stelle wenig Grund zu Hochmut.
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#20   Ministrant   18:21:38 | Mittwoch, 2. Mai 2007
@Genoveva
Ihre Milchmädchenrechnung geht leider nicht auf, Äpfel kann man mit Birnen nicht vergleichen. Was soll den die Gottesdienstbesucherzahl mit dem Pristernachwuchs zu tun haben?
De facto ist, dass die römisch- katholische Kirche einen größeren Priesternachwuchs hat wie die pseudokatholische FSSPX. Wenn ich von römisch- katholischer Kirche spreche, dann spreche ich von der Weltkirche und hier gibt es weltweit ca. 500.000 Priester unjd wie viele hat die FSSPX? Laut offiziellen Angaben ca. 450. Aber die Gottesdienstteilnehmer haben nun wirklich nichts mit dem Priesternachwuchs zu tun, Gott ruft nicht nur im Gottesdienst.
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#19   Genoveva   17:53:21 | Mittwoch, 2. Mai 2007
JA, da schau’ her, der Herr Seminarist darf heute wieder an den Rechner …
Ich empfehle Ihnen einmal einige kleine Rechen- und Analyseübung (wie wir alle wissen, haben Sie ja seit 2005 Abitur):
1. Faktor x = Anzahl der Eintritte in die Priesterseminare der deutschen Diözesen geteilt durch Anzahl der Sonntagskirchgänger NOM
2. Faktor y = Anzahl der Eintritte in die Seminare der „Alt-Messler“ geteilt durch Anzahl der Sonntagskirchgänger VOM
3. Vergleichen Sie anschließend die beiden Faktoren.
4. Denken Sie ein wenig nach.
5. Denken Sie noch ein bißchen nach.
6. Reden Sie über den Priesternachwuchs im Umfeld des VOM erst wieder, wenn Faktor x mindestens so groß ist wie Faktor y.
Um Ihnen Recherchearbeit zu ersparen noch ein paar Infos:
– Die Anzahl der Eintritte in Diözesan-Seminare beträgt ca. 200 pro Jahr (das ist der freundlich gerundete Durchschnitt der letzten Jahre)
– Die Anzahl der Gottesdienstbesucher liegt bei ca. 3.5 Millionen
– Die Anzahl der Eintritt in VOM-Gemeinschaften ist nicht ganz leicht zu ermitteln. Es sind sicher selten weniger als 5 pro Jahr.
– Die Anzahl der Gottesdienstteilnehmer im VOM wird auf 5.000 bis 10.000 geschätzt.
Ergebnis: Man kann zu verschiedenen Dingen unterschiedlicher Meinung sein, ma sollte aber nicht allzu leichtfertig daherreden.
Und und mit Mangas fängt man keine Priester …
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#18   Ministrant   16:43:13 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Wieder einmal…
… dass typische, sinnlose Tradigegequatsche…
Die römisch-katholische Kirche versucht eben, im Gegensatz zu einigen kirchenfremden Einrichtungen, etwas gegen den Priestermangel zu tun un in jungen Menschen den Wunsch nach einem gottgeweihten Leben zu wecken…
Aber ich weiß ja was WIR (Kirche) machen ist alles böse… O:)
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#17   Romulus   16:22:40 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Kulturelle Pleite
Diese Aktion ist blinder Aktionismus – mehr nicht. Sie wird fruchtlos bleiben. Mal sehen wie tief wir kulturell noch fallen. Mit einem Wegwerfheftchen für Edles werben Toll, da waren wieder echte Spezialisten am Werk. Abgesehen vom Thema: Diese Mangas sind ganz übles Zeug.
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#16   stimme der vernunft †   15:49:22 | Mittwoch, 2. Mai 2007
von dir hab ich doch gar nicht gesprochen
Leider ist es aber so, dass die lateinische Messe von sektiererischen Eifereren okkupiert wurde.
Darum ist es heute leider so, dass die meisten Leute, wenn sie „lateinische Messe“ hören, die Piusbrüder mit dem Spaltpilz in der Hand vor dem geistigen Auge sehen.
Und darum wird „lateinische Messe“ von den meisten gleichgesetzt mit „Rückschritt vor 1962“
Schade eigentlich.
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#15   Hyazinth   15:43:43 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Wer sagt
Ihnen, daß ich ein sektiererischer Eiferer bin? Können Sie das aus irgendeinem meiner Einträge hier erschließen?
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#14   stimme der vernunft †   15:42:04 | Mittwoch, 2. Mai 2007
lach, du würdest dich wundern
wenn du mein Bundesland oder meine Einstellung zur lateinischen Messe kennen würdest.
Gegenüber sektiererischen Eiferern habe ich allerdings eine zugegebenermassen negative Einstellung.
Danke übrigens für die Aufklärung der futurischen Sonderform von vincere, das zeigt doch die Berechtigung meines Mottos, das da lautet „man kann selbst vom Dümmsten noch was lernen“ womit ich natürlich nicht meine dass du der dümmste bist, aber du verstehst ja sicher wie es gemeint ist.
