Die Bistümer in England und Wales suchen junge Priester und Ordensleute. Deswegen werben sie bereits bei Zehnjährigen. Mit japanischen Comics.
Dieses Plakat wurde an 5000 Grund- und Sekundarschulen ausgeschickt.
(kreuz.net) Die Kirche möchte in England und Wales wieder mehr Priester- und Ordensberufungen wecken.
Deswegen versucht sie, bereits Kinder mit japanischen Mangas zu erreichen.
Manga ist der japanische Ausdruck
für Comics. Charakteristisch für Mangas sind actionreiche Bildfolgen und wenig Text.
Für die Manga-Berufsungs-Kampagne
wurden 5.000 Grund- und Sekundarschulen mit Postern beliefert. Dort sind fünf Personen dargestellt, die
sich für das Ordensleben entschieden haben. Zugleich wurde auch eine Internetseite eingerichtet, für
die auf den Plakaten geworben wird.
Auf dieser Webseite kann man im Manga-Stil nachgezeichnete Personen –
drei Männer und zwei Frauen – finden, die von ihrem geistlichen Leben und ihrem Apostolat sprechen und
erklären, warum sie mit ihrem Leben glücklich sind.
Mit den Mangas möchte die Kirche das Image der geistlichen Berufung
verbessern. Diese steht bei Jugendlichen im Geruch „monoton und langweilig“ zu sein.
Die Webseite vermittelt
den Jugendlichen, daß ein Leben nach den evangelischen Räten erfüllend und modern ist. Deshalb sieht
man dort einen Laienbruder beim Billardspielen und eine kontemplative Nonne beim Internetsurfen.
Hw. Paul Embery
Hw.
Paul Embery, der für die Manga-Berufungsoffensive verantwortlich ist, erklärte, daß diese Comics bei
Jugendlichen zwischen zehn und Mitte zwanzig modern seien. Er glaubt, Jugendliche auf diesem Weg verleiten
zu können, über das Priestertum nachzudenken.
Zwar dürfe man erst ab 18 in ein Priesterseminar oder
in einen Orden eintreten. Doch die Kampagne will bereits die Zehnjährigen dazu bringen, sich über ihre
Berufung Gedanken zu machen.
In den Diözesen von England und Wales ist die Zahl der unter 30jährigen,
die sich für ein Leben in Armut, Gehorsam und Keuschheit entschieden haben, in den vergangenen 15 Jahren
stark zurückgegangen.
Letztes Jahr war die Hälfe der Bewerber für das Priestertum über dreißig Jahre
alt.
Das Durchschnittsalter der britischen Kleriker beträgt derzeit 61,5 Jahre.
In den meisten Diözesen
gibt es vier Mal so viele Priester über 70 wie unter 30.
Email-Adressen der Empfänger
24 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Oh weh… Ich fürchte, DAMIT bekommt man keine Jugendlichen in die Kirche. Zum einen ist zu wenig Handlung
in den Bildern enthalten(also bitte – Mangas enthalten wenig Text, das ist eine der schlechtesten Verallgemeinerungen,
die ich je gehört habe.) – zum anderen sind Kinder aus Mangas einen sehr viel besseren Zeichenstil gewöhnt.
Die Idee ist interessant – man sollte nur bei der Umsetzung seine Hausaufgaben machen. Und vielleicht
einen professionellen Graphiker betrauen.
@Genoveva Was soll den die Gottesdienstbesucherzahl mit dem Pristernachwuchs zu tun haben? Ja, was könnte
das miteinander zu tun haben ?:) :)3 :)3 :)3 @Ministrant Genau, was hat schon der Priester mit der
Messfeier zu tun?!??? Ich empfehle Ihnen dringlichst nochmals die Punkte 4. und 5. von Genoveva!!!
