Inkulturation
Unkritische Annahme aller möglicher Neuheiten
Die stehende Handkommunion bewegt sich weit unter dem Niveau dessen, was in Asien im Umgang mit dem Heiligsten erwartet wird – erklärte ein Kurienerzbischof.
Indonesische Messe beim 'Kongreß für religiöse Erziehung' in Los Angels 2007
Indonesische Messe beim ‘Kongreß für religiöse Erziehung’ in Los Angels 2007
(kreuz.net) Erzbischof Albert Ranjith Patabendige Don betrachtet die liturgische Erneuerung nach dem ‘Zweiten Vatikanum’ in Asien mit gemischten Gefühlen.

Der Sekretär der Gottesdienstkongregation sprach Anfang April mit dem Nachrichtendienst ‘Union of Catholic Asian News’.

Der liturgischen Verwendung der Umgangssprache kann Mons. Ranjith allerdings etwas Positives abgewinnen.

Dadurch werde den Gläubigen geholfen, das Wort Gottes und die Liturgie besser zu verstehen, um aktiv am Gottesdienst teilzunehmen.

Die Verwendung der Landessprache habe auch dazu beigetragen, ein theologisches Vokabular zu schaffen, das für die Evangelisierung nützlich sei.

Negative Früchte der Liturgiereform

Nach dem Zweiten Vatikanum sei auch eine Anpassung an lokale Bräuche versucht worden. Der Erzbischof sieht diese auch kritisch.

Oft wird die Inkulturation auf das Ausstreuen von Blumen reduziert.
Oft wird die Inkulturation auf das Ausstreuen von Blumen reduziert.
Als negative Folgen der Liturgiereform in Asien zählt er auf: die praktisch totale Verbannung des Latein, der Tradition und des liturgischen Gesangs.

Man habe auch einen „Sinn des Mißverstehens“ dafür entwickelt, was die Natur des Römischen Ritus sowie seiner Normen und Rubriken sei.

Das habe zur Überzeugung geführt, daß man mit der Liturgie beliebig experimentieren könne.

Dadurch sei eine gewisse „anti-römische Einstellung“ und eine „unkritische Akzeptanz aller möglicher Neuheiten“ entstanden.

Diese Neuheiten seien häufig das Resultat einer aus dem Westen übernommenen verweltlichten Geisteshaltung.

Oft hätten ausländische Missionare diese Neuheiten – vielleicht unwissentlich – aus dem Westen importiert.

Auch Asiaten, die sich im Westen aufgehalten oder dort studiert haben, hätten unkritisch eine Art „freien Geist“ absorbiert, der im Umfeld des Konzils entstanden sei.

Die Verbannung des Heiligen und Mystischen und dessen Ersetzung durch einen „empirischen Horizontalismus“ hätten dem Geist einer echten Liturgie am meisten geschadet.

Willkürliche Inkulturierung

Erzbischof Malcom Ranjith
Erzbischof Malcom Ranjith
Erzbischof Ranjith beklagte auch „Willkür und Unstimmigkeit“ durch allerlei Experimente, die unkritisch oder ohne ein vorausgehendes Studium durchgeführt worden seien:

„Mit Unstimmigkeit meine ich Anpassungen, die mit unserer Kultur nicht vereinbar sind.“

Der Erzbischof erzählte folgendes Beispiel:

„Ich habe einmal im Radio ein Gespräch mit einem buddhistischen Mönch in Sri Lanka gehört. Dieser machte sich über die Christen lustig, weil sie in ihren Kirchen örtliche Trommelweisen einführten, ohne zu wissen, daß es sich dabei um Rhythmen zur Ehre Buddhas handelte.“

Auch eine bloße Verneigung anstelle einer Kniebeuge vor der Heiligen Eucharistie oder die stehende Handkommunion, seien „weit unter dem Niveau dessen, was dem Heiligen in Asien als Achtung entgegengebracht wird“.

Verbannung liturgischer Gewänder

Als weiteres Beispiel führte Mons. Ranjith die liturgischen Gewänder an. Anstatt liturgische Kleidung oder Utensilien zu verwenden, die lokale Werte widerspiegelten, reduziere man deren Gebrauch oft auf ein absolutes Minimum:

„Ich war zeitweise geschockt, Priester oder sogar Bischöfe zu sehen, die ohne angemessene liturgische Kleidung zelebrierten oder konzelebrierten.“

„Das ist nicht Inkulturation, sonder De-Kulturation – falls ein solches Wort existiert.“

Wer die liturgische Kleidung abschaffe, verstehe die asiatische Kultur nicht. Gottgeweihte Personen würden dort immer in einer besonderen Kleidung auftreten.