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#13   Hyazinth   15:34:48 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Weiß ja
nicht aus welchem Bundesland Sie kommen (wahrscheinlich Bremen), aber vincet ist Futur, das wollte ich auch damit ausdrücken. Präsens (vincit) oder Konjunktiv Imperfekt (vinceret), hätten in diesem unseren Fall keinen Sinn. Vincere gehört der Konsonantischen Konjugation an, das Futur wird somit nicht auf -bo,-bis,-bit gebildet, sondern auf -am,-es,-et.
Kein Wundern, daß Leute wie Sie Angst vor dem katholischen Ritus haben, bei den Lateinkenntnissen!
Aber Sie müssen den Ritus ja nur in frommer Andacht und Hingabe mitvollziehen, nicht verbal verstehen. Außerdem haben Sie ja einen Schott, keine Angst der Ritus tut auch für Looser-Lateiner nicht weh!
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#12   stimme der vernunft †   15:28:06 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Hyazinth
ich verlass mich da weniger auf mein Gutdünken als auf mein Latinum, und danach heisst es entweder vincit oder vinceret, je nachdem was ich damit sagen möchte.
Ts ts, wer die alte Messe verbindlich einführen möchte sollte doch wenigstens halbwegs Latein beherrschen.
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#11   Hyazinth   15:22:42 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Stimme der Vernunft
wie sollte es denn nach Ihrem Gutdünken heißen?
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#10   landorganist   15:21:42 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Oh meine Güte,
Hyazinth scheint das mit dem alten Ritus ernst gemeint zu haben…
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#9   matt   15:13:24 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Ist doch ganz herzig mit diesen Zeichnungen…
ich mag zwar im allg. diese Mangas nicht, weil es ein realitätsfremdes Zeugs ist, eine Scheinwelt, wie es das moderne Japan wohl auch ist, aber was solls: manchmal wirkt so eine symbolische Bildersprache, die den Jugendlichen auch vertraut ist mehr Eindruck. Es geht ja primär um die Affizierung von jungen Menschen, die man im guten Sinn verführen muss. Jesus sagt ja auch: ich mache Euch zu Menschenfischern. Man muss im Meer der modernen Welt nach den Seelen fischen, die sich anbieten für eine Berufung in Christus. Dafür kann es auch legitim sein sich einer modernen Bildersprache zu bedienen, die die Jugendlichen gewohnt sind und die eigentliche Botschaft auch bis in ihre Köpfe und Herzen transportien kann. Es ist so eine Art List der Verführung.
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#8   stimme der vernunft †   15:12:04 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Sag bloß
du hast nen Clown gefrühstückt? Daher wohl auch der komische Spruch am Ende deines Postings?
Im ersten Moment dachte ich ja es sei Latein, weil es sehr ähnlich ausieht, aber „vincet“ ergibt lateinisch keinen Sinn. Welche Sprache ist das denn?
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#7   Hyazinth   15:01:01 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Ach, ich
sehe schon, wir haben heute einen Clown gefrühstückt! Ja, ja, was anderes bleibt den NO-Amtskirchen-Leuten in ihrer (meist ignorierten) Tristesse nicht übrig. Natürlicher Verdrängungsmechanismus.
Veritas Vincet
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#6   stimme der vernunft †   14:37:37 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Achso!
:-D Das mit dem alten Ritus war Ironie! Lach, sorry, da saß ich gerade auf der Leitung, entschuldige, aber bei den vielen schrägen Vögeln hier hatte ich einen Moment geglaubt du meinst das ernst mit diesem absurden Vorschlag!
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#5   Hyazinth   14:20:13 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Stimme
der VERNUNFT!?! (Ironie).
Verstehe, witziges Stilmittel, muß ich zugeben!
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#4   stimme der vernunft †   14:08:30 | Mittwoch, 2. Mai 2007
@Hyazinth
noch einfacher und billiger wäre es, morgen Hitzefrei zu geben.
Aber weder deine noch meine Idee wird zu irgendwelchen Berufungen führen.
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#3   Alanus ab Insulis   13:51:09 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Ich find Bruder Ben
total süß… :-$
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#2   Hyazinth   13:24:14 | Mittwoch, 2. Mai 2007
einfacher
und billiger wäre es den Alten Ritus verbindlich einzuführen!
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#1   Genoveva   13:19:24 | Mittwoch, 2. Mai 2007
Coole Gang, …
… die 5 Freunde von der Berufungspatrouille! Erinnern mich irgendwie an „Ghostbusters“.
Besonders schick ist das Tarnfarben-Kollarhemd-Outfit des Diözesanpriesters. So muss der Soldat Christi heute aussehen.
Kann man das irgendwo im Internet bestellen? Würde ich meinem Pfarrer zu Pfingsten schenken ;-)
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