Die deutschen Bischöfe sind sich einig und haben es dem Papst auch klar gesagt: „Wir wollen das Motu Proprio nicht.“ Mit Erfolg – wie man in altgläubigen Kreisen vernehmen kann.
(kreuz.net, Lausanne) Der Papst hat sein Einverständnis gegeben, mit der Veröffentlichung des Motu Proprios
zur Freigabe der Alten Messe „zuzuwarten“.
Das predigte der Generalobere der Priesterbruderschaft St.
Pius X., Bischof Bernard Fellay, am 29. April anläßlich einer Altarweihe in Lausanne in der Westschweiz.
Die knapp 40minütige Predigt in französischer Sprache ist auf der Webseite der Piusbruderschaft ‘Dici.org’
als Audiodatei abrufbar.
Der Generalobere weiß von einer Entscheidung, die am 15. April bei einem Treffen
des Papstes mit den Vorstehern der vatikanischen Dikasterien gefallen ist.
Man will jetzt angeblich „Experten“
nach Frankreich und nach Deutschland ausschicken. Dort befinden sich jene Bischöfe, die sich am meisten
gegen die Alte Messe aufbäumen.
Die Experten sollten Frankreich und Deutschland auf das Motu Proprio
vorbereiten.
Bischof Fellay erwähnt in seiner Predigt auch, daß alle deutschen Bischöfe einen gemeinsamen
Brief an den Papst unterschrieben hätten: „Wir wollen das Motu Proprio nicht.“
Mons. Fellay gesteht
dem Papst immerhin zu, daß er den „festen Willen“ zur Freigabe der Alten Messe besitze.
Als möglichen
Zeitpunkt – einen unter vielen – hat Bischof Fellay zuletzt Ende 2007 gehört.
Doch auch wenn das Motu
Proprio noch erscheinen sollte, warnt Bischof Fellay vor Illusionen über seine tatsächliche Wirksamkeit.
Gedämpfte Begeisterung
Auch Mons. Michael Schmitz – Generalvikar des altgläubigen Ecclesia-Dei-Instituts
‘Christus König und Hoherpriester’ – äußerte sich vor der jüngsten Ausgabe der katholischen britischen
Wochenzeitschrift ‘The Catholic Herald’ mit Resignation.
Kürzlich dachte man noch, daß das Motu Proprio
„eines Tages“ publiziert werde: „Aber das werden wir vielleicht noch in dreißig Jahren denken.“
Im Januar
besaß Mons. Schmitz keine Informationen über das Motu Proprio. Dagegen hatte er noch im März von einer
„baldigen“ Veröffentlichung gesprochen.
Entscheidung revidiert?
Öffentliche Stellungnahmen aus dem
Vatikan hatten noch bis vor kurzem den Eindruck gegeben, daß eine Veröffentlichung des Motu Proprios
eine beschlossene Sache war.
Ende März erklärte Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone – wohl nicht
ohne Zustimmung des Papstes –, daß das Motu Proprio veröffentlicht werde.
Am 3. April schrieb der Präsident
der Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, in einem Brief, daß die Entscheidung, das Motu
Proprio zu veröffentlichen, gefallen und unveränderlich sei.
Interessierte klerikale Kreise beginnen
jetzt, über Alternativen zum Motu Proprio nachzudenken.
Die naheliegenste ist, mittels eines vorauseilenden
Gehorsams Fakten zu schaffen.
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108 Lesermeinungen
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@Veritatis nein, keinesfalls, ich versetzte mich nur in die Situation, in welche ein mit-poster mich hineinphantasierte
(siehe unten). Bei mir geht’s blitzsauber zu …
#107 Stephanus 02:02:38 | Donnerstag, 10. Mai 2007
trotzdem ein Werk der Nächstenliebe für typ und andere: nun haben sie es also selbst zugegeben. ihr
Heuschnupfen wurde nicht geheilt! wie auch? Der liebe Gott macht doch nicht die Arbeit die sie machen
müssen. Entgiften sie sich mal, fangen sie einfach an mehr gutes sauberes Wasser zu trinken. viel mehr
sauberes Wasser, 3 Liter am Tag und mehr wenn sie ansonsten gesund sind und ihre Ausscheidungsorgane das
mitmachen!!! unterstützen sie ihren Körper und bringen sie den Stoffwechsel auf Trapp und sie werden
sehen, daß Problem mit dem „Heuschnupfen“ löst sich wie von selbst. Ich empfehle ihnen das wirklich
sensationelle Buch von F. Batmanghelidj : Wasser, die gesunde Lösung. Und wenn sie dann wieder geerdet
sind und basisch, dann reagieren sie auch auf Alles viel gelassener. dann wird auch der Zwang, sich hier
bitter und übersäuert äußern zu müssen, verschwinden. Dabei helfe ihnen der liebe Gott.
@ Noricum Die Sedisvakantisten, von denen hier bisher zu lesen war, lehnen die Amtsgewalt der seit 1959
regierenden Päpste ab, weil sie ihnen schwerwiegende Irrlehren, Zugehörigkeit zu antikirchlichen Gruppierungen
etc unterstellen. Sie aber wollen Sedisvakantist werden, weil Ihnen die Politik (!) des Papstes nicht
gefällt. Anders ausgedrückt: „Macht der Papst nicht was ICH will, geh ich halt woanders hin.“ Gehorchen
nur, wenn es einem selber passt? Sorry, aber das ist definitiv keine katholische Einstellung. Es ist nicht
mal mit der Einstellung der Sedisvantisten vereinbar: Diese behaupten, es gäbe gar keine Jurisdiktion
(da der gegenwärtige Inhaber des Petrusamtes nicht rechtmäßig sei), Sie aber wollen sich der Jurisdiktion,
von deren Bestehen Sie offensichtlich ausgehen, entziehen. Vor den Sedisvakantisten werden Sie damit nicht
bestehen.
Antwort an Typ @ Typ De facto bin ich „fast“ für die Sedivakantisten, hab mich aber noch nicht 100% dafür
entschieden. Klingt lächerlich, stimmt auch. Besser aber eine Indultmesse oder eine Messer der Piusbruderschaft
als gar keine. Immer noch besser als das ganze Jahr über im Schott zu lesen, oder?
@ Noricum Das heißt, je nach Personal vor Ort entscheiden Sie sich dafür, Sedisvakantist zu sein oder
nicht? Und dann beschweren Sie sich darüber, dass da jemand angeblich nicht konsequent in seinem Tun
sei? Also lächerlicher geht’s ja wohl wirklich nicht mehr.
Mir reichts dann wirklich!!! Dieses hin und her ist purer Wahnsinn. Ich hätte mir von Benedikt wirklich
mehr erwartet, kann er sich doch nicht einmal gegen die Bischöfe durchsetzen. Leider gibt es keine sedisvakante
Gemeinschaft in meinem Ort (ich lebe am Land), sondern lediglich eine „Indultmesse“ in nächster Nähe
(auch eine Autostunde entfernt!!) Wenn es eine sedisvakante Gemeinschaft hier gäbe, würde ich „überlaufen“
und dort die Gottesdienste besuchen …
@ Dr. Christoph Heger Mir ist durchaus bewusst, dass Bischof Mixa oder die anderen von mir genannten keineswegs
so „konservativ“ sind, wie sie in einer gewissen Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Deswegen hatte ich
auch geschrieben: die sogenannten „konservativen“ Bischöfe. Es ist natürlich besonders bedauerlich,
dass sie in gewissen Kreisen einen solchen Ruf genießen, dem sie aber zumindest in puncto Liturgie keineswegs
gerecht werden. Was hat es eigentlich mit jenem ominösen Brief auf sich, der von allen deutschen Bischöfen
unterschrieben worden sein soll? Gibt es dafür noch andere Quellen?
aufruf zum ungehorsam… … gegen die katholische Kirche aufgrund „katholischer Gesinnung“ … auch nicht
schlecht… Vielleicht sollten sie zum Protestantismus übertreten, dort ist viel mehr dem eigenen Gewissen
überlassen, und wer einen Gottesdienst in Latein feiern möchte, darf das sicherlich tun…
Zum „PRO MULTIS“-Test Möglich, daß die Abänderung zu „pro multis“ ein Versuch ist, bischöfliches Verhalten
vor weitgehenderen Veränderungen zu erkunden. Ja, das ist sicher der Fall. Jedoch: Das Testergebnis ist
bisher katastrophal, wie auch die Umsetzung von REDEMPTIONIS SACRAMENTUM katastrophal ist. Die Bischöfe
und ihr seit 40 Jahren modernistisch geprägter Klerus wollen einfach nicht. Ich wiederhole: DIE NEUE
ALTE LITURGISCHE SPIRITUALTITÄT IST NUR DURCH MUTIGE TATSCHRITTE VON UNTEN ZU ERWERBEN!DA MUSS MAN SCHON
IN BESTIMMTEN GROSSEN KIRCHEN BEGINNEN, – OHNE HERRN KARDINAL L. ZU FRAGEN!
@Libertas Ecclesia: Bischof Mixa Ich lese erst jetzt Ihre verwunderte Anmerkung, daß (angeblich) auch
„konservative“ Bischöfe wie Mixa einen solchen ominösen Brief unterzeichnet haben sollen. Bischof Mixa
ist meiner Erfahrung nach durchaus nicht konservativ, wenigstens nicht in Sachen alte Messe. Gerade erst
in jüngster Zeit hat er mit falschen Beschuldigungen versucht, die Teilnahme eines katholischen Ordens
an der Marienwallfahrt nach Altötting wegen der dort von Erzbischof Haas zu feiernden alten Messe zu
verhindern. Wie sagte doch schon der Vorgänger von Kardinal Ratzinger, der kroatische Kardinal Seper:
„Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe.“ MfG Christoph Heger
Diskussion auf das Wesentliche konzentrieren Es ist wenig zielführend, würde man die Diskussion hier
auf die Frage einer Ergänzung und Anreicherung der Liturgie von 1962 mit neueren Heiligen und/oder weiteren
Präfationen konzentrieren. Ich glaube, das ist jetzt nicht wirklich das Problem in der katholsichen Kirche.