Die meisten würden nicht verstehen, was Inkulturation meint. Oft werde diese auf einen oder zwei Tänze während der Heiligen Messe oder auf das Ausstreuen von Blumen reduziert.

Liturgische Sprache

Während die Religionen Asiens – Hinduismus und Buddhismus – die liturgische Sprache bewahrt hätten, sei das Latein praktisch verschwunden:

Musikgruppe bei der indonesischen Messe am 'Kongreß für Erziehung'
Musikgruppe bei der indonesischen Messe am ‘Kongreß für Erziehung’
„Lehren sie uns nicht, daß eine liturgische Sprache, die nicht allgemein gebraucht wird, im Gottesdienst einen inneren Mystizismus des Heiligen besser ausdrücken kann?“ – so der Erzbischof.

Wer Latein lerne, gehe nicht einen Schritt zurück, sondern einen Schritt vorwärts. Nur dadurch könne ein tiefgreifender Prozeß der Inkulturation stattfinden.

Jeder „sogenannte Theologe“, der nicht in der Heiligen Schrift und der kirchlichen Tradition verankert sei, nicht auf seinen Knien bete und vom Licht eines heiligen Lebens erleuchtet sei, produziere nur leeren Lärm und führe zu nichts anderem als Unordnung und Verwirrung.

Fremde im eigenen Land

Jeder Versuch einer Inkulturation dürfe die tiefgreifende spirituelle Orientierung Asiens nicht ignorieren: „Wir Asiaten können keine Säkularisten sein.“

„Als Christen sollten wir zeigen, daß das Christentum in seinem Ursprung asiatisch ist und daß es sogar einen tieferen Sinn des Mystischen in sich trägt, das es anderen mitteilen kann und will.“

„Es wäre schade, wenn wir danach strebten, unseren Glauben als Anhängsel einer säkularen und globalisierten Kultur hinzustellen, die in Asien weltliche Werte zu repräsentieren versucht.“

Unglücklicherweise entstehe manchmal ein solcher Eindruck: „Das macht uns zu Fremden auf unserem eigenen Kontinent.“
      