Ministrant: Soziologie scheint nicht ihr Hobby zu sein … Was soll den die Gottesdienstbesucherzahl mit
dem Pristernachwuchs zu tun haben? Ja, was könnte das miteinander zu tun haben ?:) Es geht schlicht um
die Fähigkeit einer Gemeinschaft, aus sich heraus Nachwuchs für eine bestimmte Aufgabe innerhalb der
Gemeinschaft zu generieren. Worauf wollen Sie den Erfolg einer Gemeinschaft in dieser Hinsicht denn beziehen,
wenn nicht auf die Größe der Gemeinschaft? Auf die durchschnittliche Schuhgröße? Das heißt ja nicht,
daß es nicht andere Faktoren als die Mitgliederzahl gibt. Die Gottesdienstbesucher sind dann deshalb
eine relevante Größe, weil nach dem Selbstverständnis der Kirche nur regelmäßige Gottesdienstbesucher
Mitglieder im Vollsinne sind. Mir geht es übrigens nicht darum, aus dem Priesternachwuchs der „Altmessler“
in Deutschland eine Heldengeschichte zu machen. So doll ist das nun auch wieder nicht. Aber man hat als
deutscher „Normalkatholik“ an dieser Stelle wenig Grund zu Hochmut.
@Genoveva Ihre Milchmädchenrechnung geht leider nicht auf, Äpfel kann man mit Birnen nicht vergleichen.
Was soll den die Gottesdienstbesucherzahl mit dem Pristernachwuchs zu tun haben? De facto ist, dass die
römisch- katholische Kirche einen größeren Priesternachwuchs hat wie die pseudokatholische FSSPX. Wenn
ich von römisch- katholischer Kirche spreche, dann spreche ich von der Weltkirche und hier gibt es weltweit
ca. 500.000 Priester unjd wie viele hat die FSSPX? Laut offiziellen Angaben ca. 450. Aber die Gottesdienstteilnehmer
haben nun wirklich nichts mit dem Priesternachwuchs zu tun, Gott ruft nicht nur im Gottesdienst.
JA, da schau’ her, der Herr Seminarist darf heute wieder an den Rechner … Ich empfehle Ihnen einmal
einige kleine Rechen- und Analyseübung (wie wir alle wissen, haben Sie ja seit 2005 Abitur): 1. Faktor
x = Anzahl der Eintritte in die Priesterseminare der deutschen Diözesen geteilt durch Anzahl der Sonntagskirchgänger
NOM 2. Faktor y = Anzahl der Eintritte in die Seminare der „Alt-Messler“ geteilt durch Anzahl der Sonntagskirchgänger
VOM 3. Vergleichen Sie anschließend die beiden Faktoren. 4. Denken Sie ein wenig nach. 5. Denken Sie
noch ein bißchen nach. 6. Reden Sie über den Priesternachwuchs im Umfeld des VOM erst wieder, wenn Faktor
x mindestens so groß ist wie Faktor y. Um Ihnen Recherchearbeit zu ersparen noch ein paar Infos: – Die
Anzahl der Eintritte in Diözesan-Seminare beträgt ca. 200 pro Jahr (das ist der freundlich gerundete
Durchschnitt der letzten Jahre) – Die Anzahl der Gottesdienstbesucher liegt bei ca. 3.5 Millionen – Die
Anzahl der Eintritt in VOM-Gemeinschaften ist nicht ganz leicht zu ermitteln. Es sind sicher selten weniger
als 5 pro Jahr. – Die Anzahl der Gottesdienstteilnehmer im VOM wird auf 5.000 bis 10.000 geschätzt. Ergebnis:
Man kann zu verschiedenen Dingen unterschiedlicher Meinung sein, ma sollte aber nicht allzu leichtfertig
daherreden. Und und mit Mangas fängt man keine Priester …
Wieder einmal… … dass typische, sinnlose Tradigegequatsche… Die römisch-katholische Kirche versucht
eben, im Gegensatz zu einigen kirchenfremden Einrichtungen, etwas gegen den Priestermangel zu tun un in
jungen Menschen den Wunsch nach einem gottgeweihten Leben zu wecken… Aber ich weiß ja was WIR (Kirche)
machen ist alles böse…
Kulturelle Pleite Diese Aktion ist blinder Aktionismus – mehr nicht. Sie wird fruchtlos bleiben. Mal sehen
wie tief wir kulturell noch fallen. Mit einem Wegwerfheftchen für Edles werben Toll, da waren wieder
echte Spezialisten am Werk. Abgesehen vom Thema: Diese Mangas sind ganz übles Zeug.
von dir hab ich doch gar nicht gesprochen Leider ist es aber so, dass die lateinische Messe von sektiererischen
Eifereren okkupiert wurde. Darum ist es heute leider so, dass die meisten Leute, wenn sie „lateinische
Messe“ hören, die Piusbrüder mit dem Spaltpilz in der Hand vor dem geistigen Auge sehen. Und darum wird
„lateinische Messe“ von den meisten gleichgesetzt mit „Rückschritt vor 1962“ Schade eigentlich.
lach, du würdest dich wundern wenn du mein Bundesland oder meine Einstellung zur lateinischen Messe kennen
würdest. Gegenüber sektiererischen Eiferern habe ich allerdings eine zugegebenermassen negative Einstellung.