Zunächst einmal sollte alles für eine Gesundung des neuen Ritus (im eigentlichen Sinne einer echten
„Reform der Reform“ desselben) getan werden, und das beste Heilmittel dafür ist natürlich das „Urmeter“
der katholischen Liturgie, nämlich die überlieferte Form der römischen Messe in ihrer jetzt approbierten
Form mit den liturgischen Büchern von 1962. Alles weitere (neue Heilige etc.) wird man dann sehen. Aber
warten wir das erst einmal ab und machen wir nicht den zweiten Schritt vor dem ersten!
@ Diam Der Alte Ritus ist die beste Medizin für alle Krankheiten dieser Erde. Mein heftiger Heuschnupfen
wurde durch Besuch der Alten Messe nicht geheilt. Dabei war es sogar eine Alte Messe bei den Rechtgläubigen,
also der Lefebvre-Kirche, nicht bei den modernistischen Halbjuden, also der Petrusbruderschaft.
Frage Möglich, daß die Abänderung zu „pro multis“ ein Versuch ist, bischöfliches Verhalten vor weitgehenderen
Veränderungen zu erkunden. Inzwischen aber ist längst bekannt, wie sich bestimmte Bischöfe und Bischofskonferenzen
verhalten. – Welche Fortschritte verzeichnet angesichts dessen das „pro multis“? Wird es konsequent verfolgt?
@VirOblationis: Der hl. Joseph im Canon Missae Die Frage ist, ob die Aufnahme des Heiligen Josef ins Hochgebet
der römischen Messe wirklich gut gemeint war. Ich habe die Vermutung gehört, dass dies ein Test war.
Im Gegensatz zu den Präfationen, deren es viele gibt, ist das Hochgebet der Messe seit uralter Zeit unverändert.
Es hat sich meines Wissens in der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends herausgebildet und blieb seither
unverändert. Also lautete die Losung: Schauen wir mal, wie die Leute reagieren, wenn das Bollwerk „unveränderliches
Hochgebet“ unter dem Schein der Frömmigkeit angekratzt wird (ich möchte diese Absicht keineswegs Joh.
XXIII. persönlich unterstellen). Da diese klitzekleine Änderung ohne Widerstand angenommen wurde, konnte
man sich im Zuge der Liturgiereform auch an die tatsächlich beabsichtigten größeren Änderungen und
sogar an ganz neue Hochgebete heranwagen. Das Argument, das Hochgebet sollte unangetastet bleiben, hat
ja bereits durch die hingenommene Hineinnahme des Heiligen Joseph ihre Wirkung verloren. Irgendwie sehe
ich in der Hineinnahme des Heiligen Joseph im Hochgebet eine Parallele zur korrekten Übersetzung des
„pro multis“: „Schauen Wir mal, wie die Bischöfe reagieren. Wird sie hingenommen, dann können Wir uns
an die eigentliche Änderung heranwagen: die allgemeine Wiederzulassung des überlieferten Ritus.“
virOblationis schrieb: „Es mag ja alles gut gemeint sein, aber nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte
ist Skepsis gegenüber jeglicher Veränderung des überlieferten Ritus wohl verständlich.“. Zustimmung.
Ein Moratorium von weiteren 40 Jahren, in denen überhaupt nichts am alten Ritus verändert würde, wäre
sicher durchaus angemessen. Was die Veränderungen in den Jahren 1940 – 1960 betrifft, habe ich zwiespältige
Gefühle. Die Verlegung der Feier Osternacht in die Osternacht und die Aufnahme des Hl. Joseph in den
Canon sind sicher von der Sache her nicht zu kritisieren. Aber andererseits sollte gerade der Canon wegen
seines ehrwürdigen Alters vor allen Eingriffen geschützt sein. Die Bestrebungen, den hl. Joseph in die
Liste der Canon-Heiligen aufzunehmen, sind ja schon sehr alt, und mir gefällt sehr gut, wie Papst Pius
IX reagierte, als man die entsprechende Bitte an ihn herantrug: „Das kann ich nicht machen“, soll er geantwortet
haben, „ich bin doch nur der Papst“. Ein wenig von dieser Haltung hätte man dem einen oder anderen unter
seinen Nachfolgern auch gewünscht.
Skepsis Mit der Zulassung weiterer Präfationen knüpft man gewissermaßen an die Bearbeitung der hl.
Messe unter Joh. XXIII an, der z.B. auch den hl. Joseph in den Canon einfügte. Es mag ja alles gut gemeint
sein, aber nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte ist Skepsis gegenüber jeglicher Veränderung des
überlieferten Ritus wohl verständlich.
virOblationis befürchtete: „Dann kämen neue Präfationen hinzu. (Reichen die alten nicht aus?) Eine
erste Maßnahme wiederum am Schreibtisch erdachten Machens von Liturgie. (Lehnte Kard. Ratzinger solches
nicht gerade ab?)“ Es geht hier nicht um irgend etwas am Schreibtisch Erdachtes. Die Tradition der Kirche
hat Hunderte von Präfationen hervorgebracht, unter denen viele von ganz außerordentlich hohem Wert sind.
Andererseits hat es aber auch immer Präfationen gegeben, die zu Recht Bedenken hervorrufen mußten. Deshalb
hat die Kirche, ebenfalls zu Recht, die Präfationen in der Neuzeit streng reguliert und den Bestand an
offiziell zugelassenen Präfationen nur selten verändert. Der damalige Kardinal Ratzinger hat sich in
Fontgombault dafür eingesetzt, den Schatz vorhandener, altehrwürdiger, aber offiziell nicht zugelassener
Präfationen zu sichten und einige davon für den alten Ritus (aus dem sie hervorgegangen sind) wieder
zuzulassen, und so die Verbindung zwischen dem Festgedanken des Tages und dem eigentlichen Hochgebet zu
stärken. An „Neudichtungen“ oder Eingriffe in alte Texte hat er dabei sicher nicht gedacht.
kritische masse Kritische Masse bezeichnet in der Kernphysik die Mindestmasse eines aus einem spaltbaren
Nuklid bestehenden Objektes, ab der die effektive Neutronenproduktion eine Kettenreaktion der Kernspaltung
aufrechterhalten kann. Ähnliches findet sich in der Entwicklung von bösartigen Tumoren, wo sich eine
kritische Masse an Tumorzellen bilden muß, damit es zur Bildung von Tumorgefäßen kommen kann. Dies
ist unsere Chance für eine allgemeine Wiederzulassung des Ritus 1962. Seit dem „Agatha Christie Indult“
1971, „Quattuor ab hinc annos“ 1984 und „Ecclesia Dei afflicta“ 1988 hat sich soviel getan. Diese Zeitspanne
dauert nicht einmal ein Augenzwinkern unseres Schöpfers. Wie kleinlich und kleingläubig sind wir doch
und meinen es müsse jetzt sofort und überhaupt sein, da wir – auch ich – kaum mehr die Tugend der Geduld
kennen. Beten wir einfach, auch wenn’s uns nicht einfach fällt.
„In dreissig Jahren ist die Alte Messe die einzige Messform,, die noch zelebriert werden wird.“ So ist
es. Und den Beginn davon sehen wir schon jetzt deutlichst: volle Kirchen, in denen die Messe aller Zeiten
vor viel Jugend gelesen wird – und sich stetig mehr leerende Kirchen, in denen das Konstrukt einer glaubensarmen
Zeit als Gedenkfeier mit Imbiß vor weißhäuptigen Kleingruppen stattfindet. Und wenn man dann noch das
Durchschnittsalter der jeweiligen Priester einrechnet, dann ist schon klar, wo die Zukunft liegt.
Meine unmaßgebliche Meinung dazu: Auch Mons. Michael Schmitz – Generalvikar des altgläubigen Ecclesia-Dei-Instituts
‘Christus König und Hoherpriester’ – äußerte sich vor der jüngsten Ausgabe der katholischen britischen
Wochenzeitschrift ‘The Catholic Herald’ mit Resignation. Kürzlich dachte man noch, daß das Moru Proprio
„eines Tages“ publiziert werde: „Aber das werden wir vielleicht noch in dreißig Jahren denken.“ In dreissig
Jahren ist die Alte Messe die einzige Messform,, die noch zelebriert werden wird. Welcher Priester sollte
auch eine Mahlsfeier vor leerem Haus, also ohne Tischgäste feiern? In dreissig Jahren brauchen wir also
ein Motu Proprio noch weniger als heute.
An alle Betet die Litanei zum allerheiligsten Altarsakrament ebenso das kurze Wechselgebet: Hochgelobt
und gebenedeit sei da allerheiligste Sakrament es Altares von nun an bis in alle Ewigkeit. (sooft man
sich daran erinnert) Der Alte Ritus ist die beste Medizin für alle Krankheiten dieser Erde. Unser Heiland
zieht wenn wir beten. Er wirkt mit großer Kraft.
Der exkommunizierte Fellay, sollte, wenn er schon meint, predigen zu müssen, das Evangelium auslegen
und nicht die Feier der Messe nutzen, um seine Hetzpropaganda zu verbreiten!
meine Befürchtung Libertas ecclesiae schrieb: „Eine sinnvolle Ergänzung [des Alten Ritus] wäre natürlich
grundsätzlich zu begrüßen, müsste jedoch behutsam und einheitlich von der zuständigen kirchlichen
Autorität verfügt werden.“ Eben das befürchte ich. – Nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zu
erwarten, daß Veränderungen des überlieferten Ritus „behutsam“ durchgeführt werden, vermag ich mir
nicht vorzustellen. Eine Ergänzung mit den Festtagen neuer Heiliger etc. wäre kein großes Problem.
Dann kämen neue Präfationen hinzu. (Reichen die alten nicht aus?) Eine erste Maßnahme wiederum am Schreibtisch
erdachten Machens von Liturgie. (Lehnte Kard. Ratzinger solches nicht gerade ab?) Welche weiteren – nicht
mehr ganz so behutsamen – Schritte wären dann noch zu erwarten? Am Ende stände ein irgendwie verstümmelter
Ritus, der dem NOM nicht mehr allzu unähnlich ist und als überlieferte Messe zelebriert werden darf.
