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Freitag, 4. Mai 2007 16:02
Diebin in der Domschatzkammer
Jahrelang hat sich eine Mitarbeiterin der Domschatzkammer der Diözese Aachen an der Kasse bedient.
Aachener Dom
Aachener Dom
(kreuz.net, Aachen) Der Aachener Domschatzkammer droht ein Skandal. Das berichtete die ‘Aachener Zeitung’ am 2. Mai.

Im Zentrum der Untersuchungen steht eine inzwischen fristlos entlassene Mitarbeiterin der Domkapitelverwaltung.

Die Beschuldigte war im siebenköpfigen Verwaltungsteam des Domkapitels für die Zählung und Einbuchung der Tageseinnahmen zuständig.

Sie buchte die Einnahmen – nach Angaben von Dompropst Herbert Hammans – zunächst korrekt. Dann entwendete sie Geld aus der Kasse und manipulierte die Summe nachträglich im EDV-System.

Diese Sicherheitslücke ist inzwischen geschlossen worden. Doch das Geld ist weg. Die Diebstähle wurden im März zufällig durch eine Krankheitsvertretung entdeckt.

Allsehendes Auge am Tor des Aachener Doms
Allsehendes Auge am Tor des Aachener Doms
Laut Dompropst gestand die Beschuldigte ihre Manipulationen.

Die an Krebs erkrankte Frau wird derzeit in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik behandelt.

Sie hat sich über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahre an Eintrittsgeldern, Führungs-Honoraren und Geld aus dem Andenkenverkauf bedient.

„Spendengelder sind nicht angerührt worden“ – erklärte Dompropst Hammans.

Die Staatsanwaltschaft wurde nicht vom Domkapitel kontaktiert, sondern erfuhr von dem Vorfall am 1. Mai aus der ‘Aachener Zeitung’.

Jetzt wurden die Ermittlungen eingeleitet. Die Beschuldigte soll so bald wie möglich befragt werden.

Erhärtet sich der Verdacht der Untreue, drohen ihr eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft.

Der Staatsanwalt will sich auch auf die Suche nach dem Geld machen und ermitteln, wie weit die Schadensumme oberhalb von 100.000 Euro liegt.

Unterdessen bemüht sich das Domkapitel um Schadensbegrenzung.

Es wird befürchtet, daß die Spenden im Vorfeld der Aachener Heiligtumsfahrt aufgrund der zunächst nicht an die große Glocke gehängten Affäre zurückgehen könnten.

© Titelbild: Wikipedia-Benützer „א“, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 15 Lesermeinungen:
Montag, 7. Mai 2007 15:37
Regina 1961: @ Gotthard
Du, da habe ich jetzt aber auch dumm geschaut
Im Ernst. Vor einigen Wochen waren da noch mehrere Listen. Wo die geblieben sind, I don’t know. Aber in meinen Unterlagen fand ich noch folgende Anschrift:
Gehaelter_von_Klerikern als PDF-Datei, eine Schrift der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland. Dann kannst Du auch noch ganz aktuell vergleichen mit der Bundesbesoldungstabelle. Wenn das alles nicht klappt, kann ich Dir ja mal eine Mail privat schicken mit dieser PDF-Datei als Anhang. Aber NUR Dir. Habe keine Lust auf mehr.
Liebe Grüße
Regina 1961
Samstag, 5. Mai 2007 23:26
Gotthard: @regina
ich finde da leider keine Zahlen … schade!
Freitag, 4. Mai 2007 22:38
Schau Dir doch einfach malim Internet an, was ein Priester verdient. Einfach in Google eingeben: Priestergehälter. Sehr informativ!
LG Regina 1961
Freitag, 4. Mai 2007 22:24
Typ: @ Gotthard
Da ich gerade das Pontifikale nicht dabei habe, mag ich mich irren, aber meines Wissens gehört zum Weiheversprechen des Priesters explizit die Armut.
Freitag, 4. Mai 2007 21:59
Heinz Josef: Ich versteh nicht
was der Nachrichtenwert dieser Meldung sein soll. Ein Mensch hat betrogen. Das passiert tausend mal am Tag oder häufiger, auch bei Christen.
Freitag, 4. Mai 2007 21:24
Gotthard: @Typ …
jeder Volltheologe, Pädagoge, Therapeut, der nicht Priester ist, bekommt, wenn er für die Kirche arbeitet, ein Gehalt, das ungefähr halb so hoch ist wie das, was ein Priester bekommt – der keine Familie zu versorgen hat und der Armut gelobt hat.

1. ich habe noch nie gehört, dass ein Diiözesan-Priester Armut gelobt hätte…
2. die kirchliche Vergütung ist der des öffentlichen Dienstes angeglichen…
3. Priester werden meines Wissens nach schlechter bezahlt als andere Akademiker im kirchlichen Dienst…
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