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Freitag, 4. Mai 2007 09:32
Ist Bayern Marienland, bleibt Bayern in Gottes Hand
Lenin hat dies sehr gut verstanden. Vielleicht hat ihm der Teufel dieses Verständnis geschenkt. Von Pater Andreas Mählmann, Priesterbruderschaft St. Pius X.
Papst Benedikt XVI. am Marienplatz in München
Papst Benedikt XVI. am Marienplatz in München
(kreuz.net/ fsspx.info, München) Wenn wir sehen, wie sehr die Jugend heute religiös verwahrlost und nicht einmal mehr die Grundbegriffe des Glaubens kennt, wundert man sich nicht, daß die Liebe zu Maria im Volk immer mehr erkaltet.

Das kann kein gutes Ende nehmen.

Darum geht es am Samstag bei der Erneuerung der Marienweihe vor der Münchner Mariensäule vor allem: daß uns die Liebe zu Maria in Fleisch und Blut übergeht – so sehr, daß wir fähig sind, diese Liebe auch in anderen Menschen zu entflammen.

Wir stehen an einem entscheidenden Punkt in unserer Geschichte.

Bayernland Marienland steht und fällt mit der Liebe zu seiner Himmelskönigin.

Kurfürst Maximilian I. († 1651)
Kurfürst Maximilian I. († 1651)
Wie diese aussehen kann, können wir am besten von der ehrwürdigen Person lernen, welche die Mariensäule im Jahre 1638 aufgerichtet hat: der große bayrische Kurfürst Maximilian I.

In der Gnadenkapelle von Altötting ließ er in einem verschlossenen Kästchen ein Pergament niederlegen. Er hatte es mit seinem eigenen Blut beschrieben: Als Dein Eigentum widme und opfere ich mich Dir, o Jungfrau Maria mit diesem meinem Blute, ich Maximilian, der erste der Sünder.

Jahrzehnte lang kämpfte Maximilian im 30jährigen Krieg für die Erhaltung des katholischen Glaubens in dem Bewußtsein, ein Soldat Mariens zu sein.

Der Gedanke „Maria will es so“ trieb ihn voran. Die Liebe zur Gottesmutter hat ihn unsägliche Strapazen auf sich nehmen lassen, obwohl er den Krieg haßte.

Auf seiner Fahne standen die Worte, welche Maria bezeichnen: „Furchtbar wie ein geordnetes Kriegsherr“.

Er machte es zum Gesetz, daß seine Untertanen einen Rosenkranz besitzen und alle auf der Straße niederknien sollten, wenn es dreimal täglich zum Engel des Herrn läutet.

Als die ersten Ziele seiner Regierung bezeichnete er die Beförderung der Ehre Gottes und das Heil der Seelen der ihm anvertrauten Untertanen.

Unter dem Schutzmantel Mariens fühlte er sich sicher.

Seinen Kampf müssen wir heute weiterführen.

Zerstörung Sodoms: Lot und seine Töchter, von Lucas van Leyden († 1533)
Zerstörung Sodoms: Lot und seine Töchter, von Lucas van Leyden († 1533)
Im Fall der von Unzucht verseuchten Städte Sodoma und Gomorrha wäre Gott bereit gewesen, die Zerstörung aufzuhalten, wenn es dort nur zehn Gerechte gegeben hätte.

Das ist ein Hinweis, auf die Strategie, die wir in unserem Kampf anwenden müssen.

Die Patronatsfeier ist ein kühner Versuch, diese zehn Gerechten, die sich dankbar an die Muttergottesweihe erinnern, an der Mariensäule zusammenzuführen.

Das Zitat des Gotteshassers Lenin, das wir auf unseren Flugblättern verbreitet haben, läßt diesbezüglich etwas erahnen. In der Revolutionszeitschrift ‘Iskra’ schrieb der Völkermörder:

„An der Mariensäule von München werden sich die Schicksale Europas entscheiden“.

Wie ist dieses Wort zu verstehen? Mit Hilfe des 12. Kapitels der Geheimen Offenbarung. Dort ist von der großen Frau die Rede, die am Himmel erscheint, und von dem roten Drachen, der sich ihr entgegenstellt.

Es ist bemerkenswert, daß der Kommunismus am äußersten östlichen Ende Europas nämlich in Sankt Petersburg seinen Anfang nahm.

Geographisch genau gegenüber am äußersten westlichen Ende von Europa begannen kurz vorher die Erscheinungen unserer Lieben Frau in Fatima.

In der Mitte zwischen diesen beiden Punkten liegt die Metropole München, wo zeitgleich das erste Mal das Fest Patrona Bavariae gefeiert wurde.

Wenn man Fatima und den Kommunismus als zwei Heerlager sieht, die sich einander gegenüberstehen, so wird es in der Mitte zum Kampf und zur Entscheidung kommen: an der Münchner Mariensäule.

Lenin in seinem Büro im Moskauer Kreml, 1918
Lenin in seinem Büro im Moskauer Kreml, 1918
Lenin hat dies sehr gut verstanden. Vielleicht hat ihm der Teufel das Verständnis dieses übernatürlichen Kampfes geschenkt, der immer noch voll im Gange ist.

Die von Lenin angezettelte Revolution begann in Petersburg ausgerechnet an jenem Tag, an dem in München die Mariensäule eingeweiht wurde: an einem 7.November.

Die Botschaft des Satans wird damit klar: „Dein Reich, o Maria, will ich überwinden“.

Wo es gelingt, Maria aus den Herzen zu tilgen, da geht die Welt zum Teufel, wo dies mißlingt, da geht der Teufel zur Hölle.