In der Tat, dem ist wohl nichts hinzuzufügen, heißt doch der Sinnspruch: Hilf Dir selbst, dann hilft
Dir Gott! + machen wir es doch wie die Tunnelbauer, da arbeitet man auch von zwei Seiten an einem Projekt:
Während die eine Seite schneller vorrankommt, sie hat es mit weichem Gestein zu tun, stößt die andere
Seite auf Granit, muß öfter ihre Werkzeuge anpassen. Irgendwann aber werden sie aufeinandertreffen.
Wer immer die Möglichkeit zum Besuch der Messe aller Zeiten hat, sollte dies nutzen, eine Abstimmung
mit den Füßen und sogar mit den Knieen wäre das. Der Heilige Vater stößt z.Z. auf „Granit“ muß mit
Sachverstand und neu geschärften Werkzeugen die neue Situation angehen, irgendwann werden wir aber auf
ihn treffen und er auf uns… + andererseits: braucht es jetzt schon einen neuen alten Ritus? Muß nicht
erst ein neuer alter Glaube her? Ein Glaube an die Gegenwart Jesu Christi im Allerheiligsten Altarsakrament
z.B. damit verbunden eine Wiederbelebung der Sakramente, vor allem des Bußsakramentes in seiner würdigsten
Form??? Und: kommt mit diesem neuen alten Glauben, dann nicht die Sehnsucht nach einem vollkommenen Ritus
wie von allein? Ich muß doch erst einmal Gott erkennen, bevor ich ihn lieben kann. andererseits: zieht
die Schönheit des trid. Ritus Suchende an + dort erfahren sie in eindringlichen Predigten etwas von Gott,
den zu suchen sie ausgezogen sind. Unterstützen wir alle Möglichkeiten + setzen unsere Kräfte sinnvoll
ein: nicht in Konkurrenz, nicht um endlicher Macht willen, nein , nur um der Wahrheit zu dienen!
Nicht auf das MOTU PROPRIO warten, die alte Messe i. d. Diözesankirchen feiern! Unruhe muss her! Alle
starren auf das Placet von oben. Durch Schriftsätze gleich welcher Art aus Rom wird nichts mehr bewegt!
Deren gibt es seit Jahrzehnten genug. Viele haben allenfalls den Wert vorsorglicher kirchenhistorischer
Reinwasch-Alibis: Der Papst NN hat doch geschrieben, also kann er keine Schuld an der Entwicklung haben…
Gilt dies evtl. auch für Bücher? Nur Fakten können überzeugen. Nur Fakten sollte man sehen, nicht
Alibi-Schriften. Hat denn REDEMPTIONIS SACRAMENTUM was gebracht? Die machen doch, mit klammheimlichem
bischöflichen Zunicken, was sie wollen! Da soll ein MOTU PROPRIO die alte Messe wenigstens teilweise
zurückbringen? Wer erinnert sich noch an die Papstmessen anlässlich der Deutschland- bzw. Bayernbesuche
von Papst Benedikt XVI.? Nicht ein kleines Jota von REDEMPTIONIS SACRAMENTUM wurde hier umgesetzt. Spendete
der Hl. Vater die Mundkommunion, die doch als Regelkommunion gelten sollte? Wurden Patenen bereit gehalten?
Nein! Lernen wir von der Brachialität, mit denen die Modernisten Stück um Stück ihre neue Liturgie
durchsetzten! Sie setzten zunächst einfach Fakten! Rom gab schließlich nach. Ohne Tat geht nichts.
überflüssig dieses MP ist für die Kirche absolut überflüssig… eine sehr sehr große Mehrheit der
Katholiken kennt diesen alten Ritus überhaupt nciht mehr … hat ihn nie gefeiert und würde mehr als
erstaunt sein, ihn zu erleben… nix würde mehr verstanden … und Latein ist völlig unbekannt und „Schotts“
sind unerschwinglich und nicht vorhanden… als überflüssig!
Zur Klarerstellung Eine „Reform der Reform“ kann m. E. nur den neuen Ritus betreffen, da der alte ja nicht
reformiert wurde. Klar. Aber dabei wird vom alten Ritus ausgegangen. Das beinhaltet, dass man über Ergänzungen
des alten Ritus nachdenkt. Vorher sollten (…) Papst und Bischöfe erst einmal (…) das „Urmeter“ zurückgeben,
wie es Paul Badde ausgedrückt hat, einen inneren Maßstab für eine korrekte und traditionsorientierte
Zelebration der neuen Liturgie. Eine sinnvolle Ergänzung wäre natürlich grundsätzlcih zu begrüßen,
müsste jedoch behutsam und einheitlich von der zuständigen kirchlichen Autorität verfügt werden. Volle
Zustimmung. Es muss betont werden, dass eine Ergänzung der Liturgie von 1962 mit neueren Heiligen und
die Anreicherung mit weiteren Präfationen keinen grundsätzlichen Eingriff in den Ritus als solchen bedeuten
würde – im Gegensatz zur großen Liturgiereform von 1969. Das wäre ja das Gute.
Zur Klarstellung Eine „Reform der Reform“ kann m. E. nur den neuen Ritus betreffen, da der alte ja nicht
reformiert wurde. Es muss betont werden, dass eine Ergänzung der Liturgie von 1962 mit neueren Heiligen
und die Anreicherung mit weiteren Präfationen keinen grundsätzlichen Eingriff in den Ritus als solchen
bedeuten würde – im Gegensatz zur großen Liturgiereform von 1969. Eine sinnvolle Ergänzung wäre natürlich
grundsätzlcih zu begrüßen, müsste jedoch behutsam und einheitlich von der zuständigen kirchlichen
Autorität verfügt werden. Aber bevor man jetzt über Ergänzungen am alten Ritus nachdenkt, sollten
sich Papst und Bischöfe erst einmal um die neue Messe kümmern und ihr das „Urmeter“ zurückgeben, wie
es Paul Badde ausgedrückt hat, einen inneren Maßstab für eine korrekte und traditionsorientierte Zelebration
der neuen Liturgie.
Reform des Alten Ritus Nun, sollte der alte Ritus wieder ein offizieller Ritus der Kirche werden (und
nicht nur die ältere Form des bestehenden), dann halte ich es für geradezu notwendig, die dazugekommenen
Heiligen zu ergänzen. Anders wäre er gar nicht als „aktuell“ legitimiert. Als Reform würde ich das
allerdings nicht bezeichnen. @ Bernado Danke für den Link. Ich bin mit dem Autor nicht ganz einer Meinung.
Ich glaube nicht, dass die Vorgänger von Benedikt XVI. vor 1960 ihre Autorität so viel leichter durchsetzen
konnten. Zweifellos ist seit damals eine weitere Erosion der Disziplin festzustellen, aber auch die größere
Autorität der Päpste vor 1960 hat das Schisma von 1871 nicht verhindern können, das damals nun gerade
90 Jahre her war. Auch 1517 ff hat das Papsttum zunächst sehr hilflos gegenüber der Reformation gewirkt.
Die Gegenreformation wurde vor Ort von den Ortsbischöfen betrieben. @ iustus Zitat eines Indultmesszelebranten:
„Die Gebete zur Kerzenweihe (Lichtmess) sind so schön, die bete ich heute auf deutsch.“ Naja, ich kenn
da einen bekannten emeritierten Kirchenrechtler in Mainz, der handhabt das ähnlich… An seiner Treue
zur lateinischen Sakralsprache kann trotzdem kaum gezweifelt werden.
Fontgombault 2001 Die Mönche von F. verwenden für die Konventsmessen und nur für diese eine von der
Kommission Ecclesia Dei genehmigte Form der Bücher von 1962 unter Einschluss der Veränderungen nach
dem Missale von 1965. Dadurch wird z.B. wie in vielen monastischen Traditionen, aber auch in bestimmten
Fällen der 62er-Liturgie üblich, das Staffelgebet verkürzt. Der damalige Kardinal Ratzinger hat sich
als Zelebrant der Konventsmesse diesem Brauch angeschlossen. In seinem abschließenden Beitrag zur Tagung
unterstützte er die Ansicht an, daß es zunächst als vertrauensbildende Maßnahme nötig sei, nichts
am Ritus von 62 zu ändern. Der klassische Ritus könne jedoch nicht auf Dauer eingefroren bleiben, sondern
solle sich als lebendiger Teil der Kirche weiterentwickeln. Als Beispiele nannte er die Aufnahme neuer
Heiliger (er nannte M. Kolbe, E. Stein, die Martyrer Spanien, die Martyrer der Ukraine) sowie die Anreicherung
mit weiteren Präfationen aus dem Schatz der Tradition. Von einer Mischung mit den 65er-Regeln für den
allgemeinen Gebrauch war nicht die Rede Die sehr lesenswerten Reden auf der Tagung sind auf Englisch veröffentlicht
als „Looking Again at the Question of the Liturgy with Cardinal Ratzinger“, Hg. Alcuin Reid, Saint Michael’s
Abbey Press. Die beiden Beiträge von Ratzinger umreißen sehr wahrscheinlich die Inhalte, die auch von
dem Motu Proprio zu erwarten sind.
@viroblationis: Vielleicht will uns der liebe Gott auch vor einer noch größeren Enttäuschung bewahren:
Bisher wurde die überlieferte Messe auf dem – gewiß nicht mehr optimalen – Stand von 1962 „eingefroren“.
Was geschähe aber, wenn ein noch nicht zum alten Glauben bekehrtes Rom, die überlieferte Messe freigäbe?
Es drohte m.E. die Gefahr einer „Reform der Reform“, die nicht am NOM ansetzt, sd. an der überlieferten
Messe, um beide Formen einander anzunähern! Sie haben abslut recht: Die von Benedikt (schon als Kardinal
Ratzinger) geforderte „Reform der Reform“ wird mit Sicherheit vom alten Ritus, nicht vom neuen, ausgehen.
Und die Frage ist sehr wohl, ob die Zeit dafür schon reif ist. Bisher wird der alte Ritus in aller Regel
von treuen Priestern zelebriert. Das könnte anders werden. Und sage keiner, die Gefahr drohe nicht: Zitat
eines Indultmesszelebranten: „Die Gebete zur Kerzenweihe (Lichtmess) sind so schön, die bete ich heute
auf deutsch.“ Obwohl Mischformen untersagt sind, benutzte der damalige Kard. Ratzinger die 1965-Form der
Messe bei einer Tagung als Perspektive einer „Reform der Reform“. (Die näheren Umstände dieser Tagung
habe ich leider nicht mehr im Gedächtnis. Vielleicht wäre jmd. so freundlich, den Faden aufzunehmen.)