Danke übrigens für die Aufklärung der futurischen Sonderform von vincere, das zeigt doch die Berechtigung
meines Mottos, das da lautet „man kann selbst vom Dümmsten noch was lernen“ womit ich natürlich nicht
meine dass du der dümmste bist, aber du verstehst ja sicher wie es gemeint ist.
Weiß ja nicht aus welchem Bundesland Sie kommen (wahrscheinlich Bremen), aber vincet ist Futur, das wollte
ich auch damit ausdrücken. Präsens (vincit) oder Konjunktiv Imperfekt (vinceret), hätten in diesem
unseren Fall keinen Sinn. Vincere gehört der Konsonantischen Konjugation an, das Futur wird somit nicht
auf -bo,-bis,-bit gebildet, sondern auf -am,-es,-et. Kein Wundern, daß Leute wie Sie Angst vor dem katholischen
Ritus haben, bei den Lateinkenntnissen! Aber Sie müssen den Ritus ja nur in frommer Andacht und Hingabe
mitvollziehen, nicht verbal verstehen. Außerdem haben Sie ja einen Schott, keine Angst der Ritus tut
auch für Looser-Lateiner nicht weh!
Hyazinth ich verlass mich da weniger auf mein Gutdünken als auf mein Latinum, und danach heisst es entweder
vincit oder vinceret, je nachdem was ich damit sagen möchte. Ts ts, wer die alte Messe verbindlich einführen
möchte sollte doch wenigstens halbwegs Latein beherrschen.
Ist doch ganz herzig mit diesen Zeichnungen… ich mag zwar im allg. diese Mangas nicht, weil es ein realitätsfremdes
Zeugs ist, eine Scheinwelt, wie es das moderne Japan wohl auch ist, aber was solls: manchmal wirkt so
eine symbolische Bildersprache, die den Jugendlichen auch vertraut ist mehr Eindruck. Es geht ja primär
um die Affizierung von jungen Menschen, die man im guten Sinn verführen muss. Jesus sagt ja auch: ich
mache Euch zu Menschenfischern. Man muss im Meer der modernen Welt nach den Seelen fischen, die sich anbieten
für eine Berufung in Christus. Dafür kann es auch legitim sein sich einer modernen Bildersprache zu
bedienen, die die Jugendlichen gewohnt sind und die eigentliche Botschaft auch bis in ihre Köpfe und
Herzen transportien kann. Es ist so eine Art List der Verführung.
Sag bloß du hast nen Clown gefrühstückt? Daher wohl auch der komische Spruch am Ende deines Postings?
Im ersten Moment dachte ich ja es sei Latein, weil es sehr ähnlich ausieht, aber „vincet“ ergibt lateinisch
keinen Sinn. Welche Sprache ist das denn?
Ach, ich sehe schon, wir haben heute einen Clown gefrühstückt! Ja, ja, was anderes bleibt den NO-Amtskirchen-Leuten
in ihrer (meist ignorierten) Tristesse nicht übrig. Natürlicher Verdrängungsmechanismus. Veritas Vincet
Achso! Das mit dem alten Ritus war Ironie! Lach, sorry, da saß ich gerade auf der Leitung, entschuldige,
aber bei den vielen schrägen Vögeln hier hatte ich einen Moment geglaubt du meinst das ernst mit diesem
absurden Vorschlag!
Coole Gang, … … die 5 Freunde von der Berufungspatrouille! Erinnern mich irgendwie an „Ghostbusters“.
Besonders schick ist das Tarnfarben-Kollarhemd-Outfit des Diözesanpriesters. So muss der Soldat Christi
heute aussehen. Kann man das irgendwo im Internet bestellen? Würde ich meinem Pfarrer zu Pfingsten schenken