Bistum Aachen
Diebin in der Domschatzkammer
Jahrelang hat sich eine Mitarbeiterin der Domschatzkammer der Diözese Aachen an der Kasse bedient.
(kreuz.net, Aachen) Der Aachener Domschatzkammer droht ein Skandal. Das berichtete die ‘Aachener Zeitung’ am 2. Mai.

Im Zentrum der Untersuchungen steht eine inzwischen fristlos entlassene Mitarbeiterin der Domkapitelverwaltung.

Die Beschuldigte war im siebenköpfigen Verwaltungsteam des Domkapitels für die Zählung und Einbuchung der Tageseinnahmen zuständig.

Sie buchte die Einnahmen – nach Angaben von Dompropst Herbert Hammans – zunächst korrekt. Dann entwendete sie Geld aus der Kasse und manipulierte die Summe nachträglich im EDV-System.

Diese Sicherheitslücke ist inzwischen geschlossen worden. Doch das Geld ist weg. Die Diebstähle wurden im März zufällig durch eine Krankheitsvertretung entdeckt.

Allsehendes Auge am Tor des Aachener Doms
Allsehendes Auge am Tor des Aachener Doms
Laut Dompropst gestand die Beschuldigte ihre Manipulationen.

Die an Krebs erkrankte Frau wird derzeit in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik behandelt.

Sie hat sich über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahre an Eintrittsgeldern, Führungs-Honoraren und Geld aus dem Andenkenverkauf bedient.

„Spendengelder sind nicht angerührt worden“ – erklärte Dompropst Hammans.

Die Staatsanwaltschaft wurde nicht vom Domkapitel kontaktiert, sondern erfuhr von dem Vorfall am 1. Mai aus der ‘Aachener Zeitung’.

Jetzt wurden die Ermittlungen eingeleitet. Die Beschuldigte soll so bald wie möglich befragt werden.

Erhärtet sich der Verdacht der Untreue, drohen ihr eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft.

Der Staatsanwalt will sich auch auf die Suche nach dem Geld machen und ermitteln, wie weit die Schadensumme oberhalb von 100.000 Euro liegt.

Unterdessen bemüht sich das Domkapitel um Schadensbegrenzung.