Hier (S. 253 f.) wird von dem besagten Pontifikalamt berichtet: www.unavoce.de/pdf/UV2001_04.pdf In den
nachfolgenden Heften wurde die Tagung ausführlicher gewürdigt, z.B.: www.unavoce.de/pdf/UV2001_04.pdf
@Benedikt Genau zu unserer Diskussion bringt The New Liturgical Movement …icalmovement.blogspot.com/
einen sehr interessanten Artikel von Christopher Pearson, der die Sachzwänge, ihre theologischen und
kirchtenpolitischen Hintergründe sowie die strategischen Optionen des Papstes beleuchtet.
@ Benedikt Das glaube ich nicht, dass es so lange dauern wird, wenngleich ich die Einschätzung teile,
dass der Papst in dieser Frage nichts überstürzen wird. Dafür ist ihm die Angelegenheit zu wichtig,
was sie objektiv gesehen ja auch wirklich ist. Es geht ja um die Eucharistie, das zentrale Sakrament der
kath. Kirche. Und auch das Petrusamt verbietet hier ein überstürztes Vorgehen. Es gibt Leute, die „verrennen“
sich, wie George Bush, in ihrem verständlichen Anliegen, vor der Geschichte als visionär und erfolgreich
dazustehen; Zwang und Druck ist im Hinblick auf die Hl. Eucharistie nicht angebracht; das lehren die Geschehnisse
nach dem Zweiten Vatikanum, als die einfachen Gläubigen vom neuen Ritus buchstäblich „überrollt“ wurden.
Die Position des Papstes im Hinblick auf die Ritenfrage ist klar und für jedermann einsehbar schriftlich
festgelegt; er wird also nicht riskieren wollen, in dieser Angelegenheit, die ihm persönlich sehr wichtig
ist, am Ende, spätestens eben nach seiner Amtszeit, in den Augen der Nachwelt und traditionsbewusster
Gläubiger als Zauderer dazustehen, der sich von seinen Bischöfsbrüdern von einem visionären und theologisch
wohlbegründeten Anliegen abbringen ließ, zumal eine Totalrevision des Messritus von ihm sicher nicht
geplant und dementsprechend auch nicht zu erwarten ist.
@ Ansgar Ich denke mal, dass der Papst auf den Heiligen Geist vertraut, so dass er getrost den Grundstein
legen kann, auf dem seine Nachfolger aufbauen können. Es wird mE noch länger als das nächste und übernächste
Pontifikat dauern.
@@ Benedikt, Bernado Ihre Gedanken sind interessant und schlüssig, meine Herren. Cum grano salis: Mich
beschleichen Zweifel, daß der Heilige Vater eine derart diffizile und mit seiner Ägide zwingend verbundene
Taktik fährt, die ja auf viele Jahre angelegt ist – angesichts seines Lebensalters. Darum mit Nachdruck:
Gott erhlate uns Benedikt XVI. Ad multos annos!
Der Papst hat Intellekt ! Dieser Papst hat Intellekt und daher weiss er wie er die Sache anpackt. Selbst
die linksliberale SÜDDEUTSCHE ZEITUNG aus München hatte vor Wochen in ihrem Feuilleton eine Menge Intelektueller
und Berühmtheiten die sich für den alten Meßritus aussprachen. Der Papst möchte nicht zurück zur
ALTEN MESSE sondern er möchte dies als Möglichkeit des großen liurgischen Schatzes der Kirche Christi
zu verstehen wissen.
@ Bernado Der Papst – so verstehe ich Sie – geht deshalb nicht „zum Äußersten“, weil sonst seine innerkirchlichen
Widersacher „zum Äußersten“ gehen würden. So sehe ich das nicht. Autorität geht schnell verloren,
wenn man den Untergebenen am Gängelband hält. Es ist also geradezu eine Kunst, Autorität auszuüben.
Die Frage ist daher einfach, ob Benedikt XVI. die Freigabe-Frage so hoch bewertet, dass er hier (wie bei
der Konfliktberatung) mit aller Macht einsetzen will. Denn es ist doch völlig klar, dass eine Vorgehensweise
wie bei dem Beratungsstreit nicht permanent in allen möglichen Fragen vollzogen werden kann. Man muss
sich doch nur die (spät-)mittelalterlichen Auseinandersetzungen ansehen. Wer wollte solche Zustände
auf Dauer in der Kirche haben? Noch dazu begleitet vom entsprechenden Medienecho? Ich glaube, dass der
Papst da lieber den beschwerlicheren, längeren Weg geht, der aber Erfolg verheißt. Schon heute werden
es immer mehr, die den alten Ritus haben wollen. Fördert man das, könnte man das Motu Proprio irgendwann
unter allgemeinem Beifall veröffentlichen. Eine subtile Taktik, doch vielleicht gar nicht schlecht. Auch
das neue Buch zeugt mE von dieser Taktik. Der Papst weiß, dass neue Lehrsätze viele Schwierigkeiten
mit den Theologen bringen würden. Also schlägt er sie mit ihren Waffen. Mit Büchern, genau wie sie.
Auch deren Bücher sind nie dogmatisiert worden, wohl aber allgemein akzeptiert. Das muss auch umgekehrt
gelingen.
Reform der Reform Heinrich schrieb: „Ich finde es ganz gut, wenn die alte Messe jetzt nicht kommt. Je
später sie kommt, umso vollständiger wird die Niederlage der Revolution sein…“ Vielleicht will uns
der liebe Gott auch vor einer noch größeren Enttäuschung bewahren: Bisher wurde die überlieferte Messe
auf dem – gewiß nicht mehr optimalen – Stand von 1962 „eingefroren“. Was geschähe aber, wenn ein noch
nicht zum alten Glauben bekehrtes Rom, die überlieferte Messe freigäbe? Es drohte m.E. die Gefahr einer
„Reform der Reform“, die nicht am NOM ansetzt, sd. an der überlieferten Messe, um beide Formen einander
anzunähern! Obwohl Mischformen untersagt sind, benutzte der damalige Kard. Ratzinger die 1965-Form der
Messe bei einer Tagung als Perspektive einer „Reform der Reform“. (Die näheren Umstände dieser Tagung
habe ich leider nicht mehr im Gedächtnis. Vielleicht wäre jmd. so freundlich, den Faden aufzunehmen.)
Lieber Benedikt, Mit dieser Generation von Bischöfen ist das nicht mehr zu machen. Aber schon in 10-15
Jahren dürften die meisten Bischöfe post-konziliar sein. Dann könnte vielleicht ein Umdenken einsetzen.
zumindest bei naturalistischer Sichtweise muss ich Ihnen recht geben. Wahrscheinlich wird es anders kommen.
Erdrutschartig und plötzlich und in Zusammenhang mit dem was wirklich in dem 3.Geheimnis von Fatima steht.
@ Heggi Diesem Satz stimme ich ja zu. Aber die Wirklichkeit ist eine andere. Nur, wie kommt man (wieder)
dahin? Das ist mE ein SEHR langer Weg. Ich würde es tatsächlich mit der Arbeit der Jesuiten ab dem 17.
Jh. vergleichen. Hier liegt das Problem. Was meinen Sie? Die jeweiligen Inhalte oder die (nicht erfolgte)
Umsetzung? Die ist mE ein Symptom. Warum wird so etwas nicht umgesetzt? Das ist die Kernfrage. Wie sagte
mir vor wenigen Tagen ein Petrusbruder? Rom sei eine glatte Enttäuschung. Ich wwäre auch dafür, dass
der Papst den Ritus einfach per Motu Proprio erlaubt. Aber was dann? Eine Akzeptanz in den Gemeinden haben
sie noch lange nicht. Und auch wenn Sie das ganze an den Ortsbischöfen vorbei dekretieren können die
jeder Gemeinde Schwierigkeiten machen, und sei es über die Schlüsselzuweisungen. Dem könnte man nur
durch finanziell autarke Gemeinden entgegenwirken. Und schon haben Sie Röschenz worldwide. Das kann es
auch nicht sein. User „maliems“ hat vielleicht Recht: Mit dieser Generation von Bischöfen ist das nicht
mehr zu machen. Aber schon in 10-15 Jahren dürften die meisten Bischöfe post-konziliar sein. Dann könnte
vielleicht ein Umdenken einsetzen.
Benedikt schrieb: „Für die Anhänger des Alten Ritus spräche sicher nichts dagegen, aber insgesamt gesehen
ist das … kein Thema, das innerhalb der vielen Probleme und Fragen der Kirche an ähnlich hoher Stelle
steht. Dementsprechend ist es auch weniger wahrscheinlich, dass hier bis zum Äußersten gegangen wird.“
In der Sache sind wir uns wohl weitgehend einig – wir betrachten sie nur aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Diesen Unterschied kann ich sehr gut an Ihrem letzten Satz verdeutlichen: Der Papst – so verstehe ich
Sie – geht deshalb nicht „zum Äußersten“, weil sonst seine innerkirchlichen Widersacher „zum Äußersten“
gehen würden. Das wäre eine bemerkenswerte Assymmetrie und eine auf Dauer nicht erträgliche Aushölung
des Papstamtes. Das wäre auch dann nicht hinnehmbar, wenn – wie Sie nicht ohne Grund vermuten – auch
das Amt der Bischöfe längst untergraben wäre und diese sich deshalb so windelweich verhalten, weil
ihnen sonst der Klerus weglaufen würde. Wohin ein solches „institutionalisiertes Zurückweichen“ letzten
Endes führen würde, kann man sehr gut an der Entwicklung der Episkopalkirche in den USA verfolgen: Irgend
wann ist Schluss. Ich glaube aber nicht, daß der Papst auf Dauer zurückweicht, und ich rechne nach wie
vor damit, daß das MP bald herauskommt. Benedict lockt die Gegner taktisch sehr geschickt aus der Deckung
und läßt sie ihr Pulver – wie jetzt in der Antisemitismus-Kampagne – vor der Zeit verschießen. Das
Noch-Nicht-MP hat bereits jetzt mehr bewirktals jedes frühere MP.