Darum gibt es nichts Wichtigeres als die Erneuerung der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens:

Ist Bayern Marienland, bleibt Bayern in Gottes Hand!

Zum Programm der Veranstaltung am 5. Mai
© Titelbild: Creative Commons Licence
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 82 Lesermeinungen:
Montag, 7. Mai 2007 11:03
Marius.Frosch: Rückantwort
Die Gründung der Priesterbruderschaft St. Pius X. erfolgte im Jahr 1969 mit der ausdrücklichen Zielsetzung, das katholische Priestertum zu erneuern. Sie wurde am 1. November 1970 durch den zuständigen Bischof von Freiburg, Genf und Lausanne, Mgr. Charrière, ordnungsgemäß kanonisch errichtet und erhielt im darauffolgenden Jahr, am 18. Februar 1971, eine Belobigung ihrer Statuten durch den damaligen Präfekten der römischen Kleruskongregation, Kardinal Wright. Für die Einrichtung ihrer Seminare stützte sie sich u.a. auf Beschlüsse des Dekrets des II. Vatikanischen Konzils für die Priesterausbildung, „Optatam totius“.

Es gibt keine Exkommunikation für die Priester der Bruderschaft und erst recht nicht für die Gläubigen, die sich ihr anschließen. Das hat u.a. kein geringerer als Kardinal Ratzinger erklärt, in einem Brief vom 28.6.1993 an Bischof Ferrario von Hawaii.
Montag, 7. Mai 2007 08:51
monti: für Sirilo
Ich habe gerade im Rundunk (Bayern 5 Aktuell) einen Bericht darüber gehört. Dabei wurde Pater Schmidberger interviewt, der behauptete, die Exkommunikation gegen die FSSPX sei ausgesprochen worden, weil diese die alte Messe bewahren wolle. Na ja, so ganz entspricht das ja nicht der Wahrheit, oder?

Man kann lügen oder nicht die ganze Wahrheit sagen. Letzteres tut Pater Schmidberger.
Lefebvre wollte (u.a.) ja die alte Messe bewahren. Da selbst er irgendwann mit seinem biologischen Ende rechnen musste, hat er verbotswidrig für seine Nachfolge gesorgt (durch die Bischofsweihen). Dafür wurden er und die Bischöfe exkommuniziert. Wenn man es nun nicht so ganz genau nimmt, sind diese ja auch exkommuniziert worden, weil dadurch die alte Messe erhalten blieb. Ja, so ist das mit der Wahrheit
Montag, 7. Mai 2007 08:39
IrfanView: Und immer…
wenn ich den Namen Maurice Corvisier lese, wir mir übel und das grosse ist nicht weit.
Es bekommt mir nicht sonderlich!

Möchten Sie nicht wieder dahin gehen, wo Sie hergekommen sind? Hier hat man Sie überhaupt nicht vermisst!
Sonntag, 6. Mai 2007 22:35
GerdEric: @Maurice Corvisier
Maurice Corvisier: „Germanen, was ist denn das?“
Nun: immer, wenn ich Gerderich und Leblhuber lese, bin ich besonders stolz darauf, ein dezidiert katholischer Westfranke mit starken germanischen Wurzeln zu sein.

Und das tut verflixt gut!


Westfranke?
Also Franzose wie der werte Name verrät?

PS.: und auch die Vandalen waren Germanen?
Sonntag, 6. Mai 2007 20:46
Sirilo: @Frosch
Die Bayernhymne heißt nicht „Gott sei mit dir du Bayern Land“, sondern: „Gott mit dir, du Land der Bayern“!

Im übrigen wundert es mich, daß Kreuz.net nach den diversen Vorankündigungen bis jetzt noch keinen Bericht über die Münchner Veranstaltung gebracht hat. Warum?

Ich habe gerade im Rundunk (Bayern 5 Aktuell) einen Bericht darüber gehört. Dabei wurde Pater Schmidberger interviewt, der behauptete, die Exkommunikation gegen die FSSPX sei ausgesprochen worden, weil diese die alte Messe bewahren wolle. Na ja, so ganz entspricht das ja nicht der Wahrheit, oder?
Sonntag, 6. Mai 2007 18:50
Marius.Frosch: Gott sei mir dir du Bayern Land
Es war ein wunderbares Ereignis, es gab gelegentlich einige Tröpfchen Regen, aber von einem Regenguß kann aber keine Rede sein. Man wird es später eindeutig auf den Fotos sehen: Es war kein einziger Regenschirm aufgespannt!

Die Prozession, von dem Herkulessall in der Münchener Residenz kommend, erreichte den Marienplatz gegen 19:55 Uhr. Es handelte sich um knapp 1500 Teilnehmer, überwiegend aus Bayern und auch Süddeutschland und Österreich.

Vor der Säule war ein sehr schöner erhöhter Altar mit reichem Blumenschmuck und Kerzen errichtet worden.
Der Leiter des Priesterseminars in Zaitzkoven H.H. Pater Frey Phielt eine Ansprache, in der er die vier kämpfenden Putti am Sockel der Mariensäule hervorhob, die den Sieg Marias über Hunger (Drache), Krieg (Löwe), Pest (Basilisk) und Ketzerei (Schlange) verdeutlichen. Der Priester sah in den Putti allegorische Figuren, die unsere heutige Situation: den geistlichen Hunger, den ideologischen Krieg usw. symbolisieren. Er geißelte besonders die den millionenfachen Abtreibungsmord im Mutter Leib.

Die Veranstaltung endete mit dem Weihegebet an das unbefleckte Herz Mariens und dem schönen Bayernlied „Gott sei mir dir du Bayern Land“ – wunderschönes Lied!
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