21 Lesermeinungen
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#21   Nachtlaterne   22:00:49 | Donnerstag, 17. Mai 2007
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#20   Christian Hüller   15:36:20 | Donnerstag, 17. Mai 2007
@ Benedikt
Dieser Eindruck kann aber auch bei kath. Feiern durchaus entstehen, nämlich dann, wenn die Hl. Eucharistie zu einem „Event“ umgestaltet wird.
Kreuz.net hat ja immer wieder betreffende Beispiele und Artikel gebracht. Die Praxis prägt bekanntlich das Bewusstsein.
Wenn es denn wenigstens eine wirkliche Mahlfeier wäre, die dann gefeiert wird…
Aber so ist es ein seltsame Mischung, die den Gläubigen da angeboten wird, gleichsam ein Versuch, es allen -und letztlich keinem oder in JEDEM Fall immer weniger Leuten- recht zu machen, mit einem guten Einschlag falsch verstandener, anthropozentrischer Werkgerechtigkeit, letzters im Vollsinn des Begriffs.
Bitten wir also vor Gott dafür, dass der Papst in der Angelegenheit der Hl. Eucharistie die Tradition erhalten möge.
Erhalten heißt: Freiheit zur Entfaltung.
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#19   Benedikt   14:37:42 | Donnerstag, 17. Mai 2007
@ Hüller
Spätestens dann, wenn die Eucharistie als reine Mahlfeier verstanden bzw. gefeiert wird
Sehen Sie, das ist der Punkt. Nicht Art der Kommunionausteilung, sondern wie die Eucharistie verstanden wird gibt Auskunft über den Glauben. Die Handkommunion kann daher bestenfalls als (unzuverlässiges) Symptom angesehen werden, nicht als Erkennungsmerkmal.
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#18   Christian Hüller   14:21:13 | Donnerstag, 17. Mai 2007
@ Benedikt
Danke für dieen Hinweis. Sie haben genau genommen natürlich recht; allerdings sind die Befürchtungen der Gegner
von Hand- Und Stehkommunion nicht völlig unbegründet. Spätestens dann, wenn die Eucharistie als reine Mahlfeier verstanden bzw. gefeiert wird, und dann wirklich einfach nur noch „hin – bzw. zugelangt“ wird, erübrigt sich auch der Transsubstantiationsglaube.
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#17   Benedikt   13:26:19 | Donnerstag, 17. Mai 2007
@ Hüller
„Die Steh- und Handkommunion ist nichts anderes als die Leugnung der katholischen Transsubstantiationslehre.“
Da ist etwas Wahres dran,
Nee, da ist gar nichts Wahres dran. Wer kann in die Herzen der Menschen blicken, die zur Kommunion gehen? Die Handkommunion kann ein Anzeichen (!) sein, oder ein Symptom, aber niemals zur Unterscheidung dienen, wer nun an die Transsubtantiation glaubt oder nicht.
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#16   Christian Hüller   12:11:08 | Donnerstag, 17. Mai 2007
@ RudolfPanetta
„Die Steh- und Handkommunion ist nichts anderes als die Leugnung der katholischen Transsubstantiationslehre.“
Da ist etwas Wahres dran, aber wir Christen begreifen Gott ja nicht nur als den absolut Heiligen und Transzendenten, wie etwa die Muslime, sondern, und mit dieser Aussage will ich ganz bestimmt keiner fehlgeleiteten marxistischen oder rationalistischen Ideologie das Wort reden, gerade die zweite göttliche Person auch als Freund und Begleiter. Einem Freund und Begleiter aber wird man nicht nur in ständiger Demutshaltung begegnen wollen; sonst hätten wir wirklich ein reines Unterordnungsverhältnis. Außerdem wäre es dem Logos sicherlich verhasst, durch äußerliche Gesten eine Verehrung und Unterordnung zu signalisieren, die sich im alltäglichen Verhalten nicht bewährt. Denn das wäre dann ja Heuchelei in Reinform.
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#15   Rodolfo Panetta   11:28:07 | Donnerstag, 17. Mai 2007
Zerstörung mit Raffinesse …
… war das eigentliche Ziel der nachkonziliären Scharlatane. Die böswillige und hinterlistige Falschübersetzung der Wandlungsworte gehört ebenso dazu wie der gesamte Anthropozentrismus. Die Steh- und Handkommunion ist nichts anderes als die Leugnung der katholischen Transsubstantiationslehre.
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#14   matt2 †   11:18:12 | Donnerstag, 17. Mai 2007
@Hüller: allein die Gesinnung Heilsempfänger zu sein…
ist eine Unterwerfung vor dem, der das Heil spendet, dessen Hoheit man also Respekt zollen muss.
Aber die in die Messe gehen müssen sich auch Jesus unterwerfen (wollen). Wenn sie das nicht wollen sind sie seiner nicht entsprechend und sollten garnicht hingehen, weil sie ihn auch nicht aufrichtig lieben, in der Weise, wie es von einer Kirche verlangt wird, die ihrem Bräutigam anhangt.