Ich finde es ganz gut, wenn die alte Messe jetzt nicht kommt! Je später sie kommt, umso vollständiger
wird die Niederlage der Revolution sein. Bei den ungläubigen Bischöfen und dem ungläubigen Klerus wäre
die authentische Römische Messe jetzt doch zu einem folkloristischen Spektakel herabgewürdigt. Ohne
rechten Glauben keinen authentischen Römischen Ritus! Die Kanaille soll sich erst bekehren!
„Wir überleben die Amtszeit der Bischöfe“ Das ist allerdings war. Und auch beim Priesternachwuchs bin
ich eher optimistisch eingestellt. Trotz der weithin gelehrten Theologien bewahrt sich der Priesternachwuchs
seinen festen Glauben. Kein Wunder: Relativisten, wie sie die theologische Schule immer noch bevorzugen
würde, entscheiden sich heute nicht mehr für dieses Amt. Es gibt also Hoffnung. Und sobald es eine Generation
von Bischöfen gibt, die das Konzil nur noch aus Erzählungen kennen, wird mE auch diese irrationale Sorge
vor lateinischen Messen und alten Büchern aufgehört haben. Einem jüngeren Menschen ist das sowieso
unerklärlich.
Benedikt Das Wort eines Hierarchen muss wieder Gewicht haben. Diesem Satz stimme ich ja zu. Aber die Wirklichkeit
ist eine andere. Nur, wie kommt man (wieder) dahin? All das, was Sie sonst geschrieben haben, ist mir
auch bekannt. Nur ist die Situation viel fataler. Perl hat den Begriff „dekretieren“ auch nicht wortwörtlich
gemeint. Messen Sie es an welchen Veröffentlichungen aus Rom auch immer in der letzten Zeit wie Laieninstruktion,
Liturgieinstruktion oder die Instruktion „Der Priester, Hirte und Leiter der Pfarrgemeinde“. Sie können
den Katalog fast beliebig erweitern. Hier liegt das Problem. Ich hab da keine Illusion, in meinem Leben
noch bessere Zeiten zu erleben. Ich kann in diesem Zusammenhang auch das Mißtrauen von FSSPX gegenüber
Rom gut nachvollziehen. Wie sagte mir vor wenigen Tagen ein Petrusbruder? Rom sei eine glatte Enttäuschung.
Eine Beserung der Situation sei von dort vorläufig nicht erwarten. Und: Benedikt würden die Jahre davon
laufen. Aber vielleicht wir er so alt wie Leo XIII, wenn der liebe Gott mit der Kirche ein Einsehen hat.
Wir überleben die Amtszeit der Bischöfe Letzte Woche bei der Hauptversammlung der PMT wurde erwähnt,
dass der Erfolg der DVD-Aktion (oder war es CD-ROM?) der Piusbruderschaft einen weiteren kräftigen Vorstoß
der deutschen Bischöfe in Rom nach sich zog. Mich belustigt dieses ungeduldige Warten. Mag sein, dass
der Papst keine 100 Jahre alt wird. Aber es ist doch gar nicht so, dass die Zukunft des „Alten“ Ritus
an einem Motu Proprio dieses Pontifikates hängt. Der Altersdurchscnitt der CD-ROM-Besteller liegt wahrscheinlich
etwa 50 Jahre unter dem Lebensalter Benedikts. Ich finde es auch sehr lustig, wie der Papst die Novus
Ordo Bischöfe ärgert, indem er in seiner Predigt an Gründonnerstag die alten Ankleidegebete zitiert.
Wegen mir kann das Motu Proprio morgen kommen, das würde mich freuen. Wegen mir auch erst in 10 Jahren.
Vergleicht doch einmal die Situation 1988 und heute. Es geht eben doch voran.
@ Heggi Der Papst könne nicht mehr einfach dekretieren. Er brauche den Konsens mit den Bischöfen. Was
nutzt denn ein Dekret? Sahgen Sie das doch mal! Was hat Redemptionis Sacramentum gebracht? Und all die
anderen Papiere? Die Einschätzung des Papstes (so neu ist sie nicht, Vorgänger haben ähnliches geäußert)
ist etwas übertrieben, hat aber einen wahren Kern. Wenn 50 Bischöfe ein Dekret konterkarieren, dann
kann der Papst dagegen gar nichts machen. Klar, er kann die Bischöfe absetzen oder gar exkommunizieren.
Bei einer Absetzung kommt dann der nächste dran, der genauso gepolt ist wie sein Vorgänger oder von
seinem Klerus dazu gezwungen wird (den er wegen des Priestermangels nicht ersetzen kann) und das Mittelder
Exkommunikation hat sich schon im Mittelalter durch massenhaften Anwendung völlig abgenutzt. Auch eine
bekannte Bruderschaft ignoriert Exkommunikationen und Suspensionen völlig. Wieso sollte das anders sein,
wenn der Papst gleich drei Bischofskonferenzen suspendiert? Und selbst wenn die Bischöfe zB RS durchsetzen
wollten – wenn sich ihre Kleriker weigern, könenn sie daran gar nichts ändern. Zum Ersetzen haben sie
keine Leute und außerdem bringen sie auf Dauer das Volk gegen sie auf. Lesen Sie mal nach, wie schwierig
die Durchsetzung des Tridentinums gewesen ist. Daran haben die Jesuiten 200 Jahre lang gearbeitet. Was
die Kirche braucht ist ein völliges Umschwenken in disziplinären Fragen. Das Wort eines Hierarchen muss
wieder Gewicht haben. Das ist derzeit nicht so.
Wie schrieb doch jemand… hier vor Monaten? Der Papst sei als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet!
Dazu paßt auch wohl jene Äußerung des Papstes gegenüber einem Besucher, daß seine Autorität an der
Tür seines Arbeitszimmers ende. Und wie sagte mir vor einigen Jahren Msgr. Perl? Der Papst könne nicht
mehr einfach dekretieren. Er brauche den Konsens mit den Bischöfen. Nun, ich kann nur jedem raten, sich
nun ganz auf die Liturgieinstruktion zu stürzen. Das ist die Achillesferse der Bischöfe. Hiermit lassen
sich die Bischöfe „vorführen“, und manche sogar ganz persönlich. Mehr will ich dazu gar nicht sagen.
Libertas ecclesiae Der Vergleich mit der Richtlinienkompetenz ist ganz treffend. Denn bei der Wahrnehmung
dieser Kompetenz ist der Bundekanzler/ die Bundeskanzlerin ebenfalls durch Sachzwänge eingeschränkt.
Sie kann von diesem Instrument also nur spärlich und gezielt Gebrauch machen. Die Frage ist ganz einfach,
ob bezüglich des Motu proprio ein ebenso großes Faß aufgemacht werden soll wie damals bei der Schwangerenkonfliktberatung.
Für die Anhänger des Alten Ritus spräche sicher nichts dagegen, aber insgesamt gesehen ist das – so
denke ich – kein Thema, das innerhalb der vielen Probleme und Fragen der Kirche an ähnlich hoher Stelle
steht. Dementsprechend ist es auch weniger wahrscheinlich, dass hier bis zum Äußersten gegangen wird.
Der Papst ist Gewordener und Werdender als Sinnbild der Gesamtkirche… So wie die Kirche in einem Werdegang
ist, so ist der Papst persönlicher Ausdruck dieses Werdegangs. In ihm ist das Gute und das Schlechte
und die Zweifel vereint, die diese Organisation in ihrer Hierarchie bestimmen. Man sagt ja auch: ein König
ist so gut, wie das Volk, dem er vorsteht. Der Kampf, der in der Kirche ist, ist primär in ihm und wir
müssen ihm helfen diesen Kampf siegreich zu führen gegen die Mächte des Bösen. Er muss die Zweifel
in sich besiegen indem er sich innerkirchlich mit denen auseinandersetzt, die personell als Verursacher
dieser Zweifel in Erscheinung treten. Wenn er diese zu überzeugen vermag, hat er gleichsam auch die eigenen
Zweifel überkommen und sich selbst überzeugt.
Die Alte Messe muß verboten bleiben, denn sonst würde es offenbar werden, das der „alte katholische
Glaube“ eine vollkommen andere Religion ist, als das nachkonziliar entwickelte pseudokatholische Christentum.
Diesen Bischöfen wünsche ich, daß sie „viel Spaß“ haben sollen, wenn sie mit ihrer Lüge leben wollen.
@ matt2 Einverstanden! Allerdings fragt sich, warum die Sache mit dem Motu Proprio dann monatelang öffentlich
lanciert wird, und zwar nicht zuletzt von engen Vertrauten des Papstes höchstselbst wie zum Beispiel
Kardinal Bertone. Das kann doch nicht in des Papstes Interesse sein.
Wenn sich eine Vielzahl von Bischöfen dagegen äußert werden ihm auch Zweifel erwachsen… Es ist ja
nicht gut, wenn ein Oberhaupt seine Organisation nur durch Zwangsmaßnahmen diktiert. Ich glaube Benedikt
möchte sein Wirken auch nicht so verstanden sehen. Wenn der Papst sieht, dass seine Entscheidungen von
vielen Bischöfen mit Argwohn und Mißfallen betrachtet werden, wird er selbst auch kein gutes Gefühl
bei deren Durchsetzung gewinnen und wiederum um die Einheit der Kirche fürchten. Er wird ja Konflikte
und Spaltungen beseitigen und nicht wiederum neue heraufbeschwören wollen. Also wenn er nun Zweifel hat
und noch zuwarten möchte und sich noch eingehend besprechen möchte mit den Bischöfen, dann soll er
das wohl tun. Viel wichtiger, man käme in der Diskussion darüber wieder zu einer wahren, der Tradition
entsprechenden Glaubensauffassung, in der der Alte Ritus eben auch wiederum seinen Platz einnimmt. Man
kann den Fehlgang der Kirche seit V2 nicht alleine durch eine schnellgefasste, liturgische Maßnahme korrigieren.
Damit fällt man gegenüber der Gesamtproblematik zu kurz. Das ist ja auch die Illusion, die ich bei den
Tradi-Katholiken ortete in Zusammenhang mit der Freigabe der Alten Messe, dass sie darin gleich ein Allheilmittel
sehen. Ohne die Negation der modernistischen Konzilsideologie macht eigentlich die Wiedereinführung der
Alten Messe auch keinen Sinn. Denn diese ist im Geist des traditionellen Glaubens und macht ohne dessen
Grundlage eigentlich auch wenig Sinn.