Es wird befürchtet, daß die Spenden im Vorfeld der Aachener Heiligtumsfahrt aufgrund der zunächst nicht an die große Glocke gehängten Affäre zurückgehen könnten.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Regina 1961   15:37:46 | Montag, 7. Mai 2007
@ Gotthard
Du, da habe ich jetzt aber auch dumm geschaut :-O
Im Ernst. Vor einigen Wochen waren da noch mehrere Listen. Wo die geblieben sind, I don’t know. Aber in meinen Unterlagen fand ich noch folgende Anschrift:
Gehaelter_von_Klerikern als PDF-Datei, eine Schrift der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland. Dann kannst Du auch noch ganz aktuell vergleichen mit der Bundesbesoldungstabelle. Wenn das alles nicht klappt, kann ich Dir ja mal eine Mail privat schicken mit dieser PDF-Datei als Anhang. Aber NUR Dir. Habe keine Lust auf mehr.
Liebe Grüße
Regina 1961
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#14   Gotthard   23:26:48 | Samstag, 5. Mai 2007
@regina
ich finde da leider keine Zahlen … schade!
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#13   Regina 1961   22:38:31 | Freitag, 4. Mai 2007
@Typ!
Schau Dir doch einfach malim Internet an, was ein Priester verdient. Einfach in Google eingeben: Priestergehälter. Sehr informativ!
LG Regina 1961
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#12   Typ   22:24:16 | Freitag, 4. Mai 2007
@ Gotthard
Da ich gerade das Pontifikale nicht dabei habe, mag ich mich irren, aber meines Wissens gehört zum Weiheversprechen des Priesters explizit die Armut.
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#11   Heinz Josef   21:59:18 | Freitag, 4. Mai 2007
Ich versteh nicht
was der Nachrichtenwert dieser Meldung sein soll. Ein Mensch hat betrogen. Das passiert tausend mal am Tag oder häufiger, auch bei Christen.
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#10   Gotthard   21:24:55 | Freitag, 4. Mai 2007
@Typ …
jeder Volltheologe, Pädagoge, Therapeut, der nicht Priester ist, bekommt, wenn er für die Kirche arbeitet, ein Gehalt, das ungefähr halb so hoch ist wie das, was ein Priester bekommt – der keine Familie zu versorgen hat und der Armut gelobt hat.
1. ich habe noch nie gehört, dass ein Diiözesan-Priester Armut gelobt hätte…
2. die kirchliche Vergütung ist der des öffentlichen Dienstes angeglichen…
3. Priester werden meines Wissens nach schlechter bezahlt als andere Akademiker im kirchlichen Dienst…
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#9   nonnobisdomine   20:10:35 | Freitag, 4. Mai 2007
Da unterstellen Sie mir was. – Ich habe Ihnen gedankt,
… daß Sie kein Schmarotzer seind.
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#8   Nachtlaterne   19:14:36 | Freitag, 4. Mai 2007
nicht das eine gegen das andere…
niemals das eine gegen das andere ausspielen, ansonsten entsteht das sündenbockprinzip!
die eine stiehlt bares, die anderen gezielt das gewissen anderer gegen gottes schützende gebote um möglichst viel geld hereinzuhioeln, um möglichst viel gier nach sex und macht zu stillen.
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#7   Typ   17:47:51 | Freitag, 4. Mai 2007
@ vir
Ist dies wohl der Neid?
Wieso sollte ich neidisch auf Dummköpfe sein?
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#6   virOblationis   17:39:29 | Freitag, 4. Mai 2007
die Stimmen der sieben Todsünden
„Und überbezahlte Zelebrationsheinis, die meinen, die potestas consecrationis rechtfertige ein höheres Beamtengehalt und miserable theologische und kommunikative Kompetenz.“
Ist dies wohl der Neid?
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#5   Typ   17:26:16 | Freitag, 4. Mai 2007
@ nonnobis
Dann gehen Sie. Ich bedanke mich bei Ihnen. Andere Menschen sind jedoch immer noch Schmarotzer im „Pelz“ der katholischen Kirche.
Wen meinen Sie im ersten und zweiten Satz?
Und wen im dritten?
Wenn Sie mit dem ersten und zweiten Satz MICH meinen sollten: Ich bin kein kirchlicher Mitarbeiter. Wie kommen Sie darauf?
Und Schmarotzer kenne ich keine. Ein paar unterbezahlte Fachkräfte, ja. Und überbezahlte Zelebrationsheinis, die meinen, die potestas consecrationis rechtfertige ein höheres Beamtengehalt und miserable theologische und kommunikative Kompetenz.
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#4   nonnobisdomine   17:11:16 | Freitag, 4. Mai 2007
Dann gehen Sie. Ich bedanke mich bei Ihnen.
Andere Menschen sind jedoch immer noch Schmarotzer im „Pelz“ der katholischen Kirche.
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#3   Typ   17:06:48 | Freitag, 4. Mai 2007
@nonnobis
Sehen nicht viele Laienangestellte immer noch in der katholischen Kirche eine „Melkkuh“?
Glaube kaum. Z.B. jeder Volltheologe, Pädagoge, Therapeut, der nicht Priester ist, bekommt, wenn er für die Kirche arbeitet, ein Gehalt, das ungefähr halb so hoch ist wie das, was ein Priester bekommt – der keine Familie zu versorgen hat und der Armut gelobt hat.
Die Kirche als Melkkuh? Sicher nicht. Wenn ich sowas suche, gehe ich besser zu anderen Arbeitgebern.
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#2   Loyola †   16:55:28 | Freitag, 4. Mai 2007
Da sieht man mal wieder
was in den Kirchen los ist, wo die Neue Messe gefeiert wird!
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#1   nonnobisdomine   16:33:59 | Freitag, 4. Mai 2007
Vielleicht provoziere ich hier gleich die Löschung dieses Beitrags:
Sehen nicht viele Laienangestellte immer noch in der katholischen Kirche eine „Melkkuh“?
Warum kann man nicht noch was für den eigenen Bereich was aus der schon kränkelnden Kirche rausholen?
Die Kirche – gerade auch in Aachen – ist schon bankrott.
Und jetzt folgt noch der Skandal – wenn es einer ist – dieser Angestellten des Bistums.
Weiterschauen müssen wir in dieser Angelegenheit.
Und kritisch sein…
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