Es ist nicht etwa so, dass ich Jesus verachtete. Man solle mir das nicht nachsagen. Ich kann und will mich nur nicht in dieser Relation zu ihm begreifen, die in der Messe einem abverlangt wird, also gehe ich nicht hin. Ja, auch nicht zu Gottvater wollte ich in dieser Relation stehen. Das dort ist die Braut, der ich aber nicht angehöre, von der aber die Hingabe zu ihrem Bräutigam jedenfalls zu erwarten ist.
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#13   Christian Hüller   10:47:25 | Donnerstag, 17. Mai 2007
@ Matt2
„…denn die Messe ist Unterwerfung!“ Davon steht nichts in der Hl. Schrift. Bei der Messe geht es NICHT primär darum, etwas zu tun, sondern etwas zu empfangen. Die „Unterwerfung“ unter Christus muss sich im Alltag zeigen
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#12   matt2 †   08:25:51 | Donnerstag, 17. Mai 2007
Ich habe ja die Freiheit gewählt…
und somit auch die Befreiung von der Unterwürfigkeit, die beim Hostienschlucken erforderlich ist. Deshalb kann ich mich hier nicht erwärmen für das Gemaule der Handkommunionisten. Wenn sie in die Messe gehen, dann sollen sie sich demütigen, denn die Messe ist Unterwerfung! Wenn sie das hassen, dann sollen sie eben nicht zur Messe gehen, die Heuchler, und es so halten wie ich, der die Freiheit wählte.
Ich habe eben erkannt: ich will mich nicht vor Jesus demütigen, wie ein Weibi. Mein Christus bin ich selbst. Auch verstehe ich damit andere im Hinblick auf mich erlöst, aber darum geht es mir garnicht. Die können ebenso in Hinblick auf Jesus erlöst sein, oder sich erlöst verstehen. Es geht mir um meine Souveränität als Gottessohn. Wer es fasse kann, der fasse es. Das gilt auch für die Wesensgleichheit mit Gott. Wer sie fassen kann, der hat sie.
Mir wurde beim Warten langweilig. Da erkannte ich in mir, sah ich in der Tiefe meiner Seele das Feuerroß meines stolzen Wagemuts, meiner Verwegenheit, meiner Möglichkeit und es befiel mich ein Weh, wieviel davon verschüttet blieb, aus falschem Zwang und Gehorsam. Und ich erkannte darin meine Kraft und fuhr damit auf und davon in einem Höllen- und Himmelsritt Egotrip. Oh, wie schön ist es Sohn zu sein!
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#11   Christian Hüller   23:59:38 | Mittwoch, 16. Mai 2007
@ matt 2
„Wenn man wirklich davon überzeugt ist in der Hostie Christus zu begegnen und zu empfangen, dann muss man sich vor dem Allerheiligsten, dem Gesalbten auch zu erniedrigen verstehen.“
Sehe ich etwas anders: Christus will Brüder, keine servilen Kriecher. Dennoch respektiere auch ich DIE Menschen, die aus Ehfurcht und Ehrerbietung hier eine andere Auffassung haben.
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#10   matt2 †   23:51:41 | Mittwoch, 16. Mai 2007
@Gotthard: aufpassen!
Du tappst noch in dieselbe Falle in die ich schon geraten bin und hältst Dich dann gar selbst für Christus. Ich habe noch nie verstanden, was Jesus mir geben kann als die Bestätigung meiner Selbst, also jenen Geist indem ich ohnehin schon wandle und wachse. Jesus hat mir nichts zu geben, als das, was er vom Vater empfängt, aber das kann ich mir auch gleich direkt vom Vater erbitten und brauche dazu nicht seine Mittlerrolle. Das ist meiner nicht würdig. Jesus ist für die, die ihn brauchen, ich brauche ihn nicht. Ich habe Jesus schon passiert.
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#9   Marina   23:24:00 | Mittwoch, 16. Mai 2007
Der Menschensohn wird in die Hände der Sünder überliefert
(Math. 26,45) Der das sagt ist kein Geringerer als JESUS Christus selbst, ER der Herr. Er weiss um seinen Kreuzweg in der Handkommunion. Jetzt ist es aber so, dass viele Katholiken nichts anderes kennen und auch das weiss Jesus und darum lässt er es noch ein wenig weiter so laufen, bis die Worte von Paulus in 2.Thess.1-12 in Erfüllung gehen. Dann werden alle von selbst in die Knie sinken wenn der Herr kommt und sich an die Brust schlagen und rufen: Weh mir, ich bin verloren (Jesaia,6,5)
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#8   Gotthard   22:00:25 | Mittwoch, 16. Mai 2007
@matt
als Nicht-Kirchgänger verstehst du natürlich manches nicht…
dann muss man sich vor dem Allerheiligsten, dem Gesalbten auch zu erniedrigen verstehen.
Du hättest dann Recht, wenn Gott uns in der unheilen Welt ohne alles gelassen hätte.
Nun sind die Getauften aber auch Gesalbte! Ich habe als Getaufter einen neuen „Zweitnamen“ bekommen: Christ = Gesalbter!
Als Gesalbter trete ich an den Tisch des Herrn … als Gesalbter empfange ich den Leib und das Blut Christi … Christus bestätigt mir im Akt des Empfangens meine Salbung …
all diese Demuts-Theologien haben keine Ahnung von der Größe und Würde des Getauftseins …
in der Taufe haben wir „Christus gleichsam angezogen wie ein Gewand und sind ein neuer Mensch geworden“ … als diese Neuen Menschen treten wir vor und empfangen IHN, der sich mit uns schon unverzentrilch verbunden hat.