Fakten schaffen Ich glaube, es ist jetzt einfach an der Zeit, Fakten zu schaffen, Gehorsam hin oder her.
Die deutschen Bischöfe leben ja schon lange im latenten Ungehorsam der Santa Sede gegenüber, da sie
bisher nicht bereit gewesen sind, die Königssteiner Erklärung zurückzunehmen. Man denke auch an den
unseeligen Widerstand gegen die Anordnung des Papstes, aus dem staatlichen Kindermordprogramm auszusteigen
oder an den subtilen Ungehorsam gegen römische Instruktionen, von denen man sich hier zu Lande einfach
nicht angesprochen fühlt. Es ist darüber hinaus sehr bezeichnend, dass ein gutteil der Leute, die für
Königssteiner Erklärung und Würzburger Räubersynode Verantwortlichen heute (noch) auf Bischofsstühlen
sitzen, allen voran der Bischof von Mainz. Ich empfehle die Lektüre seiner Biographie „Der Kardinal“,
die, wenn auch eine einzige Beweihräucherung dieses Mannes, sehr aufschlussreich ist. Bischöfe, die
selber ungehorsam sind, können von anderen keinen Gehorsam verlangen, auch, wenn man ihnen auf Grund
ihres Amtes Ehrfurcht schuldig ist.
Wozu noch länger warten? Eine interessante Diskussion zwischen Benedikt und Bernardo, für beide Positionen
spricht einiges, doch ich neige eher zur Meinung Bernardos. Wozu ist der Papst denn Papst, wenn er von
seiner „Richtlinienkompetenz“, um hier einmal einen politischen Begriff aufzugreifen, keinen Gebrauch
macht? Ein Politiker sucht sich übrigens auch nur solche Minister aus, die auch bereit sind, sein Richtlinien
umzusetzen und nicht dagegen opponieren. Das Wort „Motu Proprio“ heißt doch so viel wie „aus eigenem
Antrieb“. Wenn der Papst aber das, was offenbar sein eigener Antrieb ist, zugunsten der „Meinung“ anderer
Kirchenfürsten zurückhält, kann das durchaus als Schwäche gedeutet werden. Ich finde es überhaupt
befremdlich, dass die Publikation des MP zunächst von sogenannten Vatikanisten wochen-, ja monatelang
öffentlich lanciert und dann durch Kardinal Bertone sogar quasi offiziell bestätigt wird, um dann kleinlaut
zurückgenommen zu werden aufgrund massiver Widerstände, die dem Papst ja zuvor schon bekannt waren.
Das ist einfach kein guter Stil. Wenn das MP nicht durchsetzbar ist, hätte man es vom Vatikan aus auch
nicht öffentlich lancieren dürfen. Will aber der Papst es dennoch publizieren, dann sollte er nicht
länger damit zuwarten. Sonst trägt er tatsächlich zu einem Verlust seiner Glaubwürdigkeit und seiner
Autorität bei. Ein Kardinal Lehmann wird sich mit Sicherheit auch nicht in einem Jahr oder später von
Sinn und Notwendigkeit des MP überzeugen lassen. Wozu also noch länger warten?
@ Bernado Die Frage theologischer Diskrepanzen zwischen Rom und den deutschen Diözesen ist mE ein anderes
Thema. In punkto Motu Proprio geht es darum, ob der Papst gegen den Willen einiger weniger (?), dafür
aber um so mächtigerer Bischöfe seine Linie ohne Abstriche durchsetzen kann. Gemäß seiner Stellung
in der Kirche könnte man das natürlich glauben, aber neben der Verfassung als theoretischem Konstrukt
existiert eine Verfassungswirklichkeit und in der gilt nun mal, dass der Papst nicht wie ein Alleinherrscher
über die Kirche auftreten kann, auch wenn einem das hinsichtlich gewisser Dinge so gefiele. Er ist auf
die Ortsbischöfe angewiesen. Das ist gar nichts neues, im Gegenteil. Und vor Ort gilt im Verhältnis
Bischof – Diözesanklerus dasselbe wie in der Beziehung Rom – Ortskirchen. Und so rangen auch schon nach
der Reformation Papst und Bischöfe des Reichs um Zugeständnisse und die Bischöfe mit ihren Priestern,
insbesondere bei der Umsetzung des Tridentinums. Ein großes Problem damals waren Priester im Konkubinat.
Kein Bischof konnte wirklich dagegen vorgehen, weil das einen Abfall seines Klerus zum Protestantismus
verursacht hätte. Also hat es auch keiner getan (stattdessen setzte man auf bessere Ausbildung des Nachwuchses
(durch Jesuiten)). Auch heute sind die Bischöfe derartigen Zwängen unterworfen (zumal durch den Priestemangel),
ebenso der Papst. Ob man das gut findet oder nicht, es ist einfach so.
Benedikt schrieb: „Das es immer noch Leute gibt, die tatsächlich glauben, ein Papst sei frei von Sachzwängen…ich
empfehle den Kauf eine Kirchengeschichtsbuchs.“ Der Begriff „Sachzwänge“ gefällt mir hier nicht. Die
Differenz ist nicht sachlich, sondern kirchenpolitisch und theologisch. Und sie geht tief. Wie Romano
Amerio beobachtet hat, gab es im Mittelalter Zeiten, in denen es in der Kirche mehrere Päpste gab – dagegen
gebe es in der Gegenwart zwar nur einen Papst, aber mehrere Kirchen. Viele modernistische Bischöfe erkennen
die Autorität des Papstes nur noch nominell an und pflegen ansonsten ihre Privattheologie. Wo diese Modernisten
die Mehrheit im Episcopat haben, wie z.B. in Deutschland, nutzen sie die Bischofskonferenz, um die Minderheit
zum Schweigen zu bringen. (Die sich das allerdings immer weniger gefallen läßt). Wie gering die Achtung
ist, die diese Sorte vor dem Papst und vor allem, was sie unter „Rom“ subsumieren, tatsächlich ist, kann
man auch hier in den Zuschriften gerade zum Thema „Motu Proprio“ sehr gut sehen. Während alle römischen
Stellen, auf die es ankommt, die Existenz des MP bestätigt haben: Erzbischof Ranjith, Kardinal Hoyos,
Kardinal Arinze, Kardinal Kasper und Kardinalstaatsekretär Bertone – tun die Vertreter der DBK-Linie
hier so, als ob das alles nichts zu bedeuten hätte. Und für sie hat es ja auch nichts zu bedeuten –
sie haben sich innerlich längst von Rom getrennt und sind, auch theologisch, in bester deutscher Tradition
zu Protestanten geworden.
@ Bernado Sagen Sie. Denzinger sieht es anderes. Ein Konzil der Alten Kirche muss also erst Herrn Denzinger
fragen, welche Beschlüsse mit dem Glauben zu tun haben… Träumen Sie weiter. Die Kirche des Westens
hat eine Gestik, die in ihrem Bereich nicht ohne weiteres korrekt verständlich war Sie WAR verständlich!
Selbst als man angefangen hat, zur Kommunionvorbereitung im Hochgebet zu knien (ca. 9. Jh., soviel ich
weiß), hat man dieses Knien an Sonntagen strikt gemieden. durch eine andere ersetzt, eben um den rechten
Ausdruck des Glaubens zu erhalten. Laut Nikaia ist das Knien am Sonntag aber kein rechter Ausdruck des
Glaubens, sondern ein ungeeigneter Ausdruk des Glaubens. Inkulturation nennt man das. Stimmt. Aber dann
werden Sie wohl zustimmen, dass man die Liturgie auch im 21. Jahrhundert inkulturieren darf. Ich werde
Sie gelegentlich dran erinnern. Aber Sie können in Ihrem Archäologismus ja gerne dafür eintreten, wieder
die Prostratio einzuführen. Nicht Archäologismus, sondern Bewahrung der Tradition – und zwar nicht nur
in ihrer Dogmatik, sondern auch in ihrer lex orandi. Ich täte kaum etwas lieber als Prostrationen zu
vollziehen. Nur leider hat der Westen seine Kirchen mit Bänken vollgestopft, die ein solches Geschehen
unmöglich machen. Nicht mal am Karfreitag kann ich in einer normalen kath. Kirche eine Prostratio machen.
Für Sie ist also ein Festhalten an der Liturgie von 1570 „Tradition“, die Liturgie des 4.-9. Jh.aber
„Archäologismus“? Das nennt man wohl Ideologie.
Typ schrieb: „Selbstverständlich geht es im can. 20 um Glaubensinhalte“ Sagen Sie. Denzinger sieht es
anderes. Sie müssen Ihr reichlich arrogantes „Selbstverständlich“ also mit Denzinger ausmachen und nicht
mit mir. Die Kirche des Westens hat eine Gestik, die in ihrem Bereich nicht ohne weiteres korrekt verständlich
war, durch eine andere ersetzt, eben um den rechten Ausdruck des Glaubens zu erhalten. Inkulturation nennt
man das. Aber Sie können in Ihrem Archäologismus ja gerne dafür eintreten, statt des Kniens an den
Stellen, wo die alte Kirche und die Orthodoxie auf ihre Weise höchste Ehrerbietung zeigte, wieder die
Prostratio einzuführen.
Lustig Das es immer noch Leute gibt, die tatsächlich glauben, ein Papst sei frei von Sachzwängen…ich
empfehle den Kauf eine Kirchengeschichtsbuchs. Die deutschen Bischöfe liegen auch nicht erst seit 40
Jahren im Clinch mit den Päpsten, sondern eigentlich seit mindestens 500 Jahren.
Ent-Täuschung Ent-Täschungen dienen immer wieder dem Realitätserwerb. Dieses monströse Motu propio
war ein Gedanken-konstrukt interessierter Kreise … die immer mal wieder vermeintliche Quellen zitierten.
Ein Pius-Hansel-„Bischof“ will nun Erkenntnisse aus dem Vatikan haben … *grins* -Wichtigtuer (40 minütige
Predigt – ist der nicht verprügelt worden??
Wider VII Sollte es denn so sein, daß der Hl. Vater, obwohl Kardinal Bertone bereits öffentlich verkündet
hat, daß das Motu proprio nun kommt, er sich nun nicht traut, dies in Kraft zu setzen, wäre dies wirklich
ein Armutszeugnis und ein nahezu vollständiger Autoritäts- verlust.
Liturgie Leider wird der rechten Feier der Liturgie heute nicht immer die gebotene Wertschätzung entgegengebracht.
Ich selber bin durch die Liturgiefeier zu einem sonntäglichen und später täglichen Besucher der Liturgie
geworden. Es war in der Weihnachtszeit 1950, als ich als 8-jähriger wieder einmal an einem Sonntag zur
hl. Messe ging (30 Minuten zu fuß!) und von der Feier so beeindrckt war, daß ich nächsten Sonntag wieder
ging. Am dem begreffenden nächsten Sonntag folgte derselbe Entschluß. Am 3. Sontag habe ich dann den
sonntäglichen Liturgiebesuch grundsätzlich beschlossen. Ich schreibe das nur zur Unterstreichung, wie
wichtig eine würdige Liturgiefeier ist. Mit dem Hinweis, das Geschehen am Altar vollziehe sich unabhängig
vom äußeren Rahmen ist es absolut nicht getan, es handelt sich hier vielmehr um eine faule Ausrede.
Daß’die DBK sich gegen den erklärten Willen einer nicht unerheblichen Anzahl Gläubiger stämmt, scheint
mir schlichtweg verantwortungslos. Wie sehr das am häufigsten zu hörende Argument, die Zulassung spalte
die Kirche, an der Wirklichkeit vorbei geht, habe ich an anderer Stelle ausgeführt.
Körperhaltung Dass Christen an allen Sonntagen sowie in der gesamten Osterzeit nicht im Knien beten dürfen
genau dies kommt noch in den Hochgebeten zum Ausdruck: HG II. (GL Sewite 385) „Wir danken dir, dass du
uns berufen hast, vor dir zu stehen, und dir zu dienen.“
Weshalb der Papst den „Alten Ritus“ bewahren wird… Zur Beantwortung dieser Frage sei zunächst, auch
aus aktuellem Anlass, aus einem Artikel von R. Spaemann zitiert: >>Wer sich, wie unter den Philosophen
der Gegenwart etwa Richard Rorty, zufriedengibt mit einer Welt, in der es nichts Wichtigeres gibt als
subjektive Lust- und Schmerzzustände, und wessen höchstes Bildungsziel ein ironisches Weltverhältnis
ist, der kann das Verschwinden des schönen Ernstes natürlich nur begrüssen.<< (Quelle: vgl. Angaben
bei Pünktchen, Leserzeitung) Da der amtierende Papst der Wahrheitsfrage sehr verpflichtet ist, wird er
alles in seiner Macht stehende tun, dass der „schöne Ernst“ der alten Liturgie, der eben keine Illusion
ist, sondern den Menschen eine tiefere Begegnung mit dem Absoluten ermöglicht, ohne dass der einzelne
Gläubige in lächerliche, liturgische Werkgerechtigkeit verfallen muss, bei der also Form und Inhalt
aufs Tiefste miteinander verbunden sind, nicht verloren geht, sondern auch zukünftigen Generationen erhalten
bleibt.
@ Bernardo Selbstverständlich geht es im can. 20 um Glaubensinhalte – nämlich darum, wie sich diese
in liturgischer Symbolik angemessen ausdrücken. Ich wusste gar nicht, dass Sie die Zeichensprache der
Heiligen Liturgie so dermaßen geringschätzen !? Tun Sie das auch, wenn es um Volksaltar, Hinwendung
zur Gemeinde und dergleichen geht?
Lieber Christian Hüller mögen Sie Recht behalten! Mich haben die aktuellen Meldungen über den Untergang
des MPs schon sehr getroffen. Was soll nur werden?
Zeit spielt keine Rolle… Liebe Gläubige, lasst Euch nicht beirren in Eurem Vertrauen auf Benedikt XVI.
in dieser Frage. Er weiß sehr wohl, „was läuft“ – und seine persönlichen Sympathien sind wohlbegründet
und bekannt. Eine breitere Zugänglichkeit des trident. Ritus ist indessen mit nicht unerheblichen organisat.
und kirchenrechtl. Fragen verbunden, die alle einer sorgsamen Planung und einwandfreier Formulierungen
bedürfen (man denke nur an den Ablauf des Kirchenjahrs). Die Kirche kann sich in dieser wichtigen und
heilsrelevanten Frage schlichtweg keinen Schnellschuss erlauben. Aber den Modernisten, die in dieser Frage
vielleicht ein Einknicken erwarten, prophezeihe ich schon an dieser Stelle, dass sie es sein werden, die
am Ende „mit den Zähnen knirschen“ werden. Ich bin überzeugt: der jetzige Papst wird der authentischen
Lehre und wahren Gottesfurcht wieder zu mehr Achtung verhelfen. Auf dass die Kirche ein Bollwerk bleibe
gegen alle, die der Kirche Tradition und Lehre preisgeben wollen, um vordergründig zu „gefallen“ und
modernen Anschauungen zu frönen, die sie unkritisch der Kirche überstülpen wollen, als ob die Wege
zum Heil beliebig oder ein Problem des menschlichen Gefallens seien. Petrus, der Felsen, wird dies zu
verhindern wissen.
Verfolgung des hl. Glaubens und der römischen hl. Messe: Terrorismus gegen die Gläubigen Wie soll man
derartiges sonst nennen als einen Terrorismus durch die Bischöfe und Prälaten? Wenn die offiziellen
Hirten aber den hl. apostolischen Glauben und die hl. Messe verfolgen, so ist es nur Gottes gütiger Fürsorge
entsprechend, daß der hl. Glaube, die hl. Messe und die hl. Sakramente in der FSSPX für alle Gläubigen
weiterbestehen bleiben. Früher verfolgte der Staat die Christen (das alte Rom, London, Moskau, heute
Peking), heute ist es die eigene Kirchenobrigkeit (vgl. St. Paulus’ Prophezeiung über die Wölfe, die
nach ihm kommen werden). Derartige Bischöfe können keinen Gehorsam auf diesen Gebieten beanspruchen,
selbst – was diese sakrosankten Gebiete betrifft – wenn es der Papst selbst wäre (Paul VI.), denn kein
Papst darf alles befehlen (Paul VI. und seine Clique profitierten davon, daß früher in den Seminaren
nur eine geschönte Papstgeschichte gelehrt wurd). Benedikt XVI. hat den Unfug des Super-GAUs Pauls VI.
besser erfaßt als der „Seelsorgepapst“ Johannes Paul II. (vgl. die Ratzinger-Bücher) – es ist aber eine
alte Hierarchiekrankheit, daß die obersten Hierarchen zu sehr auf die „Unterhierarchen“ Rücksicht nehmen,
auch wenn diese die Wölfe sind, die die eigentlich der Hierarchie anvertrauten Gläubigen dem Feind preisgeben.
virOblationis schrieb: „Wenn Can. 20 den Brauch des Niederkniens an den Sonntagen und in der österlichen
Festzeit bis Pfingsten zurückweist, so geht es hierbei sicherlich nicht um zentrale Inhalte des christlichen
Glaubens.“ Tatsächlich geht es hier überhaupt nicht um Glaubensinhalte, wie daran zu sehen ist, daß
der can 20 wie die meisten anderen canones des Nicaenum nicht in das Enchiridon Symbolorum Denzingers
aufgenommen worden ist. Wer weiß, daß es den can 20 überhaupt gibt, sollte eigentlich darüber Bescheid
wissen.
krak des che…da mögen sie recht haben, aber die Kirche unter Benedikt ist nicht mehr die Kirche unter
Pius XII. Man denkt ja nicht mehr sonderlich jenseitsbezogen, sondern fast rein diesseitsorientiert und
da ist die „deutsche Kirche“ mit ihren Milliarden an Kirchensteuern einfach eine Grösse an der die Weltkirche
nicht vorbeikommt, denkt sie. Das könnte sich dann ändern, wenn mit gut bewährter Liturgie auch wieder
altbewährter Glaube Einzug hielte in die Herzen der Menschen.Mit der Hoffnung auf eine ewig Bestand habende
Glückseligkeit, würde die Macht des kurzfirstigen Vorteiles schwinden. Würde die Macht des Mamons geringer.
Aber bis es so weit ist, wird die Kirche Jesu Christi vielleicht wirklich im Schatten einer Eiche Platz
finden. + Aber: Im „vorauseilenden Gehorsam“ hatte ich ja schon einmal geschrieben: Fakten schaffen! Und
heute wird das in obigem Beitrag angedacht: Wenn wir alle das tun, was der Papst (zwar nur hin und wieder)
auch tut, dann kann das ja nicht bedeuten, daß wir etwas tun was der Papst nicht will. Dabei besteht
die Möglichkeit, daß vermehrt Gläubige die Schönheit und Erhabenheit des „alten“ Ritus kennen und
schätzen lernen und dann kommt auch langsam wieder das Kapital ins Spiel: Setzen wir uns und unsere Mittel
für ein wertvolles Gut ein, sogut wir können: (eine Baumarktkette wirbt dieser Tage wie folgt): Das
Bewährte hat Bestand – Gutes geht nicht verloren! Es gibt viel zu tun, packen wirs an!
@ virobl.: Da stellt sich natürlich, wer denn festlegt, was dauerhaft ist. Wenn Can. 20 den Brauch des
Niederkniens an den Sonntagen und in der österlichen Festzeit bis Pfingsten zurückweist, so geht es
hierbei sicherlich nicht um zentrale Inhalte des christlichen Glaubens. Etwa, was in den Kram paßt? Hier
wird doch sonst jede einfache Bulle (s. Quo primum) als vom Himmel gefallene Offenbarung behandelt, aber
so’n Konzil v. Nizäa ist natürlich „situationsbedingt“. Ist es natürlich auch, genauso wie die Lehre
der Wesensgleichheit, die eine Erfindung des Heiden Konstantin war. Aber das war natürlich ewig gültig.