Die Erlösung hat schon stattgefunden …
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#7   )ichthy's   18:17:36 | Mittwoch, 16. Mai 2007
formelle und geheuchelte Andacht/Ehrfurcht
Kniende Mundkommunion: entweder ich empfange den Herrn andächtig und ehrfürchtig, oder es ist bei denen, die nicht andächtig und ehrfürchtig sind – vor allem dort wo Handkommunion nicht erlaubt oder üblich ist – geheuchelte Andacht.
Stehende Handkommunion: Entweder ich empfange den Herrn andächtig und ehrfürchtig, oder nicht. Der Unterschied zur Mundkommunion ist, daß man bei der Handkommunion eher sieht, wer den Herrn nur so im Vorbeigehen mitnimmt, daß weniger Andacht und Frömmigkeit geheuchelt wird.
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#6   matt2 †   17:50:17 | Mittwoch, 16. Mai 2007
Wer die Eucharistie empfängt muss ihr auch Respekt und Demut zollen…
das sage ich, obwohl ich kein Kirchgänger bin. Ich halte die stehende Handkommunion auch für falsch und habe das ja bereits früher schon gesagt. Wenn man wirklich davon überzeugt ist in der Hostie Christus zu begegnen und zu empfangen, dann muss man sich vor dem Allerheiligsten, dem Gesalbten auch zu erniedrigen verstehen. Bei der Handkommunion ist die Andacht geheuchelt, sie ist nicht aufrichtig, sondern formell, nicht hingebungsvoll, so als schämte man sich ihrer, ja, so als schämte man sich für seine Zugehörigkeit zu Christus.
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#5   Czibo Nieznany   12:08:00 | Mittwoch, 16. Mai 2007
Kulturelle Adaptionen
Was in asiatischen Religionen richtig sein mag, muss nicht unbedingt auch für das Christentum gelten. Das Christentum ist eine prophetische, dynamische Religion, auf den Punkt Omega hin ausgerichtet ähnlich wie Judentum und Islam.
Das sind weder Hinduismus noch Buddhismus, in denen das Rad der Widerkehr zur Lehre gehört. Darin liegt der entscheidende Unterschied. Der lässt sich auch nicht ignorieren.
Wenn jetzt allerdings kritisiert wird, das bei den Messfeiern im Einzugsbereich von Hinduismus und Buddhismus Kultelemente übernommen werden, tut man genau das, was der Jesuiten Mission im 16. Jahrhundert in Asien (Indien und China) große Probleme bereitet hat. Damals hat die römische Kirche Übernahmen dieser Art rigide unter Verbot gestellt.
Nachdem dies jetzt dies möglich und seit Jahrzehnten praktiziert wird, tritt ein Erzbischof aus Asien im Ring plötzlich als der große Mahner und Warner auf, damit sich römisch verstandene Einheit über die ganze Erde verbreite. Mit Katholisch hat das Vorgehen kaum etwas zu tun.
Wenn sich buddhistische Mönche über die Adaptionen angeblich lustig machen, werden sie wohl Gründe haben, vielleicht laufen ihnen die Leute weg. Also machen sie die Konkurrenten und das sind nun mal die christlichen Kirchen, lächerlich. Das ist ein nicht zu begründendes Naturgesetz.
Kinder im Sandkasten machen das auch: Wir haben aber viel größere Zwerge und ihr nur kleinere Riesen …Ätsch!
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#4   Krak des Chevaliers   11:40:44 | Mittwoch, 16. Mai 2007
1 m vor dem Aufschlag
endlich erkennt und benennt man in Rom die Mißstände. Das ist schon mal ein großer Fortschritt. Wann aber ist man endlich bereit, die Reißleine zu ziehen und energisch gegen diese Mißstände vorzugehen? Hoffentlich nicht ernst 1 m vor dem Aufschlag!
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#3   Pünktchen   11:19:07 | Mittwoch, 16. Mai 2007
Goldene Worte:
„Jeder „sogenannte Theologe“, der nicht in der Heiligen Schrift und der kirchlichen Tradition verankert sei, nicht auf seinen Knien bete und vom Licht eines heiligen Lebens erleuchtet sei, produziere nur leeren Lärm und führe zu nichts anderem als Unordnung und Verwirrung.“
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#2   Bruder Theophil   10:16:59 | Mittwoch, 16. Mai 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Johannes 16, 12-15
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.
Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.
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#1   Fragezeichen   09:58:19 | Mittwoch, 16. Mai 2007
Lateinverbot?
Kürzlich hat ein katholischer Theologe behauptet, dass er bei intensivem Studium von Sacrosanctum Concilium dazu gekommen sei, dass das V2 Latein mit doppelter Nachdrücklichkeit als Liturgiesprache abschaffen wollte. :-$
Natürlich keine Argumente, nur eine Dogmatisierung ex cathedra seinerselbst…
Tragisch, dass das selbst in den höchsten Rängen vorkommt.
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