Naja…
Traditionen Was als Canones des Konzils von Nicaea gezählt wird, ist nur tw. echt. Anerkannt werden allg.
die ersten 20 Canones. Was dort behandelt wird, ist häufig situationsbedingt. Wenn Can. 20 den Brauch
des Niederkniens an den Sonntagen und in der österlichen Festzeit bis Pfingsten zurückweist, so geht
es hierbei sicherlich nicht um zentrale Inhalte des christlichen Glaubens. Anm. Die überlieferte Messe
ist nicht 1570 entstanden, sd. reicht im Kern bis in die anfangszeit der Kirche zurück. – Ihr jahrhundertelanges
Wachstum innerhalb der Kirche macht sie unvergleichlich.
@typ-xml Wie kamm denn diese Sitte außer Mode. ICh meine, man kann ja niemanden zwingen, herumzustehn, –
oder? Ich wäre allerdings dafür, mir gefällt die orthodoxe Liturgie soiweso besser, aber die Theologie
ist natürlich alles andere als „orthodox“ – eher verwirrt und abwegig …
@ Artois Dass Christen an allen Sonntagen sowie in der gesamten Osterzeit nicht im Knien beten dürfen –
weder privat noch in der gemeinsamen Liturgie. Wird heute noch in allen Ostkirchen beachtet („Kniebeugungsvesper“
am Pfingstsonntag, mit der das Knien sozusagen wieder „eingeführt“ wird), und wurde auch im Westen fast
1000 Jahre beachtet. Dann auf einmal nicht mehr. Näheres bei Jungmann, Missarum Sollemnia (glaube ich
jedenfalls, habe ich aber gerade nicht greifbar). Wenn die Tradis so herumzetern, weil man nicht mehr
Richtung Osten betet, warum verstoßen dieselben Tradis dann permanent gegen einen der ältesten Konzilsbeschlüsse
überhaupt?
@ Vir Oblationis Wenn es der „Konzilskirche“ (Paul VI.) nicht gelingt, sich zur Vergangenheit der Kirche
zu bekennen, aus der die Liturgie nun einmal nicht wegzudenken ist, dann kann sich die Konzilskirche auch
nicht darauf berufen, in der Tradition eben dieser Kirche zu stehen, vielmehr erweist sie sich einmal
mehr als etwas Neues. Gehört dazu auch der can. 20 des Konzils von Nikaia? Ist die westliche Kirche,
indem sie sich stillschweigend davon verabschiedet hat, dann nicht ebenfalls „etwas Neues“ geworden, das
sich nicht mehr auf die Tradition berufen kann? Und wenn Sie dieser Meinung nicht sind, wieso gilt dann
für Vat II auf einmal in Bezug auf die Liturgie ein anderes Kriterium als für frühere Epochen? Oder
meinen Sie, die Tradition habe erst 1570 angefangen?
Widerstand hat Tradition Der Widerstand der Deutschen gehen römische Verordnungen oder Vorhaben hat eine
lange Tradition. Es begann mit der Königssteiner Erklärung, setzte sich fort in der Würzburger Synode,
reichte weiter über die Erklärung der oberrheinischen Bischöfe, gipfelte im Widerstand gegen den von
Rom angeordneten Ausstieg aus dem staatlich organisierten Kindermordprogramm. In Berlin, München, Köln,
Paderborn und besonders in Mainz weiß man es eben besser als in Rom. Von daher passt die gemeinsame Haltung
der Oberhirten gegen die alte Messe doch gut ins Programm. Aber auch der Hl. Vater macht in dieser Sache
nicht gerade die beste Figur. An ihm wird vielmehr der Verfall der päpstlichen Autorität deutlich. Ein
Pius XII. hätte sich nicht von irgendwelchen Bischöfe Projekte verbieten lassen, die ihm am Herzen lagen.
Mit dem Ende der Hoffnungen auf das MP ist eine große Chance zur Versöhnung zwischen Tradition und Reform
vertan worden. Bei vielen traditionstreuen Katholiken bleibt bittere Enttäuschung und der Rückzug in
die Katakomben zurück. Schade!
Konzilskirche Wenn es der „Konzilskirche“ (Paul VI.) nicht gelingt, sich zur Vergangenheit der Kirche
zu bekennen, aus der die Liturgie nun einmal nicht wegzudenken ist, dann kann sich die Konzilskirche auch
nicht darauf berufen, in der Tradition eben dieser Kirche zu stehen, vielmehr erweist sie sich einmal
mehr als etwas Neues.
@ Trident ein gemachter Ritus (dem zudem viele Konstitutiva eines rituellen Vollzuges fehlen) Lassen Sie
mich doch mal an ihrem überragenden Wissen teilhaben: Welche Konstitutiva eines rituellen Vollzugs fehlen
dem Messbuch von 1970, der Liturgia Horarum, dem Benediktionale, Pontifikale usw. Und: Wie erklären Sie
sich, dass Papst Paul VI. zu einem anderen Urteil gekommen ist? War er einfach nur doof? Unter Drogen?
Vom Satan besessen?
„Alle“ Bischöfe?! In dem Artikel heißt es, daß alle deutschen Bischöfe einen gemeinsamen Brief an
den Papst unterschrieben hätten: „Wir wollen das Motu Proprio nicht.“ Kann das wirklich stimmen? Warum
werden die Gläubigen nicht offiziell über diese Vorgänge informiert? Warum wird der „gemeinsame Brief“
unserer Oberhirten nicht veröffentlicht? Gibt es nicht mehrere Strömungen bzw. differenziertere Sichtweisen
innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz? Was ist mit den sogenannten „konservativen“ Bischöfen Mixa,
Müller, Meisner und Hanke? Letzter hatte sich doch zuletzt überraschend positiv zur alten Messe geäußert:
Überraschend hat sich aus den Reihen der Deutschen Bischofskonferenz, die einer liberalen Neuregelung
eher skeptisch gegenübersteht, der Novize hervorgewagt. Gregor Maria Hanke, seit Dezember Bischof von
Eichstätt, begrüßte „eine neue Offenheit für das reiche liturgische Erbe der Kirche“. Er wünsche
sich „einen unbefangeneren Umgang mit der Alten Messe“. (Süddeutsche Zeitung vom 3. Januar 2007, Seite
13) Wie kann es sein, dass sich Bischof Hanke jetzt plötzlich gegen die Alte Messe ausgesprochen haben
soll? Hat ihn der Große Vorsitzende etwa unter Druck gesetzt? Was für ein Spiel wird hier eigentlich
gespielt???
Ich glaube Gott wollte das so, dass das Lateinische kirchliche Universalsprache sei. Dann sollte diese
Sprache hier auf kreuz.net eingeführt werden. Ich bin sicher dass das Gott gewollt ist. o^/ o^/ :(3 !:)
:(3 o^/ o^/
Das Christentum ist im Römertum gewachsen auch zu dem Zweck, dass Latein die Universal- sprache der christlichen
Liturgie würde… Die Kirche, die den Sieg davontrug über das Alte Rom, hat sich auch als Trophäe das
Beste des Römertums zu eigen gemacht. Und das Lateinische als liturgische Sprache gehört dazu. Ich glaube
Gott wollte das so, dass das Lateinische kirchliche Universalsprache sei. Die Pius-Brüder werden ja weiterhin
den Alten Ritus zelebrieren und ihn fortleben lassen. Wir werden ja sehen was noch kommt.
Latein gottgewollt? Aber ja, genauso wie heute die Landessprachen Dass die lateinische Sprache von Gott
als liturgische Sprache gewollt war, glaube ich aber schon. Warum spricht Jesus dann kein Latein? Warum
spricht man zur Zeit der Apostel Petrus und Paulus selbst in Rom Griechisch? Warum halten die Gebildeten
in biblischer Zeit Latein für vurgär? In der Tat war es wichtig, dass die lateinischen Kirchenväter
dem Latein im Westen zum Siegeszug verholfen haben. Jetzt konnten endlich auch die einfachen Menschen
die Liturgie verstehen. Die Durchsetzung des Latein als liturgische Sprache war nichts anderes wie die
Einführung der Landessprachen viele hundert Jahre später.
Sprache@matt Dass die lateinische Sprache von Gott als liturgische Sprache gewollt war, glaube ich aber
schon. Können sie das näher erläutern? Jesus sprach definitiv nicht Latein, das ist historisch gesichert.
Evangelistensprache war doch auch in erster Linie Altgriechisch. Natürlich eignet sich das Latein sehr
gut, das ist unbestritten, nur meine ich persönlich, dass Gott die Intention und nicht die verbale Verpackung
sieht.
also dann eben vorerst nicht… zur Not wirds die Neue Messe auch tun, wenn man darin keine theologischen
Unwahrheiten verbreitet und sie nicht noch durch zusätzliche liturgische Entgleisungen verunglimpft.
Ich hatte zumindest nicht den Eindruck, dass die Neue Messe ein so übles Machwerk ist. Dass die lateinische
Sprache von Gott als liturgische Sprache gewollt war, glaube ich aber schon.
Wahrscheinlich sind die im Vatikan doch erschrocken, als sie gelesen haben, welche Kreise öffentliches
Interesse an diesem Motuproprio lauthals verkündet haben …
Fakten schaffen? Meinen Sie wirklich, dass durch Weihe von Ehemännern Fakten geschaffen würden? Ist
nicht auch die EHE in der Krise ? Kann dies die alleinige Antwort auf Priestermangel in Westeuropa sein?
Als ehem. Protestant kann ich nur lachen. Wir hatten vor allem bei den „Lutheranern“ Probleme mit Geschiedenen
Pastoren und dergleichen. Meinen Sie wirklich, dass durch Gewährung des Leibes Christi Fakten geschaffen
würden? Der Apostel Paulus verweist sogar darauf, dass sich derjenige das Gericht essen und trinken wird,
wenn er daran teilnimmt ohne sich vorher mit seinem Bruder versöhnt hat. Wieviele Sakrilegien bei der
heiligen Eucharistie soll es demnach noch geben? Reicht es nicht, dass die Menschen oft ohne innerer Anteilnahme
nach vorne rennen ? Wo bleibt der Wert einer geistigen Kommunion? Wo die Verbindung mit dem Sakrament
der Versöhnung, die sich beide vervollständigen? Fakten würden dadurch nicht geschaffen werden, sondern
Unruhe und ein Geist des Krieges!